DE976908C - Verfahren zur Teilung von Glimmer in Schueppchen - Google Patents
Verfahren zur Teilung von Glimmer in SchueppchenInfo
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- DE976908C DE976908C DES2078D DES0002078D DE976908C DE 976908 C DE976908 C DE 976908C DE S2078 D DES2078 D DE S2078D DE S0002078 D DES0002078 D DE S0002078D DE 976908 C DE976908 C DE 976908C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B14/00—Use of inorganic materials as fillers, e.g. pigments, for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of inorganic materials specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
- C04B14/02—Granular materials, e.g. microballoons
- C04B14/04—Silica-rich materials; Silicates
- C04B14/20—Mica; Vermiculite
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B20/00—Use of materials as fillers for mortars, concrete or artificial stone according to more than one of groups C04B14/00 - C04B18/00 and characterised by shape or grain distribution; Treatment of materials according to more than one of the groups C04B14/00 - C04B18/00 specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone; Expanding or defibrillating materials
- C04B20/02—Treatment
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- C04B20/06—Expanding clay, perlite, vermiculite or like granular materials
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Description
- Verfahren zur Teilung von Glimmer in Schüppchen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Teilung von Glimmer in Schüppchen durch Erhitzung und folgende Abschreckung durch eine Flüssigkeit.
- Es ist bereits bekannt, das Spalten von Glimmer so vorzunehmen, daß der Ausgangsglimmer zunächst mit Kohlensäure oder kohlensäurereichen Gasen behandelt, dann mit starker Alkalilauge getränkt und auf 3oo bis q.00° C erhitzt wird, worauf ein Abschrecken durch Einwerfen in kaltes Wasser oder verdünnte Säurelösung erfolgt. Dieses bekannte Verfahren bezweckt, das Spalten des Glimmers durch eine chemische Behandlung zu begünstigen, und ergibt dünnste Blättchen erst nach mehrmalieger Wiederholung der Behandlung, Ferner ist ein Verfahren zur Aufbereitung von schwer trennbaren bzw. schwierig zu zerkleinernden Mineralien bekanntgeworden, bei welchem diese erhitzt und in einer Flüssigkeit abgeschreckt werden, welche eine chemische Umsetzung der Mineralstoffe herbeiführt, die gegebenenfalls mit einer mechanischen Behandlung kombiniert wird. Dabei wird der Zerfall der Mineralien eventuell auch dadurch unterstützt, daß in ihnen vorhandene Einschlüsse vergasbare oder verdampfbare Substanzen enthalten, z. B. leicht dissoziierbare Carbonate-, organische Substanzen, Feuchtigkeit usw.
- Schließlich ist es bereits bekannt, feine Schüppchen oder Flocken aus Glimmer dadurch herzustellen, daß natürliche Glimmerblöcke oder -platten einer wiederholten Erhitzung und darauffolgenden Abschreckung unterworfen werden. Die damit erhaltenen feinen Schüppchen oder Flocken werden mittels eines glasigen Bindemittels agglomeriert und nach Mischung mit diesem Bindemittel auf eine zwischen dem Schmelzpunkt des Bindemittels und der Dehydratisierungstemperatur des Glimmers liegende Temperatur erhitzt.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht demgegenüber darin, daß der Glimmer zunächst auf eine Temperatur erhitzt wird, die nahe an der Temperatur liegt, bei welcher eine völlige Dehydratisierung erfolgen würde und anschließend aufeinanderfolgend der Wirkung von zwei Lösungen unterworfen wird, die miteinander unter Freiwerden eines Gases reagieren.
- Das frei werdende Gas fördert das Lösen der Glimmerplättchen voneinander, das nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung durch Rühren des Glimmers in der zweiten Behandlungslösung unterstützt werden kann.
- In den vorstehenden Ausführungen ist das Wort »Glimmer« ganz allgemein -auf alle spaltfähigen Gesteine anzuwenden. Das Verfahren nach der Erfindung kann insbesondere auf alle glimmerartigen Gesteine mit Einschluß der mitunter sehr feinen Elemente, die sich aus den Kaolinen und gewissen Tonen, extrahieren lassen, angewendet werden.
- Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens nach der Erfindung gegeben.
- Man erhitzt, beispielsweise in einem Muffelofen, Muskovitglimmer in Form von Abfällen oder Platten auf etwa 8oo° C. Dann wird das erhitzte Gut so schnell als möglich, um eine Abkühlung zu vermeiden, in eine gesättigte Lösung von Natriumcarbonat oder Natriumbicarbonat eingebracht. Nach der Abkühlung wird der Glimmer aus dieser Lösung herausgenommen. Man läßt grob abtropfen und bringt ihn dann in eine 5"/oige Lösung von Chlorwasserstoffsäure ein, die man etwa i Stunde einwirken, läßt. Anschließend wird die Suspension des Glimmers in dieser Lösung, beispielsweise mit Hilfe eines mechanischen Rührwerks, etwa 1/2 Stunde lang energisch gerührt. Dann werden die Schüppchen durch Dekantieren gewaschen. Die Erfindung kann auch in der Weise abgeändert werden, daß man den erhitzten Glimmer in die Chlorwasserstoffsäurelösung eintaucht und ihn dann der Einwirkung der Lösung von Natriumcarbonat oder -bicarbonat unterzieht. Es scheint jedoch, daß die Platten, Lamellen oder anderen Erzeugnisse, die aus in dieser Weise behandeltem Glimmer hergestellt sind, eine geringere Kohäsion besitzen als die aus einem Glimmer, der nach dem oben angegebenen Ausführungsbeispiel behandelt wurde.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Teilung von Glimmer in Schüppchen durch Erhitzung und folgende Abschreckung durch eine Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß der Glimmer zunächst auf eine Temperatur erhitzt wird, die nahe an der Temperatur liegt, bei welcher eine völlige Dehydratisierung erfolgen würde, und anschließend aufeinanderfolgend der Einwirkung von zwei Lösungen unterworfen wird, die miteinander unter Freiwerden eines Gases reagieren.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Glimmer in die erste der Lösungen in möglichst heißem Zustande eingetaucht wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Suspension des Glimmers in der zweiten Behandlungslösung stark gerührt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Lösung eines Alkalicarbonats oder -bicarbonats und einer Lösung einer starken Säure. In .Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 378 522, 499 143; österreichische Patentschrift Nr. 96 336; USA.-Patentschriften Nr. 109 416, 847910, 2 3o6292, 2 077 720, 845 450, i i94 i55, 1578 8i2, 1913 877, 1922 448, -2:265 358-In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 927 i9.7.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR976908X | 1943-04-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE976908C true DE976908C (de) | 1964-07-23 |
Family
ID=9519225
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES2078D Expired DE976908C (de) | 1943-04-27 | 1944-02-19 | Verfahren zur Teilung von Glimmer in Schueppchen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE976908C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| FR2916439A1 (fr) * | 2007-05-23 | 2008-11-28 | Commissariat Energie Atomique | Procede de fabrication d'une vermiculite fortement exfoliee ne necessitant pas l'utilisation de liant organique ou d'additif organique pour etre mis en forme |
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1944
- 1944-02-19 DE DES2078D patent/DE976908C/de not_active Expired
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