DE97994C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
- G01R11/30—Dynamo-electric motor meters
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft einen sowohl für Gleichstrom als auch für Wechselstrom
geeigneten Motorzähler.
Fig. ι zeigt den Zähler in der Ansicht mit durchschnittenen Lagern.
Fig. 2 zeigt eine Abänderung.
Die Fig. 3 und 4 geben das Schaltungsschema und veranschaulichen zugleich die
Wirkungsweise.
Die Fig. 5 bis 7 dienen zur Erläuterung einiger nach vorliegender Erfindung erreichter
besonderer Vortheile.
Der in bekannter Weise mittelst einer Schnecke auf das Zählwerk wirkende Motor
besteht aus den als Anker dienenden beweglichen Spulen oder Solenoiden A und den das
Magnetfeld bildenden Nebenschlufsspulen C.
Die beweglichen Spulen oder Solenoide A sind auf einer zwischen Spitzen leicht drehbar
gelagerten Welle B angebracht. Der untere Zapfen der Welle B taucht in einen mit
Quecksilber gefüllten Napf k, welcher so geformt ist, dafs das Quecksilber weder bei der
einen, noch bei der anderen Drehrichtung der Welle herausspritzen kann. Der obere Theil
der Welle trägt einen ebenso geformten Quecksilbernapf, in welchen der Zapfen N mit seiner
Spitze eintaucht.
Die freien Enden der Spulen A stehen mit dem unteren bezw. dem oberen Theile der
. Welle in Verbindung und werden in den Stromkreis des zu messenden Stromes eingeschaltet.
Der obere Theil der Welle trägt einen Stromwender J, welcher je nach der Zahl der
Erregerspulen C aus drei, vier oder mehr Lamellen besteht. Die mit dünnem Draht bewickelten
Erregerspulen sind einerseits an die eine Hauptleitung und andererseits an die Lamellen
des Stromaufnehmers angeschlossen, wie dies aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist.
Auf dem Stromabnehmer / schleift die mit
der Welle B fest verbundene Metallbürste S. Letztere kommt bei Drehung der Welle B
nach einander mit den einzelnen Lamellen in Berührung und schaltet somit die Erregerspulen
C1C2C^C1 nach einander in den Stromkreis
ein. Die Erregerspulen werden demnach abwechselnd von einem im Nebenschlufs zu den Hauptstromspulen liegenden Strom durchflossen.
Auf diese Weise wird auf die Spulen A eine Drehkraft ausgeübt, sobald sie von dem
zu messenden Strom durchflossen werden.
Um die Wirkung der Erregerspulen zu verstärken, kann man sie auch mit Eisenkernen
versehen.
Die Wirkungsweise des Motors ist folgende:
Sobald der zu messende Strom durch die Spule A hindurchfliefst, entstehen die Pole -J-
und —. Bei der in Fig. 3 gegebenen Stellung berührt die Bürste S die an die Erregerspule C2
angeschlossene Lamelle. Infolge dessen fliefst mittelst der Bürste S und der Leitungen 1, 2
ein Nebenschlufsstrom durch die Spule C2, welcher auf der der Spule A zugewendeten
Seite einen Pol erzeugt. Letzterer zieht
den +-Pol der Spule A an und stöfst den — - Pol ab. Die Folge davon ist eine Drehung
der Welle B.
Nach einer Vierteldrehung wird die Spule C2 aus- und die Spule C3 in leicht verständlicher
Weise eingeschaltet. Es fliefst nun mittelst
der Bürste S und der Leitungen 3,4 durch die Spule C3 ein Nebenschlufsstrom, welcher
auf der der Spule A zugewendeten Seite einen ■—-Pol erzeugt. Es erfolgt nun wieder eine
Vierteldrehung und so geht es fort.
Um eine stärkere Motorwirkung zu erzielen, kann man die doppelte Anzahl von festen
Spulen derart anordnen, dafs auf der einen
Seite der Ankerspule A ein Pol und auf
der entgegengesetzten Seite ein + - Pol gebildet wird.
Damit die Umdrehungsgeschwindigkeit des Motors proportional dem zu messenden Strome
wird, ordnet man eine der sonst zu gleichem Zwecke gebräuchlichen Bremsen an. Man
kann z. B. bei dem Zähler eine zwischen den Polen von Elektromagneten sich bewegende,
von Foucault'schen Strömen durchflossene Scheibe oder auch Windflügel anordnen.
Da der Hauptstrom durch die bewegliche Spule fliefst und seine Richtung nicht ändert,
so wird die Tourenzahl des Ankers durch Näherung eines Magnetpoles nicht gestört, wie
dies aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich ist. Nimmt man an, dafs der Magnet B1 auf
die Spule A eine Drehung in der Richtung des Pfeiles (Fig. 5) ausübt, so wird er nach
einer Vierteldrehung die umgekehrte Wirkung äufsern (Fig. 6). Die Zeit einer ganzen Umdrehung
wird sich demnach nicht ändern.
Da ferner die feststehenden Spulen von einem Nebenschlufsstrom durchflossen werden,
so kann man das magnetische Feld sehr stark machen, insbesondere wenn man noch Eisenkerne
verwendet. Infolge dessen wird es schwerlich möglich sein, in einer gewissen Entfernung vom Anker ein stärkeres magnetisches
Feld zu erzeugen als dasjenige der Spulen C; es ist also ausgeschlossen, dafs man
den Anker bei ausgelöschten Lampen (Fig. 5) durch einen Magneten B2 rückwärts drehen
kann.
Da nur eine einzige Bürste erforderlich ist, so wird wegen der geringen Reibung die
Empfindlichkeit des Apparates sehr grofs.
Bei der in Fig. 2 dargestellen Abänderungsform des Zählers wird der Stromaufnehmer
unter Zwischenschaltung zweier Zahnräder P und P1 in Umdrehung versetzt; infolge dessen
kann man zwecks möglichster Verringerung der Bürstenreibung den Durchmesser so klein als
praktisch möglich machen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Motor-Elektricitätszähler für Gleich- und Wechselstrom mit beweglichen, von dem zu messenden oder einem demselben proportionalen Strom durchflossenen Spulen in Verbindung mit feststehenden, vom Nebenschlufsstrom erregten Spulen, gekennzeichnet durch einen feststehenden Stromwender und eine einzige um denselben kreisende Bürste, welche die Nebenschlufsspulen der Reihe nach: einschaltet, so dafs ein rotirendes Magnetfeld entsteht, zum Zwecke, die Reibung zu vermindern und die Beeinflussung des Zählers durch äufsere magnetische Kräfte unmöglich zu machen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE97994C true DE97994C (de) |
Family
ID=369000
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT97994D Active DE97994C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE97994C (de) |
-
0
- DE DENDAT97994D patent/DE97994C/de active Active
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