DE9802C - Neuerungen an Nähmaschinen - Google Patents
Neuerungen an NähmaschinenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B55/00—Needle holders; Needle bars
- D05B55/08—Driving arrangements for curved needles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
1879.
Klasse 52.
LAING's PATENT OVERHEAD HAND-STITCH SEWING MACHINE
COMPANY LIMITED in DUNDEE (Schottland).
Neuerungen an Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ii. Februar 1879 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf Nähmaschinen für überwendliche Naht.
Die Fig. 1 und 2 stellen einen Grundrifs bezw. eine Vorderansicht der Maschine dar;
Fig. 3 eine Ansicht der Nadel, Fig. 4 die Stellung der Nadel zu ihrem konischen Antriebe, und Fig. 5 eine theilweise im Schnitt
gezeichnete Seitenansicht eines der konischen Antriebe.
Die Maschine wird von einer Grundplatte 1 getragen, welche auf einem Gestell befestigt ist.
Die zwei zusammenzunähenden Kanten des Stoffes ruhen auf einer langen schmalen Tuchplatte 2-3
an der Vorderseite der Maschine. Der Stoff wird von der rechten Seite zugeführt und tritt
ungefähr in der Mitte der Tuchplatte unter das linke Ende eines Drückers 4, der durch zwei
gekrümmte Stangen 5 und 6 gehalten wird; dabei kommt der Stoff mit den aufwärts stehenden
Spitzen einer endlosen Band- oder Vaucanson'schen Kette 7 zusammen. Letztere läuft
über Leitrollen bei 8 und 3, die Spannungsrolle 9 und um eine angetriebene Bandrolle 10
und theilt dem Stoffe eine gleichförmige Bewegung nach der rechten Seite mit. Die nach innen
gekrümmten Stangen 5 und 6 dienen gleichzeitig zum Glätten des Stoffes und werden
durch starke Federn, welche in den hohlen Lagern 11 und 12 gehalten sind, gegen den
Stoff niedergedrückt, gestatten aber ein Aufheben, um den Stoff unter den Drücker einlegen
zu können. Die linke Hälfte der Tuchplatte ist breiter als die rechte und mit einer
verticalen Führungsfläche 13 versehen, gegen welche die Stoff kanten laufen. Ueber die rechte
Hälfte der Tuchplatte steht der Stoff um einender Griffbreite des Stiches entsprechenden Abstand
vor. Parallel zur Tuchplatte liegt das Rohr 14 mit der Fadenhülse 15, welche wie in
dem William Lee ertheilten englischen Patent vom 14. Februar 1878 (No. 622) angetrieben
wird. Die Antriebswelle 16 ist ebenfalls zur Tuchplatte parallel und hat eine feste und eine
lose Riemscheibe 17 für den Treibriemen, zu dessen Verschiebung eine Ausrückgabel 18 vorhanden
ist. Ein Stirnrad 19 greift in ein Getriebe der Welle 20 und durch dieses Getriebe,
welches mit einem Getriebe 21 auf dem Rohre 14
eingreift, wird letzteres bewegt; eine Schnecke 22 auf der Welle 20 treibt durch ein Schneckenrad
die Bandkette 7.
Die Nadel, welche die Form einer linksgängigen konischen Spirale hat, Fig. 3 und 4,
nimmt den Raum ein, der durch stark punktirte Linien bei 23, Fig. 1 und 2, angezeigt ist.
Die Axe der Nadel liegt horizontal. Die Bewegungsrichtungen sind in Fig. 4 gezeigt, welche
die Theile, von dem rechtsseitigen Maschinenende her betrachtet, darstellt. Die Nadel wird
bei der ersten Anordnung durch drei mit spiralförmigen Rinnen versehene konische Treibrollen
24 gehalten und getrieben, deren Spiralrinnen rechtsgängig sind und in die linksgängigen
Spiralwindungen der Nadel eingreifen. Die Axen der Triebrollen 24 und die Axe der
Nadel sollen in einem Punkte convergiren. Von den drei Triebrollen 24 ist diejenige in der
Horizontalebene fest auf der Welle 2 5 und wird mittelst der konischen Räder 26 von der Antriebswelle
16. getrieben; auf derselben Welle 25 ist ein konisches Rad 27, welches in zwei
konischen Zwischenrädern 28 eingreift, wovon eins darüber und eins darunter liegt, während
die konischen Zwischenräder 28 mit konischen Rädern 29 eingreifen, die fest auf den anderen
zwei Triebrollen 24 sind. Die Zwischenräder 28 laufen auf Zapfen, die am Lagerbock 30 befestigt
sind. Letzterer ist theilweise von sphärischer Gestalt und auch mit einem Lager der
Welle 25 verbunden. Die Räder 29 der obersten und untersten Triebrollen 24 sind, wie in
Fig. 5, mit einer verlängerten Nabe 31 gemacht, auf welcher das Treibrolle festsitzt. Die
Triebrolle 24 kann auf der Radnabe 31 entlang
mittelst einer oder mehreren Schrauben 32 verstellt werden. Das untere Rad 29 ist auf
einem am Lager 30 befestigten Zapfen, das obere Rad 29 auf einem am beweglichen Stück 33
befestigten Zapfen angebracht; letzteres kann um eine Nabe concentrisch mit dem Zapfen des
Zwischenrades 28 gedreht werden. Infolge dieser Anordnung kann das obere Treibrad herumgedreht
werden, um die Nadel einführen oder entfernen zu können, ohne dafs dabei die Räder 29, 28 aufser Eingriff gesetzt werden.
Ein Schraubenbolzen 34 dient zum Festhalten des Stückes 33 in seiner Arbeitsstellung.
Die Combination der Nadel mit ihren Treibrollen 24 soll der »helikonische Antrieb« genannt
werden.
Eine zweite Anordnung des »helikonischen Antriebes« ist in Fig. 6 im Grundrifs und in
Fig. 7 in der Vorderansicht dargestellt. Hierbei ist die Nadel in der Form einer konischen
Spirale gemacht/ deren Konus einen Winkel von 500 hat, so dafs eine beträchtliche Differenz
zwischen seinen äufseren Durchmessern besteht. Die Nadel ist nicht vollkommen starr, sondern
sie kann sich in kleinere Spiralen krümmen. Die mit spiralförmigen Rinnen versehenen konischen
Triebrollen 24 sind so gestaltet, dafs sie mit der Nadel correspondiren; ihre Axen und
diejenige der Nadel convergiren in einem Punkte. In dieser Anordnung sind zwei Triebrollen 24,
die unter Winkeln von 6o° zum Kreise über
und unter der Mittelhorizontalebene der Nadel und an der inneren Seite gestellt sind, und die
Nadel wird in Eingriff mit den Triebrollen durch eine Antifrictionsrolle gehalten, die vorn unter
der Horizontalebene angeordnet ist, wie in Fig. 7 bei 35 durch punktirte Linien dargestellt
ist, und ferner durch eine Platte 36, die darüber angeordnet und mit einer inwendig konischen
Führungsfläche hergestellt ist. Die Platte 36 dient nicht nur zum Halten der Nadel an ihrem
Platze, sondern widersteht auch dem Hange des Nadeltheiles zwischen der oberen Triebrolle 24
und dem Stoff, sich auswärts zu biegen, wenn die Nadel den Stoff durchdringt. Die Triebrollen 24 werden direct durch ein konisches
Rad 37 angetrieben, welches mit einem Schraubengewinde versehen ist, welches in die Spiralrinnen
der Triebrollen eingreift. Das Schraubengewinde auf dem Rade 3 7 ist linksgängig wie die Nadel, ■
und die Spiralnuthen auf den Triebrollen 24 sind rechtsgängig. Das Rad 37 ist auf einer
kurzen Welle, welche durch konische Räder 26 von der Antriebswelle 16 aus getrieben wird.
Diese Anordnung gestattet auch, das Rohr 14 und das Schneckenrad der Bandrolle direct von
der Antriebswelle 16 anzutreiben. Die Triebrollen 24 laufen auf Zapfen, von denen der
Zapfen 38 der oberen Triebrolle mit dem Lagerbock drehbar verbunden ist, so dafs es aufwärts
bewegt und dadurch die Nadel eingeführt oder entfernt werden kann. Ein Schraubenstift
34 dient zur Feststellung des Zapfens 38 in seiner Arbeitsstellung.
Eine dritte Anordnung des »helikonischen Antriebes« ist in Fig. 8 im Grundrifs und Fig. 9
in einer Vorderansicht dargestellt.
In der ersten und zweiten Anordnung sind die wirkenden Durchmesser der Triebrollen 24
dieselben wie derjenige der Nadel; bei dieser dritten haben die Triebrollen 24 den doppelten
Nadeldurchmesser. Es sind hierbei zwei Triebrollen 24 wie bei der zweiten Anordnung angewendet,
welche mit den. durch das Zwischenrad 42 getriebenen Kegelrädern 41 auf den
Wellen 39 und 40 befestigt sind. Die obere Welle 39 wird mittelst Kegelräder 43 von der
Antriebwelle 44 bewegt, welche letztere horizontal und unter rechtem Winkel zur Vorderseite
der Maschine angeordnet ist. Die Riemscheibe 45 sitzt auf der Welle 44 und ein Riemen 46 treibt das Rohr 14. Um die Spannung
in der Nadel beim Durchgang durch den Stoff zu vermindern, werden mittelst zweier, an
der verticalen Stange 48 angebrachter Vorstecher 47 die Löcher vorgestochen. Die
Stange 48 wird durch eine auf Welle 44 befestigte Kurbel, deren Zapfen 49 in den oberen
Querschlitz greift, auf- und abwärts bewegt, und ist durch zwei in ihrem verticalen Schlitz
gleitende Stifte des Rahmens 50 geführt. Der letztere ist unten durch zwei Gelenkhebel 51
mit dem Maschinengestell verbunden und trägt oben zwei Ansätze 5 2j welche durch die excentrische
Scheibe 53 hin- und herschwingen, so dafs die beiden Vorstecher 47 mit dem Stoff
weiter gehen, wenn sie sich in demselben befinden, dagegen zurückkehren, wenn sie aus
demselben gehoben sind. Die Schnecke 22 zur Bewegung der Bandrolle ist auf der Welle des
Zwischenkegelrades 42 befestigt.
Eine andere Anordnung der Vorstechmechanismen ist in den Fig. 8*, 9*, 10, 11 und 12
dargestellt. Fig. 8* ist ein Horizontalschnitt, Fig. 9* eine Vorderansicht, Fig. 10 eine Vorderansicht
des Excenters 53; Fig. 11 eine Vorderansicht des Führungsstückes 50, und Fig. 12
ein Verticälschnitt von Fig. 9*. Die Vorstecher . 47 sind auf einer Platte 48 befestigt,
welche im Stücke 50 vertical geführt und mit einem Querschlitz versehen ist, auf den ein
Kurbelzapfen 49 einwirkt. Das Führungsstück 50 ist in der Form eines viereckigen Rahmens,
der auf horizontalen Führungen eines am Maschinengestell befestigten Lagers 54 gleitet
und ist mit Vorsprüngen 52 versehen, auf welche das Excenter 53. wirkt. Letzteres ist
mit dem Kurbelzapfen 49 auf einer horizontalen Welle befestigt, welche unter rechtem Winkel
zur Vorderseite der Maschine steht.
Die Fig. 13, 14, 15 und 16 zeigen die Anordnung
zum Treiben der Nadel, wenn letztere die Form einer cylindrischen Spirale hat. Fig. 13
zeigt die Nadel mit dem Rohr 14 Und der darin befindlichen Nadelhülse 15 im Grundrifs;
Fig. 15 ist ein Endaufrifs und zeigt die Nadel und ihre zwei mit spiralförmigen Rinnen versehenen
cylindrischen Triebrollen 55, deren Durchmesser zweimal so grofs ist, als der der
Nadel. Fig. 14 ist eine Seitenansicht von Fig. 15.
Diese Triebrollen sind mit Rädern 56 verbunden, welche durch ein Zwischenrad 57 getrieben
werden. Bei dieser Anordnung wirkt das Rohr 14 durch Friction an der Innenseite
der Nadel und ebenso ist der Vorstecher angewendet, um den Widerstand beim Nadeldurchgang
durch den Stoff zu vermindern. Wenn trotz der Wirkung des Vorstechers und des
Rohrs 14 die Nadel rückwärts schlüpft, so kann ihre Lage, durch die Wirkung eines Zahnes 58,
Fig. 16, auf ihr Hinterende, richtig gestellt
werden; derselbe ist auf dem Rücken einer jeden Triebrolle 55 befestigt und beschreibt,
da er radial vorspringt, einen gröfseren Weg als die Rinnen der Triebrollen, wodurch die
Nadel auf ihren richtigen Platz vorwärtsgestofsen wird.
Mit der cylindrischen Nadel und den cylindrischen Triebrollen sind die Axen der Triebräder
parallel zur Maschinenvorderseite.
Claims (3)
1. Bei einer Nähmaschine die Combination einer spiralförmigen Nadel mit einer oder
mehreren mit spiralförmigen Nuthen oder Rinnen hergestellten Triebrollen, wesentlich
und zum Zwecke wie beschrieben.
2. Der hierin beschriebene »helikonische Nadelantrieb«.
3. Die Combination der wesentlich wie hierin beschriebenen vorstechenden Mechanismen mit
den Nadeln irgend welcher Art von Nähmaschinen, wie hierin beschrieben.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9802C true DE9802C (de) |
Family
ID=287132
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT9802D Active DE9802C (de) | Neuerungen an Nähmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9802C (de) |
-
0
- DE DENDAT9802D patent/DE9802C/de active Active
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