DE976002C - Anordnung zum Bremsen und Anfahren von elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeugen - Google Patents

Anordnung zum Bremsen und Anfahren von elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeugen

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DE976002C
DE976002C DEK8750A DEK0008750A DE976002C DE 976002 C DE976002 C DE 976002C DE K8750 A DEK8750 A DE K8750A DE K0008750 A DEK0008750 A DE K0008750A DE 976002 C DE976002 C DE 976002C
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DE
Germany
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switching device
brake
braking
crank
excitation
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Expired
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DEK8750A
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English (en)
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Paul Falder
Hermann Dipl-Ing Hempel
Herbert Dr-Ing Reinfeld
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KIEPE THEODOR ELEKTROTECHNISCHE FABRIK
Original Assignee
KIEPE THEODOR ELEKTROTECHNISCHE FABRIK
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L3/00Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption
    • B60L3/10Indicating wheel slip ; Correction of wheel slip
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P5/00Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors
    • H02P5/68Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors controlling two or more DC dynamo-electric motors
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L2200/00Type of vehicles
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Description

  • Anordnung zum Bremsen und Anfahren von elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeugen Bei Schienenfahrzeugen. insbesondere bei eIcktrischen Bahnen, besteht die Gefahr. (laß bei zu starkem Bremsen oder bei zu raschem -,#,lifahreii die Räder auf den Schienen schlüpfen. Dabei tritt an die Stelle der Haftreibung die Schlupfreibung, ],ei der die Reibungszahl wesentlich geringer ist, so daß beim Bremsen die Bremswirkung sehr stark vermindert wird und das Fahrzeug sich über eine Strecke weiterbewegt, die wesentlich länger als der normale Bremsweg ist, während beim Anfahren die Räder durchrutschen und ein## stark verminderte Beschleunigung des Fahrzeugs erzielt wird. Die Erfindung betrifft eine Anordnung, durch die beitri Bremsen und Anfahren von elektrisch angetrieb#enen Schienenfahrzeugen mit zwei oder mehr durch eine gemeinsame, unmittelbar durch Körperkraft bediente Schaltvorrichtung gesteuerten Antriebsinotoren ein zu starkes Bremsen oder zu rasches Anfahren dadurch verhindert wird, daß durch die bei unterschiedlicher Drehzahl der Antriebsinotoren auftretende unterschiedliche Stromabgabe bzw. Stromaufnahrne der Motoren die Betätigung der Schaltvorrichtung beeinflußt wird.
  • Es ist bekannt, zur Vermeidung des Überbremsens elektrischer Triebfahrzeuge die beim Eintreten des Schlüpfens auftretende Spannungsdifferenz zweier Antriebsmotoren dazu zu verwenden, die Schaltvorrichtung zu verriegeln, wobei die Verriegelung wieder aufgehoben wird, wenn die Drehzahldifferenz und damit die Spannungsdifferenz zwischen den beiden Antriebsmotoren verschwindet. Es ist ferner bekannt, bei den Fahrpedalen von 0,berleitungsomnibussen eine Wirbelstrombremse vorzusehen, die einem zu raschen Durchtreten des Pedals entgegen-,virkt.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bei einer Anordnung zum Bremsen und Anfahren von elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeugen eine besonders günstige Wirkung dadurch erreicht, daß durch die unterschiedliche Stromabgabe bzw. Stromaufnahme der Antriebsmotoren eine auf die Schaltvorrichtung elektroniagnetisch wirkende mechanische Bremse unmittelbar betätigt wird.
  • Die Erfindung beruht auf folgender Überlegung: Bei derartigen elektrisch betriebenen Schienenfahrzeugen hat der Fahrer in der Regel eine sogenannte Fahrkurbel zu bedienen, mit der er über eine Schaltwalze die einzelnen Fahrstufen bzw. Bremsstufen nacheinander einschalten kann. Es ist nun bekannt, daß insbesondere bei einem unerwarteten .Notbremsvorgang der Fahrer häufig die Fahrkurbel durchreißt und die einzelnen Bremsstufen zu schnell nacheinander schaltet. Dasselbe kann auch beiin Anfahren der Fall sein. Insbesondere bei einem zu schnellen Bremsen tritt leicht ein Schlüp- fen der Räder gegenüber den Schienen auf. Dadurch wird die gesamte Bremswirkung außerordentlich stark herabgesetzt, was wiederum Unglücks-fälle zur Folge haben kann. Neuere Forschungen (vgl. F. S ch wen d, »Verkehr und Technik«, 1948, S. 141 bis 146) haben ergeben, daß beim Übergang von der rein rollenden Reibung zwischen Schiene und Rad zur Schlupfreibung der Haftreibungsbeiwert sich zunächst nicht unwesentlich erhöht. In Fig. i ist eine Kurve, welche den Haftreibungsbeiwert zwischen Rad und Schiene in Abhängigkeit vom Schlupf zwischen Rad und Schiene darstellt, wiedergegeben (vgl. F. Schwend, »Verkehr und Technik«, 1948, S. 143, Bild 5). In der Kurve ist die Größe des Schlupf es in km/h, der Haftreibungsbeiwert in Prozenten angegeben, wobei der Haftreibungsbeiwert der rein rollenden Reibung mit ioo,% bezeichnet ist. Die Kurve zeigt, daß sich der Haftreibungsheiwert bis zu einem Schlupf von etwa 3,5 km/h beträchtlich erhöht, und zwar um ->5 bis 3011/o des Haftreibungsbeiwertes bei rollender Reibung. Bei Überschreiten dieses Schlupfes von 3,5 km/h sinkt dann der Haftreibungsbeiwert wieder ab, wobei er bis zu einem Wert von etwa 7km/h noch über dein Haftreibungsbeiwert bei rein rollender Reibung bleibt, bei weiter zunehmendem Schlupf aber stark unter diesen Wert absinkt. Es ist also erforderlich, den Schlupf beim Bremsen und Anfahren mö glichst nicht größer als 3,5 kmt,h werden zu lassen. Denn bei einer Vergrößerung des Schlupfes auf etwa 7 km/h nimmt der Reibwert wieder bis auf iooll/o der rollenden Reibung und darül>er hinaus sehr schnell ab, so daß die Bremswirkung des Triebfahrzeuges mehr oder weniger in Frage gestellt ist.
  • Es ist bekannt, daß infolge der erhöhten Schwer punktlage der Fahrzeuge beim Anfahren bzw. bei Beschleunigug des Triebfahrzeuges eine Entlastung der Vorderachse und eine zusätzliche Belastung der Hinterachse eintritt. Andererseits findet beim Bremsen eine zusätzliche Belastung der Vorderachse unter gleichzeitiger Entlastung der Hinterachse des Fahrzeuges statt. Infolge dieser unterschiedlichen Achsdrücke tritt sowohl beim Bremsen als auch beim Anfahren ein unterschiedlicher Schlupf auf, der bei den entlasteten Rädern größer ist als bei den zusätzlich belasteten Rädern. Da nun bei den meisten elektrisch betriebenen Schienenfahrzeugen sowohl die Vorderachse als auch die Hinterachse durch je einen Antriebsmotor angetrieben wird, wird beim Anfahren jeweils derjenige Antriebsmotor die größere Stromaufnahme aufweisen, dessen zugeordnete Achse den kleineren oder gar keinen Schlupf aufweist. In analoger Weise wird beim Bremsen derjenige Antriebsmotor eine größere Spannung bzw. Strornabgabe erzielen, dessen zugeordnete Achse den kleineren oder gar keinen Schlupf gegenüber der Schiene aufweist.
  • Aus diesen Überlegungen ergibt sieh, daß der beste Haftreibungsbeiwert erzielt wird, wenn der Fahrschalter jeweils in einer Lage festgehalten wird, die etwa dein Punkt a, in Fig. i entspricht. Wird nun gmäß der Erfindung eine von der unterschiedlichen Stromabgabe bzw. Stroniaufnahrne der Antriebsmotoren beeinflußte, auf die Schaltvorrichtung wirkende Bremse vorgesehen, so wird dadurch erreicht, daß sowohl beim Bremsen als auch beim Anfahren die weitere Betätigung der Fahrkurbel mehr und mehr erschwert wird, je größer die Differenz des Schlupfes der vorderen und hinteren Achse wird. Auf diese Weise wird das zu rasche Durchdrehen der Fahrkurbel beim Anfahren bzw. beim Breinsen verhindert und der Fahrer gezwungen, die Fahrkurbel jeweils so lange in der erreichten Stellung, bei der die günstigste Brernswirkung bzw. die günstigste. Beschleunigung erziMt wird, zu belassen, bis die unterschiedliche Stro.inaufnahme bzw. Stromabgabe der beiden Antriel)smotoren sich so weit ausgeglichen hat, daß die Bremswirkung an der Schaltvorrichtung nachläßt und die Fahrkurbel wieder eine oder mehrere. Stufen weitergedreht werden kann. Sofern dabei kein neuer Schlupf auftritt, läßt sich die Fahrkurbel wie üblich weiterdrehen. Sobald aber die Fährkurbel weiterhin zu schnell gedreht wird, tritt erneut ein Schlupf und damit eine Bremswirkung an der Schaltvorrichtung auf, welche die Fahrkurbel festhält.
  • Die Erregerwicklung der auf die Achse des Fahrschalters einwirkenden elektromagnetischen Bremse kann gemäß der weiteren Erfindung zwei getrennte Wicklungen aufweisen, von denen die eine in dem Hauptstromkreis des einen Antriebsmotors, die andere in dem Hauptstromkreis des anderen Alttriebsmotors derart angeordnet ist, daß jede der beiden getrennten Erregerwicklungen jeweils zwi-#,chen dem Anker und der zugeordneten Hauptwicklung der Felderregung der Antriebsmotoren liegt. In diesem letzteren Falle sind die beiden getrennten Erregerwicklungen der Bremse für die Achse des Fahrschalters derart angeordnet, daß ihre Felder gegeneinandergerichtet sind. Ein Gleichgewicht in den beiden Stromkreisen der beiden Antriebsmotoren ist nur dann vorhanden, wenn beide Motoren sich mit gleicher Umdrehungsgeschwindigkeit drehen. Dreht sich infolge NTacheilens einer dieser be',den Achsen der eine oder andere -.,'vlotor schnel-Icr, so wird das elektrische Gleichgewicht in den -#U)torstromkreisen gestört, so daß sich zwischen den sollst bei normalem Betrieb neutralen Punkten der beiden Stromkreise eine Potentialdifferenz ergibt, die die Wicklung der elektromagnetischen Bremse für die Achse der Fahrkurbel erregt. .
  • Zur Angleichung der Erregerwicklung der auf ZD die Achse der Fahrkurbel einwirkenden elektroina,gnetischen Bremse kann diese Wicklung all ihren beiden Enden mehrere Anzapfungen aufweisen, die ."vi-nmetriscil zu der Mittelanzapfung angeordnet sind.
  • Gemäß der weiteren Erfindung kann zwischen der Fahrkurbel und der Achse der Schaltwalze ein elastisches Glied, z. B. eine Torsionsfeder, derartig aligeordnet sein, daß der Fahrer zwar die Fahrkurbel bis in ihre Endstellung durchreißen kann, ohne daß aber die Achse der Fahrwalze bzw. l')reiii.swalze selbst diese Drehung gleichzeitig mit gleicher Geschwindigkeit mitmacht. Dabei wird die Torsionsfeder entsprechend vorgespanlit und ver-.#ticht von sich aus den Fahrschalter ebenfalls in die durch die Stellun- der Fahrkurbel Ix--diligte Stelh lun- nachzudrehen. Auch in diesem Fall wird also die Schaltvorrichtung durch die Bremse in der Stellun-, in der die günstigste Bremsung bzw. die größte Beschleunigung erzielt wird, festgehalten, - 121 und es ist ein zu schnelles Durchdrehen der Schaltwalze über die einzelnen Fahr- bzw. Bremsstufen hinweg verhindert. Die Torsionsfeder wirkt (labei zusammen mit der auf die Schaltvorrichtun-NI. irkenden Bremse als selbsttätige Nachlaufsteueder Schaltwalze, bis diese die durch die Fahrkurbel bezeichnete Fahr- bzw. Bremsstufe erreicht. i1,usführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung sind in den Fig. 2 bis 7 dargestellt.
  • Fig.:2 zeigt eine Fahrkurbel mit starrer Schaltachse und mit Bremse; Fig. 3 zeigt eine Fahrkurbel mit zwischellgeschalteter Torsionsfeder und Bremse; Fi-. 4 bis 7 zeigen verschiedene Schaltungsanordnungen zur Betätigung der auf die Fahrkurbel wirkenden Bremse.
  • In Fig. :2 ist schematisch ein Fahrschalter darfrestellt, der aus der Fahrkurbel 5, der Schaltwalze 6 und einer ferromagnetischen Bremsplatte 7 und einer Erregerwicklung 8 für den Bremsmagneteil b-zstelit. Sobald der Brernsinagnet 8 in irgendeiner Weise elektrisch erregt wird, findet nach Art der an sich bekannten elektromaglietischen Bremse ein Festhalten der Achse des Fahrschalters 6 statt, so dali dieser nicht weitergedreht werden kann. Besonders zweckmäßig ist hierfür die Verwendung von so.-enannten elektroniagnetischen Flüssigkeitsbrenisen, bei denen zwischen dem feststehenden und Clern, sieh drehenden Teil der Bremse eine kolloidale Suspension von feinem Eisenpulver in einer neutralen, relativ zähen Flüssigkeit, z. B. Öl, vorhanden ist. Bei Erregung dieser elektromaglietischen Flüssigkeitsb#remse erstarrt diese Suspension zu einer festen Masse und hält die Achse des Fahrschalters 6 in der jeweiligen Stellung so lange fest, bis die Erregung dieser Feldspule 8 aufhört.
  • Gemäß Fig. 3 ist zwischen der Fahrkurb#el 5 und der Achse 6 der Schaltwalze eine Torsionsfeder 9 zwischengeschaltet. Nunmehr kann der Fahrer die Fahrkurbel 5 bis in ihre äußerste Endstellung durchreißen, ohne daß sich eine falsche Bedienundes Fahrschalters ergibt. Durch die Drehung der Fahrkurbel 5 wird die Torsionsfeder 9 derart vorgespannt, daß sie bemüht ist, die Schaltwalze 6, des Fahrschalters in die.durch die jeweilige Stellung der Fahrkurbel gegebene Lage nachzudrehen. Würde bei dieser Nachlaufsteuerung der Schaltwalze 6 sich eine zu schnelle Drehung ergeben, so würde, wie bereits weiter oben dargelegt, beim Einsetzen des Schlupfes der einen oder der anderen Achse der Bremsmagnet 8 für die Schaltwalze erregt werden und diese vorübergehend. in den einzellien Fahrstufen bzw. Brernsstufen festgehalten.
  • In den Breinsschaltbildern der Fig. 4 bis 7 sind verschiedene Möglichkeiten zur Erregung des Breinsmagneten. 8 für die Schaltwalze 6 gezeigt. Der Einfachheit halber ist für alle Fig. 4 bis 7 allgenommen, daß der Fahrschalter in eine der Bremsstufen gedreht worden ist zwecks Einleitung des Breinsvorgaliges. Hierbei sind die in verkreuzter Schaltung gezeigten Antriebsmotoren io und i i als Hauptstrominotoren ausgebildet, die die Felderregerwicklungen 12 und 13 aufweisen. Die Antriebsmotoren io und ii sind über den regelbaren Bremswiderstand 17 kurzgeschlosseii. Zwischen den normalerweise, d. h. ])ei gleicher Urnfangsgeschwindigkeit der Vorder- und Hinterachsen, neutralen Punkten zwischen den Ankern und den zugeordlieten Hauptstromwicklungen 12, 13 ist eine Spule 14 eingeschaltet, weiche die Erregerspule 8 der Bremse für den Fahrschalter darstellt. Dreht sich nun beim Anfahren oder beim Bremsen die eine, Achse schneller als die andere, so drehen sieh auch die damit mechanisch gekuppelteli Anker i o und i i der Motoren ebenfalls unterschiedlich. Infolgedessen ergibt sich in dem einen Motorstromkreis ein höherer Strom als in dem anderen, so daß an den Enden der Spule 14 sich eine Spannungsdifferenz ergibt, durch die die Spule 1-4 erregt wird, In Fig. 3 ist diese Spule 14, welche die Erregerspule 8 für den Breinsmagneten, des Fahrschalters darstellt, aufgeteilt in zwei gleich große Spulenhälften 14 a und 14 b, von denen eine in dem Stromkreis des Motors io und die andere in dem Stromkreis des Motors ii liegt. Beide Spulen sind so geschaltet, daß die von ihnen erzeugten Felder einander critgegengesetzt sind. Kommt nun infolge Schlupfes der einen Achse der eine Antriebsniotor auf eine größere Drehzahl, so wird das elektromagnetische Gleichgewicht gestört und ein elektrornaciietisches Feld erzeugt, das nun zur Abbrenisung der Achse des Fahrschalters 6 verwendet werden "-Iaiin.
  • Uni diese Spule 14 den jeweiligen Betriebsverhältnisstn anpassen zu können, kann sie, wie in Fi,- 7 dargestellt, an ihren beiden Enden noch mellrere Anzapfungen aufweisen, die jeweils symmetrisch zur Mittenanzapfung dieser Spule angeordnet sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCIIE: i. Anordnung zum Bremsen und Anfahren von elektrisch angetriebenen Schielletifahrzeugen rilit zwei oder mehr durch eine gemeinsame, unmittelbar durch Körpezkraft bediente Schalt-#,orrichtung gesteuerten Antriehsmotoren, bei der die Betätigung der Schaltvorrichtung durch t' ZD die bei unterschiedlicher Drehzahl der Antriebsniotoren auftretende unterschiedliche Stromabgabe bzw. -aufnahrne der Motoren beeinflußt wird, dadurch -ekennzeichnet, dagi durch die unterschiedliche Stroniabgabe bzw. Stromaufnahnie der 2##,lotoreii eine auf die Schaltvorrichtung elektrornagnetisch wirkende mechanische lAremse unmittelbar betätigt wird. :2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch ge- kennzeichnet, daß die Erregerwicklung (14) der auf die Schaltvorrichtung einwirkenden elektro-.nagnetibchen Bremse an diejenigen Ankerklenimen der beiden in verkrttizter Breinsbchaltung angeordneten Reihen- oder Verbundniotoren (io, ii) angeschaltet ibt, die init den zugeordrieten Hauptstromwicklungen (1:2, 13) der Felderregung für die Motoren unmittelbar verbunden sind. 3. Anordnung nach Anspruch i. dadurch be kennzeichnet daß die Erregerwicklung (14) der auf die Schaltvorrichtun,- wirkenden elektromagnetischen Bremse (7, 8) zwei getrennte Wicklungen (14(1, 141;) aufweist, von denen die eine (14a) in den Hauptstromkreis des einen Fahrmotürs (ii'). die andere (i4b in den Hauptstromkreis des anderen FalirinGtors (I0) derart angeordnet sind. daß Jede der beiden ge- trennten Erregerwicklungen jeweils zwischen dein tind der zugeordneten Hauptwick-Itiii- der Felderrugung des Antriebsiriotors liegt. z# 4. Anordnung nach AiibprUch 3, dadurch gekeinizeichliet, daß die Felder der beiden ge-'#r(!iinteli Erregürwicklungen (14a, 14b) der an; die Schaltvorrichtung wirkenden Brerfise gegeneinander- ,gerichtet sind. j. Anordnung nach einem der Ansprüche i his 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischeii dem Betätigungsorgan, 7. B. der Fahrkurbel (5), und dem Steuer.,chaltgerät, z. B, der Achse der Schaltwalze (6), ein elastisches Glied, Z. B. eine Torsionsfeder (9), derart angeordnet ist, dali die Schaltwalze (6) unabhängig von der Stel-Irin- der Fahrkurbel durch die auf die Schaltvorrichtung wirkende Bremse festgehalten werden kann. In -Betracht gezogene. Dru--1,#"clii7ifteii : Deutsche Patent."clirifteii Nr.366()7:2, 338241, 598673, 156o28-, -ETZ, 6o (1939), S. 313; Bulletin deb Schweizeriselicii Elektrotechnischen Verein.'- 37 (ig-[6#), S. 67 ff. z Elektrische Bahnen. I 1 (1935), S. 175; Zeitschrift »Verkehr und Technik«, ic)4,S, S. 141 ff .
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE156028C (de) *
DE338241C (de) * 1919-05-20 1921-06-15 Bbc Brown Boveri & Cie Schutzeinrichtung gegen das Schleudern von in Reihenparallelschaltung arbeitenden Bahnmotoren
DE366972C (de) * 1923-01-15 Gottlieb Meyfarth Einrichtung zum Unterdruecken des Schleuderns der mechanisch ungekuppelten Triebachsen bei elektrischen Fahrzeugen
DE598673C (de) * 1933-03-01 1934-06-15 Bbc Brown Boveri & Cie Einrichtung zur Verhinderung des Gleitens der Raeder eines elektrischen Triebfahrzeuges beim Bremsen

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