DE99480C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B35/00—Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for
- D05B35/06—Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for for attaching bands, ribbons, strips, or tapes or for binding
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B29/00—Pressers; Presser feet
- D05B29/06—Presser feet
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05D—INDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
- D05D2303/00—Applied objects or articles
- D05D2303/08—Cordage
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Curtains And Furnishings For Windows Or Doors (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1897 ab.
Die bisher ausgeführte Einfassung von Geweben, wie Gardinen, mittelst Band war ein
Nothbehelf; sie ist weder schön noch praktisch ; zunächst ist das Bandgewebe ein durchaus
anderes wie das Gardinengewebe, weshalb hier die Bandeinfassung immer das Ansehen
des Geflickten hat. Sind die Ausbogungen der Gardinenränder in scharfen Curven ausgeführt,
so legt sich das Band an diesen Stellen oft in Falten, was unschön aussieht, wobei
zuweilen noch der Fall eintritt, dafs das Band nicht ganz genau den Tiefen der Ausbogungen
folgt und dabei von dem Heftfaden an diesen Stellen nicht mit Sicherheit erfafst und befestigt
wird.
Das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren zum Einfassen von ausgebogten
Gardinen etc. vermeidet alle diese Uebelstände, indem durch sie eine Einfassung
geschaffen wird, deren Ansehen der Gewebebindung bei Gardinen, namentlich der Muster
in letzteren ähnelt, den Rand der Gardinen sicher umfafst, Faltenbildung ganz ausschliefst
und eine 'geschlossene Einfassung des Gardinenrandes ergiebt. Bei diesem Verfahren werden
gleichzeitig mit dem Ausbogen zu -beiden Seiten der Gardinenränder Kordelschnüre entlang
gelegt, die von einem rechtwinklig zum Gardinenrande stehenden Kettelfadenstich umstochen
werden, so dafs dieser Kettelfadenstich unter Einschlufs der Kordelschnüre die Einfassung bildet.
Die Ausführung des Verfahrens erfolgt in der Weise, dafs die drei zur Herstellung der
Einfassung nöthigen Vorgänge sich in unmittelbarer Aufeinanderfolge vollziehen, und zwar
1. das Beschneiden der Gardinenkante in gerader oder gebogener Form auf mechanischem
Wege;
2. das Einführen von Kordelschnüren an beiden Seiten der ausgeschnittenen Gardinenkante;
3. das Umstechen der Kante durch Ober- und Unterfaden unter Einschliefsung der Kordelschnüre.
Die Gardine (oder anderer gewebter Stoff) wird in der Nähe ihrer Kante, an welcher die
Ausbogungen durch den Webvorgang gekennzeichnet sein können, oder, an welcher die
Linien der Ausbogungen in den dichteren Theilen des Gewebes durch den Nähenden frei gewählt werden, zur Befestigung der Einfassung
einer Maschine zugeführt. In letzterer wird sie zunächst dem scheerenartigen Schnitt
einer aus einem feststehenden Grundmesser und einem auf- und abgehenden Obermesser bestehenden
Schneidvorrichtung entgegengeführt, welche die Abtrennung der Gardinenkante, die
über die Bogenlinie hinaussteht, vollzieht. Gleich hinter diesem Schnitt erfolgt die Zuführung
der Kordelschnüre, und zwar eine Kordelschnur oberhalb und eine Kordelschnur unterhalb der Gardinenkante; es können aber
auch mit Vortheil aufser der unteren Kordelschnur mehrere Kordelschnüre oberhalb der
Gardinenkante zugeführt werden, die nun in der bezeichneten Lage durch einen von zwei
Nähfaden ausgeführten Doppelkettenstich an der Gardine zu befestigen sind; der Doppelkettenstich,
der durch einen um die Gardinenkante herumschwingenden Greifer mit dem
Unterfaden und durch eine Nadel mit dem
Oberfaden ausgeführt wird, fafst die Gardinenkante unter gleichzeitiger Befestigung der Kordelschnüre
ein.
Auf beiliegender Zeichnung giebt Fig. ι ein Stück Gardine an, bei welchem der Vorgang
des Ausschnittes der Bogen, das Anlegen der Kordelschnüre und das Befestigen der letzteren
durch den gleichzeitig erfolgenden Doppelkettenstich zur Umschliefsung der Kante ersichtlich
ist. Fig. 2 und 3 geben die Stellung der Theile in einer Maschine zu einander an,
durch welche sich der Vorgang vollzieht. Die Gardine α wird in der Pfeilrichtung durch den
Stoffschieber e bewegt und gelangt dabei zwischen die beiden Messer b und c, von denen
das obere b eine kleine auf- und abwärtsgehende Bewegung macht und dabei an der
Schneidkante des festen, aber unter Federdruck stehenden Grundmessers c anliegt. Durch die
Bewegung des Stoffschiebers e werden die Kordelschnüre mit eingezogen, von denen die
obere oder oberen in an dem oberen Messerhalter angebrachten Führungen zulaufen, während
die untere Schnur unter dem Stoffdrücker d zuläuft und hier durch einen kleinen
seitlichen Anschlag i Führung erhält.
An dem Punkt, wo die Zuführung erfolgt, geht auch gleichzeitig der Befestigungsvorgang
der Schnüre durch den schwingenden Greifer m und die Nadel η vor sich, welche letztere
mittelst ihres Oberfadens r den Unterfaden d des Greifers doppelt ankettelt.
Die gesammten,' das neue Verfahren bildenden Vorgänge, und zwar das Ausschneiden der
Bogen, Einführen der oberen und unteren Kordelschnüre und das Umstechen der Ausbogungen
unter Befestigung der Kordelschnüre, vollziehen sich in einer Länge von 1 bis höchstens
2 cm gleichzeitig. Die Einführung der oberen mit einer der unteren Kordelschnüre
dient dazu, die kurzen abstehenden Fäden des Gewebes an der Schnittstelle zu verdecken, und
bilden dieselben so eine solide, glatte, das Ausreifsen der Kettenfäden verhindernde, sehr
saubere Einfassung, da die Schnüre, genau den Ausbogungen folgend, sich auf die obere und
untere Seite der einzufassenden Kante legen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Einfassen von ausgebogten Gardinen und anderen Geweben, gekennzeichnet durch die in unmittelbarer Aufeinanderfolge sich vollziehenden Vorgänge des Ausschneidens der Bogen auf mechanischem Wege, des Zuführens von Kordelschnüren auf beide Seiten der durch das Ausschneiden gewonnenen Kante und des Umstechens derselben durch Ober- und Unterfaden mittelst Doppelkettenstiches. unter Einschliefsung der Kordelschnüre.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99480C true DE99480C (de) |
Family
ID=370357
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99480D Active DE99480C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99480C (de) |
-
0
- DE DENDAT99480D patent/DE99480C/de active Active
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