DE97490C - - Google Patents

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DE97490C
DE97490C DENDAT97490D DE97490DA DE97490C DE 97490 C DE97490 C DE 97490C DE NDAT97490 D DENDAT97490 D DE NDAT97490D DE 97490D A DE97490D A DE 97490DA DE 97490 C DE97490 C DE 97490C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/02Axminster looms, i.e. wherein pile tufts are inserted during weaving

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

KAISERLICHES
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Florgewebe, welches im wesentlichen darin besteht, dafs man die Kettenfäden gegen einander verdreht und während dieses Verdrehens die Florfaden gerade einführt, so dafs dieselben von den Kettenfäden festgehalten werden. Es wird hierdurch eine äufserst einfache Bindung und eine bedeutende Ersparnifs an Flormaterial erzielt.
Um eine noch bessere Bindung zu erzielen, nimmt man noch einen Füllfaden zu Hülfe, in welchem Falle dann die Florfaden zwischen den Kettenfäden und dem Füllfaden festgehalten werden.
Beiliegende Zeichnungen stellen das neue Florgewebe dar und veranschaulichen die Art und Weise der Herstellung desselben.
Fig. ι zeigt schematisch ein Florgewebe, bei welchem die Florfäden zwischen den beiden Kettenfäden und dem Schufsfaden festgehalten werden, in Seitensicht, . ■
Fig. 2 dasselbe im Grundrifs.
Fig. 3 zeigt schematisch ein Florgewebe, bei welchem die Florfäden durch die beiden Kettenfäden und den Füllfaden festgehalten werden, in Seitenansicht,
Fig. 4 dasselbe im Grundrifs.
Fig. 5 zeigt schematisch eine Vorrichtung, welche vortheilhaft zur Herstellung des Gewebes verwendet wird, in Seitenansicht.;.
Fig. 6 stellt eine bei dieser Maschine zur Verwendung kommende Daumenscheibe in Seitenansicht dar.
Fig. 7 bis 12 veranschaulichen die verschiedenen Stadien' bei Herstellung eines Gewebes gemäfs Fig. 3 und 4.
A, B und C sind die Kettenfäden. Die Fäden A und B mögen die Bindekettenfäden, die Fäden C, welche dem Gewebe lediglich als Grundlage dienen, die Füllkettenfäden genannt werden. D sind die Florfäden und E die Schufsfaden.
Die Befestigung der Florfäden D im Gewebe kann auf zweifache Weise bewirkt werden. Entweder man verdreht die Bindekettenfäden A und B um i8o° gegen einander, setzt dann die Schufsfaden E und die Florfäden D ein und dreht dann die Kettenfäden A und B wieder zurück (Fig. 1 und 2), oder man verdreht zunächst die Kettenfäden A und B um i8o°, schiefst den Schufsfaden E ein, rückt den Füllkettenfaden C bei Seite, um Platz für den Florfaden zu machen, verdreht die Kettenfäden A und B um weitere i8o° und setzt dann den Florfaden D ein, worauf die Kettenfäden A und B wieder zurückgedreht werden, so dafs der Florfaden D zwischen den drei Kettenfäden A, B und C eingeschlossen ist (Fig. 3 und 4).
Bei der ersten Herstellungsart kann der Füllkettenfaden C auch mit eingebunden werden, doch dient derselbe .dann nur zur Verstärkung des Gewebes j nicht aber zum Festhalten der Florfaden, wie auch aus Fig. 2 ersichtlich ist.
Zur Herstellung der neuen Gewebe verwendet man vortheilhaft 'die in Fig. 5 veranschaulichte Vorrichtung. In dieser Figur be-

Claims (2)

zeichnet W den Kettenbaum, L die Lade, R den Rietkamm. F sind Scheiben, deren Peripherie mit Zähnen versehen ist und die durch mit Zahnstangen IJ versehene Stangen G H nach der einen oder anderen Richtung gedreht werden können. Die Stangen G und H stehen durch Stangen O und P mit den Enden eines bei N drehbar angeordneten Hebels Ai1 in Verbindung, der mittelst eines ebenfalls auf dem Drehzapfen IV sitzenden und durch eine Daumenscheibe V . bethätigten Hebels M gedreht werden kann. Die Scheiben F sind mit diametral. einander gegenüberliegenden Löchern S T versehen, durch welche die Kettenfäden A und B hindurchgeführt werden. Die Scheiben F dienen sowohl zur Fachbildung, als zur Verdrehung der Kettenfäden A und B gegen einander um i8o° oder 3600. Sollen die Scheiben eine ganze Umdrehung machen, so verwendet man die Daumenscheibe F; sollen sie aber nur eine halbe Umdrehung machen, so verwendet man die in Fig. 6 dargestellte Daumenscheibe F1. Die Daumenscheiben V und V1 können den Hebel M nur nach einer Richtung hin bewegen; es ist deshalb eine Feder U vorgesehen, welche den Hebel und die damit verbundenen Theile in ihre ursprünglichen Stellungen zurückbringt. Nachstehend möge beispielsweise die Herstellung des in Fig. 3 und.4 dargestellten Gewebes erläutert werden. Angenommen, die einzelnen Theile der Vorrichtung befänden sich in der in Fig. 7 veranschaulichten Stellung,-und es sei gerade ein Florfaden D zwischen die Kettenfäden A, B und C eingesetzt worden. Es wird nun zunächst unter Vermittelung der Daumenscheibe V die Scheibe um 90° gedreht, so dafs die Kettenfäden A und -B die in Fig. 8 veranschaulichte Lage einnehmen. Bei der Weiterdrehung der Scheibe F werden dann die Kettenfäden A und B um i8o° gegen einander verdreht (Fig. 9). Der Schufsfaden E wird nunmehr eingeschossen und durch das Riet R in seine richtige Lage im Gewebe gebracht (Fig. 10). Dann tritt ein Arm A1 in Thätigkeit, der den Füllkettenfaden C erfafst und ihn rechtwinklig zu den Fäden A und B nach aufsen drückt, zum Zwecke, Raum für den Eintritt der den Florfaden D haltenden Nadel W1 zu schaffen (Fig. 11). Die Scheibe F wird nunmehr weitergedreht, so dafs die Kettenfäden um 3600 gegen einander verdreht sind und der Schufsfaden E vollständig eingebunden ist (Fig. 12). Die Nadel W1 setzt jetzt den Florfaden D zwischen die Kettenfäden A, B und C ein. Ist dies geschehen, so wird die Scheibe F in entgegengesetzter Richtung gedreht, und es finden wieder dieselben Vorgänge, wie soeben geschildert, statt. Der Füllkettenfaden C kann, anstatt mechanisch, mittelst eines vom Getriebe des Webstuhles aus in Thätigkeit gesetzten Armes A1 auch einfach von Hand bei Seite gedrückt werden. Die Nadel W1 führt den Florfaden in verticaler Richtung in das Gewebe ein, und der Florfaden kann alsdann mittelst Scheefen, Messer oder dergleichen abgeschnitten werden. ■ Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Florgeweben, darin bestehend, dafs man die Florfäden senkrecht zwischen die Kettenfäden einführt und durch Verdrehung der letzteren gegen einander die Florfäden einbindet, zum Zweck, eine einfache Bindung und eine Ersparnifs an Flormaterial zu erzielen.
2. Eine Ausführungsform des in Anspruch 1 gekennzeichneten Verfahrens, bei welcher die Florfäden durch Bindekettenfäden (A und B) und Füllkettenfäden (C) eingebunden werden, so dafs der. Schufs unabhängig hiervon eingebracht werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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