DE970293C - Reinigen mit nichtwaessrigen Loesungsmitteln - Google Patents

Reinigen mit nichtwaessrigen Loesungsmitteln

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DE970293C
DE970293C DEZ3188A DEZ0003188A DE970293C DE 970293 C DE970293 C DE 970293C DE Z3188 A DEZ3188 A DE Z3188A DE Z0003188 A DEZ0003188 A DE Z0003188A DE 970293 C DE970293 C DE 970293C
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DE
Germany
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cleaning
water
salts
detergents
perchlorethylene
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Expired
Application number
DEZ3188A
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English (en)
Inventor
Julius Rupert Zink
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JULIUS RUPERT ZINK
Original Assignee
JULIUS RUPERT ZINK
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L1/00Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods
    • D06L1/02Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods using organic solvents
    • D06L1/04Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods using organic solvents combined with specific additives

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Reinigen mit nichtwäßrigen Lösungsmitteln Bei der Durchführung der chemischen Reinigung, d. h. bei der Trockenreinigung, ist es üblich, den nichtwäßrigen Lösungsmitteln, wie Waschbenzin oder chlorierten Kohlenwasserstoffen, seifenähnliche Mittel zuzusetzen, um die Wirkung der Fettlöser auch nichtfettigen Verunreinigungen gegenüber zu fördern und ein Wiederaufziehen gelöster und schwebender Schmutzstoffe zu verhindern.
  • Diese in Benzin und/oder in chlorierten Kohlenwasserstoffen löslichen Reinigungsverstärker sind wasserhaltige oder wasserbindende, meist anionaktive Seifen, Verbindungen hochmolekularer Fett-Säuren mit anorganischen oder organischen Basen. Als Ausgangsstoffe zur Herstellung solcher Seifen dienen auch sulfonierte Fettsäuren und deren Abkömmlinge, wie sie beispielsweise in der USA.-Patentschrift z 327 182 beschrieben sind. In der britischen Patentschrift 453 523 werden an Stelle anionaktiver Seifen kationaktive Invertseifen, quaternäre Ammoniumverbindungen, als Reinigungsverstärker bei der Trockenreinigung verwendet. Bei der Anwendung dieser kationaktiven Hilfsmittel muß aber damit gerechnet werden, daß die Farben der zu reinigenden Kleidungsstücke mehr oder weniger verändert werden, wenn Färbungen mit Farbstoffen vorliegen, die saure Gruppen enthalten.
  • In der belgischen Patentschrift 51q 049 wird die Verwendung von höhermolekularen quaternären Ammoniumverbindungen, die Glykol oder Polyglykolreste enthalten, als Reinigungsverstärker erläutert, wobei diese Verbindungen durch Oxäthylierung von Fettaminen und anschließende Quaternierung mit Dimethylsulfat gewonnen werden. In dieser Patentschrift ist auch angegeben, daß man die höhermolekularen quaternären Ammoniumverbindungen nicht nur für sich allein, sondern auch in Mischung mit anderen anionaktiven oder nichtionogenen Stoffen verwenden kann. Auf Grund dieser Angaben ist zu unterstellen, daß es sich hier im Verhältnis zu den quaternären Ammoniumverbindungen um geringe Mengen der anionaktiven oder nichtionogenen Stoffe handelt. In diesem Fall liegt das sich bildende Salz somit im Überschuß mit der kationaktiven Verbindung vor. Auch kann bei Verwendung eines nichtionogenen Produktes überhaupt kein Salz aus der anionaktiven oder kationaktiven Verbindung gebildet werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man wesentlich bessere Ergebnisse hinsichtlich Reinigungsvermögen und Schmutztragevermögen bzw. Filtergängigkeit der Flotten. erhält, wenn man nichtwäßrige Reinigungsflüssigkeiten. verwendet, welche Salze kationaktiver hochmolekularer Basen mit Netz-, Wasch-oder Dispergiermitteln, die saure Gruppen aufweisen, in Mischung mit einem oder mehreren anionaktiven und bzw. oder nichtionogenen Wasch-, Netz- oder Dispergiermittel(n) enthalten. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Salze in Gegenwart geringer Mengen Wasser in den organischen Lösungsmitteln Verwendung finden. Die Salze sind meist wasserunlösliche Fällungsprodukte, sofern sie keine Gruppen enthalten, die die Wasserlöslichkeit vermitteln, z. B. Po-lyglykolgruppen.
  • Im Vergleich zu den Einzelkomponenten ist die wasserbindende und reinigende Wirkung der Salze in Verbindung mit den überschüssigen Mengen an anionaktiven und/oder nichtionogenen Wasch-, Netz- und Reinigungsmitteln erheblich größer, zumal dann, wenn die Salze in dispergierter Form vorliegen. Die Nebenwirkungen rein kationaktiver Hilfsmittel bzw. solcher Hilfsmittel, die erhebliche überschüssige Mengen kationaktiver Komponenten enthalten, auf farbige Gewebe sind bei der Verwendung der beanspruchten Mischung ausgeschaltet. Dieser Unterschied gegenüber der bisher bekannten Verwendung von saurem Kaliumoleat oder höhermolekularen quaternierten Fettsäureamiden ergibt sich aus der nachstehend aufgeführten Versuchsreihe, zu der Stoffstreifen benutzt wurden, die aus einem Arbeitsanzug stammten, der während seiner Tragezeit einer wiederholten Trockenreinigung in Perchloräthylen unterzogen wurde. Die Streifen wurden bei Zimmertemperatur unter äußerlich gleichen Bedingungen 35 Minuten in Perchloräthylen, dem die verschiedenen Reinigungsverstärker zugesetzt wurden, bei einem Flottenverhältnis von i : io (Volumen) behandelt, das Lösungsmittel abgegossen und sein Aussehen beurteilt. Zum Vergleich wurden herangezogen.: a. Perchloräthylen ohne Zusatz 2. Saures Kaliumoleat, 5 g in 1 1 Perchloräthylen gelöst a) ohne Wasserzusatz b) mit o,o5 ccm Wasser auf 2o ccm Perchloräthylen 3. Hochmolekulares Fettsäureamid, 5 g in 1 1 Perchloräthylen a) ohne Wasserzusatz b) mit o,o5 ccm Wasser auf 20 ccm Perchloräthylen 4.. Saures Kaliumoleat mit Amidzusatz, 5 g in 1 I Perchloräthylen a) ohne Wasserzusatz b) mit o,o5 ccm Wasser auf 20 ccm Perchloräthylen.
  • Zu Versuch 3 wurde ein hochmolekulares Fettsäureamid nachstehender Formel herangezogen: Zu Versuch q. wurden 2o Teile handelsübliches saures Kaliumoleat mit 5 Teilen einer ioo/oigeti wäßrigen Lösung des gleichen kationaktiven Amids versetzt und zum Trocknen gebracht. An den abgegossenen Lösungsmitteln der Versuche 1, 2 a und 2 b konnte, abgesehen von der Ausflockung der Seife, keine nennenswerte Anfärbung des Lösungsmittels festgestellt werden. Der Versuch 31) (kationaktiv) ergab eine schwache Anfärbung, dagegen die Mischung in Versuch q.b eine stärkere bräunliche Färbung des nach längerem Stehen klaren Lösungsmittels, in dem sich durch Schütteln leicht vierteilbare Schlammwolken von dunkelbrauner Farbe zeigten.
  • Gleiche Wirkungen ergaben sich bei Versuchen mit Salzen anderer Invertseifen mit neutralen Oleaten oder sulfogruppenhaltigen Waschmitteln, oder Emulgatoren.
  • Bei dem starken Einfluß der Wasserfeuchtigkeit ist es naheliegend, entsprechende Wassermengen entweder mit den beanspruchten Reinigungshilfsmitteln zu verwenden oder deren Einzelbestandteile teils in den Fettlösern, teils in dem zuzusetzenden Wasser gelöst zur Anwendung zu bringen.
  • Die Löslichkeit der Reaktionskomponenten oder ihrer Gemische kann auch durch Zusatz mehr oder weniger waschinaktiver Hilfslöser, wie z. B. Ölsäure, beeinflußt werden.
  • Die Trockenreinigung kann auch in der Weise durchgeführt werden, daß man besonders verschmutzte Teile eines Kleidungsstückes mit einer stärkeren Lösung oder wasserhaltigen Emulsion eines Salzes, aus anion- und kationaktiven Seifen vorbehandelt. Auch können anionaktive und/oder nichtionogene Waschmittel in wäßriger Lösung zum Vorbehandeln bestimmter Flecken herangezogen werden, die dann in das Lösungsmittelbad eingebracht werden, das die Salze aus anion- und kationaktiver Verbindung als Reinigungsverstärker enthält.
  • Es ist üblich, diesen Reinigungsbädern ein Spülbad folgen zu lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von Salzen kationaktiver hochmolekularer Basen mit Netz-, Wasch- oder Dispergiermitteln, die saure Gruppen enthalten, in Mischung mit einem oder mehreren anionaktiven und/oder nichtionogenen Wasch-, Netz-oder Dispergiermittel(n) zum Reinigen mit nichtwäßrigen Reinigungsmitteln, gegebenenfalls unter Zusatz von Wasser. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 327 182; britische Patentschrift Nr. 453 523; belgische Patentschrift Nr. 514o49; »Soap & Sanitary Chemicals«, 1951, S.43ff; deutsche Patentanmeldungen F 3o99IVa/23e (bekanntgemacht am B.5.52), W 7393 IVa/23e (bekanntgemacht am B. i. 53).
DEZ3188A 1953-01-10 1953-01-10 Reinigen mit nichtwaessrigen Loesungsmitteln Expired DE970293C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE514049A (de) * 1951-09-07
GB453523A (en) * 1935-03-13 1936-09-14 Ici Ltd Improved process of dry cleaning
US2327182A (en) * 1939-01-14 1943-08-17 Allied Chem & Dye Corp Dry-cleaning composition

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