DE98223C - - Google Patents

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DE98223C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A19/00Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
    • F41A19/06Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms
    • F41A19/18Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms for multibarrel guns or multiple guns
    • F41A19/19Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms for multibarrel guns or multiple guns with single-trigger firing possibility
    • F41A19/20Double-trigger arrangements having the possibility of single-trigger actuation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein vielläufiges Schrotgewehr, bei welchem die einzelnen gesonderten Läufe mit nur hinter einander angeordneten Schroten geladen werden.
Bisher hat man bekanntlich für den Schrotschufs Läufe gröfseren Kalibers verwendet, die den Schroten keine bestimmte Führung ertheilten; dies hat nicht nur eine unregelmäfsige Streuung der einzelnen Geschosse zur Folge, sondern bedeutet auch eine Verschwendung an Pulver.
Das auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellte kleinkalibrige Jagdgewehr beseitigt diese Uebelstände, da bei demselben die Geschosse im Lauf genau geführt werden und mit geringerer Pulvermenge eine gröfsere Tragweite und Durchschlagskraft der Geschosse erreicht wird und aufserdem das Schufsfeld sicherer bestimmt werden kann.
Fig. ι zeigt das Gewehr im Längsschnitt nach Linie x-x der Fig. 3;
Fig. 2 zeigt einen waagrechten Schnitt nach Linie y -y der Fig. 3; '
Fig. 3 selbst veranschaulicht die Anordnung der einzelnen Läufe von vorn gesehen.
Die Fig. 4 bis 7 zeigen Einzelheiten.
Das in der Zeichnung dargestellte Gewehr ist als Ersatz einer doppelläufigen Schrotflinte in der Weise gedacht, dafs die beiden sonst üblichen Läufe durch je drei Läufe al a2 a3 und b1 b'2 b3 ersetzt sind. Selbstverständlich könnte man auch eine sonst geeignete Anzahl von Läufen verwenden.
Die Läufe a1 a2 a3 bezw. b1 b2 b3 werden zweckmäfsig an einen gemeinsamen Patronenlagertheil angeschlossen, welcher für jeden Laut ein besonderes Patronenlager enthält. Gegebenenfalls kann man jedoch auch für je drei Läufe a1 <z2 a3 b'ezw. b1 £2 b3 einen besonderen Patronenlagertheil verwenden und beide in geeigneter Weise verbinden. Vor den Patronenlagern werden die einzelnen Läufe noch durch eine Klammer e zusammengehalten, welche das Visir trägt, während man nahe den Mündungen ein Kreuzstück f zwischen den Läufen anordnet, welches das Korn tragen kann.
In die Patronenlager werden Patronen eingeschoben, in denen die Geschosse in einer Reihe hinter einander angeordnet sind.
Für jede Patrone ist ein besonderer Schlagstift vorgesehen; doch ist die Anordnung so getroffen, dafs die Schlagstifte je dreier Läufe ein Hammer bedient.
Bei der in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsform ist für die Schlagstifte der Läufe a1 a2 a3 ein Hülfsschlagbolzen h1 mit Schlagteller gl und für die Schlagstifte der Läufe b1 £2 b3 ein zweiter Hülfsschlagbolzen /z2 mit Schlagteller g'2 vorgesehen, und zwar wird, wie bereits bemerkt, jeder Hülfsschlagbolzen durch einen besonderen Hammer bedient.
Dadurch, dafs man den Schlagstiften verschiedene Längen giebt, läfst sich erreichen, dafs das Abfeuern der drei Läufe in geringen Zwischenräumen erfolgt, so dafs man einerseits ein Zusammenprallen der Geschosse der ver-
schiedenen Läufe vermeidet und andererseits ein etwa der Fortbewegung des Wildes angepafstes Streuen "bezw. nach einander erfolgendes Abfeuern des zweiten und dritten Laufes erreicht.
Durch geeignete Gestaltung der Teller g1 g2 lä'fst sich ferner erreichen, dafs man durch entsprechende Einstellung des Hülfsschlagbolzens je nach Belieben die drei Schlagstifte gleichzeitig oder auch nur zwei bezw. einen derselben bethätigen kann, je nachdem alle drei Läufe oder zwei derselben oder nur einer derselben abgefeuert werden soll.
Ein derartiger Teller ist in Fig. 4 dargestellt. Dreht man denselben ein Stück in der Richtung des Pfeiles 1, so wird der obere und der mittlere Lauf abgeschossen (Fig. 5), dreht man ihn dagegen in der Richtung des Pfeiles 2, so wird nur der mittlere Lauf abgeschossen (Fig. 6), während bei der in Fig. 4 gedachten Stellung alle Läufe zugleich bezw. kurz nach einander abgefeuert werden.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform ist angenommen, dafs die Seelenachsen der einzelnen Läufe einander parallel gerichtet sind. Man kann jedoch auch die Seelenachsen je dreier Läufe nach vorn mehr oder weniger convergiren oder divergiren lassen, um die Gröfse des Schufsfeldes zu regeln.
Zu diesem Zwecke braucht man nur. die Läufe in der Nähe ihrer Mündungen mit zu ihrer Seelenachse geneigten Flächen zu versehen und auf diese Flächen ein keilförmiges Gleitstück wirken zu lassen, welches durch eine Mikrometerschraube verschoben wird, wie dies in Fig. 7 dargestellt ist.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vielläufiges Schrotgewehr, bei welchem die einzelnen gesonderten Läufe mit nur hinter einander angeordneten Schroten geladen werden, um jedem einzelnen Schrotkorn eine Führung zu geben und trotzdem einen Streuschufs zu erzielen.
2. Bei einem Gewehr nach Anspruch :i die Anordnung eines zwischen den Läufen verschiebbaren Keils, um die Streuung der Läufe zu regeln.
3. Bei einem Gewehr nach Anspruch Ί die Anordnung eines Schlagbolzens mit drehbarem Kopf, um alle Läufe gleichzeitig, paarweise oder einzeln abzuschiefsen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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