DE9778C - Drehbares Fadenkreuz für geodätische Instrumente - Google Patents

Drehbares Fadenkreuz für geodätische Instrumente

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DE9778C
DE9778C DENDAT9778D DE9778DA DE9778C DE 9778 C DE9778 C DE 9778C DE NDAT9778 D DENDAT9778 D DE NDAT9778D DE 9778D A DE9778D A DE 9778DA DE 9778 C DE9778 C DE 9778C
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Germany
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crosshair
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DENDAT9778D
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C. HECHT in Weimar
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    • GPHYSICS
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    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
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  • Telescopes (AREA)

Description

1879.
\ ""* Klasse''
»iilIHi.. ...;.,·
CARL HECHT in WEIMAR. Drehbares Fadenkreuz für geodätische Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. December 1879 ab.
Vorliegende Erfindung bezweckt das bisher festgelagerte, gewöhnlich durch vier Schrauben justirbare, aus Spinnfäden hergestellte oder auf Glas geritzte Fadenkreuz im Fernrohr derjenigen geodätischen Instrumente beweglich einzuführen, welche zu Distanz- und Höhenmessungen, besonders zu tacheometrischen Aufnahmen dienen.
In Fig. ι sei α α b b dasjenige Stück Fernrohr an der Ocularseite, welches das Fadenkreuz enthält. Die Punkte 0 mn seien die drei horizontalen Fäden des Fadenkreuzes, im Durchschnitt dargestellt.
Bei horizontalem Stand oder unter γ geneigter Stellung der Fernrohraxe liest man gewöhnlich b == om mn ab.
Denkt man sich nun das Fadenkreuz um die Axe des mittleren Fadens m um den Winkel ψ geneigt, so liest man jetzt an der Latte p = O1 mt = U^m1 ab. Je nach der Gröfse des Verhältnisses von γ zu ψ läfst sich nun auf die praktische Verwendbarkeit schliefsen und lassen sich die darauf bezüglichen trigonometrischen Formeln bedeutend vereinfachen, wodurch man umständliche Tabellen, H ülfs-Instrumente, folglich Zeit und Arbeit erspart, ohne dafs die Genauigkeit in irgend einer Weise beeinflufst würde.
In einem Distanzmesser ist z. B. die horizontale Entfernung vom Stande des Instruments bis zur Lattenaufstellung direct dem Quadrat des Sinus des Winkels γ proportional
χ =/. sin2 yb
(abgesehen von den betreffenden constanten Coefficienten).
Bringt man nun φ mit γ in einen solchen Zusammenhang, dafs der Sinus des Winkels ψ direct sinus ί γ proportional wird, so kann man fur jeden Winkel γ die horizontale Entfernung direct ablesen
χ = f. ρ u. s. w.
Ist in Fig. 2 M die Axe des Fernrohrs, O die Objectiv-, O1 die Ocularseite, und ist MN mit dem Gestell derart verbunden, dafs nur beim Umschlagen des Fernrohrs (Drehen um i8o°) MN nach unten zu stehen kommt (s. Fig. 6 und 8), ist ferner ou die Ebene des Fadenkreuzes, welches mit mn den Winkel α bildet und sich um die Axe des mittleren Fadens m beim Umschlagen dreht, und sind endlich Nn und mn Verbindungscylinder, so ist man jetzt, je nach der Wahl von Mm = t, NM= v, mn = w, Nn = ή im Stande, den Winkel ψ mit 7 in Beziehung zu bringen.
Macht man
/ = ή = Nn1
ν = W1 = mn; also χ = ο,
so wird φ = γ u. s. w.
Bringt man, Fig. 3, zu beiden Seiten der Axe des Fadenkreuzes m einen Bügel mit Gewicht G an, so wird sich von selbst φ = γ einstellen, beim Umschlagen des Fernrohrs wäre der Bügel auch umzuschlagen.
Der Neigungswinkel γ des Fernrohrs, Fig. 1 und 2, liegt in der Regel zwischen 30 und 1200.
Befestigt man auf dem Fernrohr, Fig. 4, das Kreissegment C, durch welches der Bügel B geführt wird, der seinerseits durch die Klemmschraube α und die Mikrometerschraube b auf C eingestellt werden kann. Das Futter A bewegt sich auf C und ist mit B durch die Mikrometerschraube b verbunden; befestigt man ferner auf die Verlängerung des Bügels B die doppelte Wasserwaage D, so kann man, jedenfalls praktisch genauer als in Fig. 3, eine stets senkrechte Stellung der Fadenkreuzebene erzielen. Bei der Stellung nach oben, Fig. 4, zeigt der obere Flüssigkeitsspiegel ί in D, und bei der Stellung nach unten s' die Lage an.
Setzt man, Fig. 5, mit der Axe des Fadenkreuzes den Arm A in feste Verbindung, welcher sich durch die Klemmschraube α auf einem Gradbogen G feststellen läfst, der mit dem Fernrohr fest verbunden ist, so ist man auch ohne Libelle im Stande, durch die Mikrometerschraube b und Ablesevorrichtung B die Ebene des Fadenkreuzes unter irgend einem Winkel φ einstellen zu können. In den Fig. 6, 7 und 8 bezeichnet G einen Theil des Gestells, FF das Fernrohr eines geodätischen Instruments, abgesehen von allen Nebenbestandtheilen, und a die Axe des Fernrohrs, m die Axe des Fadenkreuzes und b die nach der Objectivseite hin verlegte Schraube zum genauen Einstellen der Visur, welche in diesem Fall den Objectivtheil des Fernrohrs hin- und herschiebt. B ist ein Arm, welcher mit einem Ring R versehen ist, der sich um einen Ansatz g an dem Gestell drehen kann und der durch die Nuthen r und T1 und die
Stellschraube C in seiner Stellung, Fig. 6, oder um i8p° gedreht, Fig. 8, festgehalten wird.
Durch die Stangen ή und K1 ist eine Verbindung mit der Fadenkreuzebene hergestellt und zwar derart, dafs der Neigungswinkel der Fadenkreuzebene immer gleich wird dem Neigungswinkel der Fernrohraxe, also φ = γ.
Beim Umschlagen des Fernrohrs löst man die Schraube C und klemmt sie nach erfolgtem Umschlagen des Fernrohrs und der Theile B, ti und «, in r, wieder fest.
Fig. 9 und io geben ein Bild, wie das Fadenkreuz an und für sich gelagert ist, um auch der Justirfähigkeit Rechnung zu tragen. U ist der Rahmen des Fadenkreuzes ο m u; MM zwei Zapfen, die mit U beiderseits direct verbunden sind.
An die Wandung des Fernrohrs sind vier Lagerbacken BBBB geschraubt, durch welche die Stellschräubchen in; hindurchgehen. Die letzteren wirken direct auf die Lagerschalen bbbb, in denen die Zapfen des Fadenkreuzrahmens gelagert sind. Am Ende sind die Zapfen MM aufgeschnitten und werden mit Hülfe der Muttern SS die Hebel ny It1, Fig. 6 und 8, oder nur ein Hebel A, wie in Fig. 5, auf den Enden der Zapfen befestigt.
Durch die vier Schrauben s s s s ist man im Stande, die geometrische Axe des Fadenkreuzes einzustellen, während man durch die Muttern 5 die verticale Axe justirt.
In den Gelenkstücken Z1 und Tt1, Fig. 6 und 8, wird eine Schraubenkupplung angebracht, um, wenn m verschoben, wie in Fig. 2, t == ή und η = U1 einstellen zu können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anwendung des beweglichen, um seine geometrische Horizontalaxe drehbaren Fadenkreuzes auf geodätische Instrumente und die durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen constructiven Anordnungen desselben
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT9778D Drehbares Fadenkreuz für geodätische Instrumente Expired DE9778C (de)

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DE9778C true DE9778C (de) 1880-05-12

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DENDAT9778D Expired DE9778C (de) Drehbares Fadenkreuz für geodätische Instrumente

Country Status (1)

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DE (1) DE9778C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2652627A (en) * 1952-03-07 1953-09-22 Bostrom Brady Mfg Company Surveying instrument
DE1108473B (de) * 1956-11-17 1961-06-08 Siemens Ag Vorrichtung zur Reibungsverminderung in Pendellagern elektrischer Pendelmaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2652627A (en) * 1952-03-07 1953-09-22 Bostrom Brady Mfg Company Surveying instrument
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