DE462528C - Sicherheitsvorrichtung an Gashochdruckreglern - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung an Gashochdruckreglern

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DE462528C
DE462528C DEV22286D DEV0022286D DE462528C DE 462528 C DE462528 C DE 462528C DE V22286 D DEV22286 D DE V22286D DE V0022286 D DEV0022286 D DE V0022286D DE 462528 C DE462528 C DE 462528C
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D16/00Control of fluid pressure
    • G05D16/04Control of fluid pressure without auxiliary power
    • G05D16/06Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule
    • G05D16/063Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane
    • G05D16/0675Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane the membrane acting on the obturator through a lever
    • G05D16/0677Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane the membrane acting on the obturator through a lever using one membrane without spring

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Description

Bei Gashochdruckanlagen erfolgt der Anschluß der Konsumenten an die Hochdruckleitung vielfach durch Zwischenschaltung eines sogenannten Hochdruckhausreglers. Diese Regler arbeiten derart, daß ein Ventil durch eine im Niederdruckteil des Reglers angeordnete Membran gesteuert wird. Dieses Ventil hat eine drosselnde Wirkung und regelt die Höhe des Hinterdruckes je nach Höhe der Belastung der Membran durch Gewicht oder Federn. Bei abgestelltem Konsum wächst der Druck im Niederdruckteil durch weiteres Eindringen des Hochdruckes so weit, daß der Druck unter der Membran den Gegendruck der Belastung übersteigt und die Membran mit erhöhter Kraft das \ientil zum Schließen bringt. Durch Eindringen von Fremdkörpern in das Ventil kann hierbei aber ein Gefahrmoment entstehen, indem dann der Druck im Niederdruckteil des Reglers und der angeschlossenen Gasleitung und Apparate, wie Gasmesser u. dgl., evtl. bis zum Vordruck steigen kann. Diese unzulässige Erhöhung des Drucks in diesem Teil der Anlage kann unter Umständen die angeschlossenen Apparate zerstören und durch das ausströmende Gas Menschenleben gefährden.
Man hat dieser Gefahr bereits zu begegnen gesucht durch den Einbau von Ouecksilberabblasetöpfen, Sicherheitsventilen usw. Jedoch genügen diese Vorkehrungen meist nur zur Beseitigung der Gefahr bei kleineren Undichtigkeiten. Bei stärkerer Verschmutzung des Ventils oder bei Zerstörung der Membran
kann durch solche Sicherheitsöffnungen nur ein Teil der einströmenden Hochdruckgase entweichen, so daß in der Niederdruckleitung immer noch gefährliche Drucksteigerungen auftreten können.
Auch diese Gefahr kann in bekannter Weise durch besondere, vor dem Regler eingebaute Apparate \^erhindert werden. In diesen Apparaten, welche durch ein Rohr mit dem Niederdruckraum verbunden sind, wird bei Überschreiten des normalen Hinterdruckes über eine einstellbare Höhe eine Vorrichtung betätigt, welche die Hochdruckleitung verriegelt. Diese bekannten Apparate haben den Nachteil, daß sie in die Hochdruckleitung besonders eingebaut werden müssen und somit weitere Verbindungsstellen in dieser erzeugen, deren Abdichtung bei hochgespannten Gasen schwierig ist. Sehr erschwert ist auch der nachträgliche Einbau solcher Apparate in vorhandene Regleranlagen, da hierbei die bestehende Anlage vor dem Einbau demontiert werden muß. Außerdem stellen sich solche Apparate in der Herstellung mindestens ebenso teuer wie der Regler selbst, da sie genati wie dieser aus einem Gehäuse mit eingebautem Ventil und Membran bestehen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, den gerügten Übelständen dadurch abzuhelfen, daß das Reglerventil durch eine gegebenenfalls auch nachträglich am Regler zu befestigende Vorrichtung vermittels starken mechanischen Druckes zum völligen Schließen gebracht werden kann. Die Vorrichtung ge-
maß der Erfindung besteht im wesentlichen in einem Schlagbolzen, der bei seiner Bewegung mit kräftigem Druck gegen das Reglerventil oder eine andere Schließvorrichtung gepreßt wird, unter gewöhnlichen Verhältnissen an dieser Bewegung aber durch eine Sperrung verhindert wird, die bei Überschreitung einer gegebenenfalls einstellbaren Druckhöhe im Xiederdruckteil der-Anlage ausgelöst wird. ίο In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Sicherheitsvorrichtung in Verbindung mit dem Regler dargestellt, und zwar zeigt Abb. ι die Vorrichtung im senkrechten Schnitt in der Normalstellung und Abb. 2 eine entsprechende Schnittansicht bei ausgelöster Sperrung.
Nach Entfernung des sonst üblichen Reglerverschlußpfropfens ist an dessen Stelle die Sicherheitsvorrichtung mit dem Gewindeteil 1 in den Niederdruckteil des Reglerrohres 20 eingeschraubt. Mit dem Gewindeteil 1 ist eine zylindrische Hülse 10 verbunden, an die das Gehäuse für eine Membran 3 angeschlossen ist. Der unter der Membran 3 gelegene Teil des Gehäuses ist durch eine Verschraubung 11 mit einem Rohr verbunden, das zu dem Abzugsrohr der bei derartigen Reglern gebräuchlichen Abblasevorrichtung 15 führt. In den Raum unter der Membran 3 ist eine Feder 4 geeigneter Spannkraft eingelagert, die so bemessen ist, daß sie dem normalen Druck im Niederdruckraum zu widerstehen vermag, bei Erhöhung dieses Drucks aber zusammengepreßt wird.
Mit der Membran 3 ist eine als Auslösebolzen für dieSicherheitsvorrichtung dienende Stange 8 verbunden, deren oberes Ende 16 verjüngt ist. Die Stange 8 wird in (der Hülse 10 von einem hohlzylindrischen Schlagbolzen 6 umgeben. Dieser trägt am oberen Ende einen Flansch, und zwischen diesem Flansch und einem Ansatz an der Innenfläche der Hülse ι ο ist eine Feder 7 eingelagert, die den Schlagbolzen 6 nach oben zu drücken sucht.
Der Schlagbolzen 6 wird für gewöhnlich mit Hilfe von Sperrkugeln 5 entgegen der Wirkung der Feder 7 in seiner unteren Stellung gehalten, wo die Feder 7 gespannt ist. Diese Sperrkugeln 5 sind in Öffnungen der Wandung des zylindrischen hohlen Schlagbolzens 6 und in eine Nut 9 an der Innenfläche des unteren Endes der Hülse 10 eingelagert, wo sie durch den stärkeren Teil des Auslösebolzens 8 gehalten werden, wenn sich die Teile in der Normalstellung (Abb. 1) befinden.
In einigem Abstand über dem oberen Ende des Schlagbolzens 6 sitzt das untere Ende der Führungsstange 12 der Reglermembran 19, und diese Stange 12 ist mit dem Winkelhebel 14 des Ventilkörpers 13 des Reglers in der üblichen Weise verbunden. Zwischen der Stange 12 und ihrer Führung im Gehäuse sowie zwischen dem Schlagbolzen 6 und seiner Führung ist genügend Spielraum für den Gasdurchtritt zur Membran 3 gelassen, so daß das in den Niederdruckteil des Reglers eintretende Gas gleichzeitig nicht nur unter die Reglermembran 19 gelangt, durch deren Bewegung die öffnung des Ventils 13 geregelt wird, sondern auch in den Raum 2 über der Membran 3 der Sicherheitsvorrichtung. Dabei verhindert dann die als Belastung für die Membran 3 dienende Feder 4 bei zulässigem Druck eine Bewegung der Vorrichtung.
Erhöht sich nun der Druck im Niederdruckteil des Reglers und in den damit verbundenen Räumen der Sicherheitsvorrichtung derart, daß die Spannkraft der Belastungsfeder 4 überschritten wird, so biegt sich die Membran 3 durch und zieht den Auslösebolzen 8 mit nach unten. Bei dieser Bewegung schiebt sich das schwächere Ende 16 des Auslösebolzens 8 zwischen die Kugeln 5. Diese können nun nach innen ausweichen und geben infolgedessen den Schlagbolzen 6 frei, der dann durch die Spannkraft der Feder 7 gegen die Führungsstange 12 des Reglers getrieben wird. Die Führungsstange preßt ihrerseits das Reglerventil 13, durch den Ventilhebelarm 14 verstärkt, kräftig gegen den Ventilsitz 17. Selbst bei Verschmutzung des Ventils können jetzt nur kleine Mengen Gas hindurchtreten, welche durch die ohnedies vorliandeneAbblasevorrichtung entweichen. Nach erfolgter Behebung des Schadens wird die Sicherheitsvorrichtung nach öffnung des Dekkels 18 des Membranreglers durch Herunterdrücken der Reglermembran 19 bis zum Einschnappen der Kugeln 5 in die Nuten der Hülse 10 wieder gespannt.
Die Sicherheitsvorrichtung kann auch über der Membran des Reglers angeordnet werden, und es kann von hier aus durch geeignete Verbindung mit der Membranstange dieselbe Wirkung erzielt werden wie bei Anbringung unterhalb der Reglermembran. Dafür wäre nur nötig, den vorhandenen Abschlußdeckel 18 des Membranreglers durch einen solchen zu ersetzen, der die Anschraubung der Sicherheitsvorrichtung gestattet. Hierbei würde die Ausscheidung von Kondensaten in der Sicherheitsvorrichtung vermieden werden.
An Stelle der dargestellten Sperrung kann auch eine anders gestaltete Anwendung finden, z. B. eine klinkenartige, die bei entsprechender Erhöhung des auf die Membran der Sicherheitsvorrichtung ausgeübten Drucks und die bei deren Durchdrückung auftretende Bewegung ausgehoben wird. An Stelle der federbelaste.ten Membran 3 der Sicherheitsvorrichtung kann auch ein entsprechend belasteter Kolben o. dgl. Anwendung finden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    ι. Sicherheitsvorrichtung an Gashochdruckreglern, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schlagbolzen (6) o. dgl. bei Überschreiten einer gegebenenfalls regelbaren Druckhöhe im Niederdruckteil der Gasleitung gegen eine Schließvorrichtung (12. 13, 14) in der Gaszuleitung schnellt und daß eine Sperrung (5) den Überschlagbolzen bei Überschreiten des Gasdrucks freigibt.
  2. 2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösung der Sperrung (3,-5, 8, 9) durch eine bei entsprechender Druckerhöhung im Xiederdruckteil entgegen der Wirkung einer Feder (4.) durchgedrückte Membran (3) oder einen entsprechend bewegten Kolben erfolgt, worauf der Schlagbolzen (6) vermittels einer Feder (7) gegen das Gestänge Γ12, 14) des Regler- \*entils (13) gepreßt wird.
  3. 3. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch ι und 2 mit Kugeigesperre, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung bzw. Freigabe des Schlagbolzens (6) durch die axiale Bewegung eines zum Teil verjüngten Auslösebolzens (8, 16) in Verbindung mit lose in die Seitenwand des Schlagbolzens (6) eingelagerten, mit einer Xut seiner Führungshülse (10) in Eingriff kommenden Kugeln o. dgl. (5) dergestalt bewirkt wird, daß die Kugeln (5) bei der Vorwärtsbeweg'ung des Auslösebolzens (8, 16) als Sperrorgan wirken und bei der Rückwärtsbewegung dieses Bolzens den gesperrten Schlagbolzen (6) freigeben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEV22286D 1927-03-18 1927-03-18 Sicherheitsvorrichtung an Gashochdruckreglern Expired DE462528C (de)

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