DE3211889C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft einen Gasdruckregler, enthaltend
  • a) ein Reglergehäuse mit einem Einlaßkanal und einem Auslaßkanal und einer einen Ventilsitz enthaltenden Trennwand zwischen Einlaß- und Auslaßkanal und mit einem Membrangehäuse,
  • b) eine Reglermembran, die in das Membrangehäuse eingespannt ist und durch die das Membrangehäuse in eine obere und eine untere Membrankammer unterteilt ist, von denen die obere Membrankammer mit der Atmosphäre in Verbindung steht,
  • c) eine Verbindung zwischen der unteren Membrankammer und dem Auslaß, die
    • - einen von einem Ventil (36) beherrschten Kanal aufweist, wobei das Ventil von dem Ausgangsdruck in Richtung auf die Membrankammer hin aufdrückbar ist und weiterhin
    • - einen von dem Ventil unabhängigen Durchgang aufweist,
  • d) einen Ventilteller, der auslaßseitig von dem Ventilsitz angeordnet und über eine Ventilspindel mit der Reglermembran verbunden ist und
  • e) Belastungsmittel, die in der oberen Membrankammer angeordnet sind und die Reglermembran belasten.
Ein solcher Gasdruckregler ist bekannt durch die DE-AS 20 34 030. Bei diesem bekannten Gasdruckregler ist in dem Verbindungskanal ein doppelseitig wirkendes, in der Nullstellung den kleinsten Querschnitt freigebendes Dämpfungsventil angeordnet. Dieses Dämpfungsventil weist ein hohlzylindrisches Gehäuse auf, dessen axialer Durchgang in der Mitte einen kleineren Durchmesser besitzt als der übrige Teil des Durchgangs. In den Durchgang ist ein Ventilteller axial beweglich geführt. Der Außendurchmesser des Ventiltellers ist nur wenig kleiner als der kleinste Durchmesser des Durchganges. Der Ventilteller bildet daher in seiner Mittelstellung mit der Innenwandung des Durchganges an dessen engster Stelle einen Ringspalt. Mit dem Ventilteller ist eine Führungsstange verbunden. Die Führungsstange ist in Scheiben geführt, die in dem Gehäuse sitzen. Die Scheiben sind mit Durchbrüchen für den Gasdurchtritt versehen. Zwischen den Scheiben und dem Ventilteller ist je eine zentrierende Schraubenfeder angeordnet.
Ein solches doppelseitig wirkendes Ventil läßt Gasströme von dem Auslaßkanal zu der Membrankammer und von der Membrankammer zum Auslaßkanal bei Druckänderungen zu, wie sie bei Änderungen der im Ausgangskanal des Gasdruckreg­ lers abgegebenen Durchgangsmenge auftreten. Dann verschiebt sich der Ventilteller vorübergehend in der einen oder der anderen Richtung und gibt in beiden Fällen einen vergrößerten Durchtrittsquerschnitt frei. Schwache Longitudinalwellen im Gas erreichen die Membrankammer jedoch nicht, weil deren geringe kinetische Energie am Ventilteller in potentielle Energie umgewandelt wird.
Die DE-AS 20 34 030 beschreibt zum Stand der Technik auch einen Gasdruckregler, bei welchem der die Druckimpulse übertragende Kanal an einer Stelle düsenartig verengt ist.
Bei einem bekannten Gasdruckregler (Firmendruckschrift Elster EMR Domestic Service Regulator der Elster Handel GmbH) steht der Auslaßkanal mit der unteren Membrankammer über einen ungedrosselten, ständig offenen Verbindungs­ kanal in Verbindung.
Bei dem bekannten Regler ist ein Sicherheitsventil vorgesehen, welches bei nicht herausregelbarem Überdruck im Auslaßkanal öffnet und den Auslaßkanal mit einem Anschluß verbindet, der seinerseits mit einer ins Freie führenden Abgasleitung in Verbindung steht. Es ist weiterhin in dem Einlaßkanal ein Absperrventil vorgesehen, das in Offenstellung verriegelt ist. Die Verriegelung ist bei Über- oder Unterschreiten vorgegebener Ausgangsdrücke, die über einen Verbindungs­ kanal auf eine Membran wirken, auslösbar. Es ist weiterhin in üblicher Weise eine Ausgleichsmembran vorgesehen, welche den Einlaßkanal und die untere Membrankammer voneinander trennt und deren innerer Rand mit der Ventilspindel des Reglerventils verbunden ist. Die Ausgleichsmembran kompensiert den Einfluß der auf den Ventilteller wirkenden Druckdifferenz von Eingangs- und Ausgangsdruck.
Bei solchen Druckreglern ergibt sich das Problem, daß infolge dynamischer Kräfte, die auf den Ventilteller wirken, Schwankungen des Ausgangsdrucks auftreten. Der Regler kann dadurch anfangen zu schwingen. Um diese Einflüsse gering zu halten, hat man bei bekannten Reglern die Reglermembran vergrößert, so da die auf den Ventilteller wirkenden dynamischen Kräfte im Vergleich zu den auf die Membran wirkenden Stellkräften vernachlässig­ bar sind. Der Gasdruckregler wird dadurch jedoch unerwünscht groß. Es ist auch bekannt, zwischen Arbeitsmembran und Ventilspindel ein Übersetzungsgetriebe einzuschalten, so daß die an der Membran wirksamen Stellkräfte mit einem Hebelverhältnis übersetzt an der Ventilspindel und dem Ventilteller des Reglerventils wirksam werden. Eine solche Anordnung ist kompliziert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gasdruckregler der eingangs genannten Art möglichst schwingungsunempfindlich zu machen und ihm dabei eine gute Schließdruckreaktion zu erteilen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der unabhängige Durchgang ein von dem ventilbeherrschten Kanal verschiedener, gedrosselter Verbindungskanal ist, der das Ventil umgeht und das Ventil ein Rückschlag- Tellerventil ist, das für eine Strömung von der unteren Membrankammer zum Auslaßkanal hin sperrt.
Ein solches Ventil wirkt als Dämpfungsventil. Von auftretenden Schwingungen des Ausgangsdruckes wird durch das Ventil jeweils die positive, d. h. zu höheren Drücken hin gerichtete Halbwelle "gleichgerichtet" und unter der Reglermembran im Sinne eines Schließens des Reglerventils wirksam. Die "negative" Halbwelle wird an der Reglermembran nicht wirksam. Ein Druckausgleich erfolgt über den gedrosselten Verbindungskanal. Es hat sich gezeigt, daß durch eine solche Anordnung auch bei verkleinerter Fläche der Reglermembran Schwingungen des Reglers und des Aus­ gangsdrucks unterbunden werden können.
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörige Zeichnung näher erläutert, die einen Vertikalschnitt durch einen Gasdruckregler der vorliegenden Art zeigt.
Der Gasdruckregler enthält ein Reglergehäuse 10 mit einem Einlaßkanal 12 und einem Auslaßkanal 14. Zwischen dem Einlaßkanal 12 und dem Auslaßkanal 14 ist eine Trennwand 16 gebildet, die einen Ventilsitz 18 enthält. Oberhalb von Einlaß- und Auslaßkanal weist das Reglergehäuse 10 ein Membrangehäuse 20 auf. Eine Reglermembran 22, die in das Membrangehäuse 20 einge­ spannt ist, unterteilt das Membrangehäuse 20 in eine obere Membrankammer 24 und eine untere Membrankammer 26. Die obere Membrankammer 24 ist, wie noch beschrieben wird, mit der Atmosphäre verbunden. Die untere Membran­ kammer 26 steht über einen Verbindungskanal 28 mit dem Auslaßkanal 14 in Verbindung. Ein Ventilteller 30 ist auslaßseitig von dem Ventilsitz 18 angeordnet und über eine Ventilspindel 32 mit der Reglermembran 22 verbunden. In der oberen Membrankammer 24 sind Be­ lastungsmittel in Form einer Belastungsfeder 34 ange­ ordnet, welche die Reglermembran 22 belasten.
Der Verbindungskanal 28 ist gedrosselt. Zwischen der unteren Membrankammer 26 und dem Auslaßkanal 14 ist eine Verbindung herstellbar, die den Verbindungskanal 28 umgeht und von einem Ventil 36 beherrscht wird, das bei Schwankungen des geregelten Ausgangsdrucks in einer Richtung öffnet. Das Ventil 36 zwischen Auslaßkanal 14 und unterer Membrankammer 26 ist ein federbelastetes Tellerventil, das durch den Auslaßdruck aufdrückbar ist. Im einzelnen ist in einem Kanal 38 zwischen Auslaßkanal 14 und unterer Membrankammer 26 ein membran­ kammerseitiger Ventilsitz 40 gebildet, der über radiale Rippen 42 eine zentrale Führungsbuchse 44 trägt. Der Ventilteller 46 des Tellerventils 36 ist membran­ kammerseitig von dem Ventilsitz 40 angeordnet und wirkt mit diesem zusammen. Der Ventilteller 46 ist mit einem Ventilstößel 48 in der Führungsbuchse 44 geführt. An dem Ventilstößel 48 sitzt eine Druckplatte 50, an welcher eine sich an den radialen Rippen 42 ab­ stützende, den Ventilstößel 48 umgebende Druckfeder 52 angreift. Die Druckplatte 50 liegt kraftschlüssig an einer auf das Ende des Ventilstößels 48 aufgeschraubten Mutter 54 an. Durch Verstellen der Mutter 54 kann auf diese Weise die Vorspannung der Druckfeder 52 einge­ stellt werden. Der Verbindungskanal 28 verläuft bei der dargestellten Ausführungsform in dem Ventilstößel 48.
Auf der Ventilspindel 32 ist ein unterer Membranteller 56 befestigt, auf welchem der Innenrand der Reglermembran 22 aufliegt. In der oberen Membrankammer 22 liegt ein mit Durchbrüchen 58 versehener, oberer Membranteller 60 auf der Reglermembran auf. Der obere Membranteller 60 ist von einer Druckfeder 62 belastet, die sich an einem ventilspindelfesten Widerlager 64 abstützt. Normaler­ weise ist die Reglermembran fest zwischen oberem und und unterem Membranteller gehalten. Die Ventilspindel 32 bewegt sich zusammen mit der Reglermembran 22. Die obere Membrankammer 24 ist mit einem Anschluß 66 für eine ins Freie geführte Abblasleitung verbunden. Bei einem nicht herausregelbaren Überdruck im Auslaßkanal 14 öffnet das Ventil 36 zwischen Auslaßkanal 14 und unterer Membrankammer. Der dann in der unteren Membran­ kammer herrschende Überdruck hebt die Reglermembran 22 mit dem oberen Membranteller 60 von dem unteren Membran­ teller 56 ab. Es wird dadurch eine Verbindung vom Auslaßkanal 14 über das Ventil 36, die untere Membran­ kammer 26, die Durchbrüche 58 des oberen Membrantellers 60 und die obere Membrankammer 24 zu dem Anschluß 66 für die Abblasleitung hergestellt.
Gleichachsig zu dem Ventilsitz 18 ist eine Ausgleichs­ membran 68 vorgesehen, welche die untere Membrankammer 26 von dem Einlaßkanal 12 trennt. Der Innenrand der Ausgleichsmembran 68 ist mit der Ventilspindel 32 ver­ bunden. Der Innenrand der Ausgleichsmembran 68 ist von einem schlauchartigen Stück 70 gebildet, das an seinem Rand auf der lnnenseite eine Wulst 72 bildet. Die Ventilspindel 32 weist zwei Ringnuten 74 und 76 auf. Die Wulst 72 greift in die obere dieser Ringnuten 74 ein. Auf die Ventilspindel 32 ist von dem ventil­ tellerseitigen unteren Ende her eine Sicherungshülse 78 aufgeschoben, welche über den Rand des schlauch­ artigen Stücks 70 und die Wulst 72 greift, so daß die Wulst 72 in der oberen Ringnut 74 gehalten wird. Die Sicherungshülse ist mit federnden Fingern 80 in der unteren Ringnut 76 eingerastet. Der Ventilteller 30 ist von unten her auf die Ventilspindel 32 aufge­ schoben und durch Sicherungsmittel, beispielsweise eine aufgeschraubte Mutter gesichert.
In dem Einlaßkanal 12 ist ein nach unten weisender Ventilsitz 82 vorgesehen, der mit einer Gehäusebohrung 84 fluchtet, welche in der unteren Fläche 86 des Gehäuses 10 mündet. In dieser Fläche 86 mündet auch ein Kanal 88, der von dem Auslaßkanal 14 ausgeht.
An die Fläche 86 ist das Gehäuse 90 eines an sich bekannten Sicherheitsabschaltventils angesetzt. Das Sicherheitsabschaltventilenthält einen Ventilteller 92, der an einer Ventilspindel 94 sitzt und mit dem Ventilsitz 82 zusammenwirkt. Die Ventilspindel 94 ist abdichtend aus dem Gehäuse 90 herausgeführt. Mit der Ventilspindel 94 ist ein Federteller 96 verbunden. Eine Druckfeder 98, die sich über ein Widerlager 100 an der Stirnfläche des Gehäuses 90 abstützt, sucht die Ventilspindel 94 und mit dieser den Ventilteller 92 nach oben gegen den Ventilsitz 82 zu drücken. Das Sicherheitsabschaltventil 82, 92 ist also in Schließ­ richtung vorgespannt.
Die Ventilspindel 94 weist eine Schulter 102 auf, über welche eine Riegelnase 104 eines Klinkenhebels 106 greift. Der Klinkenhebel 106 ist L-förmig und um eine Achse 108 an einem Teil 110 schwenkbar gelagert. An dem Teil 110 ist ein Hebel 112 um eine Achse 114 schwenkbar gelagert. Der Hebel 112 trägt an seinem freien Ende eine Rolle 116. Der Klinkenhebel 106 liegt mit einer Fläche 118 an der Rolle 116 an und wird dadurch in seiner Riegelstellung gehalten.
Durch einen Durchbruch 120 des Hebels 112 erstreckt sich ein Stößel 122. Der Stößel 122 ist mit einer Membran 124 verbunden, welche in das Gehäuse 90 einge­ spannt ist. Es werden so zwei Membrankammern 126 und 128 gebildet. Die Membrankammer 126 steht über den Kanal 88 und einen Kanal 130 im Gehäuse 90 mit dem Auslaßkanal 14 des Reglers in Verbindung. Die Membrankammer 128 ist mit der Atmosphäre verbunden.
ln einem Gehäuseansatz 132 ist ein Teil 134 ver­ schiebbar geführt. Der Teil 134 weist eine Schulter 136 auf, an welcher eine Druckfeder 138 anliegt. Die Druckfeder 138 ist an einem im Gehäuseansatz 132 verstellbaren Widerlager 140 abgestützt. Die Feder legt die Stirnfläche des Teils 134 an eine Anschlag­ fläche 142 des Gehäuses 90 an. Am Ende des Stößels 122 sitzt eine Platte 144, die unter dem Einfluß des auf die Membran 124 wirkenden Gasdrucks gegen eine Schulter 146 des Teils 134 angelegt ist. Die Platte 144 steht unter dem Einfluß einer Druckfeder 148, die sich an einem in dem Teil 134 verstellbaren Widerlager 150 abstützt. Die Vorspannung der Feder 138 ist größer als die der Feder 148.
Die konstruktiven Einzelheiten des beschriebenen Aufbaus sind für den Fachman aus der Zeichnung er­ kennbar und daher hier nicht im einzelnen beschrieben.
lm Normalbetrieb wirkt der Ausgangsdruck im Aus­ laßkanal 14 über den Verbindungskanal 28 in der unteren Membrankammer. Der auf die Fläche der Reglermembran 22 wirkende Druck hält der Vorspannung der Belastungs­ feder 34 die Waage. Steigt der Ausgangsdruck über den Sollwert an, so bewegt sich die Reglermembran 22 nach oben. Damit wird der Ventilteller gegen den Ventil­ sitz 18 bewegt und der Gasdurchfluß gedrosselt, so daß der Ausgangsdruck auf dem Sollwert gehalten wird. Das ist die übliche Funktion des Gasdruckreglers. Durch dynamische Einflüsse, insbesondere bei Gas mit höherem Druck und damit höherer Dichte, werden Stör­ kräfte an dem Ventilteller 30 wirksam. Das kann Schwingungen des Reglers anregen, insbesondere wenn die Fläche der Reglermembran 22 relativ klein ist. Die positiven Halbwellen der dabei entstehenden Schwingungen des Ausgangsdrucks bewirken ein Öffnen des Teller­ ventils 36 gegen die Wirkung der Feder 52. Bei den negativen Halbwellen der Schwingungen ist dagegen das Ventil 36 geschlossen, und es findet nur ein Druckausgleich über den gedrosselten Verbindungskanal 28 statt. Hierdurch tritt eine Dämpfung der Regelschwingungen ein, so daß auch bei relativ kleiner Fläche der Reglermembran 22 eine stabile Regelung des Ausgangsdrucks im Auslaß­ kanal 14 erfolgt.
Unterschreitet der Ausgangsdruck ein durch die Feder 148 vorgegebenes Mindestmaß, dann bewegt sich die Membran 124 nach links in der Figur. Über einen Mit­ nehmer 152 wird der Hebel 112 entgegen dem Uhrzeiger­ sinn verschwenkt. Die Rolle 116 rollt von der Fläche 118 ab, wodurch der Klinkenhebel 106 freigegeben wird. Die Ventilspindel 94 wird von der Feder 98 nach oben gedrückt, und die Schulter 102 kann die Riegelnase 104 zur Seite drücken. Der Ventilteller 92 wird auf den Ventilsitz 82 gedrückt. Das Sicherheitsabsperrventil schließt.
Das gleiche geschieht, wenn der Ausgangsdruck ein durch die Feder 138 vorgegebenes Maß überschreitet. Dann wird der Teil 134 von der Fläche 142 gegen die Wirkung der Feder 138 abgehoben. Die Membran 124 bewegt sich nach rechts. Über einen Mitnehmer 154 wird der Hebel 112 im Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei ebenfalls die Rolle 116 von der Fläche 118 abrollt.
Das ist, wie gesagt, die bekannte Funktion eines Sicherheitsabschaltventils.
Wenn ein Anstieg des Ausgangsdrucks im Auslaßkanal 14 auftritt, der nicht durch den Ventilteller 30 heraus­ regelbar ist, und wenn trotzdem das Sicherheitsab­ schaltventil nicht anspricht, dann wird ein Sicher­ heitsventil wirksam, welches das Gas in die Abblas­ leitung leitet. Es öffnet dann das Ventil 36. Der Ventilteller 30 ist in seiner Schließstellung, so daß der Aufwärtshub der Ventilspindel 32 begrenzt ist. Der erhöhte Druck überwindet jetzt die Feder 62 und hebt die Reglermembran 22 mit dem Membranteller 60 von dem unteren Membranteller 56 ab. Dadurch wird ein Strömungsweg durch die Durchbrüche 58 hindurch in die obere Membrankammer 24 und von dort zu dem Anschluß 66 freigegeben. Das Ventil 36 und die Durchbrüche 58 sowie der Anschluß 66 sind so dimensioniert, daß die gesamte Gasmenge über die Abblasleitung ins Freie abströmen kann.
Die Montage der Ausgleichsmembran 68 und des Ventil­ tellers 30 kann durch einfaches Aufstecken von unten her auf die Ventilspindel 32 geschehen. Dadurch wird die Montage sehr vereinfacht.
Der beschriebene Gasdruckregler ist klein in seinen Abmessungen und preisgünstig in der Herstellung. Trotzdem werden Regelschwingungen verhindert. Es ist eine mehrfache Sicherheit gegen Überdruck in dem Aus­ gangskanal gewährleistet.

Claims (9)

1. Gasdruckregler enthaltend
  • a) ein Reglergehäuse (10) mit einem Einlaßkanal (12) und einem Auslaßkanal (14) und einer einen Ventilsitz (18) enthaltenden Trennwand (16) zwischen Einlaß- und Auslaßkanal und mit einem Membrangehäuse (20),
  • b) eine Reglermembran (22), die in das Membrangehäuse (20) eingespannt ist und durch die das Membrangehäuse (20) in eine obere und eine untere Membrankammer (24 bzw. 26) unterteilt ist, von denen die obere Membrankammer (24) mit der Atmosphäre in Verbindung steht,
  • c) eine Verbindung zwischen der unteren Membrankammer und dem Auslaß, die
    • - einen von einem Ventil (36) beherrschten Kanal aufweist, wobei das Ventil von dem Ausgangsdruck in Richtung auf die Membrankammer hin aufdrückbar ist und weiterhin
    • - einen von dem Ventil unabhängigen Durchgang aufweist,
  • d) einen Ventilteller (30), der auslaßseitig von dem Ventilsitz (18) angeordnet und über eine Ventilspindel (32) mit der Reglermembran (22) verbunden ist und
  • e) Belastungsmittel (34), die in der oberen Membrankammer (24) angeordnet sind und die Reglermembran (22) belasten,
dadurch gekennzeichnet, daß
  • f) der unabhängige Durchgang ein von dem ventilbe­ herrschten Kanal verschiedener, gedrosselter Verbindungskanal (28) ist, der das Ventil (36) umgeht und
  • g) das Ventil (36) ein Rückschlag-Tellerventil ist, das für eine Strömung von der unteren Membrankammer zum Auslaßkanal hin sperrt.
2. Gasdruckregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (36) zwischen Auslaßkanal (14) und unterer Membrankammer (26) ein federbelastetes Tellerventil ist, das durch den Auslaßdruck aufdrückbar ist.
3. Gasdruckregler nach Anspruch 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß
  • a) in einem Kanal (38) zwischen Auslaßkanal (14) und unterer Membrankammer (26) ein membran­ kammerseitiger Ventilsitz (40) gebildet ist, der über radiale Rippen (42) eine zentrale Führungsbuchse (44) trägt,
  • b) der membrankammerseitig von dem Ventilsitz (40) angeordnete und mit diesem zusammenwirkende Ventilteller (46) des Tellerventils mit einem Ventilstößel (48) in der Führungsbuchse (44) geführt ist und
  • c) an dem Ventilstößel (48) eine Druckplatte (50) sitzt, an welcher eine sich an den radialen Rippen (42) abstützende, den Ventilstößel (48) umgebende Druckfeder (52) angreift.
4. Gasdruckregler nach Anspruch 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Druckplatte (50) kraftschlüssig an einer auf das Ende des Ventilstößels (48) aufgeschraubten Mutter (54) anliegt.
5. Gasdruckregler nach Anspruch 3 oder 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Verbindungskanal (28) in dem Ventilstößel (48) verläuft.
6. Gasdruckregler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
  • a) auf der Ventilspindel (32) ein unterer Membran­ teller (56) befestigt ist, auf welchem der Innenrand der Reglermembran (22) aufliegt,
  • b) in der oberen Membrankammer (24) ein mit Durchbrüchen (58) versehener oberer Membran­ teller (60) auf der Reglermembran (22) aufliegt,
  • c) der obere Membranteller (60) von einer Druck­ feder (62) belastet ist, die sich an einem ventilspindelfesten Widerlager (64) abstützt, und
  • d) die obere Membrankammer (24) mit einem Anschluß (66) für eine ins Freie geführte Abblasleitung verbunden ist, wobei bei einem nicht heraus­ regelbaren Überdruck im Auslaßkanal (14) das Ventil (36) zwischen Auslaßkanal (14) und unterer Membrankammer (26) öffnet, der Überdruck die Reglermembran (22) mit dem oberen Membran­ teller (60) von dem unteren Membranteller (56) abhebt und eine Verbindung vom Auslaßkanal (14) über das Ventil (36), die untere Membrankammer (26), die Durchbrüche (58) des oberen Membran­ tellers (60) und die obere Membrankammer (24) zu dem Anschluß (66) für die Abblasleitung hergestellt wird.
7. Gasdruckregler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
  • a) gleichachsig zu dem Ventilsitz (18) eine Ausgleichsmembran (68) vorgesehen ist, welche die untere Membrankammer (26) von dem Einlaß­ kanal (12) trennt und deren Innenrand mit der Ventilspindel (32) verbunden ist,
  • b) der Innenrand der Ausgleichsmembran von einem schlauchartigen Stück (70) gebildet ist, das an seinem Rand auf der Innenseite eine Wulst (72) bildet und
  • c) daß die Ventilspindel (32) zwei Ringnuten (74, 76) aufweist, wobei die Wulst (72) in die obere dieser Ringnuten (74) eingreift und
  • d) daß auf die Ventilspindel (32) von dem ventil­ tellerseitigen unteren Ende her eine Sicherungs­ hülse (78) aufgeschoben ist, welche über den Rand des schlauchartigen Stücks (70) und die Wulst (72) greift, so daß die Wulst (72) in der oberen Ringnut (74) gehalten wird, und welche mit federnden Fingern (80) in der unteren Ringnut (76) eingerastet ist.
8. Gasdruckregler nach Anspruch 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Ventilteller (30) von unten her auf die Ventilspindel (32) aufgeschoben und durch Sicherungsmittel gesichert ist.
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