DE968692C - Vorrichtung zur reihenweisen gleich starken Erhitzung gleicher Teile mittels induzierter Stroeme, insbesondere von Netzfrequenz - Google Patents
Vorrichtung zur reihenweisen gleich starken Erhitzung gleicher Teile mittels induzierter Stroeme, insbesondere von NetzfrequenzInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B6/00—Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
- H05B6/02—Induction heating
- H05B6/06—Control, e.g. of temperature, of power
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- Electromagnetism (AREA)
- General Induction Heating (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 17. APRIL 1958
A 8172 VIIIdJs ih
(Ges. v. 15. 7.1951)
Bei der Reproduktion von Induktionsglühprozessen kommt es darauf an, daß den Werkstücken stets
die gleiche Wärmemenge zugeführt wird, da im Hinblick auf die verhältnismäßig kurzen Anheizzeiten
bei der Induktionserwärmung die Wärme vorwiegend für die Auffüllung der Wärmekapazitäten
des Glühgutes erzeugt wird, während nur geringe Wärmemengen durch Abstrahlung und Konvektion
verlorengehen,, ohne zur Temperaturerhöhung beizutragen.
Um eine einwandfreie Reproduktion zu ermöglichen, hat man bislang Zeitrelais benutzt, die bei
konstant gehaltener Spannung nach einer vorgegebenen Zeit die Stromzufuhr zur Glühspule abschalteten.
Wird bei der Induktionsbeheizung eine niedere Frequenz, beispielsweise die normale Netzfrequenz,
angewendet, dann kann für die Dosierung der zugeführten elektrischen Energie ein üblicher Festmengenzähler
verwendet werden. Dadurch wird der Einfluß von Netzschwankungen auf die Glühtemperatur
gegenüber der Schaltung mittels Zeitrelais in gewissem Umfang ausgeschaltet. Ein Fehler in der
Energiedosierung bzw. in der Glühtemperatur tritt erst dann ein, wenn die Netzspannung sehr große
Abweichungen und so große Unterschiede in der Anheizzeit aufweist, daß die verschiedenen Wärmeverluste
(Strahlung und Konvektion) gegenüber der gespeicherten Nutzwärmemenge bemerkbar werden.
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Die üblichen Festmengenzähler sind für die vorgesehenen Zwecke, etwa als Münzautomaten, so bemessen,
daß sie bei einer beispielsweisen Höchstleistung von etwa iooo W nach dem Verbrauch einer
Energie von einigen kWh die Abschaltung des Verbrauchers bewirken. Demnach können hiermit nur
Zeiten in der Größenordnung von Stunden geschaltet werden. Die Glühzeiten für den Anlaßprozeß an
Granaten betragen aber nur wenige Minuten (4 bis
ίο 8 Minuten). Nun ist die Drehbewegung des Abschaltorgans
im Festmengenzähler von der Drehung der Zählerachse sehr weit ins Langsame übersetzt.
Die Vertauschung eines Zahnradpaares im Räderwerk des Zählers mit der Übersetzung 5:1 verwandelt
die Übersetzung in den Wert ι :ζ, so daß durch
diesen Eingriff die Schaltzeit auf den 25ten Teil herabgesetzt wird. Mit einem derart abgeänderten
Zähler können die Schaltzeiten erreicht werden, wie sie für das Anlassen beispielsweise von Granaten
erwünscht sind.
Man kann dem Zähler über einen Stromwandler den Induktorstrom und über einen Spannungswandler
oder direkt die Netzspannung in passender Übersetzung, die, ohne den Zähler zu überlasten, zu den
erwünschten Schaltzeiten bzw. Energiemengen führt, zuführen. Die Genauigkeit des Festmengenzählers
bei normalen Schwankungen des Netzes ist noch so hoch, so daß ein Fehler in der eingestellten Zeit vernachlässigbar
ist. Weitere Fehler können einfach dadurch behoben werden, daß die Netzfrequenz über
ein Potentiometer an den Zähler gegeben wird und man durch eine entsprechende Einstellung des Potentiometers
den Zählerfehler von vornherein ausgleicht.
Die Anordnung gestattet gleichzeitig die Dosierung der vom Netz zu entnehmenden Bruttoenergie,
d. h. der Energie, die zur Deckung der Nutzenergie (Wärme am Werkstück) und der Verluste im Induktor,
in dessen Zuleitungen und eventuell im Zwischentransformator, die in Anbetracht großer Blindströme
beträchtlich sein können, dient. Ist aus irgendwelchen Gründen, z. B. wegen geringfügiger Abweichungen
im Kopplungsverhältnis des Glühgutes, Verschiedenheiten in der Permeabilität oder im
elektrischen Leitwert des Werkstückes der Nutzwiderstand und damit die Leistungsaufnahme des
Glühgutes im Verhältnis zu den Kupferverlusten des Induktors verschieden, dann bringt die Dosierung
auf Netzspannung die vorgenannten Streuungen des Materials bzw. der Kopplung in Streuungen
der Endtemperatur zum Ausdruck.
Um diesem Nachteil abzuhelfen, wird dem Festmengenzähler nicht die Netzspannung, sondern gemäß
der Erfindung die Spannung einer Hilfswicklung, die um den Induktor gelegt und tunlichst mit
allen Feldlinien verkettet ist, die an der Wirbelstrombildung im Werkstück beteiligt sind, zugeführt.
In Fig. ι ist hierfür ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Gegenstand der Erfindung ist daher eine
Vorrichtung zur reihenweisen gleichstarken Erhitzung gleicher Teile mittels induzierter Ströme, insbesondere
von Netzfrequenz, unter Verwendung eines Festmengenzählers zur Steuerung der Abschaltung
des Induktorstromes, die dadurch gekennzeichnet ist, daß dem Festmengenzähler die in einer
mit dem Induktor gekoppelten Hilfsspule induzierte Spannung zugeführt ist.
Um die Arbeitsweise dieser Meßwirkung M (Fig. 1) zu erläutern, soll die Tätigkeit des Festmengenzählers
Z bei Betrieb des Induktors / ohne Werkstück W für den Fall der Spannungsspeisung
vom Netz und für die Spannungsentnahme von der Hilfswicklung M gegenüberstellend betrachtet werden.
Bei zugeführter Netzspannung wird der Festmengenzähler abschalten, sobald die Induktorverluste
die eingestellte Festmenge verbraucht haben. Im Falle der Anwendung der erfindungsgemäßen
Meß wicklung bleibt aber der Zähler stehen, da ja
die mit der Wicklung gemessene EMK mit dem Induktorstrom um 900 el. phasenverschoben ist.
Diese Arbeitsweise ist allein richtig, weil ja im Falle des Leerlaufes, d. h. bei fehlendem Werkstück,
tatsächlich auch keine Nutzenergie abgegeben wird. Die von der Meßwicklung entnommene Spannung
reagiert aber auf jede Dämpfung bzw. ohmsche Ankopplung des mit ihr verketteten Feldes mit einer
entsprechenden Wattkomponente, die den Verbrauch an Nutzenergie zum Ausdruck bringt.
Die Meßwicklung erfordert zehn bis zwanzig Windungen, wenn die Induktorspannung 10 bis 15 V
und die zulässige Spannungsbeanspruchung des Zählers 220 V beträgt. Die Unterbringung einer solchen
Spule ist auch möglich, wenn, wie dies meist der Fall ist, für die Induktionserwärmung mit Netzfrequenz
Eisenpakete verwendet werden, die in der Mitte zur Erzielung einer gleichmäßigen Temperatur
über dem Werkstück ausgespart werden. Diese Aussparung bietet für die Meßwicklung ausreichend
Platz.
Die vorbeschriebene Maßnahme bewirkt eine voll- 10a kommen gleiche Energiezufuhr an die Werkstücke,
gleichgültig, ob sich diese in den Materialkonstanten, wie Permeabilität und elektrischer Leitfähigkeit, in
den Abmessungen oder in der Lage zum Induktor auch noch so sehr unterscheiden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Vorrichtung zur reihenweisen gleich starken Erhitzung gleicher Teile mittels induzierter Ströme, insbesondere von Netzfrequenz, unter Verwendung eines Festmengenzählers zur Steuerung der Abschaltung des Induktorstromes, dadurch gekennzeichnet, daß dem Festmengenzähler die in einer mit dem Induktor gekoppelten Hilfsspule induzierte Spannung zugeführt ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 374 500, 647 699.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709 955/39 4.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA8172D DE968692C (de) | 1943-06-16 | 1943-06-16 | Vorrichtung zur reihenweisen gleich starken Erhitzung gleicher Teile mittels induzierter Stroeme, insbesondere von Netzfrequenz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA8172D DE968692C (de) | 1943-06-16 | 1943-06-16 | Vorrichtung zur reihenweisen gleich starken Erhitzung gleicher Teile mittels induzierter Stroeme, insbesondere von Netzfrequenz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE968692C true DE968692C (de) | 1958-04-17 |
Family
ID=6921432
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA8172D Expired DE968692C (de) | 1943-06-16 | 1943-06-16 | Vorrichtung zur reihenweisen gleich starken Erhitzung gleicher Teile mittels induzierter Stroeme, insbesondere von Netzfrequenz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE968692C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1300185B (de) * | 1965-04-13 | 1969-07-31 | Aeroquip Ag | Induktionswerkzeug |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE374500C (de) * | 1915-11-17 | 1923-04-24 | Thomas E Murray Jr | Vorrichtung zur Regelung der Energiezufuhr zu den Elektroden von elektrischen Widerstandsschweissmaschinen |
| DE647699C (de) * | 1930-04-30 | 1937-07-10 | Aeg | Anordnung zum selbsttaetigen Betrieb elektrischer Widerstandsoefen, bei der die Heizwicklungen des Ofens durch einen Temperaturregler mit Verzoegerung von Dreieck- auf Sternschaltung umgeschaltet werden |
-
1943
- 1943-06-16 DE DEA8172D patent/DE968692C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE374500C (de) * | 1915-11-17 | 1923-04-24 | Thomas E Murray Jr | Vorrichtung zur Regelung der Energiezufuhr zu den Elektroden von elektrischen Widerstandsschweissmaschinen |
| DE647699C (de) * | 1930-04-30 | 1937-07-10 | Aeg | Anordnung zum selbsttaetigen Betrieb elektrischer Widerstandsoefen, bei der die Heizwicklungen des Ofens durch einen Temperaturregler mit Verzoegerung von Dreieck- auf Sternschaltung umgeschaltet werden |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1300185B (de) * | 1965-04-13 | 1969-07-31 | Aeroquip Ag | Induktionswerkzeug |
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