DE968169C - Vorrichtung zur Messung der Differenzdrehzahl zweier Wellen - Google Patents

Vorrichtung zur Messung der Differenzdrehzahl zweier Wellen

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DE968169C
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DE
Germany
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induction
machine
voltage
speed
shafts
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DER14199A
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Inventor
Dipl-Ing Karl Heinz Blass
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Phoenix Rheinrohr AG
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Phoenix Rheinrohr AG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/42Devices characterised by the use of electric or magnetic means
    • G01P3/56Devices characterised by the use of electric or magnetic means for comparing two speeds

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Synchronous Machinery (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Messung der Differenzdrehzahl zweier Wellen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Messung und/oder Regelung der Differenzdrehzahl zweier Wellen, bei der auf den beiden.
  • Wellen Einrichtungen angeordnet sind, deren Zusammenwirken einen Rückschluß auf die Differenz drehzahl erlaubt.
  • Die bisher vielfach angewendeten Verfahren, die auf der Drehzahlmessung an jeder der beiden zu vergleichenden Wellen und Differenzbildung der Meßwerte beruhen, sind ungenau, da hier eine Differenz zweier nur wenig voneinander abweichender Meßwerte gebildet wird. Beide Meßwerte sind mit Fehlern behaftet, die bei kleinen Differenzen in der Größenordnung der Differenz liegen können oder noch höher sind.
  • Besondere Schwierigkeiten bereitet der Meßvorgang dann, wenn die Geschwindigkeiten durch Fühlrollen gemessen werden sollen, die einerseits eine niedrige Drehzahl haben, andererseits aber durch die Messung nicht stark belastet werden durfen, denn die Kraftübertragung auf die Fühlrollen erfolgt durch Reibung, so daß jede merkliche Belastung der Fühlrollen zu einer schlüpfenden Kraftübertragung und damit zur Verfälschung des Meßergebnisses führen kann. Es ist versucht worden, die Drehzahl der Fühlrollen ins Schnelle zu übersetzen, z. B. im Verhältnis 1 : 23, und die übersetzten Drehzahlen zu vergleichen. Hierbei war es jedoch erforderlich, die beiden Fühlrolleneinrichtungen durch besondere Stützmotoren, welche z. B. Hauptstromcharakteristik besitzen, zu unterstützen, um das hohe Reibungsmoment zu überwinden.
  • In der Eisenbahntechnik ist eine Vorrichtung bekannt, bei der mit den zu prüfenden Achsen z. B. einer elektrischen Lokomotive je ein Widerstandsumformer zur Erzeugung von Drehstrom gekuppelt ist; der eine Widerstandsumformer wird mit Gleichstrom gespeist und der erzeugte Drehstrom dem zweiten Widerstandsumformer zugeführt, an dessen Schleifringbürsten ein Gleichstromvoltmeter oder eine Wechselstromklingel angeschlossen ist.
  • Eine solche Einrichtung hat vor allem den Nachteil, daß in den Widerstandsumformern eine beträchtliche Gleichstromleistung in Verlustwärme umgesetzt wird. Ferner ist zum Betrieb dieser Einrichtungen Gleichstrom erforderlich, dessen Herstellung in der gewünschten Spannung kostspielig und schwierig ist, da Gleichstrom meistens an der Verbraucherstelle erst erzeugt werden muß.
  • Schließlich erfordert die beschriebene Einrichtung zum Betrieb der Widerstandsumformer Kommutatoren, die eine starke Bürstenreibung und damit eine erhebliche Belastung der zu messenden Wellen bedingen. Kommutatoren sind zudem störungsanfälLig, neigen zur Funkenbildung und sind teuer.
  • Weiter ist eine Einrichtung zur Messung der Drehzahldifferenz von Wellen bekannt, welche durch Gleichstrommotoren angetrieben sind. Hier werden die durch Anzapfung der Wicklungen von Gleichstromteilnehmermotoren gewonnenen Wechselspannungen überlagert, und die Schwebungsfrequenz kann dann durch eine Stoppuhr-Relais-Anordnung gemessen werden. Der Nachteil dieser Einrichtung ist, daß die zu vergleichenden Wellen von Gleichstrommotoren angetrieben sein müssen.
  • Durch dieses Verfahren können daher alle diejenigen Wellen nicht verglichen werden, welche durch Kraftmaschinen anderer Art, z. B. durch Verbrennungsmaschinen, angetrieben sind.
  • Gemäß der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Messung und/oder Regelung der Differenzdrehzahl zweier Wellen vorgesehen, bei der auf den Wellen Induktionseinrichtungen angeordnet sind, deren erste im Primärteil mit Wechselspannungen erregt ist und deren Sekundärteil mit dem Primärteil der zweiten Induktionseinrichtung derart zusammengeschaltet ist, daß im Sekundärteil der zweiten Induktionseinrichtung eine Spannung entsteht, deren Schwebungsfrequenz -zur Messung und/oder Regelung der Differenzdrehzahl verwendbar ist.
  • Die erste Induktionseinrichtung kann dabei im Primärteil derart erregt sein, daß sie ein im Raum stillstehendes Wechselfeld als Erregerfeld besitzt und in dem dreiphasigen, mit der ersten Welle verbundenen Sekundärteil Spannungen induziert werden, welche in dem räumlich stillstehenden dreiphasigen Primärteil der zweiten Induktionseinrichtung ein synchron mit dem Sekundärteil der ersten Induktionseinrichtung sich drehendes Wechselfeld aufbauen, so daß in dem mit der zweiten Welle verbundenen Sekundärteil der zweiten Induktionseinrichtung der Drehzahldifferenz entsprechende Wechselspannungen erzeugt werden.
  • Die Ausgangsspannung der zweiten Induktionseinrichtung kann an ein induktives Ubertragungssystem angeschlossen sein, welches als Kompensationseinrichtung für die Ausgangsspannung der genannten zweiten Induktionseinrichtung dient, während die Einstellung bzw. Drehzahl der Kompensationseinrichtung zur Messung und/oder Regelung der Differenzdrehzahl dient. Als Kompensationseinrichtung bzw. induktives Übertragungssystem kann dabei eine Induktionsmaschine verwendet werden, deren Ausgangsspannung durch Beeinflussung der Drehzahl des Antriebes dieser Maschine selbsttätig konstant gehalten wird.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die als Kompensationseinrichtung dienende Induktionsmaschine im Primärteil dreiphasig derart ausgelegt, daß die angelegte Ausgangsspannung der zweiten Induktionsmaschine ein sich mit der Differenzdrehzahl der Wellen im Raum drehendes Wechselfeld aufbaut und der Sekundärteil derart ausgelegt ist, daß bei Gleichlauf des Sekundärteiles mit dem Erregerfeld im Sekundärteil keine oder eine konstante Spannung induziert wird. Die als Kompensationseinrichtung dienende Induktionsmaschine kann dabei über ein Untersetzergetriebe mit einer drehzahlregelbaren Gleichstrommaschine gekuppelt sein.
  • Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können die Ausgangsklemmen des. als Kompensationseinrichtung dienenden induktiven aber tragungssystems über einen Verstärker oder Umformer, welcher Gleichspannung liefert, an die Erregerseite eines Generators geschaltet sein, welcher eine der Änderung der Ausgangsspannung des dritten induktiven Übertragungssystems entsprechende, im Sinne einer Kompensation wirkende Spannung erzeugt, welche an den Ankerkreis der Antriebseinrichtung für das dritte Übertragungssystem geschaltet ist.
  • Der Grundgedanke der Erfindung ist also, auf elektrischem Wege die Drehwinkel der beiden Wellen zu vergleichen, ähnlich wie dies auf mechanischem Wege durch ein Differentialgetriebe erfolgt.
  • Bei Anwendung der Erfindung ist es nunmehr möglich, die Drehzahldifferenz der beiden Wellen auf elektrischem Wege exakt darzustellen und diesen Differenzwert zu messen. Die dabei auftretenden Meßfehler treten nur noch in Prozenten des Differenzwertes auf, so daß die Meßgenauigkeit gegenüber den eingangs beschriebenen Verfahren um eine oder mehrere Größenordnungen gesteigert ist.
  • Gegenüber den bekannten Vorrichtungen besitzt die Vorrichtung gemäß der Erfindung den Vorteil, daß infolge der transformatorischen Wirkung (umlaufende Wechselfelder) der Induktionseinrichtun- gen praktisch leistungslos gearbeitet werden kann.
  • Es ist außer dem geringen Eigenverbrauch der Meßgeräte nur die Verlustleistung aufzubringen.
  • Bei dem in Walzwerken usw. vielfach üblichen Dauerbetrieb ist dies von großer Bedeutung, insbesondere wegen der geringen Erwärmung der genannten Einrichtungen. Auch ist grundsätzlich zum Betrieb der Vorrichtung gemäß der Erfindung lediglich Drehstrom bzw. Wechselstrom technischer Frequenzen erforderlich, da die in den noch zu beschreibenden Ausführungsformen teilweise vorgesehenen Gleichstrommaschinen auch ohne Schwierigkeit durch geeignete Drehstromaggregate ersetzt werden können. Die Erfindung ist unabhängig von dem Antrieb der in bezug auf ihre Drehzahl zu vergleichenden Wellen.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
  • Fig. I zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel und Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • Mit den beiden Wellen I und 2, deren Drehzahldifferenz gemessen und/oder geregelt werden soll, sind zwei induktive Übertragungssysteme 3 und 4 gekupFpelt. Diese induktiven Übertragungssysteme sind in den vorliegenden Beispielen als Induktionsmaschinen ausgeführt, deren Läufer auf den zu vergleichenden Wellen befestigt sind. Die Induktionsmaschinen können auch über geeignete Kraftübertragungseinrichtungen mit den zu vergleichenden Drehsystemen gekuppelt sein. Die erste Induktionsmaschine 3 besitzt eine einpolige Erregerwicklung im Ständer, welche über Klemmen I3 durch eine Wechselspannung erregt wird. Diese Wechselspannung kann im Bereich der üblichen technischen Frequenzen (z. B. 50 Hz) liegen, es können aber auch einige hundert Hz oder noch höhere Frequenzen verwendet werden. Der Läufer der Maschine 3 ist nach Art eines Drehstromläufers dreipolig ausgeführt und kann im Dreieck oder im Stern geschaltet sein. Die Enden der Läuferwicklung sind an Schleifringe 14 geführt, und die an den Schleifringen 14 auftretende Spannung wird über (nicht dargestellte) Bürsten und Leitungen I5 an die Erregerklemmen I6 des zweiten induktiven Übertragungssystems geführt.
  • Das ebenfalls als Induktionsmaschine 4 ausgebildete zweite induktive Übertragungssystem ist ständerseitig dreipolig ausgelegt, und die Ständerwicklung kann im Dreieck oder im Stern geschaltet sein. Der Läufer ist ebenfalls dreipolig ausgelegt.
  • Die Enden der Läuferwicklung sind an Schleifringe I7 geführt, deren Spannung über (nicht dargestellte) Bürsten und Leitungen 20 abgeführt werden kann.
  • Zur Veranschaulichung der Wirkungsweise der zunächst beschriebenen Systeme werden vier Betriebsfälle angenommen: I. Die Wellen I und 2 drehen sich nicht Beide Systeme sind in Ruhe. Die über die Klemmen I3 mit einer Wechselspannungsquelle verbundene Ständerwicklung der Maschine 3 bildet ein im Raum feststehendes Wechselfeld aus. Zusammen mit der dreiphasigen Läuferwicklung wirkt die Einrichtung als Transformator, und in den einzelnen Strängen der Läuferwicklung wird jeweils eine Wechselspannung induziert, deren Betrag von der räumlichen Lage des betrachteten Stranges gegenüber der Richtung des Erregerfeldes bestimmt wird. An den Schleifringen 14 können daher drei Spannungen gemessen werden, -deren Beträge im allgemeinen verschieden sind und deren Frequenz gleich der an den Klemmen 13 zugeführten Frequenz ist.
  • Diese Spannungen erzeugen in der dreiphasigen Erregerwicklung der Maschine 4 ein räumlich feststehendes resultierendes Wechselfeld. Im stillstehenden Läufer der Maschine 4 werden Spannungen induziert, deren Betrag von der jeweiligen Lage der betrachteten Phasenwicklung des Läufers gegenüber dem resultierenden Feld des Ständers abhängt.
  • Da Läufer und Ständerwicklungen der beiden Induktionsmaschinen ihre relative Lage nicht ändern, können an den Schleifringen 17 der Maschine 4 konstante Wechselspannungen abgelesen werden.
  • 2. Die Wellen I und 2 rotieren synchron Das magnetische Feld der Maschine 3 steht entsprechend der räumlich fest angeordneten Erregerwicklung im Raum still. Die magnetische Verkettung der Phasen des Läufers mit dem Erregerfeld ändert sich zwischen Null und einem Maximalwert.
  • Die an den Schleifringen der Maschine 3 gemessenen Spannungen besitzen praktisch die bei I3 zugeführte Frequenz; ihre Amplituden ändern sich jedoch nach Art eines Schwebungsvorganges. Das Erregerfeld der Maschine 4 ist ein Wechselfeld, das synchron mit dem Läufer der Maschine 3 umläuft. Da der Läufer der Maschine 4 ebenfalls synchron mit dem Läufer der Maschine 3 umläuft, erscheinen an den Schleifringen I7 der Maschine 4 Spannungen, deren Frequenz der der Maschine3 zugeführten Frequenz entspricht und deren Beträge konstant sind.
  • 3. Belastungsstoß Es sei angenommen, daß die Welle 2 aus dem Synchronismus heraus, z. B. durch einen Laststoß, eine kleine einmalige Winkelverschiebung gegenüber Welle I erfährt und anschließend sofort wieder synchron läuft. Da der. Läufer der Maschine 4 zu dem Erregerfeld dieser Maschine nunmehr eine andere Lage einnimmt, ändern sich die Spannungsverhältnisse an den Schleifringen I7 der Maschine 4 gegenüber dem Vorzustand. Es werden konstante Wechselspannungen abgelesen, die verschieden von den Spannungen sind, die vor dem Laststoß gemessen werden konnten.
  • 4. Asynchronismus Erregerfeld und Läufer der Maschine 4 laufen nicht mehr synchron. Die an den Schleifringen I7 der Maschine 4 gemessenen Spannungen sind daher keine konstanten Wechselspannungen mehr, sondern pulsieren nach Art einer Schwebungsschwingung, deren Schwebungsfrequenz der Differenzdrehzahl der beiden Wellen I und 2 proportional ist. Man kann daher an zwei der von den Schleifringen I7 abgehenden Leitungen 20 ein geeignetes Instrument schalten, welches die Schwebungen je Zeiteinheit registriert, um das Ergebnis zur Messung und/oder Regelung der Differehzdrehzahl der beiden Wellen I und 2 zu verwenden.
  • In Fig. I ist ein solches Instrument I9, welches z. B. ein Schwebungsmeßgerät geeigneter Bauart sein kann, über die gestrichelt dargestellten Anschlüssel8 an zwei Abgängen des Läufers der Maschine 4 angeschlossen dargestellt.
  • In Fig. I ist weiter eine Kompensationseinrichtung vorgesehen, welche aus einem dritten induktiven Übertragungssystem 5 und einer geeigneten Antriebsmaschine 7 besteht. Das genannte dritte System ist ähnlich wie die beiden erstgenannten Systeme als Induktionsmaschine ausgebildet. Der Ständer ist dreipolig und mit Klemmen 21 über Leitungen 20 an die Schleifringe I7 der Maschine 4 angeschlossen. Der Läufer der Maschine 5 ist einpolig ausgebildet, und die Abgänge des Läufers sind an Schleifringe 22 geführt. Die Schleifringe 22 sind über geeignete Bürsten und eine Leitung 23 mit einem Spannungsmeßgerät g verbunden.
  • Der Läufer der genannten Maschine 5 ist über eine Kupplung 24 mit einem Getriebe 6 verbunden, welches auf der Antriebsseite über eine Kupplung 25 mit der Antriebsmaschine 7, einer Gleichstrom-Nebenschlußmaschine, verbunden ist. Der Kollektor 26 der Gleichstrom-Nebenschlußmaschine ist über Bürsten 27 an eine Gleichspannungsquelle angeschlossen. Der Erregerstrom wird über Klemmen 29 zugeführt und ist durch einen Regelwiderstand 28 regelbar.
  • Die beschriebene Kompensationseinrichtung arbeitet in folgender Weise: Wenn die Wellen I und 2 asynchron laufen, so entstehen, wie bereits beschrieben, an den Schleifringen 17 der Maschine 4 Wechselspannungen, deren Amplituden nach Art einer Schwebungsschwingung pulsieren. Diese verketteten Spannungen erzeugen in der Maschine 5 ein umlaufendes Wechselfeld. Wenn der Läufer der Maschine 5 stillsteht, so wirkt Maschine 5 als ruhender Transformator, und die Änderungen der Spannung werden von dem Voltmeter g angezeigt.
  • Wird nun der Läufer der Maschine 5. durch die Antriebsmaschine 7 über das Getriebe 6 in Rostation versetzt und dafür gesorgt, daß der Läufer der Maschine 5 mit der Differenzdrehzahl der beiden Wellen I und 2 umläuft, so ist der-Läufer der Maschine 5 im Synchronismus mit dem erregenden umlaufenden Wechselfeld, und es wird am Voltmeter g eine konstante Spannung angezeigt.
  • Bei der in Fig. I dargestellten Vorrichtung ist es daher erforderlich, dad das Voltmeter aiXonstante Spannung überwacht wird und die Konstanz der Spannung durch Betätigung des Regelwiderstandes 28 laufend hergestellt wird. An einem geeigndten Drehzahlmeßgerät 8, welches mit der Welle der Maschine 7 verbunden ist, kann nun die Differenzdrehzahl der beiden Wellen I und 2 multipliziert mit dem Übersetzungsverhältnis des Getriebes abgelesen werden.
  • Der besondere Vorteil dieser Anordnung ist, wie bereits beschrieben, daß Fehler in der gemessenen Drehzahldifferenz nur durch die Ablesegenauigkeit am Instrument 8 bestimmt wird, da die induktiven Übertrager die exakte Differenzbildung der Drehzahlen durch Abbildung der Drehwinkel ermöglichen. Ein weiterer Vorteil ist, daß die für die Messung benötigte Leistung außerordentlich gering ist, da bei den verwendeten induktiven Aertragungssystemen nur sehr geringe Reibungs- und Leerverluste auftreten, jedoch keine Lastverluste.
  • Die Systeme 3 und 4 können daher auch über Fühlrollen mit den Wellen I und 2 verbunden werden.
  • In Fig. 2 ist eine Vorrichtung dargestellt, welche die laufende Überwachung und Regelung der Konstanz der Spannung auf der Ausgangsseite der Maschine 5 selbsttätig vornimmt. Die Antriebsmaschine 7 wird über Klemmen 29 fremd erregt und ankerseitig über Kollektor 26, Bürsten 27, Leitungen 36 und Kollektor 35 durch einen Generator 10 gespeist. Generator 10 wird mit konstanter Drehzahl durch einen Motor II angetrieben, welcher über Klemmen 34 gespeist wird und durch eine Kupplung 33 mit Generator 10 verbunden ist.
  • Die Erregung des Generators 10 erfolgt über Klemmen 32 und Leitungen 3I durch einen Röhrenverstärker I2, dem als Steuerspannung die Läuferspannung der Maschine 5 über Leitungen 23' zugeführt wird. Röhrenverstärker I2 ist an eine passende Spannungsquelle 30 angeschlossen.
  • Die an Hand der Fig. 2 beschriebene Anordnung arbeitet wie folgt: Zeigt die Läuferspannung der Maschine 5 die Tendenz, sich zu erhöhen, etwa durch eine vergrößerte Drehzahldifferenz der Wellen I und 2, sc wird über den Verstärker I2 die Erregung des Generators gesteigert. Ankerspannung des Generators 10 und Drehzahl des Motors 7 steigen an, wobei die Drehzahl des Motors 7 so lange erhöht wird, bis die Spannung am Läufer der Maschine 5 wieder konstant ist. Damit ist ein Gleichgewichtszustand erreicht, welcher der neuen Drehzah1differenz zwischen den Wellen I und 2 entspricht. Die Drehzahldifferenz der Wellen I und 2 kann wie in Fig. I durch ein geeignetes Meßgerät auf der Welle der Antriebsmaschine 7 abgelesen werden. Ist der Verstärker 12 phasenempfindlich, d. h. polt sich seine Ausgangsspannung um, wenn die Eingangsspannung in der Phasenlage um I800 gedreht wird, so kann der Motor 7 positive und negative Drehzahldifferenzen abbilden. Bei absoluter Drehzahlübereinstimmung der Wellen I und 2 bleibt der Motor 7 stehen. Hierbei ist die Ausgangsspannung der Maschine 5 gleich Null.
  • Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt So können die in. duktiven Übertragungssysteme auch durch andere drehwinkelabhängige Induktionssysteme dargestellt werden, oder es kann auch die Frequenzmessung auf der Ausgangsseite der Maschine 4 in anderer geeigneter Weise vorgenommen werden.
  • Die Antriebsmaschine 7 kann anders geregelt werden oder anders ausgebildet sein.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Vorrichtung zur Messung und/oder Regelung der Differenzdrehzahl zweier Wellen, bei der auf den beiden Wellen Einrichtungen angeordnet sind, deren Zusammenwirken einen Rückschluß auf die Differenzdrehzahl erlaubt, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Wellen Induktionseinrichtungen angeordnet sind, deren erste im Primärteil mit Wechselspannung erregt ist und deren Sekundärteil mit dem Primärteil der zweiten Induktionseinrichtung derart zusammengeschaltet ist, daß im - Sekundärteil der zweiten Induktionseinrichtung eine Spannung entsteht, deren Schwebungsfrequenz zur Messung und/oder Regelung der Differenzdrehzahl verwendbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erstelnduktionseinrichtung im Primärteil derart erregt ist, daß sie ein im Raum stillstehendes Wechselfeld als Erregerfeld besitzt und in dem dreiphasigen, mit der ersten Welle verbundenen Sekundärteil Spannungen induziert werden, welche in dem räumlich stillstehenden dreiphasigen Primärteil der zweiten Induktionseinrichtung ein synchron mit dem Sekundärteil der ersten Induktionseinrichtung sich drehendes Wechselfeld aufbauen, so daß in dem mit der zweiten Welle verbundenen Sekundärteil der zweiten Induktionseinrichtung der Drehzahldifferenz entsprechende WeChselspannungen erzeugt werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsspannung der zweiten Induktionseinrichtung an ein induktives Übertragungssystem angeschlossen ist, welches als Kompensationseinrichtung für die Ausgangsspannung der genannten zweiten Induktionseinrichtung dient, während die Einstellung bzw. Drehzahl der Kompensationseinrichtung zur Messung und/oder Regelung der Differenzdrehzahl dient.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Kompensationseinrichtung bzw. induktives Übertragungssystem eine Induktionsmaschine verwendet ist, deren Ausgangsspannung durch Beeinflussung der Drehzahl des Antriebes dieser Maschine selbsttätig konstant gehalten wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kompensationseinrichtung dienende Induktionsmaschine im Primärteil dreiphasig derart ausgelegt ist, daß die angelegte Ausgangsspannung der zweiten Induktionsmaschine ein sich mit der Differenzdrehzahl der Wellen im Raum drehendes Wechselfeld aufbaut und der Sekundärteil derart ausgelegt ist, daß bei Gleichlauf des Sekundärteiles mit dem Erregerfeld im Sekundärteil keine oder eine konstante Spannung induziert wird.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kompensationseinrichtung dienende Induktionsmaschine über ein Untersetzergetriebe mit einer drehzahlregelbaren Gleichstrommaschine gekuppelt ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsklemmen des als Kompensationseinrichtung dienenden induktiven Übertragungssystems über einen Verstärker und Umformer. welcher Gleichspannung liefert, an die Erregerseite eines Generators geschaltet sind, welcher eine der Anderung der Ausgangsspannung des dritten induktiven Übertragungssystems entsprechende, im Sinne einer Kompensation wirkende Spannung erzeugt, welche an den Ankerkreis der Antriebseinrichtung für das dritte Übertragungssystem geschaltet ist.
    In Betracht gezogene Druclkschfriften: Deutsche Patentschrift Nr. 734 800; Deutsche Patentantne,ldung A I60I8 IX/420 (bekanutgemacht am 12. 11. I953).
DER14199A 1954-05-13 1954-05-13 Vorrichtung zur Messung der Differenzdrehzahl zweier Wellen Expired DE968169C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1198093B (de) * 1961-09-28 1965-08-05 Siemens Ag Anordnung zur Messung der Drehzahldifferenz zweier oder mehrerer motorisch angetriebener Teile

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE734800C (de) * 1935-07-09 1943-04-27 Siemens Ag Vorrichtung zur Messung geringer Drehzahlunterschiede

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