DE973079C - Elektrischer Hochvakuum-Lichtbogenofen fuer schwer schmelzbare Metalle - Google Patents
Elektrischer Hochvakuum-Lichtbogenofen fuer schwer schmelzbare MetalleInfo
- Publication number
- DE973079C DE973079C DEW16637A DEW0016637A DE973079C DE 973079 C DE973079 C DE 973079C DE W16637 A DEW16637 A DE W16637A DE W0016637 A DEW0016637 A DE W0016637A DE 973079 C DE973079 C DE 973079C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- electrode
- arc
- melt
- crucible
- titanium
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
- F27D11/00—Arrangement of elements for electric heating in or on furnaces
- F27D11/08—Heating by electric discharge, e.g. arc discharge
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
- Crucibles And Fluidized-Bed Furnaces (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 26. NOVEMBER 1959
W 16637 VIIId/21h
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Hochvakuum-Lichtbogenofen
zum Lichtbogenschmelzen von schwer schmelzbarem, elektrisch leitfähigem, körnigem Material, wie Titan und anderen Metallen
mit hohem Schmelzpunkt, in Form von kleinen Teilchen an sich beliebiger Größe, die aber wesentlich
kleiner sind als die Barren oder das Gußteil oder der Schmelzfluß, die in dem Ofen erzeugt werden. Die
Erfindung zielt insbesondere auf das Schmelzen von Stoffen ab, die, wie etwa Titan, bei ihrer
Schmelztemperatur luftempfindlich sind, Sauerstoff an sich reißen oder sonstwie chemisch reagieren
oder auf das Schmelzen von Metallen, die, wie etwa Titan, Circon, Chrom, Molybdän und Wolfram
sowie deren Carbide, Oxyde und andere Verbindungen, einen so hohen Schmelzpunkt haben,
daß durch Verunreinigungen mit keramischer Masse und den üblichen SchmeJztiegelstoffen
Schwierigkeiten auftreten. Im allgemeinen wird der Schmelztiegel oder die Gießform aus flüssigkeitsgekühltem
Material, etwa Kupfer, hergestellt, das ein guter Wärmeleiter ist, so daß das geschmolzene
Titan nicht mit einem heißen, aus einem gebräuchlichen Schmelztiegelmaterial her-
909 651/9
gestellten Schmelztiegel in Berührung kommt. Damit wird die Zerstörung des Schmelztiegels und
die Verunreinigung des Titans vermieden.
Es sind bisher hauptsächlich zwei Typen von Lichtbpgenschmelzöfen für Titan bekannt. Der
eine Typ verwendet eine kleine Anode oder Kathode für den Lichtbogen. Diese Anode oder Kathode
war über der Schmelze angeordnet und besteht aus Graphit oder einem Metall, dessen
ίο Schmelzpunkt noch höher liegt als der der Schmelze. In Verbindung mit dieser Anode oder
Kathode ist dabei eine Vorrichtung zum Zuschütten des zu schmelzenden, pulverisierten
Materials vorgesehen. Ein derartiger Ofen arbeitet bei Atmosphärendruck oder einem anderen, genügend
hohen Druck, so daß sich der Bogen nicht über eine große Zone auf den Elektroden ausbreitet.
Dieser Ofentyp hat den Nachteil, daß relativ viel Anodenmaterial verdampft wird und die
Schmelze verunreinigt.
Eine andere bekannte Form eines Lichtbogenschmelzofens erfordert die Verwendung einer
langen Anode oder Kathode··"aus gepreßtem Titanschwamm,
der in ein Titanschmelzbad abgeschmolzen wird. Dieses Schmelzbad wird von einer wassergekühlten Kupferform aufgenommen. Die
Titanelektrode wird aus schwamtnförmigem Titan hergestellt. Dieses schwammförmige Material
erhält man durch Pressen kleiner Stücke oder Blöcke bis auf z. B. 75 °/o des Massivgewichtes.
Diese Blöcke müssen sorgfältig aneinandergeschweißt werden, damit eine Anode entsteht, die
genügend Titan enthält, um eine Schmelze zu liefern, die wunschgemäß größer ist als einer der
verfügbaren, zu Titanschwamm gepreßten Blöcke. Ein solcher Ofen arbeitet bei einem Druck, der
hoch genug ist, um den Lichtbogen konzentriert zu erhalten. Dieser Ofentyp erfordert beträchtliche
Kosten für die Erzeugung des gepreßten Titanschwamms. Auch kann ein solcher Ofen nicht bei
niederen Gasdrucken betrieben werden, weil der Kathodenbrennfleck des Lichtbogens sich dann auf
die wassergekühlte Wandung des Kathodenhalters ausdehnt und diesen verbrennt oder weil bei utngekehrter
angelegter Spannung der Kathodenfleck die Titanschwammelektrode hinaufwandert, anstatt
das Ende der Elektrode abzutragen. Da bei derartigen Öfen ein hohes Vakuum nicht verwendet
werden kann, muß daher das Titan in einer Schutzatmosphäre, die üblicherweise aus einer
Helium-Argon-Mischung besteht, geschmolzen werden.
Es wird daher ein elektrischer Hochvakuum-Lichtbogenofen verwandt, der aus einem luftdichten
Kessel besteht, in dessen oberem Teil sich eine nicht abschmelzende Elektrode als Anode und
in dessen unterem Teil sich ein nicht abbrennender, kathodenseitiger Schmelztiegel befindet. Ferner ist
eine Anodenanordnung im Inneren und in angemessenem Abstand von dem Kessel und der
Schmelztiegelwandung eine Anlage für die Zuführung elektrischer Leistung zur Erzeugung eines
Lichtbogens zwischen der Anodenanordnung und der Oberfläche der in dem Tiegel sich ansammelnden
Schmelze sowie eine vertikale, der Regelung g5
der Länge des Lichtbogens zwischen Elektrode und Schmelze dienende Vorrichtung vorgesehen.
Die beschriebenen Schwierigkeiten werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß zwischen der
Elektrodenanordnung und der Seitenwandung des Schmelztiegels ein nicht abbrennender, vorzugsweise
flüssigkeitsgekühlter, die Elektrodenanordnung nach Art von Gleichrichter-Lichtbogenführungshülsen
zylindermantelförmig umgebender Schirm angeordnet ist, dessen über das untere
Ende der Elektrodenanordnung hinausragende Unterseite dicht über dem Spiegel der Schmelze
liegt, wobei die vertikale Nachstellvorrichtung so ausgebildet ist, daß sie eine Regelung des Abstandes
zwischen Unterseite des Schirms und dem Spiegel der Schmelze gestattet, und daß eine abbrennende
Zündelektrode bzw. ein abbrennender Zündstift derart angeordnet ist, daß der Lichtbogen
überschlagen kann, ohne daß der Schirm jemals in elektrische Berührung mit dem Kathodenteil tritt.
Dabei wird der Fachmann eine derartige Bemessung des Vakuums wählen, daß der Lichtbogen einen
großen Bereich der Elektrodenanordnung und der Oberfläche der Schmelze bedeckt. Dadurch wird es
möglich, eine Elektrode mit einer so großen, wirk- go
samen Oberflächenzone zu verwenden und diese so weit zu kühlen, daß im wesentlichen keine Verunreinigungen durch das' Anodenmaterial der
Schmelze zugeführt werden. Wenn die Elektrode aus einer größeren Menge Titan besteht, kann die
Kühlung durch Wärmestrahlung oder andere flüssigkeitsgekühlte Flächen in dem Ofen so wirksam
werden, daß die Elektrode nicht schmilzt und im wesentlichen nicht verbrennt. Wenn Spurenelemente
des Elektrodenmaterials dennoch in die Schmelze' gelangen, so tritt hierdurch kein Schaden
ein, weil die Elektrode im wesentlichen aus demselben Material besteht wie die Schmelze.
Andererseits kann die Elektrode des Ofens direkt wassergekühlt werden. Man fertigt die wassergekühlte
Elektrode vorzugsweise aus Kupfer oder anderem gut wärme- und stromleitendem Werkstoff.
Sie wird so weit abgekühlt, daß keine schädlichen Mengen an Verunreinigungen durch Verdampfen
des Elektrodenmaterials der Schmelze zugeführt wird. Um das erforderliche Vakuum -zu
ermöglichen, müssen Vorkehrungen getroffen sein, die verhindern, daß der Lichtbogen auf die Wandung
des Schmelztiegels überschlägt. Dies geschieht durch den Schutzschirm, dessen Wirkung noch
durch Anwendung eines Magnetfeldes unterstützt wird. Die magnetische Konzentrierung von Lichtbogen
ist in der Lichtbogenschweißtechnik bekannt. Ferner ist auf dem Gebiet der Quecksilberdampfgleichrichter
die Verwendung von Lichtbogen- iao führungshülsen bekannt.
Die Figuren zeigen Ausführungsformen der Erfindung. Es stellen dar:
Fig. ι eine schematische Ansicht der Stromläufe und des Mechanismus eines Lichtbogenofens nach
der Erfindung mit einer wassergekühlten Elek-
trode; der Ofenaufbau ist durch einen schematischen Vertikalschnitt angedeutet;
Fig. 2 einen schematischen vertikalen Schnitt einer abgeänderten Form des Ofentyps der Fig. ι
mit einer anderen Aufstellung des Bunkers für das pulverisierte Titan und mit einer anderen Vorrichtung
zur Aufrechterhaltung der gewünschten Lichtbogenlänge;
Fig. 3 eine schematische Ansicht der Stromkreise und des Mechanismus eines dreiphasigen
Lichtbogenofens, der gleichzeitig als Gleichrichter dient; der Ofen ist auch mit einem Magnetfeld, das
zusätzlich den Lichtbogen von der Seitenwandung des Schmelztiegels fernhält, ausgestattet;
Fig. 4 ein Gerät ähnlich dem der Fig. ι mit
einer anderen, nicht wesentlich abbrennenden Anode aus Titan, sowie mit einer Anordnung zur Erzeugung
eines Magnetfeldes wie in Fig. 3.
Der Lichtbogenschmelzofen der Fig. 1 besteht aus einem luftdichten Kessel 5 mit einem Pumpenanschluß
6, durch den mittels schematisch angedeuteter Diffusions- und mechanischer Pumpen 7
der Kessel evakuiert werden kann. Im Unterteil des Kessels ist ein nicht abbrennender, als Kathode
dienender Schmelztiegel 8, der aus einer zylindrischen kupfernen, von einem Kühlwassermantel 11
umgebenen Seitenwandung 9 und einer verschiebbaren, kolbenartigen kupfernen Bodenwandung 12
mit einem Wassermantel 13 besteht. Die Innenflächen der Seiten- und Bodenwandungen 9 und 12
des Schmelztiegels 8 befinden sich also innerhalb des Kessels 5.
Unterhalb der Bodenwandung 12 des Schmelztiegels oder der Schmelzform 8 ist der luftdichte
Kessel 5 mit einer abnehmbaren Bodenplatte 14 und dazwischenliegender luftundurchlässiger Dichtung
15 abgeschlossen. Diese Bodenplatte 14 wird durch Gelenkbolzen 16 und leicht abnehmbare
Flügelmuttern 17 festgehalten. Die Bodenplatte 12 des Schmelztiegels 8 ist mit einer nach unten
stehenden Kolbenstange oder Tragsäule 18 ausgerüstet, die gleitend durch eine in geeigneter Weise
abgedichtete Bohrung 19 im Zentrum der Bodenplatte 14 des Kessels hindurchtritt. Die Kolbenstange
oder Tragsäule 18 endet unten in einer Tragvorrichtung (nicht gezeichnet), üblicherweise
einer Winde, durch die die Schmelztiegelbodenwandung 12 in bekannter Weise gehoben oder gesenkt
werden kann. Im oberen Teil des Schmelztiegels 8 der Fig. 1 erkennt man eine ringförmige,
flüssigkeitsgekühlte Elektrode 21 in Form einer Wendel oder zylindrischen Spirale aus Metallrohr,
das aus Kupfer oder einem anderen, Wärme und Strom gut leitenden Metall gefertigt ist. Die Ein-
und Auslaßenden des Kupferrohres der Elektrode 21 treten nach oben durch geeignete isolierende,
luftdichte Buchsen 22 in der abnehmbaren Deckplatte 23 des Kessels aus, so daß dem Wendelrohr
der Elektrode 21, wie in der Zeichnung durch Pfeile schematisch angedeutet, Wasser für die
Kühlung zu- und abgeführt werden kann und daß die elektrischen Anschlußklemmen 25 angebracht
werden können.
In der Achse der aus Rohr gewendelten Elektrode ist eine kleine Zündelektrode 27, Vorzugsweise
aus Titan, angebracht, die in eine horizontale Halterung 28 übergeht oder an ihr befestigt ist.
Diese Halterung ist an ihrem Ende 29 isoliert und drehbar an der Seitenwandung des Kessels 5 eingesetzt.
Die horizontale Halterung 28 der Zündelektrode 27 kann gehöben oder gesenkt werden,
und zwar mittels des Leiters 31 der Zündelektrode, der isoliert mit einem Balg 32 verbunden ist, der
eine Bohrung in der abnehmbaren Deckplätte 23 des Kessels 5 umgibt. Auf der Deckplatte 23 des
Kessels ist, wie Fig. 1 zeigt, nach oben ein Zylinder
34 angeordnet, der als Gehäuse für einen Bunker
35 dient. Dieser Bunker enthält das zerkleinerte Material 36, etwa Titan, das geschmolzen und in
dem Schmelztiegel oder der Form 8 zu einer Barre ausgeformt 'werden soll. An der Unterseite des
Bunkers 35 schließt sich ein Trichter oder ein anderes geeignetes Gerät an, durch das das zerkleinerte
Material abgegeben wird und1 bei Betrieb des Ofens durch die Elektrode 21 fällt. Die
Materialzugabe kann in beliebiger Weise gesteuert werden. Symbolisch ist als Bedienungsvorrichtung
eine Schüttelstange 38 eingetragen, die am Boden des Bunkers 35 befestigt ist und durch eine balgumgebene
öffnung 39 in der Seitenwand des Kessels 5 geführt ist.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist in dem Ringraum zwischen der Elektrode 21 und dem
oberen Teil der Seitenwandung 9 des Schmelztiegels 8 ein zylindrischer Schirm oder ein Schutzring
41 angebracht, die allein oder zusätzlich verhindern sollen, daß der Lichtbogen auf die Seitenwandung
9 des Schmelztiegels überschlägt. Vorzugsweise ragt die Unterseite des Schutzrings 41
über das untere Ende der Elektrode 21 leicht nach unten heraus, aber nicht so weit, daß er in Berührung
mit dem Spiegel der Schmelze oder der Barre 42 kommt, die in dem Schmelztiegel erzeugt wird.
In vielen Fällen wird der Schutzring ganz oder teilweise wassergekühlt, etwa mittels des Wassermantels
43, dessen Anschlußrohre 44 durch isolierende, luftdichte Buchsen 46 in der Deckplatte 23
des Kessels nach unten geführt werden.
Der Lichtbogenofen gemäß Fig. 1 wird aus der Niederspannungsseite des Drehstromtransformators
47 über eine Gleichrichteranordnung 48 mit einem Strom von etwa 2000 Amp. und mehr
gespeist. Die Leitung 49 führt über «die Klemmen 25 an die Elektrode 21; die Ableitung des Stromes
von der Kathode zu der Gleichrichteranordnung 48 erfolgt über die Leitung 51, die an die Tragsäule
18 der Bodenwandung· 12 des Schmelztiegels
8 angeklemmt ist. Eine Zweigleitung führt von der Leitung 49 über einen Vorwiderstand 52 und
einen Schalter oder Druckknopf 53 zu der Leitung 31 der Zündelektrode.
Bei Betrieb der Einrichtung nach Fig. 1 ist die Bodenwandung 12 des Schmelztiegels 8 anfangs in
ihrer höchsten Lage. Vorzugsweise trägt diese Bodenwandung 12 in ihrer Mitte eine kleine Hilfselektrode
54 aus Titan, die vorübergehend das
untere Ende der Zündelektrode berühren kann; die Berührung wird rasch wieder gelöst, entweder
durch leichtes Absenken der Bodenwandung 12 oder vorzugsweise durch rasches Anheben der
Zündelektrode 27 durch Abziehen, der Leitung 31 nach oben'. Wenn die Zündelektrode 27 hoch genug
angehoben ist, wird sie nicht merklich schmelzen und kann für mehrere aufeinanderfolgende
Schmelz- und Formvorgänge in dem Ofen verwendet werden; ganz gleich, ob eine Hilfselektrode 54
aus Titan Verwendung findet oder nicht, ist es wünschenswert, etwas zerkleinertes Titan aus dem
Bunker 35 abzuschütten, bevor der Druckknopf 53 geschlossen wird.
Sobald der Zünd-Lichtbogen sich am unteren Ende der Zündelektrode 27 ausgebildet hat, entsteht
auch der Arbeits-Lichtbogen zwischen Elektrode 21 und der kleinen Titanmenge, die anfangs
auf der Bodenwandung 12 des Schmelztiegel 8 lag. Der Elektrode 21 muß so viel Strom zugeführt
werden, daß das pulverisierte Titan, das dem Schmelztiegel 8 von dem Bunker 35 zugeführt
wird, vollständig schmilzt. Dieser Vorgang erfordert üblicherweise eine Stromstärke von mehr als
2000 Amp. Die Stromstärke hängt ab von der Größe des Gerätes und von der Geschwindigkeit,
mit der der Schmelzvorgang erfolgen soll.
Wegen des hohen Vakuums, das durch die Pumpe 7 aufrechterhalten wird, zersprühen der
Lichtbogen oder die Vielzahl kleiner paralleler Lichtbogen und bedecken eine ausgedehnte Zone
der Elektrode 21, ebenso eine ziemlich große Zone im Zentralbereich der Oberfläche des Schmelzgutes
im Schmelztiegel 8. Das Zersprühen und die Bedeckung eines großen Bereiches der Elektrode
durch den Lichtbogen erfolgt üblicherweise bei einem Druck von wenigen Millimetern: Quecksilber,
etwa von 5 mm und weniger. Wegen des großen, vom Lichtbogen beaufschlagten Anodenbereichs ist
es bei diesem Ofen möglich, die Anode ausreichend mit Wasser zu kühlen, so daß ihre große wirksame
Oberfläche kühl bleibt, so daß sie nicht durch den Aufschlag des ständig wandernden Lichtbogens in
schädlicher Weise verdampft wird. Damit wird ebenso die Zerstörung der Elektrode als auch die
Verunreinigung der Titanschmelze oder Barre vermieden, und es ist nicht notwendig, eine Elektrode
aus nicht abbrennendem Material hohen Schmelzpunktes zu verwenden.
Der Schirm oder der Schutzring 41 verhindert, daß der Kathodenbrennfleck sich nach der Ofenwandung
9 verlagert. Dies wird dadurch bewerkstelligt, daß sich die Unterseite des Schirms oder
Schutzrings 41 nur in geringem Abstand von der Oberfläche des Spiegels des geschmolzenen Materials
oder der Schmelze 42 in dem Schmelztiegel befindet. Ein Bogen, der auf der Seitenwandung 9
über dieser Schmelze 42 enden würde, würde daher eine Lichtbogenspannung haben, die höher ist als
die Spannung des kürzeren Hauptbogens, der auf dem direkten Weg zwischen der Elektrode und der
Schmelze 42 überschlägt. Längere Lichtbogen, z. B. mit Kathodenfleck auf der Seitenwandung 9, könj
nen also gar nicht auftreten und noch weniger bestehen, wenn sie aus irgendeinem Grund sich den- g5
noch ausbilden sollten. Die Stellung der kolbenartigen Bodenwandung 12 des Behälters oder
Schmelztiegels 8 muß so sein, daß nur ein kleiner Abstand zwischen der Unterseite des Schirms oder
Schutzrings 41 und der Oberfläche der Schmelze 70,
42 besteht. Nur die oberste Schicht des Titans ist flüssig und die unteren Teile bilden eine feste
Titanbarre. Über dem Spiegel der Schmelze befinden sich viele Kathodenbrennflecke, so daß das Titan
flüssig bleibt, während die kupferne Wandung 9 des Behälters nicht schmilzt, weil der Wassermantel
11 vorhanden ist und weil der Abstand zwischen der Unterseite des Schirms 41 und der
Oberfläche des Titans zu eng ist, als daß ein Lichtbogen nach der Seitenwandung 9 hin entstehen
könnte, wie das im vorstehenden erklärt wurde. Eine Meßanordnung zur Bestimmung des Titanspiegels
von außen ist nicht eingezeichnet. Es kann aber eine geeignete Vorrichtung zu diesem Zweck
angebracht werden, die entweder die Wandtemperatur oder den Lichtbogenspannungsabfall in dem
Ofen mißt. Die vorliegende Erfindung befaßt sich nicht mit solchen Einzelheiten; es können auch
andere geeignete Vorrichtungen Verwendung finden.
Die Wärme, die von der Oberfläche des geschmolzenen Titans ausgestrahlt wird, wird von
den Buchsen 22 und 46 durch Wärmeschutzplatten 56 ferngehalten, die auch das verdampfte Titan
daran hindern, auf den Isolatoren zu kondensieren. Das isolierte Gelenk 29 für die Zündelektrode 27
kann zur Verhinderung von Kondensation auf diesem Isolator ebenfalls abgeschirmt werden.
Wenn der Schmelzvorgang beendet ist, wird die fertige Barre durch Lösen der abnehmbaren Platte
14 des Kessels und Absenken der kolbenartigen Bodenwandung 12 des Schmelztiegels oder der
Form 8 entfernt. Nach Entnahme der Barre kann die Bodenwandung 12 wieder an ihren Platz in der
Form oder dem Schmelztiegel 8 gebracht werden, und die Bodenplatte 14 des Kessels kann wieder
angeschraubt werden.
Bevor der Ofen für einen zweiten Schmelzvorgang betriebsfertig ist, wird üblicherweise das zerkleinerte
Ti tan in dem Bunker 35 frisch aufgefüllt; dies kann nach Entfernung des abnehmbaren
Deckels 58, der den Zylinder 34 oben abschließt, leicht erfolgen.
Fig. 2 zeigt eine abgeänderte Form des Ofens, bei der statt des Bunkers 35 der Fig. 1 ein Bunker
65 über der wassergekühlten Elektrode 66 angeordnet ist. Dieser Bunker 65 ist an seiner Unterseite
mit einer Ablauföffnung 6γ versehen, von der
aus das zerkleinerte Titan oder anderes körniges Material, durch die Elektrode 66 gesteuert, durch
einen nach oben ragenden Ablaufpfropfen 68, der an seinem oberen Ende mittels eines äußeren
Elektromagneten oder einer Magnetspule 69 bewegt wird, fließen kann.
In Fig. 2 hat die Elektrode 66 die Form eines doppelwandigen Trichters; in dem Raum zwischen
den zwei Wänden befinden sich eine Spirale oder Führuogsbleche, die das Kühlwasser, das durch das
Einlauf rohr 71 eintritt, zwingt, durch die Elektrode zu zirkulieren und durch das Austrittsrohr
72 abzuströmen. Die Zulauf- und Ablauf rohre 71 und 72 stehen in Verbindung mit den konzentrischen Zylindern 73, die vertikal in einer geeigneten
luftdichten Buchse 74 des abnehmbaren Deckels 75 einerverukalen zylindrischen Wandung
76, die sich über der Deckplatte 23' erhebt, gleiten. In Fig. 2 ist die bewegliche Zündelektrode 27
der Fig. 1 durch ein kleine, ersetzbare, abbrennende Zündelektrode 77 aus Titan ersetzt, die in
einem Vorsprung 78 auf der Innenwand des Trichters der Elektrode 66 haftet. Diese Zündelektrode
77 schmilzt und verschwindet unter der Hitze des Arbeits-Lichtbogens, wenn sie ihre Zündfunktion
erfüllt hat.
In Fig. 2 ist der Schutzring oder der Schirm 41'
nicht direkt wassergekühlt; die Kühlung erfolgt durch die nahe gelegene gekühlte Elektrode 66 und
die gekühlte Seitenwandung 9 des Schmelztiegels 8. Dieser Schutzring oder Schirm 41', wird an seinem
oberen Ende von Isolatoren 81, die auf dem Deckel des Bunkers 65 aufliegen, getragen.
Fig. 2 zeigt eine weitere Konstruktionsänderung, die der Aufrechterhaltung der richtigen Lichtbogenlänge
im Ofen dient. Es wird nicht mehr das System der Fig. 1 verwendet, bei dem der als
kathodenseitige Elektrode wirkende Spiegel der Schmelze immer auf gleicher Höhe gegenüber der
Unterseite der Elektrode 21 steht. In Fig. 2 liegt der Spiegel der Schmelze auf veränderlicher Höhe;
er liegt zu Beginn des Schmelzvorganges in der Nähe des Bodens des Schmelztiegels 8 und steigt
mit zunehmender Ablagerung von Titan im Schmelztiegel. In Fig. 2 ist an Stelle der verschiebbaren,
wassergekühlten Bodenwandung 12 des Schmelztiegels 8, wie sie Fig. 1 zeigt, nur der
mittlere Teil der Bodenplatte 14' des Gesamtkessels vorgesehen, der, wie die Fig. 2 zeigt,
durch den Wassermantel 82 gekühlt wird. Um die richtige Lichtbogenlänge aufrechtzuerhalten, wird
die ganze Elektrodenanordnung während des Betriebes des Ofens der Fig. 2 nach und nach angehoben,
so daß eine konstante Lichtbogenlänge oder ein konstanter Abstand der Elektrode 66 und des
Schutzrings oder Schirms 41' gegenüber der Oberfläche des geschmolzenen Titans im Schmelztiegel 8
bestehenbleibt. Das Anheben der Elektrodenanordnung der Fig. 2 erfolgt an deren, oberstem Teil
mittels einer Ringöse 83, die von Hand oder automatisch so weit, als dies zur Aufrechterhaltung
der richtigen Länge oder Spannung des Lichtbogens notwendig ist, angehoben wird.
In der Konstruktion der Fig. 2 sind die isolierenden
Buchsen 22 und 46 in der Deckplatte 23,
die sich auf dem gleichen elektrischen Potential wie der kathodenseitige Schmelztiegel 8 befindet,
nicht mehr erforderlich; es. ist vielmehr ein zylindrischer oder ringförmiger Isolator 84 vorgesehen,
der den Schmelztiegel 8 der Fig. 2 und die Deckplatte 23' voneinander trennt, so daß die konzentrischen
Zylinder 73 dort, wo sie gleitend durch die luftdichte Buchse 74 hindurchtreten, nicht mehr
von dem abnehmbaren Deckel 75 der Fig. 2 isoliert zu sein brauchen.
Fig. 3 zeigt zwei andere Ausgestaltungen der Erfindung, die unterschiedlich ausgeführt sein
können. Und zwar handelt es sich um eine Einrichtung mit mehreren Elektroden, die außerdem die
Funktion von Gleichrichteranoden haben, und eine magnetische Abschirmvorrichtung, die den Lichtbogen
von der Seitenwandung 9 des Schmelztiegel« 8 fernhält. Der Ofen der Fig. 3 ist mit drei
wassergekühlten Elektroden 91, 92, 93 ausgerüstet, die schematisch in einer Ebene gezeichnet
sind, in Wirklichkeit aber selbstverständlich in den drei Ecken eines gleichseitigen Dreiecks angeordnet
sind, das bezüglich der Schmelztiegelachse symmetrisch ist. Die Ofenkonstruktion ist der der
Fig. ι ähnlich, abgesehen davon, daß in Fig. 3 die drei Elektroden 91, 92 und 93 direkt an die
Sekundärklemmen des dreiphasigen Transformators 47 angeschlossen sind. Diese drei Elektroden
wirken gleichzeitig als Anoden eines Dreiphasen-Gleichrichters, so daß Gleichstrom von den Anoden
zum Schmelzgut fließt. Die Leitung 51' ist in Fig. 3 mit dem Sternpunkt der Sekundärwindung
des Transformators 47. verbunden.
In Fig. 3 findet statt der verschiebbaren Zündelektrode 27 der. Fig. 1 eine kleine, auswechselbare,
abbrennende Zündelektrode 77' ähnlich der der Fig. 2 Verwendung. Diese Zündelektrode 77' haftet
in Fig. 3 in einem Vorsprung 78' auf der inneren zylindrischen Oberfläche des Schutzrings oder des
Schirms 41, der die drei Elektroden 91, 92, 93 umgibt.
Der notwendige kleine Anlaufstrom der Zündelektrode 77' in Fig. 3 wird über einen Zündstromkreis
mit einem Schalter oder Druckknopf 94 und einer Batterie 95 zwischen einem der Kühlrohre
des Schutzschirms 41 und der Leitung 51' oder dem sekundärseitigen Sternpunkt des Trans:
formators 47 zugeführt. Diese Zündelektrode 77' schmilzt in der Hitze des Hauptentladungsbogene
sofort nach Inbetriebnahme des Ofens ab.
In Fig. 3 findet man auch eine Magnetanordnung außerhalb der Seitenwandung des Schmelztiegels 8
und einen inneren, magnetischen wassergekühlten Zylinder zur Erzeugung eines Magnetfeldes, dessen
Kraftlinien den Spiegel der Schmelze 42 in einer ringförmigen Zone innerhalb des Schmelztiegels
durchsetzen. Fig. 3 zeigt als äußere Magnetanlage einen magnetisierbaren Ringkörper 96 von U-förmigem
Querschnitt, dessen obere und untere Flansche 97 und 98 als Polschuhe bis dicht an den
Mantel 11 der Seitenwandung 9 des Schmelztiegels 8 heranreichen; der obere Polschuh 97
liegt über dem Spiegel der Schmelze 42, während der untere Polschuh 98 unter ihm liegt. Dem Ringkörper
96 werden in geeigneter Weise die Eigenschaften eines permanenten oder eines Elektromagneten
mitgeteilt, so daß der obere Polschuh 97 die eine, der Polschuh 98 die andere Polarität besitzt;
die Richtung dieser Polarität ist uriwesentlieh.
Man erkennt in der Figur eine elektrisch ge-
909 651/9
speiste Magnetanordnung in der Form einer Gleidhstromspule 99 innerhalb oder außerhalb des
Vertikalringes des Ringkörpers 9.6. In der gezeichneten Ausführungsform befindet sich die Spule 99
innerhalb des magnetischen Ringkörpers 96 zwischen dessen oberem und unterem Flansch und ist
mit der Leitung 51' in Serie geschaltet.
Um die Magnetanordnung der Fig. 3 wirksam zu machen, stellt man die Seitenwandung 9 des Schmelztiegels
8 sowie die metallischen Teile des Wassermantels 11 aus nicht magnetisierbarem Material
her, so daß der magnetische Kraftfluß, der die inneren Ringflächen des oberen und des unteren
Flansches 97 und 98 durchsetzt, in den Innenraum des Schmelztiegels 8 eintreten kann. Der Schutzring
oder Schirm 41 kann, wenn er überhaupt vorgesehen ist, aus nicht magnetisierbarem oder magnetisierbarem
Material gefertigt sein. Wenn ein solcher Schirm 41, wie ihn die Fig. 3 zeigt, verwendet
wird, fertigt man ihn mit Vorteil aus magnetisierbarem Material, so daß ein größerer Anteil
des magnetischen Kraftflusses des Ringkörpefs 96 in diesem Schirm 41 in vertikaler Richtung
fließt. Die Unterseite dieses Schirms wirkt dann als ein ringförmiger Magnetpol, der dicht über der
Oberfläche der Schmelze 42 in einer Zone liegt, deren Radius nur wenig kleiner ist als der des
äußeren Randes der Oberfläche der Schmelze oder Barre.
Die magnetischen Kraftlinien der in Fig. 3 dargestellten Einrichtung haben also im wesentlichen
vertikale Richtung oder eine Richtung mit einer vertikalen Komponente, so daß ein Lichtbogen, der
seinen Kathodenbrennfleck auf die Seitenwandung 9 des Schmelztiegels 8 verlagern und ausbreiten
wollte, dieses vertikale Magnetfeld schneiden müßte. Die Wirkung wäre, daß die Elektronen
und ionisierten Teilchen, die den Lichtbogen bilden, in rasche Rotationsbewegung versetzt
wurden, wodurch die effektive Länge des Lichtbogens und damit seine Spannung bedeutend
zunehmen wurden. Die Bildung eines solchen Bogens ist aber unmöglich; sollte aus irgendeinem
unerklärlichen Grund dennoch ein solcher Lichtbogen momentan einen Kathodenbrennfleck auf der
Tiegelwandung 9 bilden, so kann er nicht bestehen. Die Schutzwirkung des Magnetfeldes der in Fig. 3
dargestellten Einrichtung, die auf dem Prinzip der Lichtbogenverlängerung beruht, ist also der Wirkung
des Schutzringes oder Schirms 41, die bei Fig. ι erklärt wurde, ähnlich.
Der Magnetkörper 96 der Fig. 3 kann selbstverständlich auch in einem Gerät mit einer . von
Gleichstrom gespeisten Elektrode Verwendung finden. Auch könnte man die wassergekühlte, nicht abbrennende
Elektrode 21 aus Kupfer der Fig. 1 durch eine massive Elektrode aus Titan oder
Titanpreß schwamm ersetzen. Eine solche Elektrode würde wegen ihrer Masse, ihrer großen Oberfläche
und ihrer Lage nächst anderen wassergekühlten Teilen eine Temperatur annehmen, die tief genug
ist, daß das Titan der Elektrode nicht schmilzt oder wesentlich abbrennt. Eine derartige Konstruktion
zeigt Fig. 4. Die Elektrode der Fig. 4 wird nicht heiß genug, um zu schmelzen, aber doch viel heißer
als die wassergekühlte Elektrode aus Kupfer gemäß der Fig, 1. Eine heiße Anode hat den Vorteil,
daß sie die Kondensation von geringen Verunreinigungen, wie sie in einem Ofen vorhanden sind, verhindert.
Die Kondensation von Verunreinigungen auf der Anode könnte ihre Wirkung beeinträchtigen,
insbesondere dann, wenn solche Verunreinigungen aus nichtleitendem Material bestehen. Die
Verdampfung ist größer als bei wassergekühlter Elektrode, da die Elektrode 101 ziemlich heiß wird.·
aber durch Verwendung von Titan als Elektrodenmaterial wird es vermieden, daß infolge Verdampfung
der Elektrode Verunreinigungen in die ebenfalls aus Titan bestehende Schmelze gelangen.
Die Konstruktion der Fig. 4 verwendet die gleiche Bunkeranordnung wie die der Fig. 1 zum
Einschütten des zerkleinerten Titans in den Raum zwischen Elektrode 101 und dem Schutzring oder
■ Schutzschirm 41 und damit in den Schmelztiegel 8 des Ofens.
Fig. 4 zeigt die Verwendung eines etwas anderen Zündelektrodentyps. Die kleine Hilfselektrode 54
der Fig. 1 ist durch die Warze 104 mit einem nach oben stehenden Dorn 105 aus Titan ersetzt, der sogleich
nach Inbetriebnahme des Gerätes schmilzt.
Die Öfen nach der Erfindung haben den Vorteil, daß verhältnismäßig große Barren mit Durchmessern
von über 30 cm aus Titan hergestellt werden können, ohne daß Schwammaterial gepreßt und
zusammengeschweißt werden muß. Durch Verwendung eines hohen Vakuums in dem Ofen kann
gutes Titan in einem Schmelzvorgang hergestellt werden, da die Schmelzzeit über die Geschwindigkeit
der Materialzugabe beeinflußt werden kann.
Von entscheidender Bedeutung sind der innere Schirm, der die Verwendung eines sich verbreiternden
Lichtbogens bei niederem Druck ermöglicht, sowie die Einhaltung eines schmalen Abstandes
zwischen der unteren Seite des Schiirms und der Schmelze zur Fernhaltung des Entladungsbogens
bei niederem Druck von der Seitenwandung.
Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf dievorstehend geschilderten Ausführungsformen und
auf die Verwendung von Titan als Schmelzgut beschränkt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Elektrischer Hochvakuum-Lichtbogenofen für elektrisch leitfähige, bei ihrer Schmelzten!- peratur chemisch aktive Stoffe, wie Titan, bestehend aus einem luftdichten Kessel, in dessen oberem Teil sich eine nicht abschmelzende Elektrode als Anode und in dessen unterem Teil sich ein nicht abbrennender kathodenseitiger Schmelztiegel befindet, der mit einer vertikalen, der Regelung der,Länge des Lichtbogens zwischen Elektrode und Schmelze dienenden Nachstellvorrichtung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Elektrodenanordnung und der Seitenwandung des Schmelz-tiegels ein nicht abbrennender, vorzugsweise flüssigkeitsgekühlter, die Elektrodenanordnung nach Art von Gleichrichter-Lichtbogenführungshülsen zylindermantelförmig umgebender Schirm angeordnet ist, dessen über das untere Ende der Elektrodenanordnung hinausragende Unterseite dicht über dem Spiegel der Schmelze liegt, wobei die vertikale Nachstellvorrichtung so ausgebildet ist, daß sie eine Regelung des Abstandesίο zwischen der Unterseite des Schirms und dem Spiegel der Schmelze gestattet und daß eine abbrennende Zündelektrode bzw. ein abbrennender Zündstift angeordnet ist, so daß der Lichtbogen der Zündelektrode nach dem kathodenseitigen Schmelztiegel überschlagen kann, ohne daß der Schirm jemals in elektrische Berührung mit dem Kathodenteil tritt.
- 2. Elektrischer Hochvakuum-Lichtbogenofen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die An-Ordnung einer zur Verminderung des Wanderns des Lichtbogens bekannten Magnetspule mit konzentrisch zur Achse des Lichtbogens verlaufendem Magnetfeld, wobei die Magnetspule um die aus nicht magnetisierbarem Material bestehende Seitenwandung des Schmelztiegels as im Bereich der Höhe des Spiegels der Schmelze und des unteren Randes des vorzugsweise aus magnetisierbarem Material bestehenden Schirmes angeordnet ist.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 545363, 544 115, 209961, 433210;französische Patentschrift Nr.· 687 215;Buch von Pohl: »Einführung in die Physik«, Bd. II, 4. Auflage, 1935, Abschnitt: »Elektrizitätslehre«, S. 161;Buch von Stephens, Gilbert und Beall: »Zirconium and Zirconium-Alloys«, Cleveland, 1953, S. 116 ff.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen© 609 710/289 11.56 (909651/i 11.59)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US769053XA | 1954-05-26 | 1954-05-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE973079C true DE973079C (de) | 1959-11-26 |
Family
ID=22134887
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW16637A Expired DE973079C (de) | 1954-05-26 | 1955-05-07 | Elektrischer Hochvakuum-Lichtbogenofen fuer schwer schmelzbare Metalle |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE973079C (de) |
| GB (1) | GB769053A (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| SE452690B (sv) * | 1983-07-07 | 1987-12-07 | Asea Ab | Likstroms-ljusbagsugn |
| CN114877670A (zh) * | 2022-04-25 | 2022-08-09 | 大连重工机电设备成套有限公司 | 旋转式无固定阳极直流矿热炉及其工作方法 |
| CN119468678B (zh) * | 2025-01-14 | 2025-03-18 | 内蒙古普泽新材料科技有限公司 | 一种利用硅锰合金热熔渣生产矿棉的电热炉及配合使用投料机构 |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE209961C (de) * | ||||
| DE433210C (de) * | 1922-10-03 | 1926-08-27 | Bbc Brown Boveri & Cie | Grossgleichrichter mit in einem gemeinsamen Raum nebeneinander angeordneten Anoden |
| FR687215A (fr) * | 1929-12-24 | 1930-08-06 | Procédé de soudure et de découpage électrique à stabilisation magnétique | |
| DE544115C (de) * | 1932-02-13 | Bbc Brown Boveri & Cie | Quecksilberdampfgleichrichter mit die Anoden umgebenden, unten offenen Lichtbogenfuehrungshuelsen, die sich in der Laengsrichtung der Anodenachse erstrecken und ueber die Anodenflaeche hinausragen | |
| DE545363C (de) * | 1930-04-20 | 1932-03-04 | Bbc Brown Boveri & Cie | Schutzeinrichtung an Quecksilberdampfgleichrichtern, deren Anoden mit Metallschutzhuelsen umgeben sind |
-
1955
- 1955-05-07 DE DEW16637A patent/DE973079C/de not_active Expired
- 1955-05-23 GB GB14780/55A patent/GB769053A/en not_active Expired
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE209961C (de) * | ||||
| DE544115C (de) * | 1932-02-13 | Bbc Brown Boveri & Cie | Quecksilberdampfgleichrichter mit die Anoden umgebenden, unten offenen Lichtbogenfuehrungshuelsen, die sich in der Laengsrichtung der Anodenachse erstrecken und ueber die Anodenflaeche hinausragen | |
| DE433210C (de) * | 1922-10-03 | 1926-08-27 | Bbc Brown Boveri & Cie | Grossgleichrichter mit in einem gemeinsamen Raum nebeneinander angeordneten Anoden |
| FR687215A (fr) * | 1929-12-24 | 1930-08-06 | Procédé de soudure et de découpage électrique à stabilisation magnétique | |
| DE545363C (de) * | 1930-04-20 | 1932-03-04 | Bbc Brown Boveri & Cie | Schutzeinrichtung an Quecksilberdampfgleichrichtern, deren Anoden mit Metallschutzhuelsen umgeben sind |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB769053A (en) | 1957-02-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2045173C3 (de) | Elektrisches Kontaktmaterial fur einen Vakuumschalter | |
| DE973079C (de) | Elektrischer Hochvakuum-Lichtbogenofen fuer schwer schmelzbare Metalle | |
| DE2638700A1 (de) | Elektrischer vakuumschalter | |
| DE2421377B2 (de) | Nicht abschmelzende elektrode fuer bogenprozesse und verfahren zu deren herstellung | |
| DE3129020A1 (de) | "vakuumschalter" | |
| DE2804487C2 (de) | Vorrichtung zum Auffüllen von Blockköpfen abgegossener Metallblöcke nach dem Elektroschlackenumschmelzverfahren | |
| DEW0166370MA (de) | ||
| EP0275349B1 (de) | Verfahren zum sekundär-metallurgischen Behandeln von Metallschmelzen, insbesondere Stahlschmelzen | |
| DE2355168A1 (de) | Schmelzverfahren fuer lichtbogenofen mittels gleichstrom und lichtbogenofen zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE1167041B (de) | Lichtbogen-Reduktionsofen, insbesondere zur Reduktion von Aluminiumoxyd mit Kohlenstoff | |
| DE2718293C2 (de) | ||
| DE2250710B2 (de) | Vorrichtung zur Blockkopfbeheizung | |
| DE2643369A1 (de) | Elektrodeneinheit einer elektrischen entladeeinrichtung | |
| DE2447691C2 (de) | Verfahren zum Herstellen von reinem Silicium | |
| DE269069C (de) | ||
| CH364058A (de) | Elektrische Lichtbogenentladungsvorrichtung | |
| DE1227424B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Zonenschmelzen eines aus einer Metallverbindung bestehenden stabfoermigen Koerpers | |
| DE1433898A1 (de) | Vorrichtung zum Schmelzen von Metallen und Verbindungen mit hohem Schmelzpunkt | |
| AT205760B (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Schmelzen bzw. Erhitzen von elektrisch leitenden Materialien im Vakuum | |
| DE336727C (de) | Verfahren zum elektrischen Schmelzen von Metall durch in ihm selbst als Widerstand erzeugte Waerme und Schmelzofen zur Ausfuehrung des Verfahrens | |
| DE197233C (de) | ||
| DE1172385B (de) | Elektronenstrahlofen | |
| DE1092575B (de) | Induktionsofen | |
| DE890851C (de) | Gluehkopf, insbesondere zum Erwaermen von gleichzeitig einer Verformung unterworfenen Werkstuecken | |
| DE3135912A1 (de) | Axial verschiebbarer elektrodenhalter zum einsatz bei der schmelzflusselektrolyse |