DE97598C - - Google Patents

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DE97598C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C3/00Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/05Tenters or driers for fabrics with diagonal displacement

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Von gewissen baumwollenen und leinenen Geweben verlangt man eine ziemlich feste Appretur, daneben jedoch eine gewisse Elasticität, welche darin besteht, dafs die Fäden von Kette und Schufs sich in diagonaler Richtung etwas verschieben lassen. Diese Elasticität wird, dadurch erzeugt, dafs die beiden Kettenführungen der Räummaschine wahrend des Trockenprocesses entgegengesetzt gerichtete, alternirend hin- und hergehende Bewegungen erhalten und somit beständig den Winkel, unter welchem die Kettenfäden des Schusses kreuzen, verändern. Hierdurch wird die Appretur auf den freiliegenden Fäden nicht beeinträchtigt, dagegen an den Kreuzungen ein Zusammenbacken der Fäden verhütet, und der Erfolg ist, dafs die Waare den Eindruck stark appretirter Waare macht und dennoch die oben gekennzeichnete Elasticität besitzt.
Zur Erreichung dieses Zwecks hat man früher die beiden Ketten der Spannmaschine in ihrem ganzen Lauf in changirende Bewegung versetzt. Dies bietet aber den grofsen Mifsstand, dafs die Einführung der nassen und das Abziehen der trockenen Waare sehr schwierig ist und nur von ganz besonders geübten Arbeitern ausgeführt werden kann. Aufserdem aber kommt selbst bei geübten Arbeitern häufig eine unregelmäfsige Einführung der Waare vor, wodurch leicht ein Verschieben des Schusses veranlafst wird.
Nach der Patentschrift Nr. 90383 hat man nun diesen Mifsstand dadurch zu beseitigen versucht, dafs ein Theil des Oberlaufes der beiden Spannketten über ein aus Führungsrollen gebildetes Parallelogramm geführt wird.
Hierbei sind die Führungsrollen in schwingenden Hebeln gelagert, welche um ihren Drehpunkt einen Kreisbogen beschreiben und dadurch ein stetes Wechseln der Höhenlage mit der gegenüberliegenden entsprechenden Kettenrolle bewirken, so dafs die Waarenbahn eine stetig schwankende Verticalbewegung ausführt und ein wechselndes Verziehen der Waare hervorgerufen wird. Ein solches Verziehen wirkt aber für viele Waaren höchst nachtheilig und beeinträchtigt deren Haltbarkeit. Aufserdem aber ist bei derartigen Vorrichtungen der Waarenlauf nicht übersichtlich und zugänglich, was namentlich im changirenden Felde unbedingt erforderlich ist.
Um nun alle bisherigen Mifsstände zu beseitigen, betrifft vorliegende Erfindung eine Maschine mit nur in den Trockenfeldern changirenden Ketten, welche zwischen dem Einlafs- bezw. Auslafsfeld und den Trockenfeldern schleifenartig abgelenkt und über elastisch gelagerte Rollen geführt werden.
. Eine derartige Maschine ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt worden.
Fig. ι zeigt die Maschine in der Ansicht;
Fig. 2 ist der Grundrifs und
Fig. 3 eine Endansicht;
Fig. 4 zeigt das Schema für Maschinen mit einer Gewebebahn;
Fig. 5 zeigt das Schema für Maschinen mit rückkehrendem Lauf der Waaren.
Die Abtheilung 1 hat wie bei gewöhnlichen Spannmaschinen feste Kettenführungen und die Bestimmung, die ihr durch die Bedienungsmannschaften continuirlich 'zugeführte Waare auf das gewünschte" Breitenmafs zu bringen.
(2. Auflage, ausgegeben am 14. Juli i
Die Abtheilung 2 besitzt zwei Kettenführungen, welche auf den um eine lothrechte Achse hin- und herschwingenden Traversen tt drehbar gelagert sind und von dem Antriebszahnrade ζ aus mittelst Kurbelzapfen und an beiden Enden mit Universalgelenken versehener Zugstange s in der Horizontalebene hin- und hergehende, entgegengesetzt gerichtete Bewegungen erhalten.
Die hierbei sich von selbst ergebende Parallelverschiebung der Führungswände ist nöthig, um der sich gleichbleibenden Länge der Schufsfäden Rechnung zu tragen.
Die Abtheilung 2 enthält auch die Hülfsmittel zum Trocknen, welche entweder in unter der Waare liegenden Heizrohren oder in einem warmen Luftstrom oder dergl. bestehen kann.
Die Abtheilung % endlich nimmt die fertige Waare auf. Die Kettenführungen derselben befinden sich wieder in der Ruhelage, so dafs die Waare am hinteren Ende ohne Abstand aufgewickelt und abgenommen werden kann.
Der Antrieb der Maschine erfolgt in geeigneter Weise durch Stufenscheibe und Zahnrädervorgelege auf die Kettenrollenachse k'2, von welcher eventuell auch die in der Abtheilung ι liegende Achse kl betrieben werden kann, falls sich dieses unter Umständen als nöthig oder wünschenswerth herausstellt.
Um die Kette von der festen auf die bewegliche Abtheilung, also von 1 auf 2, oder umgekehrt, also von 2 auf 3, führen zu können, sind dieselben an den Uebergangsstellen schleifenförmig nach unten gezogen und um die mittelst Gleitlager und Federspannung elastisch gelagerten Kettenrollen u1 und u2 geführt.
Während der Kettentheil η in Ruhe bleibt, nimmt der mit m bezeichnete eine schaukelnde Bewegung an. Da die Kettenführungen der Abtheilung 2 eine Bewegung in horizontaler. Ebene ausführen, so würde die Kettenspannung in der Schleife stets variiren, wenn die Umkehrrollen ul und w2 nicht elastisch gelagert wären.
Zur Unterstützung der Waare an den Kettenbeugungsstellen kl k'2 ti1 M2, sowie r1 r1 r2 r2 dienen Trommeln, welche in den ersten beiden Fällen aus ausziehbaren und zusammenschiebbaren Röhren oder Lattentrommeln bestehen. Zwischen den Rollen rV1 und r2r2 würden jedoch derartige Trommeln eine Verschiebung der Kettenfäden der Waare herbeiführen. Aus diesem Grunde sind hier einzelne, in einander passende Rohrstäbe von möglichst kleinem Durchmesser angeordnet, welche durch Kugellager bezw. -zapfen mit den Kettenrollen r verbunden sind.
Während die Fig. 1 bis 5 die Maschine mit nur einer Gewebebahn darstellen, soll Fig. 5 die Durchführung für Maschinen mit rückkehrendem Laufe der Waaren veranschaulichen.
Hier fallen die Abtheilungen 1 und 2 in einer Ebene, die oberen Ketten sind mittelst Schleifen nach oben, die unteren rückkehrenden in derselben Weise nach unten abgelenkt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Kettenspannmaschine für Gewebe mit Diagonalverschiebung zwischen Einlafs- und Auslafsfeld, dadurch gekennzeichnet, dafs zwecks möglichster Schonung des Gewebes beim Verziehen desselben dieses Verziehen in der gleichen Ebene erfolgt, in welcher Einlafs- und Auslafsfeld liegen (einfacher Waarenlauf) oder sich je eines derselben befindet (Waarenrücklauf) und zu diesem Zwecke die Ueberführung der Ketten von dem einen Feld zum anderen durch Schleifenablenkungen mit elastisch gelagerten Leitwalzen 1 u2) bewirkt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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