DE954191C - Verfahren zur Herstellung einer OEffnung in einer geschlossenen Glaskapillare - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer OEffnung in einer geschlossenen Glaskapillare

Info

Publication number
DE954191C
DE954191C DEN7366A DEN0007366A DE954191C DE 954191 C DE954191 C DE 954191C DE N7366 A DEN7366 A DE N7366A DE N0007366 A DEN0007366 A DE N0007366A DE 954191 C DE954191 C DE 954191C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
opening
capillary
glass capillary
liquid
producing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN7366A
Other languages
English (en)
Inventor
Jan Anton Willem Van Laar
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Application granted granted Critical
Publication of DE954191C publication Critical patent/DE954191C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/26Punching reheated glass

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung einer Öffnung in einer geschlossener Glaskapillare In der Technik, z. B. in elektrotechnischen Meßvorrichtungen, werden mitunter Glaskapillare benötigt, die eine sehr feine Öffnung haben. Ein bekanntes Verfahren, nach welchem feine Drähte in Glas oder in andere nach der Formgebung erhärtende Massen eingeschmolzen und nachträglich herausgeätzt werden, ermöglicht nur solche Öffnungen zu erreichen, die vom Durchmesser dieser Drähte abhängig sind. Dies ist unbefriedigend, besonders dann, wenn Öffnungen in der Größenordnung von weniger als o, i mm und selbst kleiner ais i ,u herzustellen sind. Zur Lösung dieser Aufgabe zeigt das Verfahren zur Herstellung einer Öffnung in einer geschlossenen Glaskapillare gemäß der Erfindung die Be-. sonderheit, daß die Wandstärke der Glaskapillare an der für die Öffnung vorgesehenen Stelle verringert, die Glaskapillare so lange in eine ätzende Flüssigkeit eingetaucht wird, bis an der Stelle verringerter Wandstärke eine Öffnung entsteht, und daß die Glaskapillare mit einer nicht ätzender. Flüssigkeit gefüllt wird, die die Wirkung der ätzenden Flüssigkeit nach Öffnung der Kapillare aufhebt. Es wird hierbei also ein zugeschmolzenes und dann abgeschnittenes Glasrohr der Wirkung einer ätzenden Flüssigkeit ausgesetzt. Wenn nun der Abstand zwischen dem Innern der zu einer Kapillare ausgezogenen Glasröhre und dem abgeschnittenen Ende, also die Wandstärke an der Schnittstelle, kleiner ist als die Wandstärke der Glaskapillare, so wird durch das Ätzen erreicht, daß das Glasrohr an der schwächsten Stelle bis zum Durchbruch geätzt wird. Nachdem das Glasrohr zur Kapillare ausgezogen, abgeschmolzen und abgeschnitten ist, wird das Innere der Kapillare mit einer nicht ätzenden Flüssigkeit gefüllt und diese dann in die Ätzflüssigkeit eingetaucht, damit sie an der Schnittstelle der Ätzwirkung ausgesetzt wird. Beim Erreichen des Durchbruches an der Schnittstelle kann die nicht ätzende Flüssigkeit aus dieser Durchbruchsstelle austreten und ein weiteres Ätzen und damit eine Vergrößerung der so geschaffenen Durchbruchsöffnung verhindern.
  • Um zu vermeiden, daß Ätzflüssigkeit nach Herstellung der Durchbruchsöffnung in das Innere der Kapillare gelangt, wird die nicht ätzende Flüssigkeit vorzugsweise unter Überdruck gestellt.
  • Um festzustellen, ob der Durchbruch erreicht ist, kann eine der beiden Flüssigkeiten mit einem Indikator versehen werden. Vorzugsweise werden aber die ätzende und die nicht ätzende Flüssigkeit derart durch einen mit einem Strommesser versehenen Stromkreis verbunden, daß bei Berührung der Flüssigkeiten der Stromkreis geschlossen wird.
  • Eine Kapillare mit kleiner ausflußöffnung hat den Vorteil, daß die Flüssigkeit, in der die Messung angestellt wird, gar nicht oder kaum durch aas der Kapillare in die Flüssigkeit einströmende Elektrolytlösung verunreinigt wird. Wenn zu diesem Zwecke enge Kapillaren verwendet werden, sind für den erforderlichen Flüssigkeitsstrom große Drucke notwendig. Bei einer Kapillare mit einer lichten Weite von io-5 cm und einer Länge von i mm ist der Druck in diesem Fall etwa aooo Atm. Wenn der Kapillare eine größere lichte Weite gegeben wird und diese sich bis zur kleinen Ausflußöffnung verjüngt, kann mit einem niedrigen, technisch leicht durchführbaren Druck ein hinreichender Flüssigkeitsstrom durch die Kapillare erreicht werden. Es hat sich gezeigt, daß in diesem Falle der halbe Scheitelwinkel des inneren Kegels der Kapillare in der Nähe der Ausflußöffnung vorzugsweise eine Kotangente a größer als 5 haben soll.
  • Die Erfindung wird an Hand eines Ausführunf,sbeispiels näher erläutert, bei dem die Herstellung einer solchen Kapillare beschrieben wird. Ein Glasrohr mit einer Länge von 25 cm, einem Außendurchmesser von 6 mm und einer lichten Weite von 3 mm wird in der Mitte in einer Flamme erhitzt und bis zu einer Kapillare ausgezogen mit einer Wandstärke von i mm und einer lichten Weite von i mm. Mittels einer kleinen Flamme wird danach über einen Abstand von o,5 cm dieser verengte Teil derart erhitzt, daß das Glas zusammenflie3t. In einem möglichst geringen Abstand von dem Lumen in der Kapillare wird sie durchgeschnitten und abgebrochen.
  • Das Rohr wird danach gefällt mit einem Gemisch von i n K N 03 und i n -Na @T 03, unter einem Überdruck von i Atm. und in einem mit einer Fluorwasserstofflösung gefüllten Paraffinblock untergebracht, wonach die Ätzung anfängt. Ein elektrischer Kreis mit einem Galvanomesser wird zwischen die Fluorwassersto'tlösung und die Flüssigkeit in der Kapillare geschaltet. Sobald der Strommesser einen Ausschlag aufweist, wird die Ätzung unterbrochen und die Kapillare mit Wasser abgespült. In dieser Weise entsteht eine Glaskapillare mit einer sich bis zu einer Öffnung von o,i lr. verjüngenden inneren Höhlung.
  • Durch die Wahl des Ätzmittels und der die Kapillare füllenden Flüssigkeit ist erzielbar, daß die Ätzung zu einem gegebenenfalls größeren Durchmesser der Öffnung fortschreitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung einer Öffnung in einer geschlossenen Glaskapillare, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke der Glaskapillare an der für die Öffnung vorgesehenen Stelle verringert, die Glaskapillare so lange in eine ätzende Flüssigkeit eingetaucht wird. bis an der Stelle verringerter Wandstärke eine Öffnung entsteht, und daß die Glaskapillare mit einer nicht ätzenden Flüssigkeit gefüllt wird, welche die Wirkung der ätzenden Flüssigkeit nach Öffnung der Kapillare aufhebt. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht ätzende Flüssigkeit unter Überdruck gestellt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ätzende und nicht ätzende Flüssigkeit derart durch einen mit einem Strommesser versehenen Stromkreis verbunden werden, daß bei Berührung der Flüssigkeiten der Stromkreis geschlossen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 710 834.
DEN7366A 1952-06-25 1953-06-23 Verfahren zur Herstellung einer OEffnung in einer geschlossenen Glaskapillare Expired DE954191C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL954191X 1952-06-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE954191C true DE954191C (de) 1956-12-13

Family

ID=19865901

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN7366A Expired DE954191C (de) 1952-06-25 1953-06-23 Verfahren zur Herstellung einer OEffnung in einer geschlossenen Glaskapillare

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE954191C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE710834C (de) * 1938-04-10 1941-09-22 Jakob Dichter Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen feiner Siebplatten, Spinnduesen o. dgl. aus Glas und anderen nach der Formgebung erhaertenden Massen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE710834C (de) * 1938-04-10 1941-09-22 Jakob Dichter Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen feiner Siebplatten, Spinnduesen o. dgl. aus Glas und anderen nach der Formgebung erhaertenden Massen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2323321C3 (de) Verbauwand einer Grabenverbauvorrichtung
DE587459C (de) Einrichtung zum Messen des Querschnittes einer OEffnung
DE954191C (de) Verfahren zur Herstellung einer OEffnung in einer geschlossenen Glaskapillare
DE1148771B (de) Gas- und Fluessigkeitsmengenmesser mit veraenderlicher Blende
DE2915956A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum messen der oberflaechenspannung elektrisch leitender fluessigkeiten
DE2143085B2 (de) Werkzeug zum elektrochemischen Herstellen mehrerer aus einer Hauptbohrung abzweigender Querbohrungen
DEN0007366MA (de)
DE3217123C2 (de) Pipette zur Durchführung und Bestimmung von Sedimentationsverläufen, insbesondere der Blutsenkung
AT338640B (de) Steuervorrichtung fur das abfullen von flussigkeiten
EP0028807A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Messung des Füllvolumens in einem geschlossenen Behälter
DE745839C (de) Druckmessvorrichtung
AT85172B (de) Gasvoltameter.
DE652299C (de) UEberwachungseinrichtung fuer Dampfwasserableiter
DE860868C (de) Vorrichtung zur Bestimmung der Spiegelhoehe einer Fluessigkeit
DE701759C (de) Tropfflaeschchen
DE468675C (de) Vorrichtung an Fluessigkeitsbehaeltern und Messgefaessen mit rohrfoermigem UEberlauf
DE806497C (de) Vorrichtung zum Messen der Dichte von Fluessigkeiten, Trueben, Suspensionen o. dgl.
DE1051520B (de) Vorrichtung zum Pruefen von OEffnungen in Duesen und Kapillarrohren, insbesondere fuer das Maxima-System an Thermometern
DE564973C (de) Vorrichtung zum Anzeigen der Erreichung des Fluessigkeitsstandes, insbesondere des Elektrolyten galvanischer Elemente
DE2139051C3 (de) Schutzanordnung für eine in der Wandung einer Stranggießkokille angeordnete radioaktive Strahlenquelle
DE763384C (de) Verfahren zur homogenen inneren Verbleiung von Rohren und aehnlichen Hohlkoerpern mittels eines eingefuehrten Dornes
DE563089C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Gasuntersuchung
DE1482611C3 (de) Vorrichtung zum Begrenzen der Füllhöhe eines Behälters
DE570705C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Viskositaet von Fluessigkeiten
DE743701C (de) UEberlaufpipette mit Ventilstab