DE976359C - In ihrer Kapazitaet veraenderbare Kondensatoranordnung - Google Patents

In ihrer Kapazitaet veraenderbare Kondensatoranordnung

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DE976359C
DE976359C DES12439D DES0012439D DE976359C DE 976359 C DE976359 C DE 976359C DE S12439 D DES12439 D DE S12439D DE S0012439 D DES0012439 D DE S0012439D DE 976359 C DE976359 C DE 976359C
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capacitor
dielectric
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capacitor arrangement
temperature
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DES12439D
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English (en)
Inventor
Roman Golicke
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01GCAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
    • H01G4/00Fixed capacitors; Processes of their manufacture
    • H01G4/002Details
    • H01G4/258Temperature compensation means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)

Description

  • In ihrer Kapazität veränderbare Kondensatoranordnung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine in ihrer Kapazität veränderbare, von der Außentemperatur mindestens annähernd unabhängige Kondensatoranordnung mit einem möglichst wenig temperaturabhängigen Verlustwinkel des festen Dielektrikums, bestehend aus der Zusammenschaltung eines veränderbaren Kondensators mit einem weiteren Kondensator mit temperaturabhängiger Dielektrizitätskonstante des Dielektrikums.
  • Es ist an sich bekannt, Festkondensatoren und auch regelbare Kondensatoren von der Umgebungstemperatur dadurch unabhängig zu machen, daß man zwei Kondensatoren mit entgegengesetztem Temperaturkoeffizienten zusammenschaltet.
  • Es ist bei derartigen Kondensatoranordnungen bekannt, die Regelung mechanisch, z. B. mit Hilfe eines Drehkondensators vorzunehmen. Hierbei wurde der Einfluß der Umgebungstemperatur dadurch ausgeschaltet, daß man dem mechanisch regelbaren Kondensator entweder einen Festkondensator mit entgegengesetztem Temperaturkoeffizienten des Dielektrikums oder einen weiteren mechanisch regelbaren Kondensator mit ebenfalls entgegengesetztem Temperaturkoeffizienten des Dielektrikums zugeschaltet hat. Derartige in ihrer Kapazität veränderbare Kondensatoranordnungen sind jedoch wegen des mechanischen Veränderns der Kapazität nicht geeignet, um in selbständigen Regeleinrichtungen oder Steuerschaltungen verwendet zu werden.
  • Es ist auch schon bekannt, die Temperatur des Dielektrikums eines Festkondensators durch Aufheizen in ein Gebiet zu verlegen, in welchem seine Dielektrizitätskonstante von der Außentemperatur weitgehend unabhängig ist.
  • Es ist weiterhin bekannt, die Kapazität eines Kondensators durch Heizen zu variieren, während ein nicht zum Stande der Technik gehörender Vorschlag vorsieht, derartige Regelkondensatoren in einem Gefäß unterzubringen, damit der Einfluß der Umgebungstemperatur ausgeschaltet wird. Bei diesem älteren Vorschlag erfolgt die Kapazitätsänderung durch Erwärmen des in seiner Dielektrizitätskonstante temperaturabhängigen Dielektrikums.
  • Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Kondensatoranordnung zu schaffen, die in ihrer Kapazität veränderbar und von der Außentemperatur mindestens annähernd unabhängig ist, wobei die Anwendung eines Schutzgefäßes nicht notwendig ist. Damit bezieht sich die Erfindung auf eine in ihrer Kapazität veränderbare, von der Außentemperatur mindestens annähernd unabhängige Kondensatoranordnung mit einem möglichst wenig temperaturabhängigen Verlustwinkel des festen Dielektrikums, bestehend aus der Zusammenschaltung eines veränderbaren Kondensators mit einem weiteren Kondensator mit temperaturabhängiger Dielektrizitätskonstante des Dielektrikums, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der veränderbare Kondensator ein Dielektrikum mit großem Temperaturkoeffizienten der Dielektrizitätskonstante besitzt und sein Dielektrikum gegenüber dem des weiteren Kondensators durch eine Heizvorrichtung in veränderbarem Maße erwärmbar ist.
  • Durch das erfindungsgemäße Beheizen wird eine Steuerung in dem Sinne erzielt, daß sich eine Temperaturdifferenz zwischen beiden Kondensatoren einstellt, indem man z. B. nur den einen Kondensator beheizt oder indem man die Heizströme beider Kondensatoren gegenläufig steuert. Die durch die Temperaturdifferenz einstellbaren Kapazitätswerte sind im wesentlichen von der Umgebungstemperatur unabhängig.
  • Es liegt auf der Hand, daß die Kapazitätsänderungen um so größer sind, je größer der Temperaturkoeffizient der Kapazität ist. Ob durch die Temperaturdifferenz die Gesamtkapazität der Kondensatoranordnung in zunehmendem oder abnehmendem Sinne beeinflußt wird, ist unerheblich.
  • Um den Regelbereich neben der Wahl des Temperaturkoeffizienten möglichst groß zu gestalten, ist es weiterhin zweckmäßig, die Beheizung auf möglichst hohe Wärmegrade auszudehnen, wozu aber die Wahl temperaturbeständiger Belegungen und Dielektrika erforderlich ist. Auch soll der Verlustwinkel der Kapazität möglichst klein und temperaturunabhängig sein. Außerdem besteht bei einer derartigen Regelkondensatoranordnung die Forderung, daß die bei irgendeiner Temperaturdifferenz erzielten Kapazitätswerte auch genauestens reproduzierbar sind.
  • Es zeigte sich nun, daß keramische Stoffe, die bekanntlich sehr temperaturbeständig sind, auch eindeutige Beziehungen zwischen der regelnden und der geregelten Größe ergeben, so daß eine gute Reproduzierbarkeit gewährleistet ist. Die Vergrößerung des Verlustwinkels bei Temperaturerhöhung bleibt dabei in einem weiten Temperaturbereich innerhalb enger Grenzen. Bedient man sich dabei weiterhin solcher Keramiken, die einen geeigneten hohen Anteil an Titandioxyd oder ähnlichen Stoffen enthalten, so ist gleichzeitig ein großer, in diesem Fall negativer Temperaturkoeffizient der Kapazität gegeben, der Kapazitätsänderungen bis ungefähr äo/o zuläßt, wobei die Temperaturänderung des Kondensators in der Größenordnung von etwa 1000 C liegt.
  • Die Beheizung des Kondensators kann auf irgendeine Art erfolgen. Zweckmäßigerweise wählt man eine elektrische Beheizung mittels einer Heizwicklung oder einer Widerstandsschicht, die unmittelbar auf den Kondensator aufgetragen sein kann.
  • Um einen Kurzschluß der Drahtwindungen bzw. der Widerstandsschicht zu vermeiden, falls das Heizelement unmittelbar auf einer Belegung angeordnet wird, wird zwischen dieser und dem Heizelement eine elektrisch isolierende, einen möglichst geringen Wärmewiderstand aufweisende Zwischenlage oder Schicht vorgesehen, die beispielsweise aus einem Glimmerplättchen, Isolierlack oder Ölseide od. dgl. bestehen kann.
  • Sollte in manchen Fällen eine elektrische Entkopplung zwischen dem Kondensator und dem Heizkreis erwünscht sein, so ordnet man, da die beiden zusammenarbeitenden Teile nur thermisch miteinander verbunden sein müssen, noch eine Abschirmbelegung an, die mit Nullpotential in Verbindung gebracht wird. Unter Umständen kann sogar eine Belegung des Kondensators die Rolle der Abschirmbelegung mitübernehmen, indem man sie so in die Schaltung einschaltet, daß sie mit Nullpotential in Verbindung steht. Besonders vorteilhaft läßt sich dies bei keramischen Röhrchenkondensatoren, die auf der Innenoberfläche einen und auf der Außenoberfläche den anderen Belag tragen, durchführen, weil der Außenbelag den Innenbelag vollkommen abschirmt. Ein derartiges Ausführungsbeispiel für den nach der Erfindung zu beheizenden Kondensator ist in der@Zeichnung in den Fig, z und 2 dargestellt. Der parallel oder in Reihe geschaltete zweite Kondensator ist in den Figuren nicht abgebildet.
  • In Fig. r ist eine Ansicht und in Fig. 2 der Schnitt eines solchen röhrchenförmigen Regelkondensators gezeigt. Das rohrförmige keramische Dielektrikum a, zweckmäßigerweise mit hohem Titandioxydgehalt, trägt auf der Innenoberfläche die Belegung b und auf der Außenoberfläche die Belegung c, von denen jede mit der zugehörigen Anschlußklappe, d, e in Verbindung steht. Um den rohrförmigen Kondensatorkörper a ist nun unter Zwischenschaltung der elektrisch isolierenden Lage f aus Glimmer oder Isolierlack die Heizwicklung g aufgewickelt, die in den Anschlüssen h, i endet, welche ebenso wie die Stromzuführungen k, L zu den Belegungen des Kondensators auf einer isolierenden Trägerplatte r, beispielsweise aus einer verlustarmen Keramik, festgenietet sind. Schickt man nun einen Heizstrom durch den Heizkörper g, so erwärmt dieser den Kondensator und ruft dadurch eine Kapazitätsänderung hervor. Die Zeitkonstante für die Einstellung des Kondensators auf den neuen Heizwert betrug bei den untersuchten Kondensatoren 0,5 bis i Minute.
  • Es ist nun möglich, diese Zeitkonstante durch Wahl anderer Baustoffe oder durch andere Anordnungen der zusammenarbeitenden Teile in weitem Maße zu verändern, so daß auch dieser Wert dem jeweiligen Verwendungszweck gut a.ngepaßt werden. kann.
  • Eine Möglichkeit, die Zeitkonstante des Kondensators zu ändern, besteht darin, den Kondensator aus möglichst kleinen Einzelelementen mit großer Wärmeableitung durch Oberfläche und/oder Halterung, die parallel geschaltet werden, herzustellen und jedes einzelne Element mit einer selbständigen Heizung zu versehen. Dadurch wird eine schnellere Durchwärmung bzw. Abkühlung der einzelnen Einheiten erreicht und somit eine schnellere Einstellung des Kapazitätswertes bei der betreffenden Heizleistung erzielt.
  • Als Material für den zweiten Kondensator kann ebenfalls Keramik gewählt werden.
  • Bringt man zwei Kondensatoren mit gleichem Temperaturkoeffizienten in einer Schaltung (z. B. Brückenschaltung) an, so lösen die durch die Umgebungstemperatur bewirkten gleichartigen Kapazitätsänderungen keine Wirkungen aus. Die Heizung aber wirkt nur auf den einen Kondensator (oder auf beide in entgegengesetztem Sinne) und steuert auf diese Weise die gewünschten Wirkungen (z. B. den Brückenabgleich).
  • In Fig. 3 und 4 ist in Seitenansicht und Aufsicht ein anderes Ausführungsbeispiel des gemäß der Erfindung zu beheizenden Kondensators dargestellt, welches aus zwei Kondensatorplatten m, 7a mit den Belegungen besteht. Zwischen den Kondensatorplatten m, n ist das Heizelement o vorgesehen, das beide Platten beheizt. Die Haltebolzen p, q dienen gleichzeitig als Stromleiter zur Parallelschaltung der beiden Platten.
  • Zur Verbesserung der elektrischen Trennung von Kondensator und Heizkörper kann die Wärmeübertragung auch über einen größeren Zwischenraum durch Strahlung erfolgen.
  • Die Kondensatoranordnung nach der Erfindung ist überall dort anwendbar, wo verhältnismäßig kleine Verstimmungen in einfacher Weise elektrisch gesteuert werden sollen, wie es z. B. bei Sendern und Empfängern der drahtlosen Nachrichtentechnik mit automatischer Frequenzregelung oder bei deren Fernabstimmung der Fall ist. Auch zur automatisehen Scharfabstimmung bei Sendern und Empfängern, zur Bandbreitenregelung bei Brückenfiltern u. dgl. ist die Anordnung gemäß der Erfindung anwendbar. Schließlich kann sie auch in einer Wechselstrombrücke benutzt werden, die für einen Thermostaten großer Genauigkeit verwendet wird.
  • DieAnordnung gemäß derErfindungkann.jedoch auch bei jeder anderen Schaltanordnung oder Einrichtung, bei der die Regelung durch verhältnismäßig keine Änderungen einer Kapazitätsgröße vorgenommen wird, benutzt werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. In ihrer Kapazität veränderbare, von der Außentemperatur annähernd unabhängige Kondensatoranordnung mit einem möglichst wenig temperaturabhängigen Verlustwinkel des festen Dielektrikums, bestehend aus der Zusammenschaltung eines _ veränderbaren Kondensators mit einem weiteren Kondensator mit temperaturabhängiger Dielektrizitätskonstante des Dielektrikums, dadurch gekennzeichnet, daß der veränderbare Kondensator ein Dielektrikum mit großem Temperaturkoeffizienten der Dielektrizitätskonstante besitzt und sein Dielektrikum ge: geniiber dem des weiteren Kondensators durch eine Heizvorrichtung in veränderbarem Maße erwärmbar ist.
  2. 2. Kondensatoranordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Dielektriken der Kondensatoren aus keramischem Werkstoff bestehen.
  3. 3. Kondensatoranordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Dielektrikum des zu beheizenden Kondensators aus rutilhaltigem keramischem Werkstoff besteht.
  4. 4. Kondensatoranordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Heizkörper und Kondensatorkörper eine elektrisch wirksame Isolationsschicht angeordnet ist.
  5. 5. Kondensatoranordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis ,4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Heizkörper und Kondensato@rkörper eine Abschirmbelegung angeordnet ist.
  6. 6. Kondensatoranordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenbelag des Kondensators durch Anschaltung an Nullpotential als Abschirmung dient.
  7. 7. Kondensatoranordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbesserung der elektrischen Trennung von Kondensator- und Heizkörper die Wärmeübertragung über einen größeren Zwischenraum durch Strahlung erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 549 o67, 586 528, 592 768, 61.a.182; französische Patentschriften Nr. 76o 588, 784 930 827632;
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