DE970282C - Verfahren zur Gewinnung und Abfoerderung der hereingewonnenen Kohle im bergmaennischen Untertagebetrieb beim Streckenvortrieb mit schneidend arbeitenden Gewinnungsmaschinen und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung und Abfoerderung der hereingewonnenen Kohle im bergmaennischen Untertagebetrieb beim Streckenvortrieb mit schneidend arbeitenden Gewinnungsmaschinen und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses VerfahrensInfo
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- DE970282C DE970282C DED2825D DED0002825D DE970282C DE 970282 C DE970282 C DE 970282C DE D2825 D DED2825 D DE D2825D DE D0002825 D DED0002825 D DE D0002825D DE 970282 C DE970282 C DE 970282C
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21F—SAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
- E21F13/00—Transport specially adapted to underground conditions
- E21F13/06—Transport of mined material at or adjacent to the working face
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Description
- Verfahren zur Gewinnung und Abförderung der hereingewonnenen Kohle im bergmännischen Untertagebetrieb beim Streckenvortrieb mit schneidend arbeitenden Gewinnungsmaschinen und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewiiinung und Abförderung der hereingewonnenen Kohle im bergmännischen Untertagebetrieb. beim Streckenvortrieb mit schneidend arbeitenden Gewinnungsmaschinen, welche den gesamten oder einen wesentlichen Teil des Streckenstoßes hereingewinnen, und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
- Sie bezweckt, durch eine neuartige Abförderung der mechanisch gelösten Kohle sowohl eine Leistungssteigerung bei der Gewinnung zu erzielen, wie Gefahrenmomente für die Arbeiter, insbesondere schädliche gesundheitliche Einflüsse auszuschalten, die sich als Folge der bei der Gewinnung auftretenden Staubentwicklung und der durch die Schneidarbeit entstehenden Wärme ergeben.
- Vor allem in Untertagebetrieben, in denen in die hereingewinnende Kohle Gesteinsschichten eingelagert sind, führt die Staubentwicklung zu der Gefahr der Silikoseerkrankung (Gesteinsstaublunge), so daß strenge bergpolizeiliche Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung vorgeschrieben sind. Die zu diesem Zweck in der Regel angewendete Befeuchtung der Betriebspunkte ist jedoch nicht nur lästig, sondern auch im Hinblick auf den elektrischen Maschinenantrieb aus Sicherheitsgründen bedenklich. Die zweite leistungsliemmende und gesundheitsschädliche Gefahrenquelle bildet die beim Schneidvorgang der Vortriebsmaschine entstehende Reibungswärme, auf Grund deren Temperaturen bis zu 100' C auftreten können und die sich auf die Unigebung der Maschine überträgt. Bereits bei einer Temperatur von nur 28' C vor Ort aber ist berbehördlich eine Verkürzung der Arbeitszeit um zwei Stunden vorgeschrieben. Die hierdurch bei einer gegebenen täglichen Vortriebsleistung bedingte stärkere Belegung des Arbeitsplatzes verursacht aber eine so erhebliche Verringerung der Leistung je Mann und Schicht, daß hierdurch die Wirtschaftlichkeit des Betriebes in Frage gestellt werden kann. Der naheliegende Gedanke, die Wärme auf dem üblichen Wege durch blasende oder saugende Luttenbewetterung abzuführen, scheitert an den außerordentlich großen Wetterrnengen von ioo bis 1 11 150 cbm je Min., die hierfür erforderlichsein würden. Durch den dabei entstehenden Wetterzug würde nicht nur die zum Teil als Staub anfallende Kohle in unerträglichem Maße aufgewirbelt, sondern auch außerdem zusätzliche Gesundheitsschäden bei der Belegschaft hervorgerufen. Bei einer Niederschlagung des Staubes durch Anfeuchten ergäbe sich zwangläufig eine solche Steigerung des Feuchtigkeitsgehaltes der sehr erwärmten Grubenluft, daß auch hierdurch leistungsheinmende und gesundheitsschädliche Auswirkungen bedingt wären.
- Gemäß der Erfindung werden diese Schwierigkeiten dadurch beseitigt, daß die durch die schneidend arbeitende Gewinnungsmaschine mechanisch gelöste und auf die für die pneumatische Förderung geeignete Korngröße zerkleinerte Kohle unter gleichzeitiger Absaugung des beim Lösevorgang entstehenden Staubes und Abführung der bei der Schneidarbeit entstehenden Wärme gemeinsam pnenniatisch abgefördert werden. Es wird also die Gewinnungsmaschine unter Zwischenschaltung einer Zerkleinerungsvorrichtung an eine Satigförderleitung angeschlossen, die ihrerseits in entsprechender Entfernung vom Arbeitsort in einem Abscheider für das Kohlenklein mündet, der auch mehreren Gewinnungsmaschinen gleichzeitig zugeordnet sein kann.
- Pneumatische Saug- und Druck-Transportanlagen sind im Übertagebetrieb vielfach bekannt. Auch im Untertagebetriebe hat man bereits derartige Einrichtungen vorgesehen, jedoch bisher lediglich zum Zwecke der Förderung des vorhandenen Schüttgutes bzw. anfallenden Haufwerks selbst, d. h. einen von dem durch die Erfindung angestrebten grundverschiedenen Zwecke.
- Eine grundsätzliche Ausführungsform der zur Durchführung des neuen Verfahrens dienenden Vorrichtung ist in den Abbildungen veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i die Ges*amtanordnung in der Längsansicht und Abb. 2 und 3 den Streckenvortrieb im Querschnitt.
- In den Abbildungen ist mit a das Schneidwerkzeug der Gewinnungsmaschine mit dem Getriebe b -, dem Antriebsmotof c und dem Fahrwerk d bezeichnet. Von den Schaufeln e des Schneidwerkzeuges a wird das anfallende Haufwerk auf die Schurre f ausgetragen, die durch eine Verkleidung als Einlauftrichter zum Saugrohr g der Saugförderleitung h ausgebildet ist. Die Schurre f kann feststehend sein. Mit besonderem Vorteil wird sie'jedoch mit einer mechanischen Fördereinrichtung versehen oder als solche ausgebildet, beispielsweise sich nach Art einer Schüttelrinne hin- und herbewegend oder mit einem schnell laufenden Kurzförderband ausgerüstet. Hierdurch wird dem Fördergut eine zusätzliche Eigenbeschleunigung erteilt und der Kraftaufwand für den Saug- und Fördervorgang entsprechend verringert. Der Schurre f ist ein kleiner Steinbrecher zugeordnet, oder diese kann auch ganz durch einen Brecher ersetzt werden, -um zu grobstückig anfallendes Haufwerk auf eine der Förderanlagge und ihrer Saugleitung angepaßte Größe zu zerkleinern. Die Saugleitung k ist unter der Gewinnungsmaschine so angeordnet, daß die Maschinenach Bedarf darüber hinwe,- verfahren werden kann. Da das Saugrohrl? entsprechend dem Arbeitsfortschritt derMaschineständignachgezogenwerdenmuß, istes beispielsweise teleskopartig verschiebbar ausgebildet. Nach dem Ausfahren der ganzen Rohrlänge wird das Saugrohr g von der Saugleitung le abgeschlagen, durch ein festes Paßstück ersetzt und an dessen freiem Ende wieder angeschlagen. Zur möglichsten Verhinderung einer Wärmeabstrahlung in die Umgebung kann die Saugleitung le außen in geeigneter Weise isoliert sein. In betriebsüblicher Entfernung von der Gewinnungsniaschine endet die Sa.ugförderleitiing k in dem Abscheider i, aus dein das Fördergut in bekannter Weise abgezogen wird. Die Maschinenanlage 1 erzeugt die zur Bewältigung der Förderarbeit erforderliche Saugluft.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE-i. Verfahren zur Gewinnung und Abförderung der hereingewonnenen Kohle im bergmännischen Untertagebetrieb beim Streckenvortrieb mit schneidend arbeitenden Gewinnungsmaschinen, welche den gesamten oder einen wesentlichen Teil des Streckenstoßes hereingewinnen, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanisch gelöste und auf die für die pneumatische Förderung geeignete Korngröße zerkleinerte Kohle unter gleichzeitiger Absaugung des beim Lösevorgang entstehenden Staubes und Abführung der bei der Schneidarbeit entstehenden Wärme gemeinsam pneuinatisch abgefördert werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die schneidend arbeitende, den ganzen oder einen wesentlichen Teil des Streckenstoßes hereingewinnende Gewinnungsmaschine über eine als Einlauftrichter ausgebildete, abgedeckte Schurre an die Saugförderleitung angeschlossen ist, durch die das Kohlenklein einem Abscheider, durch welchen es aus dem Saugluftstrom entnommen wird, zugeführt wird. 3. Vorrichtung nach Ansprach 2, dadurch gekennzeichnet, daß die als Einlauftrichter der Saugförderleitung dienende Schurre gleichzeitig als mechanischer Förderer ausgebildet ist und dem Fördergut im Zuge seiner Einführung in die Saugförderleitung eine eigene Beschleunigung erteilt. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen:2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Schurte und die eigentliche Saugförderleitung ein leicht auswechselbares, teleskopartig verschiebbares Saugrohr eingeschaltet ist. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schurre eine Zerkleinerungsvorrichtungzugeordnet bzw. diese durch eineZerkleinerungsvorrichtung ersetzt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 685 6o6, 642 865; USA.-Patentschriften Nr. 2 ioo 178, 1 999 261.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED2825D DE970282C (de) | 1943-06-30 | 1943-06-30 | Verfahren zur Gewinnung und Abfoerderung der hereingewonnenen Kohle im bergmaennischen Untertagebetrieb beim Streckenvortrieb mit schneidend arbeitenden Gewinnungsmaschinen und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
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| DED2825D DE970282C (de) | 1943-06-30 | 1943-06-30 | Verfahren zur Gewinnung und Abfoerderung der hereingewonnenen Kohle im bergmaennischen Untertagebetrieb beim Streckenvortrieb mit schneidend arbeitenden Gewinnungsmaschinen und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE970282C true DE970282C (de) | 1958-09-04 |
Family
ID=7030187
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED2825D Expired DE970282C (de) | 1943-06-30 | 1943-06-30 | Verfahren zur Gewinnung und Abfoerderung der hereingewonnenen Kohle im bergmaennischen Untertagebetrieb beim Streckenvortrieb mit schneidend arbeitenden Gewinnungsmaschinen und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE970282C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2739825A4 (de) * | 2011-08-03 | 2016-07-27 | Joy Mm Delaware Inc | Materialhandhabungssystem für abbaumaschine |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1999261A (en) * | 1932-06-22 | 1935-04-30 | American Car & Foundry Co | Machine for handling mine cuttings |
| DE642865C (de) * | 1933-05-17 | 1937-03-17 | Heinrich Fuss | Maschine zur Herstellung von Querschlaegen, Tunneln u. dgl. mit Schutzschirm |
| US2100178A (en) * | 1936-05-11 | 1937-11-23 | Pittsburgh Coal Company | Coal mining machine |
| DE685606C (de) * | 1938-02-03 | 1939-12-21 | Eickhoff Geb | Schraem- oder Kerbmaschine mit einer Vorrichtung zum Absaugen des Schraemstaubes |
-
1943
- 1943-06-30 DE DED2825D patent/DE970282C/de not_active Expired
Patent Citations (4)
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