DE960284C - Verfahren zur Herstellung von 4, 5, 6, 7, 10, 10-Hexachlor-4, 7-endomethylen-4, 7, 8, 9-tetrahydrophthalan - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4, 5, 6, 7, 10, 10-Hexachlor-4, 7-endomethylen-4, 7, 8, 9-tetrahydrophthalan

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DE960284C
DE960284C DER16980A DER0016980A DE960284C DE 960284 C DE960284 C DE 960284C DE R16980 A DER16980 A DE R16980A DE R0016980 A DER0016980 A DE R0016980A DE 960284 C DE960284 C DE 960284C
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DE
Germany
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reaction
hexachlorocyclopentadiene
dihydrofuran
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tetrahydrophthalane
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DER16980A
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English (en)
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Dr Hans Feichtinger
Dr Hans Tummes
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Ruhrchemie AG
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Ruhrchemie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D307/77Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom ortho- or peri-condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D307/93Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom ortho- or peri-condensed with carbocyclic rings or ring systems condensed with a ring other than six-membered

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 4, 5, 6, 7,10,10-Hexachlor-4, 7-en domethylen-4, 7, 8, 9-tetrahydrophthalan Hexachlorcyclopentadien läßt sich bekanntlich mit z, 5-Dihydrofuran bei erhöhter Temperatur zu 4 5, 6, 7, io, io - Hexachlor - 4, 7 - endomethylen-4 7, 8, 9-tetrahydrophthalan umsetzen. Mit Rücksicht auf den niedrigen Dampfdruck von Dihydrofuran werden die beiden Verbindungen, gegebenenfalls in Mischung mit organischen Verdünnungsmitteln, zweckmäßig in Druckgefäßen bei Temperaturen von 9o bis 15o° umgesetzt. Unterhalb von 8o° kann man unter Rückfluß des Dihydrofurans auch in offenen Gefäßen arbeiten. Hierbei sind jedoch sehr lange Reaktionszeiten erforderlich. In Druckgefäßen lassen sich kleine Ansätze bis ungefähr ioo g sehr gut verarbeiten. Bei großen Ansätzen von beispielsweise mehr als iooo g liefert die unter Druck durchgeführte Umsetzung verunreinigte, dunkelgefärbte Produkte und verminderte Ausbeuten. Selbst bei weitgehender Erniedrigung der Reaktionstemperatur ist die auftretende Dunkelfärbung der Umsetzungsprodukte bei großen Ansätzen noch so erheblich, daß die Endprodukte durch Umkristallisation gereinigt werden müssen.
  • Ein weiterer Nachteil der in geschlossenen Gefäßen durchgeführten Umsetzung besteht darin, daß sich das Reaktionsprodukt in kristalliner Form ausscheidet und der ganze Ansatz zu einem festen Kristallbrei erstarrt. Hierbei sind erhebliche Überhitzungen während der schwach exothermen Reaktion unvermeidlich, die unter Abspaltung von Chlorwasserstoff zu unerwünschten Zersetzungen führen und den Druck innerhalb der Reaktionsgefäße stark erhöhen. Mit Rücksicht auf die während der Reaktion eintretende Chlorwasserstoffabspaltung müssen Reaktionsgefäße aus korrosionsfesten Metallen verwendet werden. Durch Verdünnung der Reaktionsmischung mit organischen Lösungsmitteln lassen sich die genannten Schwierigkeiten auf Kosten der Ausbeute teilweise vermeiden. Die Verwendung von Verdünnungsmitteln hat jedoch den Nachteil, daß die Kapazität der druckfesten Reaktionsgefäße erheblich vermindert wird und wegen der langen Reaktionszeiten nur eine schlechte Ausnutzung der Druckgefäße möglich ist. Nachteilig ist auch die diskontinuierliche Entleerung und Füllung der Druckgefäße, die jeweils eine Abkühlung und Wi:ederaufheizung der Reaktionsgefäße erfordern.
  • Eine Umsetzung in Druckgefäßen wird noch schwieriger, wenn man an Stelle von reinem Hexachlorcyclopentadien ein rohes Hexachlorcyclopentadien verwendet, wie es beispielsweise nach dem Verfahren von S traus aus Cyclopentadien und Natriumhypochloritlösung gewonnen werden kann (vgl. Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Bd.63, 1930, S. 188q.). Ein auf diese Weise hergestelltes rohes Chlori@erungsprodukt enthält neben Hexacblorcyclopentadien noch mehr oder weniger große Mengen von partiell chlorierten Cyclopentadi.enen. Bei der destillativen Aufarbeitung geht dabei stets ein größerer Teil des vorhandenen Hexachlorcyclopentadiens durch Addition mit partiell chlorierten Cyclopentadienen verloren. Bei der Umsetzung des rohen Hexachlorcyclopentadiens mit 2, 5-Dihydrofuran kann man daher das im rohen Chlorierungsgemisch vorhandene Hexachlorcyclopentadien viel besser ausnutzen, als es bei der destillativen Aufarbeitung des Chlorierungsgemisches und der anschließenden Umsetzung des daraus isolierten Hexachlorcyclopentadiens möglich ist. Bei der Umsetzung von rohem Hexachlorcyclopentadien mit 2, 5-Dihydrofuran ergeben sich in Druckgefäßen jedoch besonders leicht unerwünschte Zersetzungen, die eine besonders starke Verfärbung des Reaktionsproduktes verursachen. Die Gewinnung von reinen Additionsprodukten aus rohem Hexachlorcyclopentadien ist aus diesem Grunde verhältnismäßig schwierig.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese Schwierigkeiten nicht auftreten, wenn Hexachlorcyclopentadien und 2, 5-Dihydrofuran in Mischung mit zwischen Zoo und 300° siedenden Lösungsmitteln kontinuierlich durch ein auf ioo bis 18o° erhitztes Rohrsystem geleitet und anschließend durchKristallisation oder Destillation die entstandenen Reaktionsprodukte isoliert werden. Die Verdünnung der Ausgangsstoffe mit hochsiedenden Lösungsmitteln, insbesondere mit hochsiedenden Kohlenwasserstoffen, hat :den Vorteil, daß der Partiald'ruck des 2, 5-Dihydrofurans in der Reaktionsmischung so weitgehend erniedrigt. wird, daß der cyclische Äther in dieser Lösung nicht zum Sieden kommt und. die Umsetzung drucklos durchgeführt werden kann. Da die entstehenden Reaktionsprodukte in dem zugesetzten Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur löslich sind, bleibt die Reaktionsmischung während der Umsetzung homogen flüssig. Nach dem Durchgang durch das erfindungsgemäß verwendete Röhrensystem wird bei der Abkühlung der Reaktionsmischung die Löslichkeit des Ad'dition:sproduktes im Lösungsmittel, insbesondere im zugesetzten Kohlenwasserstoff, so weit vermindert, daß das entstandene Additionsprodukt fast quantitativ auskristallisiert und durch Absaugung des Lösungsmittels fortlaufend gewonnen werden kann.
  • Als Verdünnungsmittel werden erfindungsgemäß vorzugsweise Kohlenwasserstoffe mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen verwendet. Es sind aber auch andere gegenüber dien Ausgangsstoffen inerte Lösungsmittel verwendbar, die zwischen annähernd 200 bis 300° sieden und in der Wärme eine gute Löslichkeit für die Ausgangsstoffe und das Additionsprodukt besitzen. In der Kälte sollen die zugesetzten Kohlenwasserstoffe bzw. andere Verdünnungsmittel keine oder eine nur geringe Lösefähigkeit für das zu gewinnende Additionsprodukt besitzen, damit nach Beendigung der Reaktion die Endprodukte leicht isoliert werden können. Das Verdünnungsmittel muß stets in solcher Menge vorliegen, daß die Reaktionslösung immer homogen bleibt und innerhalb der Reaktionsröhren keine Auskristallisation von festen Reaktionsprodukten eintritt. Bei Verwendung eines Cl"-Kohlenwasserstoffes muß das Lösungsmittel beispielsweise in der 2,5- bis 5fachen Gewichtsmenge vom umzusetzenden Hexachlorcyclop,entadien vorhanden sein.
  • Das bei der Umsetzung verwendete Mischungsverhältnis von Hexachlorcyclopentadien zu 2, 5-Dihydrofuran kann in weiten Grenzen verändert werden, weil die nicht umgesetzten Produkte nach der Reaktion mit dem Verdünnungsmittel dauernd in den Kreislauf zurückgeführt werden, können. Wegen des hohen Dihydrofuran-Dampfdruckes verwendet man das Hexachlorcyolopentadien zweckmäßig im Überschuß. Bei niedrigen Reaktionstemperaturen von Zoo bis 12o° werden zweckmäßig äquivalente Mengen der beiden Ausgangsstoffe verwendet. Bei höheren Umsetzungstemperaturen von 1q.o bis 16o° kann man mit einem sich auf 1o bis 2o Molprozent belaufenden Überschuß von Hexaehlorcyelopentadien arbeiten. Wie bereits erwähnt, kann das Hexachlorcyclopentadien sowohl in reinem Zustand als auch in Form von rohen Produkten verwendet werden, wie sie bei der Umsetzung von Cyclopentadien mit alkalischer Natriumhypochloritlösung erhalten werden.
  • Die Art des erfindungsgemäß zu verwendenden Rohrsystems kann beliebig gewählt werden. Der Durchgang der Reaktionslösung kann sowohl aufsteigend als auch absteigend erfolgen. Die Länge des Rohrsystems ist von der Durchlaufgeschwindigkeit und der Reaktionstemperatur abhängig. Niedrige Reaktionstemperaturen erfordern eine längere Verweilzeit, die sich entweder durch Verminderung der Durchlaufgeschwindigkeit oder durch Erhöhung der Rohrlänge erreichen läßt. Die Reaktionstemperatur soll dabei zwischen ioo und i8o° liegen. Bei ioo0- ist eine Verweilzeit von ungefähr 24 Stunden erforderlich, während bei i8o° für gleiche Durchsatzmengen nur eine Reaktionszeit von 5 Stunden erforderlich ist.
  • Am besten arbeitet man mit einem zweiteiligen Rohrsystem, wovon der erste Teil auf einer gegenüber dem zweiten Teil verminderten Temperatur gehalten wird, damit aus der frisch zugeführten Lösung kein Dihydrofuran herausdestillieren kann. Für das erste Rohrsystem verwendet man beispielsweise Temperaturen von ioo bis i4o°, während im zweiten Rohrsystem eine Temperatur von 140 bis 170'°' eingehalten wird.
  • Die Isolierung der Reaktionsprodukte aus der Reaktionslösung nach dem Verlassen des Rohrsystems kann durch Abkühlen und Auskristallisieren mit anschließendem Absaugen des kristallinen Produktes erfolgen. Die abgesaugte Flüssigkeit, die aus dem Verdünnungsmittel und nicht umgesetzten. Ausgangsstoffen. besteht, läßt sich nach Zusatz von entsprechenden Mengten Hexachlorcyclopentadien'und Dihydrofuran von neuem durch das erfindungsgemäß verwendete Rohrsystem leiten. Es ist jedoch zweckmäßiger, wenn man das meist dunkel anfallende Filtrat vor der Wiederverwendung durch Vakuumdestillation reinigt. Das abgeschiedene kristalline Reaktionsprodukt wird mit Petroläther gewaschen und hierdurch von dein anhaftenden hochsiedenden Kohlenwasserstoff befreit. Es ist ein hellgrau- bis dunkelgraugefärbtz--s Kristallisat, das einen Schmelzpunkt von 236° besitzt und sich durch Umkristallisieren leicht noch weiter reinigen läßt.
  • Das Reaktionsprodukt und auch die wieder zu verwendende Reaktionslösung können durch eine unmittelbar angeschlossene Vakuumdestillation gereinigt werden. Die aus den Reaktionsröhren austretende Lösung wird hierzu fortlaufend in einen beheizten Destillationskolben übergeführt, aus dem sie durch ein Vakuum von i bis io mm Hg verdampft und in eine gekühlte Vorlage überdestilliert wird. Das hochsiedende Verdünnungsmittel reißt dabei das feste Reaktionsprodukt quantitativ mit in die Vorlage, wo es sich bei der Abkühlung in farblosen Kristallen aus dem Lösungsmittel abscheidet. Vom Reaktionsprodukt wird das reine und wiederverwendbare Verdünnungsmittel abgesaugt. Durch Waschen mit Petroläther erhält man das Endprodukt dann in chemisch reiner Form. Gegenüber der bisher üblichen Druckerhitzung von Hexachlorcyclopentadien mit 2, 5-Dihydrofuran besitzt die drucklos durchgeführte kontinuierliche Umsetzung erhebliche Vorteile. Neben der im allgemeinen größeren Wirtschaftlichkeit hat man den Vorteil, daß die kontinuierliche Umsetzung ohne druckfeste Apparate ausgeführt werden kann. Mit Rücksicht auf eine während der Reaktion mögliche Chlorwassers.toffabspaltung können übliche, gegen Salzsäure beständige Baustoffe, z. B. Glas, Porzellan oder emaillierte Metalle, verwendet werden.
  • Auf Grund der kontinuierlichen Arbeitsweise erreicht man eine schonende Umsetzung der Reaktionsteilnehmer, die größere Ausbeuten und reinere Endprodukte zuläßt. Die nicht umgesetzten Ausgangsstoffe können bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ohne besondere Isolierung fortlaufend in den Fabrikationsprozeß zurückkehren. Auf diese Weise ist eine sehr weitgehende Ausnutzung des Ausgangsmaterials möglich.
  • Aus der Zeichnung ist in schematischer Darstellung eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Apparateanordnung ersichtlich. Es können aber auch andere Apparateanordnungen verwendet werden, die ein kontinuierliches Durchleiten und Erhitzen von Hexachlorcyclopentadien und Dihydrofuran ermöglichen.
  • Ein senkrechtes Rohr i von beispielsweise i ioo mm Länge und 24 mm lichter Weite ist innerhalb eines äußeren Rohres 2 angeordnet, dessen lichte Weite sich auf 34 mm beläuft. Das Außenrohr 2 ist von einem elektrischen Heizmantel 3 umgeben. Gleiche Abmessungen gelten für das innere Rohr 4 und das äußere Rohr 5, die innerhalb des Heizmantels 6 liegen. Das innere Rohr i trägt an seinem oberen Ende einen Aufsatz 8, der einen Rückflußkühler g, ein Thermometer io und ein Zutropfgefäß ii besitzt. Das innere Rohr 4 trägt an seinem oberen. Ende einen Aufsatz 12 mit Thermometer 13 und Rückflußkühler 14.
  • Durch eine Rohrleitung 7 ist das äußere Rohr 2 mit dem inneren Rohr 4 verbunden. Eine Rohrleitung 15 verbindet das äußere Rohr 5 mit dem zylindrischen Gefäß 16, das von einem Heizmantel 17 umgeben ist.
  • Das Gefäß 16 besitzt einen verstellbaren Verschlußkegel 18, mit dessen Hilfe der Zufluß in den Desti,llationskolben ig geregelt werden kann. Der Destillationskolben ig wird mit Hilfe eines Ölbades 2o erhitzt. Durch Leitung 21 kann dem Inhalt des Kolbens ig Stickstoff zugeführt werden. Im Abzugstutzen des Kolbens ig ist ein Thermometer 22 vorhanden.
  • Durch Vermittlung des Kühlers 23 steht der Destillationskolben ig mit der Vorlage 24 in Verbindung, die innerhalb eines Kühlbades 25 liegt und durch Rohrleitung 26 mit einer Vakuumpumpe in Verbindung steht. Mit Hilfe der Vakuumpumpe wird in der Destillationsvorrichtung ig ständig ein Vakuum von i bis io mm Hg aufrechterhalten. Es ist zweckmäßig, zwei Vorlagen 24 parallel nebeneinander zu verwenden. Sobald eine der Vorlagen angefüllt ist, wird sie aus dem Verfahrenskreislauf genommen und das kristalline Reaktionsprodukt durch Absaugen der flüssigen Bestandteile isoliert. Während dieser Zeit arbeitet die dazu parallel geschaltete Vorlage 24. Beispiel 1 Zu Beginn der Reaktion werden die Rohre und 5 völlig mit einem Cis Kohlenwasserstoff gefüllt, wobei man das Rohr .2 auf ungefähr und das Rohr 5 auf ungefähr 16o° erhitzt. Aus dem Zutropfgefäß 11 werden stündlich 15o g einer Mischung zugetropft, die im Verhältnis von 1 : 4 : 15 aus 2, 5-Dihydrofuran, Hexaehlorcyclopentadien und Cis Kohlwasserstoff besteht. Die zulaufende Reaktionslösung durchströmt zunächst in absteigender Richtung das. innere Rohr 1 und dann in aufsteigender Richtung das Rohr 2. Durch den Überlauf 7 gelangt die Flüssigkeit sodann in die beiden Rohre 4 und 5, die in analoger Weise durchströmt werden. Die durch Rohrleitung 15 austretende Lösung fließt in das Gefäß 16, das mit Hilfe des Reizmantels 17 auf 12o° erhitzt wird, um ein Auskristallisieren des Reaktionsproduktes zu vermeiden.
  • Mit Hilfe des verstellbaren Verschlusses 18 wird! aus dem Gefäß 16 fortlaufend eine bestimmte Menge der Reaktionslösung in den Destillationskolben 1g abgelassen, den man mit Hilfe seines Heizbades auf einer konstanten Temperatur von 18o° hält. Mit Hilfe einer an Leitung 26 angeschlossenen Vakuumpumpe wird innerhalb der Gefäße 1g und 24 ein Druck von 1 bis 5 mm Hg aufrechterhalten. Die aus dem Gefäß 16 zufließende Reaktionslösung verdampft unter diesen Umständen sofort und geht als farbloses bis gelblich gefärbtes Destillat in die Vorlage 24 über. Nur geringe Mengen von dunkelgefärbten Verunreinigungen bleiben am Boden; des Destillationskolbens t9 zurück und werden, absatzweise von dort entfernt. Bei der Abkühlung kristallisiert das Reaktionsprodukt in der Vorlage 24 in Form von fast farblosen, groben Kristallen. Durch Absaugen werden diese von. den vorhandenen Flüssigkeiten getrennt. Nach dem Waschen mit Petroläther erhält man das Reaktionsprodukt in reiner, trockener Form. Das abgesaugte Filtrat wird: nach Zusatz. von entsprechenden Mengen Hexachlorcyclopentadien und 2, 5-Dihydrofuran in das Reaktionsrohr 1 zurückgeführt.
  • Die Menge des stündlich erzeugten festen Reaktionsproduktes wurde in Abständen von jeweils 8 Stunden bestimmt. Aus den hierbei erhaltenen Zahlenwerten wurde der Verbrauch an Hexachlorcyclopentadien und Dihydrofuran berechnet. Durch Zufuhr der berechneten Mengen von Hexachlorcyclopentadien und Dihydrofuran wurde die in den Kreislauf zurückkehrende Reaktionslösung stets wieder auf das ursprünglich verwendete Mengenverhältnis von 1 Gewichtsteil Dihydrofuran zu 4 Teilen Hexachlorcyclopentadien und 15 Teilen des verwendeten Cis Kohlenwasserstoffes gebracht.
  • Nach einem 24. Stunden lang durchgeführten Kreislauf erhielt man bei einer neu zugefügten Menge von stündlich 7 g Dihydrofuran und 28 g Hexaehlorcyclopentadien je Stunde 22 g reines Reaktionsprodukt. Nach 48 Stunden wurden dem Kreislauf stündlich noch 6 g Dihydrofuran und 24 9 Hexachlorcyclopentadien zugeführt. Hieraus erhielt man stündlich 23 g Reaktionsprodukt. Nach 72 Stunden Reaktionsdauer wurden stündlich 6 g Dihydrofuran und 2o g Hexachlorcyclopentadien zugeführt. Hierbei erhielt man stündlich wiederum 23 g Reaktionsprodukt.
  • Auf Grund der stündlich erhaltenen Mengen von 4, 5, 6, 7, 10, io-Hexachlor-4, 7-endomethylen-4, 7, 8, g-tetrahydrophthalan ergaben sich nach den oben angegebenen Zeiten folgende Ausbeuten in Molprozent, bezogen auf das jeweilig eingesetzte Hexachlorcyclopentadien:
    Reaktionsdauer, Molprozent, Gewichtsprozent,
    nach der die stünd- bezogen auf bezogen auf die
    liche Ausbeute Hexachlorcyclo- Summe der
    ' bestimmt wurde pentadien Reaktionsteilnehmer
    24 Stunden 62,5% 62,80/,
    48 - 76,20/, 76,60/0
    72 - 9T,8 % 88,5%
    Das Reaktionsprodukt wird in farblosen Kristallen vom Schmelzpunkt 236° erhalten und besteht aus 4, 5, 6, 7, 1o, io-Hexachlor-4, 7-endomethylen-4, 7, 8, 9-tetrahydrophthalan. Beispiel 2 In der aus der Zeichnung ersichtlichen Apparatur wurde gemäß Beispiel 1 ein Gemisch von 1 Teil 2, 5-Dihydrofuran, 3 Teilen eines rohen Hexachlorcyclopentadiens und 6 Teilen C..-Kohlenwasserstoff verarbeitet. Das rohe Hexachlorcyclopentadien war durch Umsetzung von Cyclopentadien mit alkalischer Natriumhypochloritlösung nach dein Straus-Verfahren hergestellt worden und besaß einen Brechungsindex von 1,5590, Von der Mischung wurden stündlich ioo g zugetropft. Nach 36 Stunden erhielt man eine stündliche Ausbeute von 21 g Reaktionsprodukt, was einer Gewichtsausbeute von 52,5% entsprach. Nach weiteren 36 Stunden ergaben sich bei gleichbleibendem stündlichem Zusatz von 1o g Dihydrofuran und 30 g rohem Hexachlorcyclopentadien pro Stunde 25,2 g Reaktionsprodukt entsprechend einer Gewichtsausbeute von 630/0, bezogen auf die insgesamt eingesetzten. Ausgangsstoffe. Beispiel 3 In der aus Beispiel 1 ersichtlichen Weise wurden stündlich fortlaufend 15o g einer Mischung aus 1 Teil 2, 5-Dihydrofuran, 4 Teilen Hexachlorcyclopentadien und 15 Teilen Cl.-Kohlenwasserstoff umgesetzt. Die Temperatur lag in der ersten Röhre bei 14o° und in der zweiten Röhre bei 165o. Nach dem Verlassen der Heizröhren wurde die herausströmende Reaktionslösung auf Zimmertemperatur abgekühlt, wobei sich das Reaktionsprodukt in kristalliner Form abschied. Das nach dem Absaugen erhaltene Filtrat wurde im Vakuum destilliert und nach Zusatz der verbrauchten Dihydrofuran- und Hexachlorcyclopentadienmenge wieder in die Apparatur zurückgeführt. Nach 36 Stunden wurden bei einer stündlichen Einsatzmenge von 7,5 g 2, 5-Dihydrofuran und 3o g Hexachlorcyclopentadien je Stunde 23 g eines kristallinen Reaktionsproduktes erhalten. Nach weiteren 24 Stunden betrug bei einer Einsatzmenge von stündlich 7 g 2, 5-Dihydrofuran und 21 g Hexachlorcyclopentadien die Menge des erhaltenen Reaktionsproduktes 25,5 g je Stunde, was einer Gewichtsausbeute von 9i o/o der- theoretischen Menge entsprach. Das Reaktionsprodukt ergab sich in graugefärbten Kristallen vom Schmelzpunkt 23o°, die bis auf geringe Verunreinigungen aus 4, 5, 6, 7, io, io-Hexachlor-4, 7-endomethylen-4, 7, 8, 9-tetrahydrophthalan bestanden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von 4, 5, 6, 7, io, io-Hexachlor-4, 7-endomethylen-4, 7, 8, 9-tetrahydrophthalan durch Umsetzung von Hexachlorcyclopemtadien mit 2, 5-Dihydrofuran bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß Hexachlorcyclopentadien und 2, 5-Dihydrofuran in Mischung mit zwischen Zoo und 300° siedenden Lösungsmitteln kontinuierlich durch ein auf ioo bis i8o° erhitztes Rohrsystem geleitet und anschließend durch Kristallisation oder Destillation die "entstandenen Reaktionsprodukte isoliert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hexachlorcyclopentadien enthaltendes Reaktionsgemisch verwendet wird, das bei der Umsetzung von Cyclopentadien mit alkalischer Hypochloritlösung ohne nachfolgende Reinigung erhalten worden ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel ein Kohlenwasserstoff verwendet wird, der im Molekül 12 bis i8 Kohlenstoffatome enthält.
DER16980A 1955-07-08 1955-07-08 Verfahren zur Herstellung von 4, 5, 6, 7, 10, 10-Hexachlor-4, 7-endomethylen-4, 7, 8, 9-tetrahydrophthalan Expired DE960284C (de)

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