DE107431C - - Google Patents

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DE107431C
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disc
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braking
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Reciprocating, Oscillating Or Vibrating Motors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate und Maschinen.
CH. SCHMIDLIN in PARIS.
Elektricitätszähier.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. März 1898 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Elektricitätszähier, welcher die in einer gegebenen Zeit verbrauchte Energie zu messen gestattet. Der neue Zähler eignet sich daher zum Wattmesser.
Der neue Zähler beruht seinem Grundwesen nach auf einem Uhrwerk, welches .ein Zählwerk antreibt und beständig das Bestreben hat, eine sich drehende Bremsscheibe in dauernder Umdrehung zu erhalten. Diese Scheibe dreht sich zwischen den beiden Polen eines Magneten, der auf der beweglichen Spule des Wattmessers angeordnet ist; die Spule mit ihren Windungen liegt dann zur Hauptleitung im Nebenschlufs, während die Spule mit dickem Draht in die Hauptleitung eingeschaltet ist.
Die Bremsung der beweglichen Scheibe ändert sich nach vorliegender Erfindung stets im umgekehrten Verhältnifs zu der in der Leitung verbrauchten elektrischen Energie; in dem Mafse, wie die Intensität zunimmt, wird die Bremsung verringert und das Uhrwerk läuft schneller, bis die in der beweglichen Scheibe durch den Magneten entwickelten Foucaultschen Ströme aufs Minimum vermindert sind. In diesem Augenblick tritt keinerlei Reibung auf und der Zähler läuft mit seiner maximalen Geschwindigkeit.
Der Hauptstrom durchläuft aufserdem einen Elektromagneten, welcher zur Anziehung eines die Räder des Uhrwerks auslösenden Ankers dient. Das Uhrwerk läuft daher nur dann, wenn Strom durch die Hauptleitung hindurchfliefst.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt die Anwendung des neuen Wattmessers.;
Fig. 2 ist der zugehörige Grundrifs.
Der mit constantem Antrieb und veränderlicher Bremsung ausgeführte Zähler umfafst zunächst ein Uhrwerk a, welches aus einer Trommel und einer Reihe von Rädern besteht. Die letzte Radwelle trägt eine leichte Scheibe b aus Metall (Aluminium, Messing, Kupfer oder dergleichen).
Die Drehbewegung dieser Scheibe wird durch einen Regulator beliebigen Systems, z. B. durch eine Foucault'sche Bremse, geregelt.
Die Bewegung des Uhrwerks α wird andererseits auf ein Zählwerk c übertragen, welches entweder von der Trommelwelle selbst oder durch ein geeignetes Zwischengetriebe angetrieben wird.
Die Scheibe b dreht sich zwischen den Polen des Magneten k, der auf der Achse der beweglichen Spule des Wattmessers befestigt ist. Diese Spule besitzt eine dünne Wickelung e, die im Nebenschlufs zum Hauptstromkreis liegt. Die dicke Wickelung f liegt selbstverständlich wieder im Hauptstromkreise.
Im Ruhezustande befinden sich die beiden Pole des Magneten am Umfang der Scheibe b, und da kein Strom durch den Magneten g hindurchgeht, so erhält die Nadel i die Scheibe b im Gleichgewicht.
Damit sich das Uhrwerk beim Stromdurchgang in Bewegung setzen kann, durchfliefst der Hauptstrom einen Elektromagneten g. Letzterer zieht seinen Anker h an, sobald Strom durch die Hauptleitung hindurchgeht. Mit dem Anker h ist eine Arretirungsnadel i verbunden, die sich
gewöhnlich auf die Scheibe b legt. Durch ein Gegengewicht j kann der Druck dieser Nadel auf die Scheibe geregelt werden.
Die Bewegung des Uhrwerks kann auch mit einer elektrischen Aufziehvorrichtung versehen werden, die von Zeit zu Zeit wirkt, sobald eine gewisse Zahl von Umdrehungen erreicht wird. Die Wirkungsweise des beschriebenen Zählers ist folgende:
Geht kein Strom durch die Hauptleitung hindurch, so zieht, der Elektromagnet g den Anker b nicht an. Infolge des Druckes der Nadel i auf die Scheibe b ist deshalb das Uhrwerk festgestellt.
Allein durch den Nebenschl.ufs e wird Strom verbraucht: Dieser Verbrauch kann aber nach Belieben herabgedrückt werden, indem man den Widerstand des Nebenschlusses sehr grofs macht.
Durchläuft kein Strom den Hauptstromkreis, so wird der Anker h durch den Elektromagneten g nicht angezogen, das Uhrwerk ist also gesperrt.
Sobald der Hauptstromkreis vom Strom durchflossen wird, dreht sich die bewegliche Spule des Wattmessers um einen Winkel, welcher der elektrischen Energie, also dem Product E-I, entspricht. Der Magnet nähert sich der Mitte, wie dies in Fig. 2 durch punktirte Linien angedeutet ist. Die Bremsung wirkt dann an einem Punkte der Scheibe, welcher der Mitte näher liegt; die Bremswirkung ist deshalb weniger grofs, also wird sich die Scheibe schneller drehen.
Selbstverständlich kann die beschriebene Ausführungsform in beliebiger Weise abgeändert werden. Der Fachmann wird im Bedarfsfalle leicht die Anwendung vorliegender Erfindung auf alle Zählerconstructionen finden können. Auch würde es leicht sein, die vorliegende Erfinduug auf Wechselstromzähler anzuwenden, ohne dafs dadurch der eigentliche Erfindungsgedanke geändert würde.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein zum Wattmesser geeigneter Elektricitätszähler, bei welchem die dem Energieverbrauch im umgekehrten Verhältnisse entsprechende Bremsung des Antriebwerkes in der Weise bewirkt wird, dafs sich ein Magnet k der Gröfse der verbrauchten Energie entsprechend in der Nähe des Umfanges oder der Mitte einer aus diamagnetischem Material bestehenden Bremsscheibe b einstellt und diese dadurch stärker oder schwächer bremst.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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