DE961972C - Vorrichtung zum Vergueten von Gluehkoerpern und Verfahren zu deren Betrieb - Google Patents
Vorrichtung zum Vergueten von Gluehkoerpern und Verfahren zu deren BetriebInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
- Vorrichtung zum Vergüten von Glühkörpern und Verfahren zu deren Betrieb Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vergüten von Glühkörpern, die bei Leuchten, leuchtenden Seezeichen oder beleuchteten Signalvorrichtungen.gebraucht werden.
- Es ist bekannt, aus einem Gewebe aus Kunstseide, Baumwolle, Ramie od. dgl. bestehende und mit Thorium- und Cer-Verbindungen getränkte Glühkörper während der Herstellung oder nach derselben mit einem Vergütungsmittel zu versehen, das den Glühkörpern eine höhere Haltbarkeit verleiht und sie so gegen mechanische Beschädigungen, Stöße usw. verhältnismäßig unempfindlich macht.
- Für das Aufbringen der Vergütungsmittel gibt es verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise kann das Vergütungsmittel der bekannten Thorium-und Cerium-Imprägnierungslösung hinzugefügt oder das Vergütungsmittel nachträglich . durch Tauchen oder Aufsprühen auf den bereits mit Thorium und Cerium imprägnierten Glühkörper aufgebracht oder im Vakuum aufgedampft werden. Auch kann das Vergütungsmittel dem gasförmigen Brennstoff, z. B. Gas oder Flüssiggas, zugesetzt und mit dem Gasstrom in den Glühkörper eingebracht werden; oder das Vergütungsmittel wird einem flüssigen Brennstoff beigemischt, mit ihm verdampft und so dem zu vergütenden Glühkörper zugeführt.
- Eine Vorrichtung zur Durchführung der beiden letztgenannten Verfahren bildet den Gegenstand der Erfindung. Sie soll dazu dienen, Glühkörper zu vergüten, die später in vergütetem Zustand in anderen Geräten, wie beispielsweise Gaslampen oder mit flüssigen Brennstoffen betriebenen Lampen, verwendet werden sollen.
- Erfindungsgemäß besteht die Vorrichtung im wesentlichen aus folgenden Teilen: a) einem Gas oder Flüssiggas und Vergütungsmittel enthaltenden Behälter oder einem mit Vergütungsmittel versetzten, flüssigen Brennstoff enthaltenden Behälter, der mit einer Verdampfungsvorrichtung versehen ist, b) einem oder mehreren Leitungen von diesem Behälter zu einer oder mehreren Düsen und Mischrohren und c) einer oder mehreren Verteilerkammern, die sich an das oder die Mischrohre anschließen und an die ein oder mehrere Glühkörper lösbar befestigt werden können.
- Versuche mit einer solchen Vorrichtung haben ergeben, daß es zweckmäßig ist, ein dem Flüssiggas zugesetztes Vergütungsmittel, vorzugsweise Silicone, zum Vergüten von Glühkörpern nur dann zu gebrmchen, wenn das Flüssiggas die Düse des Brenners nicht in völlig gasförmigem Zustand verläßt, da der Gasstrom sonst nur geringe Spuren des Vergütungsmittels enthält, d. h. mitreißt, und das Verfahren sich dann derart in die Länge ziehen würde, daß es unwirtschaftlich wird.. Aus diesem Grunde sieht die Erfindung vor, die Vorrichtung so zu betreiben, daß das Flüssiggas noch in flüssigem Zustand bzw. teilflüssigem Zustand die Düse verläßt.
- Die Zeichnung zeigt vereinfacht ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung nach der Erfindung, und zwar eine mit Flüssiggas betriebene Vergütungsvorrichtung. An dem Brennstoff und Vergütungsmittel enthaltenden Behälter i, der mit einem üblichen Ventil 2 versehen ist, ist ein Reduzierventil3 angeschlossen, das mit einem Manometer q. in Verbindung steht. Von diesem Reduzierventil 3 führt eine Leitung 5 zu einer Düse 6. Der dort austretende Brennstoff wird in der mit der üblichen Luftregulierung 8 versehenen Mischkammer 7 mit Luftgemisch, in dem mit Abstand von der Düse 6 angeordneten Mischrohr 9 weiter vermischt und gelangt in eine Verteilerkammer io, an der die zu vergütenden Glühkörper i i befestigt sind. Die Verteilerkammer io ist mit Durchbrüchen 12 versehen, die zum guten Entweichen der Abgase dienen.
- Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach der Erfindung ist folgende: Der Behälter i wird vor dem Füllen mit Flüssiggas mit der erforderlichen Menge des Vergütungsmittels versehen. Zur Inbetriebnahme wird das Ventil e geöffnet und am Reduzierventil 3 der gewünschte Druck eingestellt. Darauf schließt man das Ventil 2 und befestigt an der Verteilerkammer io die zu vergütenden Glühkörper, die in an sich bekannter Weise entweder an Schraubmundstücken angebunden oder an den Mundstücken mit den bekannten Dreifüßen angehängt werden. Dann wird das Ventil e weiter geöffnet, das Flüssiggas tritt in- flüssiger oder teilflüssiger -Form aus der Düse 6 in die Mischkammer 7 und weiterhin in das Mischrohr 9, nimmt hier gasförmige Gestalt an und gelangt in die Verteilerkammer io und weiterhin in die Glühkörper ii, wo es verbrennt, den Glühkörper verascht und während des Verbrennens das Vergütungsmittel in die Glühkörper i i einbringt.
- Es ist nach der vorliegenden Erfindung auch möglich, an Stelle des Flüssiggases einen verdampften bzw. teilweise verdampften flüssigen Brennstoff, wie beispielsweise Petroleum, Benzin od. dgl., der Vergütungsmittel enthält, zu verwenden. Dann wird der Behälter i durch eine beliebige bekannte Verdampfungsvorrichtung für flüssige Brennstoffe ersetzt, und das Ventil 2, das Reduzierventil 3 und das Manometer q. können fortfallen.
- Die Vorrichtung nach der Erfindung ist dafür bestimmt, Glühkörper im voraus an einem Ort zu vergüten, der nicht Gebrauchsort des Glühkörpers ist, also beispielsweise Glühkörper auf Vorrat zu vergüten, die erst späterhin an einer anderen Stelle in Gebrauch genommen werden sollen. Der Verbraucher von vergüteten Glühkörpern hat somit die Gewähr, daß mit Sicherheit die richtige, den höchsten Nutzeffekt verbürgende Menge Vergütungsmittel auf den Glühkörper aufgebracht ist und so die größte Haltbarkeit des Glühkörpers erzielt wird.
- In der Zeichnung ist die Vorrichtung für die Vergütung nur einer kleinen Menge von Glühkörpern dargestellt. Es ist jedoch ohne weiteres möglich, die Verteilerkammer erheblich zu vergrößern und eine größere Anzahl Glühkörper in einem Arbeitsgang zu vergüten. Auch ist es nach der Erfindung möglich, mehrere Düsen, Mischkammern und Verteilerkammern vorzusehen, um gleichzeitig von einem Behälter oder einer Verdampfungsvorrichtung aus eine größere Anzahl Glühkörper mit dem Vergütungsmittel zu versehen.
- In der Praxis ist die Vorrichtung nach der Erfindung in ein Gestell eingebaut. Wird Flüssiggas gemäß der Erfindung verwendet, so muß der Brennstoffbehälter stets so angebracht werden, daß das Flüssigkeitsgas noch in flüssigem oder teilflüssigem Zustand die Düse verläßt.
- Die Vorteile der Erfindung liegen vor allem darin, daß es auf einfache Weise möglich ist, eine große Menge von Glühkörpern innerhalb weniger Minuten zu vergüten. Die auf der Vorrichtung veraschten und vergüteten Glühkörper können nach Beendigung des Vergütungtsprozesses ohne Gefahr zerstört zu werden, - von der Vorrichtung abgenommen werden, da sie nach der Vergütung eine solche Festigkeit erlangt haben, daß ihr Transport möglich ist.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Vergüten von Glühkörpern mittels eines einen gasförmigen oder flüssigen Brennstoff zugesetzten Vergütungsmittels, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Merkmale: a) einem Gas oder Flüssiggas und Vergütungsmittel enthaltenden Behälter (i) oder einen mit Vergütungsmittel versetzten, flüssigen Brennstoff enthaltenden Behälter, der mit einer Verdampfungsvorrichtung versehen ist, b) eine oder mehrere Leitungen (5) von diesem Behälter zu einer oder mehreren Düsen (6) und Mischrohren (9) und c) eine oder mehrere Verteilerkammern (io), die sich an das oder die Mischrohre anschließen, und an die ein oder mehrere Glühkörper (ii) lösbar befestigt werden können.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in die Leitung(en) Einstellorgane (2, 3) eingeschaltet sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder z, dadurch gekennzeichnet, daß ihre einzelnen Teile in einem Gestell angeordnet sind und so ein zusammenhängendes Ganzes bslden. q.. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Flüssiggas dieses die Düse(n) noch in flüssigem oder teilflüssigem Zustand verläßt.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Country Status (1)
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1954
- 1954-06-25 DE DEG14717A patent/DE961972C/de not_active Expired
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