DE960218C - Verfahren zur Ermittlung der Mittelwerte periodisch veraenderlicher elektrischer Groessen mittels Messkontakten und Anordnung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Ermittlung der Mittelwerte periodisch veraenderlicher elektrischer Groessen mittels Messkontakten und Anordnung zur Durchfuehrung des Verfahrens

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DE960218C
DE960218C DEL12276A DEL0012276A DE960218C DE 960218 C DE960218 C DE 960218C DE L12276 A DEL12276 A DE L12276A DE L0012276 A DEL0012276 A DE L0012276A DE 960218 C DE960218 C DE 960218C
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DEL12276A
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Dr-Ing Peter Konrad Hermann
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R1/00Details of instruments or arrangements of the types included in groups G01R5/00 - G01R13/00 and G01R31/00
    • G01R1/30Structural combination of electric measuring instruments with basic electronic circuits, e.g. with amplifier

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

Description

  • Verfahren zur Ermittlung der Mittelwerte periodisch veränderlicher elektrischer Größen mittels Meßkontakten und Anordnung zur Durchführung des Verfahrens Die- nachstehend beschriebene Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Ermittlung der Mittelwerte periodisch veränderlicher elektrischer Größen und die Anordnung zu seiner Durchführung. Außer den Mittelwerten gestattet es auch, aus ihnen ableitbare Werte zu bestimmen. Es findet An.wendung, wenn die elektrischen Größen der Grundwelle aus einer mit Oberwellen behafteten Anordnung durch Kombination mehrerer Messungen mit Gleichstrommeß instrumenten, denen Meßkontalfte vorgeschaltet sind, bei verschiedenen Schaltphasen ermittelt werden müssen.
  • Mißt man in bekannter Weise Wechselströme und -spannungen, über synchron mit der Netzfrequenz ein- und ausschaltende Meßkontakte mit Gleichstrommeßinstrumenten, so erhält man den Gleichstrommittelwert der jeweiligen in Winkelgraden gemessenen Kontaktdauer und kann das Anzeigeinstrument in Efliektivwerten der Wechselstromgröße eichen. Die Anzeige stimmt aber nur bei rein sinusförmigen, also oberwellenfreien Meßgrößen mit dem tatsächlichen Effektivwert überein.
  • Um auch bei Oberwellen enthaltenden Meßgrößen eine Anzeige zu erhalten, die für die Aufstellung von Vektordiagrammen verwendbar ist, hat man Schaltungen mit Meßkontakten ausgearbeitet, die die Grundwelle der Meßgröße zu messen gestatten.
  • Dabei wird vorzugsweise der Meßwert über Resonanzkreise oder Tiefpässe geleitet, so daß die Grundwelle allein zur Messung gelangt. Ein Nachteil derartiger Schaltungen ist, daß der Meßwert insbesondere bezüglich seiner Phasenlage durch den Kettenleiter bzw. Tiefpaß bzw. Resonanzkreis frequenzabhängig gegenüber dem ursprünglichen Meßwert verändert wird, so daß bei der phasenmäßigen Auswertung der Meßergebnisse Fehler entstehen können, wenn Strom und Spannung z. B. über unterschiedliche Tiefpässe gemessen werden oder wenn kleine Frequenzänderungen zwischen den Einzelmessungen von Strom und Spannung oder anderer Meßwerte, deren Phasenunterschied bestimmt werden soll, auftreten.
  • Es ist auch bekantgeworden, einzelne Oberwellen dadurch von der Messung auszuschließen, daß die Kontaktdauer als ein ganzes Vielfaches der Periodendauer der betreffenden Oberwelle eingestellt wird. Das hat aber den Nachteil, daß die anderen Oberwellen noch mitgemessen werden. Bei Oberwellen enthaltenden Meßgrößen tritt im allgemeinen eine große Anzahl höherer Harmonischer gleichzeitig auf, deren Amplitude jedoch mindestens umgekehrt proportional mit der Ordnungszahl abnimmt. Wenn man also z. B. die Kontaktdauer auf I200 einstellt, so wird gegenüber der sonst gern verwendeten Schaltung mit I800 Kontaktdauer zwar die 3., 6., 9., 12. usw. Oberwelle ohne Einfluß sein. Dafür treten aber die geradzahligen Oberwellen, die bei I800 Kontaktdauer ohne Einfluß sind, also die 2., 4., 6. usw., auf. In den Fällen, in denen geradzahlige Oberwellen nicht auftreten können, wie z. B. bei allen durch ferromagnetische Sättigung entstehenden Verzerrungen, sofern keine Gleichstromvormagnetisierung wirksam ist, kann dadurch das Meßergebnis zwar nicht verfälscht werden. Liegt diese Voraussetzung vor, d. h., ist die Größe, deren Mittelwert zu ermitteln ist, symmetrisch zur Nullinie, so ist es auch bekannt, die Messung in der Art durchzuführen, daß zunächst die zu messende Größe einschließlich aller Oberwellen gemessen wird und von diesem Meßergebnis die Oberwellenanteile abgezogen werden.
  • Die einzelnen Oberwellenanteile werden dabei nach dem Verfahren der harmonischen Analyse bestimmt. In sie geht immer die erstgenannte oberwellenbehaftete Messung ein. Die Ungenauigkeit, mit der sie behaftet ist, tritt somit in allen Summanden auf und vermag daher, das Meßergebnis wesentlich zu verfälschen. Außer diesem Nachteil weist das bekannte Verfahren den auf, daß es versagt, wenn man bei Vorhandensein ungeradzahliger Oberwellen beliebige ausschalten will.
  • Dies ist bei einem Verfahren zur Ermittlung der Mittelwerte und aus ihnen ableitbarer Werte zeitlich periodisch veränderlicher elektrischer Größen der Grundfrequenz in einer mit Oberwellen behafteten Anordnung durch Kombination mehrerer Messungen mit Gleichstrommeßinstrumenten, denen Meßkontakte vorgeschaltet sind, bei verschiedenen Schaltphasen möglich,- dessen erfinderische Merkmale dadurch gekennzeichnet sind, daß Messungen bei der Schaltphase, für die der Mittelwert zu bestimmen ist, und bei umSa*= ß + ißi, mit fit = go°/i dagegen geänderten Schaltphasen durchgeführt werden, wobei für i die Ordnungszahlen der Oberwellen, die in die Messung nicht eingehen sollen, einzusetzen sind und aus den Ergebnissen der Einzelmessungen die gesuchte Größe additiv bestimmt wird.
  • Ein Beispiel möge das erläutern. Es sei die Messung der Grundwelle einer Meßspannung gewünscht, die keine geradzahligen Oberwellen enthält. Die Kontaktdauer sei auf I200 eingestellt, so daß die 3., 9., 15. usw. Oberwelle nicht in die Messung eingeht. In der Meßspannung sind alle Oberwellen oberhalb der 9. Ordnung nur noch mit so geringer Amplitude erhalten, daß ihr Einfluß vernachlässigt werden kann. Es muß jedoch auf die 5. und 7. Oberwelle noch Rücksicht genommen werden. Für i sind daher die Werte 5 und 7 einzusetzen. Die erforderlichen Schaltphasenänderungen Zjak gegenüber der Kontaktdauer von I20° sind dann mit ei7 = go0/7 = I205I1 und 18,= wo0/5 =, I80 3 = - 18,- P5 = - 30°51' J a2 = + 7 = 5091 S a3 =ß7 + 45 = + 5091 pa4 = + ß7 + 45 = + 300511.
  • Werden mit diesen Schaltphasenänderungen die Messungen a1, a2, as und a4 erzielt, so ergibt sich der gesuchte Grundwellenmeßwert a zu «120 = («i + «2 + a, + a3 + 4)/4 cos ß7 cos 45, bezogen auf die Anzeigeempfindlichkeit der Grundwelle blei I200 Kontaktdauer. Ist der Meßgleichrichter bzw. Vektormesser für eine Kontaktdauer von I800 geeicht, so tritt im Nenner noch zusätzlich der Faktor sin (a12) auf.
  • Die Anordnung zur Durchführung des Verfahrens kann hierbei derart getroffen werden, daß die Skalenteilung für die Einstellung der Schaltphasen des Meßkontaktes mit zusätzlichen, vorzugsweise in an sich bekannter Weise farbig gekennzeichneten Teilstrichen derart versehen ist, daß für die Schaltphase, für die der Mittelwert bestimmt werden soll, eine einstellbare Nullmarke zur Deckung mit dem Nullpunkt der Winkelteilung gebracht wird, und zusätzliche, den Winkelbeträgen + fi entsprechende Teilstriche entweder auf dem Nullmarkenträger oder auf beiden verteilt angebracht werden, an denen die Schaltphasenänderungen eingestellt werden. Es ist zwar bereits bekannt, mechanische Meßkontakte mit besonderen Einstellmarken zu versehen. Während diese jedoch bisher nur die Bedeutung von Erinnerungsmarken haben, die ohne weiteres auch weggelassen werden können, ermöglichen sie bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erst seine praktische Verwirklichung, da durch sie erst die schnelle Wiederholbarkeit der Messungen möglich wird. Man kann auch gemäß einer weiteren Ausbildung des Erfindungsgedankens eine paarweise Mehrzahl von maximal 2i Meßkontakten mit gemeinsamer Schaltphasenverstellbarkeit vorsehen, deren Ein- und Ausschaltphasen je für sich um d ak von der Schaltphase, für die der Mittelwert zu bestimmen ist, abweichen, von denen jeder einzelne additiv unabhängig von den anderen Meßkontakten auf den Meßwert Einfluß nimmt, so daß die zur Anzeige kommenden Summen-, Mittel- oder Differenzwerte der Einzeleinwirkungen abgelesen werden können. Es ist zwar bekannt, Doppelwegmeßgleichrichter mit zwei Meßkontakten und gemeinsamer Schaltphasenänderung vorzusehen, jedoch nur in Schaltungen, bei denen die Einschaltphasen untereinander und auch die Ausschaltphasen untereinander sich um I800 unterscheiden. Diese SchaI-tungen dienen auch nicht der Unterdrückung von Oberwellen, die vielmehr mit besonderen Tiefpässen vermieden werden, sondern der Verdopplung der Meßempfindlichkeit, dem Schutze vor Fremdfeldeinstreuungen sowie der Schaffung eines zu keinem Zeitpunkt unterbrochenen konstanten Meßkreiswiderstandes. Aus diesem Grunde werden solche Doppelwegmeßgleichrichter auch mit 1 8o0 Kontaktdauer ausgerüstet. Bei der erfindungsgemäßen mit 2i Meßkontakten ausgerüsteten Anordnung dagegen weichen bei I800 Kontaktdauer die Phasendifferenzen zwischen den einzelnen Meßgleichrichtern untereinander und von- dem Nullpunkt der Skala von I800 ab.
  • In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele dargestellt.
  • Fig. I zeigt einen Teilkreis, mit dem die Schaltphasen winkelgetreu verstellt werden können. Der Nullmarkenträger 2 läßt sich willkürlich einstellen und arretieren. Links und rechts vom Nullpunkt o werden auf dem Teilkreis 1 zwei Teilstriche im Abstand + ß2 markiert, und zwar bei 3 und 4.
  • Ebenso sind links und rechts von der Nullmarke 5 auf dem Nullmarkenträger 2 im Abstand + S ebenfalls zwei Teilstriche 6 und 7 markiert. Soll die Grundwelle für die dargestellte Lage der Winkelskala I bestimmt werden, so verdreht man zunächst den Nullmarkenträger 2 bis zur Koinzidenz der Marken o und 5. Dann arretiert man den Nullmarkenträger und führt nun die vier Einzelmessungen durch, bei denen durch Verstellen der Schaltphase nacheinander Teilstrich 4 mit 7, 3 mit 7, 4 mit 6 und 3 mit 6 zur Deckung gebracht werden, und liest jedesmal den Meßwert ab. Die Einstellung kann weiterhin durch Rasterungen erleichtert werden, die den zusätzlichen Teilstrichen zugeordnet werden.
  • Fig. 2 zeigt eine vorteilhafte Anordnung derartiger zusätzlicher Teilstriche. Darin sind auf der Skala S viermal zwei Teilstriche 11 und I2 und auf dem Nullmarkenträger N sechs zusätzliche Teilstriche 13, I4, 15, I6, I7 und I8 angebracht. Ihre Winkelabstände von der jeweiligen Nullmarke o l;zw. den Teilstrichen für go, I80 und 2700 betragen + 6,920 = + 90°/I3 für die Marken II und I2 auf der Skala; für die Marken I3 und I8 betragen die Winkelabstände + 30,8° = + 900/5 + 900/7.
  • Für die mit doppelten Kreisen gekennzeichneten Marken 15 und I6 betragen die Winkelabstände 1 5,I40 = + 9o0/59o0/7. Schließlich betragen die Winkelabstände für die mit einfachen Kreisen gekennzeichneten Marken 14 und 17 1 10+ = 1900/5.
  • Der Meßkontakt möge auf I20 oder 2400 Kontaktdauer eingestellt sein, so daß die 3., 9., und 15. Oberwelle ausgeschaltet ist. Will man auch noch die 5. Oberwelle ausschalten, so führt man zwei Messungen mit dem Skalennullpunkt vor den einfach gekennzeichneten Teilstrichen 14 und 17 durch. Soll auch die 7. Oberwelle ausgeschaltet werden, so werden vier Messungen mit dem Skalennullpunkt vor den doppelt gekennzeichneten Teilstrichen I3, I5, 16 und 18 durchgeführt und addiert.
  • Soll auch noch die II. Oberwelle beseitigt werden, so hat man acht Messungen zu machen mit Marke II vor I3, 15, I6 und I8und Marke 12 ebenfalls vor I3, 15, I6 und I8.
  • Fig. 3 und 4 zeigen einen Doppelweg-Meßgleichrichter bekannter Art in Form eines Kollektorgleichrichters dargestellt, um die Lage der Schaltphasen und der Kontaktdauer sinnfällig zu kennzeichnen. Es kann sich natürlich hierbei ebenso wie bei den folgenden Darstellungen auch um Gleichrichtersynchronrelais oder Druckkontakte mit synchronem Kurbelwellenantrieb bekannter Bauweise handeln.
  • Die Kollektorlamellen.k, k1, k2 umfassen hier etwa I800; sie sind über Schleifringe mit den Zuführungen s, sl, s2 der Meßspannungen verbunden.
  • Die Bürsten b1 und b2 sind mit dem Gleichstrommeßinstrument g verbunden. Die Widerstände r in Fig. 3 ersetzen die eine Kollektorlamelle, wodurch der mechanische Aufbau einfacher wird, aber die Empfindlichkeit zurückgeht.
  • In Fig. 5 ist zunächst die für Meßgleichrichter meist benutzte Einphasengleichrichtung dargestellt mit I80° Kontaktdauer. Fig. 6 zeigt die entsprechende Anordnung mit ak = 120° Kontaktdauer, in der die 3., 6., 9. usw. Oberwelle unterdrückt wird. Nach Fig. 7 werden zwei Bürsten b1 und b2 mit symmetrischen Winkeldifferenzen #α1 und da, gegenüber der gestrichelt eingetragenen Schaltphasenlage einer Bürste nach Fig. 6 vorgesehen, für die die Grundwelle bestimmt werden soll. Die Bürsten b1 und b2 erzeugen über getrennte Widerstände r zwei voneinander unabhängige Meßstromanteile. Mit ak= I200 und d Jal = - I80 so wie Ja2 = + I80 wird die 3., 5., 6., 9., 10. usw.
  • Oberwelle unterdrückt.
  • Man kann die Anordnung auch nach Fig. 8 mit #α1 = -18° und #α2 = 180° + 18° ausführen.
  • Die von den Bürsten b1 und b2 abgenommenen Ströme müssen dann in einer Brücken- oder Differenzschaltung mit verschiedenem Vorzeichen auf das Meßinstrument einwirken. Der unsymmetrische Aufbau läßt deutlich den Unterschied gegenüber der bekannten Schaltung nach Fig. 3 erkennen.
  • Folgende Tabelle zeigt verschiedene. zweckmäßige Kombinationen der Schaltwinkel und der Kontaktdauer.
  • Tabelle I
    crk A A« Ausgeschaltete Obergehen
    I202 180 +180 3- 3., 5., 6., 9., IO., 12....
    I44° -300 +300 3., 5., 6., 9., IO., 12....
    I80" 300 +30" 2., 3., 4., 6., 8., 9., IO., 12....
    I20 o" O 2., 3., 4., 6., 8., 9., IO., 12....
  • Man kann die Bürstenzahl auch verdoppeln nach Fig. g und- 10. Die Winkel Ja sind in beiden Bildern so eingetragen, daß die nachfolgende Tabelle für sinnvolle Kombinationen für beide Bilder Gül tigkeit hat. Es können in einer solchen Anordnung zwei Oberwellen entsprechend ßl = go°/i und ß2 =go °/i zusätzlich zu der durch ak beseitigten Oberwelit von ihrem Einfluß auf das Meßergebnis ausgeschlossen werden.
  • Tabelle 2
    ak i PS dar, «2 #α3 #α4 Ausgeschaltete Oberwellen
    180,00 302 18,0° -40,00 -I2,& +I2,00 +48,00 2., 3., 4., 5., 6., 8., 9., IO., I2.
    I20,00 180 I2,90 30,90 - 5,10 + 5,1° +30,90 3., 5., 6., 7., 9., IO., 12., 14., 15.
    I44,00 300 I2,90 42,90 17,10 +I7,I +42,90 desgl.
    I54,3 30° 18,00 -48,0" 12,00 +12,00 +48,0" desgl.
  • Die drei letztgenannten Kombinationen sind also bezüglich ihrer schaltungsmäßigen Wirkung einander völlig gleichwertig. Für die geradzahligen Oberwellen bestehen jedoch Unterschiede. Auch in konstruktiver Hinsicht unterscheiden sich die Ausführungen insbesondere dadurch, daß mehr oder weniger Überschneidungen der einzelnen Kontaktzeiten konstruktiv berücksichtigt werden müssen.
  • Bei allen Schaltungen nach Fig. 7 bis 10 werden sämtliche Bürsten auf einer gegenüber dem Motorgehäuse gemeinsamen Bürstenbrücke angeordnet.
  • Die einzelnen Werte von da können ebenso wie in an sich bekannter Weise die Kontaktdauerak einstellbar gemacht werden.
  • Das zuerst beschriebene Verfahren der Doppelmessung läßt sich auch auf derartige Meßeinrichtungen mit Mehrfachkontakten anwenden, z. B. in der Form, daß durch die Mehrfachkontakte die niedrigen Oberwellen soweit wie möglich und soweit erforderlich ausgeschaltet werden und bei der Eichung des Meßinstrumentes so berücksichtigt werden, daß die Grundwelle direkt abgelesen werden kann, beispielsweise nach Tabelle 2 in einer der drei letzten Zeilen, und daß die zusätzlichen Teilstriche vorgesehen sind für paarweise Messungen zur Ausschaltung der II. und der 13. Oberwelle.
  • Entsprechend kann man bei I800 Kontaktdauer durch die Doppelmessungen auch noch die 7. Oberwelle ausschließen.
  • Fig. II zeigt ein konstruktives Ausführungsbeispiel mit Druckkontakten für eine Schaltung nach Art von Fig. 8. Von einem nicht gezeichneten Synchronmotor wird die Kurbel 51 um die zur Zeichenebene senkrechte Achse 52 in synchronen Umlauf versetzt. Bei jedem Umlauf hebt sie die Blattfedern b1 und b2 je einmal von dem festen Gegenkontakt b ab. Die Bürsten b1 und b2 sind als U-förmige Blattfedern ausgebildet und werden mit den vier Justierschrauben 53, 54, 55 und 56 so justiert, daß die Schaltphasen z. B. denen der ersten Tabelle in der ersten Zeile entsprechen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Ermittlung der Mittelwerte und aus ihnen ableitbarer Werte zeitlich periodisch veränderlicher elektrischer Größen der Grundfrequenz in einer mit Oberwellen behafteten Anordnung durch Kombination mehrerer Messungen mit Gleichstrommeßinstrumenten, denen Meßkontakte vorgeschaltet sind bei verschiedenen Schaltphasen, dadurch gekennzeichnet, daß Messungen bei der Schaltphase, für die der Mittelwert zu bestimmen ist, und bei um #αk = #i # ßi, mit fit = go°/i dagegen geländerten Schaltphasen durchgeführt werden, wobei für i die Ordnungszahlen der Oberwellen, die in die Messung nicht eingehen sollen, einzusetzen sind, und aus den Ergebnissen der Einzelmessungen die gesuchte Größe additiv bestimmt wird.
  2. 2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Skalenteilung für die Einstellung der Schaltphasen des Meßkontaktes mit zusätzlichen, vorzugsweise in an sich bekannter Weise farbig gekennzeichneten Teilstrichen derart versehen ist, daß für die Schaltphase, für die der Mittelwert bestimmt werden soll, eine einstellbare Nullmarke zur Deckung mit dem Nullpunkt der Winkelteilung gebracht wird, und zusätzliche, den Winkelbeträgen + fit entsprechende Teilstriche entweder auf dem Nullmarkenträger oder auf der Winkelteilung oder auf beiden verteilt angebracht werden, an denen die Schaltphasenänderungen eingestellt werden.
  3. 3. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I, gekennzeichnet durch eine paarweise Mehrzahl von maximal 2i Meßkontakten mit gemeinsamer Schaltphasenverstellbarkeit, deren Ein- und Ausschaltphasen je für sich um d ak von der Schaltphase, für die der Mittelwert zu bestimmen ist, abweichen, von denen jeder einzelne additiv unabhängig von den anderen Meßkontakten auf den Meßwert Einfluß nimmt, so daß die zur Anzeige kommenden Summen-, Mittel- oder Differenzwerte der Einzeleinwirkungen abgelesen werden können.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Zeitschrift ETZ., 70. Jahrgang, Heft4, S. I25 bis I29; Zeitschrift AEG Mitteilungen, 41 (I95I), Heft 5/6, S. 82 und 83.
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