DE954747C - Einrichtung zum Entfernen von Schlamm aus Aquarien - Google Patents
Einrichtung zum Entfernen von Schlamm aus AquarienInfo
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- DE954747C DE954747C DEW13908A DEW0013908A DE954747C DE 954747 C DE954747 C DE 954747C DE W13908 A DEW13908 A DE W13908A DE W0013908 A DEW0013908 A DE W0013908A DE 954747 C DE954747 C DE 954747C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
- A01K63/00—Receptacles for live fish, e.g. aquaria; Terraria
- A01K63/04—Arrangements for treating water specially adapted to receptacles for live fish
- A01K63/045—Filters for aquaria
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Marine Sciences & Fisheries (AREA)
- Animal Husbandry (AREA)
- Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
- Farming Of Fish And Shellfish (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 20. DEZEMBER 1956
w 13908111145 k
Es sind Vorrichtungen für Aquarien bekannt, durch die der abgelagerte Schlamm durch Saugwirkung
entfernt wird. Bei ihnen wird Luft in ein Rohr hineingedrückt. Das Luftwassergemisch steigt
in diesem Rohr empor, reißt infolge der am unteren Ende entstehenden Saugwirkung Schlamm mit und
befördert ihn in einen am oberen Ende befindlichen engmaschigen Filtersack, der sich je nach der
Wassertiefe und Länge des Rohres über oder unter dem Wasserspiegel befindet. Diese Vorrichtung hat
den Mangel, daß bei Förderung des Schmutzwassers über den Wasserspiegel hinaus sich der Luftbedarf
stark erhöht. Bleibt der Filtersack unter Wasser, so wird das Emporsteigen der Luftblasen
durch das seitlich1 zum Filte<-sack gebogene Rohrende
wie auch durch den, einem freien Emporsteigen hinderlichen, engmaschigen Filtersack gehemmt
und die Saugwirkung beeinträchtigt. Bei dem bisher gebräuchlichen Schlammsauger ist dagegen der
in einem oben verschlossenen Rohr befindliche, nach unten geöffnete Filterhut dem Luftsteigerohr
vorgeschaltet. Das unterhalb des Wasserspiegels endende, seitlich des Filterrohres befindliche Steigrohr
saugt durch einen unterhalb des Filterbehälters befindlichen Saugstutzen das Wasser in den Filter
und läßt es gefiltert durch sein eigenes Rohr wieder in das Aquarium zurückkehren. Bei diesem
Schlammsauger läßt sich die Filteroberfläche und damit sein Fassungsvermögen beliebig groß gestalten.
Die Saugwirkung des Steigrohres, das. am unte-
ren Ende in den Filterbehälter einmündet, ist durch die gleichfalls tief angebrachte Luftzuführung und
die unterhalb des Wasserspiegels befindliche Austrittsöffnung sehr günstig. Die Handhabung dieses
Schlammsaugers setzt jedoch eine gewisse Geschicklichkeit und Größe des Aquariums voraus, um
ihn mit Wasser zu füllen und zu entleeren.
Die beim Saugen verschlossene obere öffnung im Filterrohr selbst oder in einem bei größerer Wassertiefe
als Haltestiel dienenden dünneren Rohr muß zwecks Füllung des Filterrohres mit Wasser
durch Abnehmen des Verschlußstopfens geöffnet werden. Hierbei hebt sich der aus wasserbeständigem
engmaschigen Stoff bestehende Filterhut durch Verbleiben einer Luftblase vom unteren Boden"
des Filterrohres hoch, so daß zwischen diesem und dem Filter ungereinigtes Wasser austritt. Je
engmaschiger und damit wirkungsvoller der Filter aber ist, desto schwieriger ist es, die unter dem
ao Filterhut verbleibende Luftblase zu entfernen und damit den Filter auf den Boden des Filterbehälters
herabsinken zu lassen. Soll der Filter nicht behelfsmäßig mit einem Gewicht beschwert werden, muß
der senkrecht arbeitende Schlammsauger unterhalb des Wasserspiegels schräg gedreht und gewendet
werden, bis die Luftblase aus dem Filter in das freie Wasser entweicht. Diese Handhabung setzt
jedoch eine von der Länge des Schlammsaugers abhängige Mindestoberfläche des Aquariums voraus,
so daß ein sehr großer Teil der Aquarienliebhaber auf die Reinigung des Beckens verzichtet, weil sie
ohne Verschütten von Wasser nicht möglich ist. Auch das Herausnehmen des mit. Schlammwasser
gefüllten Schlammsaugers verlangt Geschicklichkeit und den Gebrauch beider Hände, denn sowie
der Schlammsauger bis zum Eingang des Steigrohres in das Filterrohr aus dem Wasser gehoben
ist, läßt die dort eindringende Luft das Schmutzwasser durch den Saugstutzen heraus wieder in das
Aquarium zurückfließen, wenn dieser Stutzen nicht rechtzeitig so lange mit einem Finger verschlossen
wird, bis er auf den Kopf gestellt und nach Entfernen des Stopfens entleert wird.
Um diese Mangel zu beseitigen, muß der Schlammsauger
folgende Bedingungen erfüllen:
Einhändiges senkrechtes Eintauchen des bereits mit Druckluft versorgten Schlammsaugers in das
Wasser ohne irgendwelche vorbereitenden und Geschicklichkeit erfordernden Handhabungen.
Aufliegen des unten offenen Filterhutes auf dem Boden des Filterbehälters bei Vermeiden einer Luftblase
im Filterhut.
Einhändiges Herausheben des Schlammsaugers, ohne daß ungereinigtes Wasser durch den Saugstutzen
in das Becken oder durch die Luftzuführung
in die Pumpe fließt.
Erfindungsgemäß wird diese vereinfachte Arbeitsweise durch folgende Anordnungen erreicht.
Um das einhändige Eintauchen des bereits mit Druckluft versehenen Schlammsaugers zu ermöglichen,
gibt ein, den oben befindlichen Abschlußstopfen durchbohrendes, und in den offenen Filterraum
hineinragendes Röhrchen von einer gegenüber dem Durchmesser des Saugrohres geringeren Weite
dem Wasser die Möglichkeit, vom Saugstutzen aus das Innere des Filterbehälters bis zu der Röhrchenöffnung
zu füllen; während über dieser öffnung ein Luftraum bleibt. Die gleiche Wirkung wird, um ein
weiteres Ausführungsbeispiel zu geben, erzielt, wenn das Filterbehälterrohr selbst in der Höhe der
unteren öffnung des durch diese Ausführung ersetzten Röhrchens eine kleine öffnung besitzt, über
der gleichfalls der gewünschte Luftraum bleibt. Daß in diesem Falle die öffnung vom gefilterten zum
Aquariumwasser geht, ist infolge ihrer zum Saugrohr geringen Weite für die Saug- und Filterwirkung
bedeutungslos.
An Stelle des früheren Filterhutes tritt bei Herstellung des Schlammsaugers aus Glas ein Filter
in Zylinderform, also· ohne oberen Deckel. Da das durch den Stopfen gesteckte Röhrchen und damit
auch der Luftraum so tief in den Filterzylinder hineinragen, daß auch bei schräger Lage des
Schlammsaugers das innere Schlammwasser den Filterrand nicht erreicht, ist ein Deckelabschluß
nicht nötig und damit die Bildung von Luftblasen, die das Abheben — Schwimmen — des Filters von
seiner Unterlage bewirken, unmöglich. Bei Herstellung des Schlammsaugers in Formen läßt dagegen
die stetige Maßhaltigkeit aller in dieser Form hergestellten Exemplare einen Filter mit unten durchbrochenem
Boden zu, der sich eng um den hineingeschobenen Saugstutzen schließt, so daß der eingesaugte
Schlamm den Filter durch die doppelte untere Sperre nicht ungereinigt verlassen kann.
Bisher reichte der Saugstutzen nur soweit in den Filterhut hinein, daß er dem Schlamm die Möglichkeit
gab, sich zu setzen. Jetzt dagegen soll er außerdem das Abfließen des Schlammwassers nach beendetem
Schlammsaugen verhüten. Aus diesem Grunde muß der Saugstutzen soweit nach oben geführt
werden, daß das aus ihm in den Filterraum strömende Schlammwasser zwecks Vermeidens
eines Luftwiderstandes noch unterhalb des inneren Wasserspiegels bleibt. Beim Herausnehmen des
Schlammsaugers aus dem Wasser unter Fortsetzung der Saugtätigkeit wird das Abfließen des gefilterten
Wassers durch das Steigrohr unterstützt, wenn es nicht höher als der Saugstutzen endet.
Um dagegen das Abfließen durch den Luftschlauch und damit das Eindringen von Wasser in die Luftpumpe
zu verhindern, darf die Luftzuführung nicht die Möglichkeit besitzen, unterhalb des inneren
Wasserspiegels nach unten zu führen. Am einfachsten wird diese Forderung dadurch erfüllt, daß das
zum Steigrohr führende starre Luftrohr direkt unterhalb der oberen Filterbehälteröffnung endet.
Um mit dem Schlammsauger den von Fischen aufgewirbelten Schlamm längere Zeit abzusaugen,
wird ihm ein Grobfilter vorgeschaltet, das das un- iao erwünschte Eindringen von Tieren verhütet. In
diesem Fall wird er im Aquarium kaum als Fremdkörper wahrgenommen, wenn die dem Beschauer
zugekehrte Längshälfte der Farbe ihrer Umgebung — z. B. grün — entspricht, während die andere ias
Hälfte sowie der Saugstutzen zwecks Kontrolle
beim manuellen Schlammsaugen durchscheinend oder glasklar bleiben. Die Zeichnung zeigt zwei
beispielsweise Ausführungsformen eines Schlammfilters nach der Erfindung in den Abb. ι und 2.
Abb. 3 zeigt ein Grobfilter, wie es im Bedarfefall dem Schlammfilter vorzuschalten ist.
Das Filterrohr ι enthält den zylindrischen Filter
2. In das Steigrohr 3 wird durch die Luftdüse 4 Luft gepreßt, die beim Hochsteigen Schlammwasser
mittels des Saugstutzens 5 aus dem Aquarium in den Filter saugt und das gereinigte Wasser unterhalb des Wasserspiegels 6 oder 7.' in das Wasser
zurückhebt. Bei Aquarien mit höherem Wasserspiegel 7 wird der beliebig lange Stab 8 zur Handhabung
benutzt. Er ist in den Stopfen 9 eingelassen, durch den das Röhrchen 10, bis unterhalb des
oberen Filterrandes 11 führt. Die horizontale Linie 12 stellt den inneren Wasserspiegel dar. Er gleicht
dem für ein einwandfreies Arbeiten erforderlichen niedrigsten äußeren Wasserstand 6. Das Ende der
Zuleitung 13 der Luftdüse 4 befindet sich über dem inneren Wasserstand 6. Der Filter- mit durchbrochenem
Boden ist in Abb. 2 Ziff. 14 und die das Röhrchen 10 ersetzende kleine öffnung in Abb. 2
Ziff. 15 dargestellt. Abb. 3 Ziff. 16 zeigt den Grobfilter,
der im Bedarfsfall durch Aufstecken auf die Ansaugöffnung 5 dem Schlammfilter vorgeschaltet
werden kann.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Einrichtung zum Entfernen von Schlamm aus Aquarien, wobei das Schlamm wasser durch ein mit Druckluft betätigtes Steigrohr durch einen Saugstutzen in mit einem Abschlußstopfen versehenen Filterraum gesaugt und aus diesem gereinigt durch das Steigrohr in das Aquarium gehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein den Abschlußstopfen (9) durchbohrendes Röhrchen (10) von einer gegenüber dem Durchmesser des Saugstutzens (5) geringeren Weite in ein unten und oben offenes Filter (2) hineinragt und die im Filter befindliche öffnung des Saugstutzens (S) unmittelbar unter dem Röhrchen (10) bleibt, wobei das Steigrohr (3) nicht höher als die Saugstutzenöffnung und die Zuführung (13) der Luftdüse (4) über dem inneren Wasserspiegel (6) endet.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des Röhrchens (10) eine gegenüber dem Durchmesser des Saugstutzens (5) kleinere öffnung (15) im Filterbehälter (1) tritt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die untere öffnung des Filters (14) den in den Filterraum (1) hineinragenden Saugstutzen (5) eng umschließt.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schlammsauger ein Grobfilter (16) vorgeschaltet ist.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Längshälfte des Schlammsaugerkörpers außer dem Saugstutzen (5) farbig gehalten ist, während die andere Hälfte sowie der Saugstutzen (5) farblos sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 546/50 6.5fr (609 716 12.56)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW13908A DE954747C (de) | 1954-05-08 | 1954-05-08 | Einrichtung zum Entfernen von Schlamm aus Aquarien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW13908A DE954747C (de) | 1954-05-08 | 1954-05-08 | Einrichtung zum Entfernen von Schlamm aus Aquarien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE954747C true DE954747C (de) | 1956-12-20 |
Family
ID=7595160
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW13908A Expired DE954747C (de) | 1954-05-08 | 1954-05-08 | Einrichtung zum Entfernen von Schlamm aus Aquarien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE954747C (de) |
-
1954
- 1954-05-08 DE DEW13908A patent/DE954747C/de not_active Expired
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