DE951904C - Optische Einrichtung zur verzerrungsfreien Schraegprojektion von Filmen unter Verwendung anamorphotischer Vorsatzsysteme - Google Patents

Optische Einrichtung zur verzerrungsfreien Schraegprojektion von Filmen unter Verwendung anamorphotischer Vorsatzsysteme

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Publication number
DE951904C
DE951904C DEZ3787A DEZ0003787A DE951904C DE 951904 C DE951904 C DE 951904C DE Z3787 A DEZ3787 A DE Z3787A DE Z0003787 A DEZ0003787 A DE Z0003787A DE 951904 C DE951904 C DE 951904C
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DE
Germany
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projection
anamorphic
projection lens
optical axis
distortion
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Expired
Application number
DEZ3787A
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English (en)
Inventor
Dr Hans Sauer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carl Zeiss SMT GmbH
Original Assignee
Carl Zeiss SMT GmbH
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Publication date
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Publication of DE951904C publication Critical patent/DE951904C/de
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B13/00Optical objectives specially designed for the purposes specified below
    • G02B13/08Anamorphotic objectives

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Lenses (AREA)

Description

  • Optische Einrichtung zur verzerrungsfreien Schrägprojektion von Filmen unter Verwendung anamorphotischer Vorsatzsysteme Die üblichen Kinomaschinen sind ausnahmslos so gebaut, daß der Film im Bildfenster senkrecht zu der optischen Achse des Beleuchtungssystems und des Projektionsobjektivs läuft. Mit diesen Maschinen kann daher nur dann ein unverzerrtes Schirmbild erhalten werden, wenn der Bildschirm gleichf a * Ils senkrecht auf der optischen Achse steht.
  • Da in den meisten Lichtspieltheatern der Bildwerferraum über dem Zuschauerraum liegt, ist die Projektionsrichtung mehr oder weniger stark geneigt zu dem - in der Regel ebenen und vertikal stehenden - Schirm, so daß das rechteckige Bildforma,t trapezförmig wiedergegeben wird. Ist die Neigung der Projektionsrichtung gering, so werden die Verzerrungen an den Bildbegrenzungen durch die rechteckige Umrahmung des Schirmes verdeckt. Darüber hinaus können Bildvergrößeruingen und teilweise Unschärfen der Bilder in bekannter' Weise durch eine kleine Neigung der Bildwand gegen die Lotrechte nach hinten für den Beschauer weniger auffällig gemacht. Bei stärkeren Neigungen fallen die projektiven Verzerrungen auch im Bildinhalt durch die Erscheinung der stürzenden Linien von Gebäudekanten störend auf. Man kann nun das Problem der Vermeidung von Bildverzerrungen bekanntermaßen in der Weise lösen, daß man Filmebene.u.nd Projektionsschirm parallel zueinander und lotrecht anordnet und das Projektionsobjektiv senkrecht ztk dessen optischer Achse nach unten so weit verschiebt, daß die Mitte des Filmbildes auf die Schirmmitte abgebildet wird oder daß man das Bildfenster und damit die Filmebene schräg zur optischen, Achse des Proj ektionsobjektivs einstellbar macht. Da die Beleuchtungsieinrichtung im Normalfalle gerade nur eben die Öffnung des Projektionssystems auszuleuchten vermag, ist es weiterhin erforderlich, das Lampenhaus so zu neigen, daß die optische Achse des Beleuchtungssystems mit der Verbindungslin..ie von Filmbildmitte und Schirmmitte zusammenfällt, oder die optische Achse des Beleuchtungssystems durch optische Mittel am Bildfenster dieser Bedingung anzu,passen.
  • Die eingangs erwähnten projektiven Verzerrungen treten nicht nur um so störender in Erscheinung, je mehr die Projektionsrichtung zum Schirm geneigt ist, sondern sie fallen auch um so mehr auf, je größer die Projektionswinkel sind, d. h. je größer die Schirmfläche bei im übrigen gleichbleibenden Verhäftnissen gewählt wird. Es ist daher verständlich, daß die Erscheinung der stürzenden Linien sich ganz besonders störend bemerkbar macht bei der Breitbildprojektion unter Verwendung anamorphotischer Systeme, die in der Regel als Vorsatzsysteme zum normalen Projektionsobjektiv verwendet werden.
  • Es stellte sich nun heraus, daß bei der Schrägprojektion mit anamorphotischen Vorsatzsystemen ein verzerrungsfreies Projektionsbild mit den vorstehend beschriehenen Mitteln nicht erreicht ist. Dies liegt einmal daran, daß die Konstruktion anamorphotischer Vorsatzsysteme sehr große Schwierigkeiten bereitet, wenn man den Bildwinkel auf die für die schräge Durchstrahlungsrichtung benötigte Größe bringen will. Bei den praktisch zur Verfügun,g stehenden. anamorphotis-chen Systemen ist eine schräge Durchstrahlung von merklicher Größe wegen der dann eintretenden Vignettierung unmöglich,. Außerdem tritt bei den anamorp.hotischen Systemen eine Verzeichnung auf, die sich in einer Krümmung von horizontalen Liniien nahe der oberen und unteren Bildkante äußert. Diese Krümmung ist um so stärker, je größer der Winkel ist, den die Strahlen mit der optischen Achse des anamorphotischen Systems bilden. Würde man ein anamorphotisches System, das für einen hinreichend großen Bildwinkel konstruiert ist, zusammen mit dem ProjektionsobJektiv in der oben beschriebenen Weise versetzt zur Bildfenstermitte anordnen, so wäre eine starke Durchbiegung von in der Natur horizontalen Linien auf dem Bildschirm die Folge.
  • Erfindungsgemäß wird zur Erzielung einer verzerrungsfreien Schrägprojektion von Filmen unter Verwendung anamorphotischer Vorsatzsysteme die Anordnung so getroffen, daß Filmebene und Projektionsschirm annähernd parallel angeordnet sind, daß die optische Achse des Projektionsobjektivs senkrecht auf der Filmebene sticht, und so weit gegenüber der Bildfenstermitte versetzt ist, daß diese auf die Mitte des Proj ektIonsschirrnes abgebildet wird, und daß, ferner das anamorphotische Vorsatzsystem so gegenüber dem Projektionsobjektiv geneigt angeordnet ist, daß seine optische Achse etwa parallel zur Projektionsrichtung, d. h. patallel zur Verbindungslinie vom vorderen Hauptpunkt des Projektionsobjektivs zur Schirmmitte verläuft.
  • Mit der vorbeschriebenen Anordnung läßt sich in allen Fällen eine befriedigende verzerrungsfreie Schrägprojektion erreichen, in denen die Neigungswinkel der Projektionsrichtung zum Schirm normal und die Proj6ktionsentfernung verhältnismäßig groß sind. Sind diese Bedingungen nicht mehr erfüllt, so besteht ein weiterer erfindungsgeniäßer Schritt darin, auf das ana-morphotische System ein optisches Zufsatzsystem, in einfachsten Falle eine Linse folgen zul lassen, dessen Brennweite etwa gleich der Projektionsentfernung ist und dessen optische Achse annähernd parallel zu der des Projektionsobjektivs verläuft, d. h. wiederum senkrecht auf der Filmebene und der Schirmebene steht.
  • Bei Verwendung von Schirmen mit zylindrischer Krümmung wird dieses Zusatzsystem vorzugsweise so ausgebildet, daß es eine gleichmäßige Schärfenverteilung über die ganze Schirmbreite hinweg liefert. Das Projektionsobjektiv und das anamorphotische Vorsatzsystem werden bei Verwendung dieses Zusatzsystems vorteilhaft so eingestellt, wie es zur Projektion auf einen unendlich weit entfernten Schirm erforderlich wäre.
  • Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich im Zusammenhang mit den beifolgenden Abbildungen. Von diesen zeigt Fig. i die übliche Anordnung einer Projektionseinrichtung mit anamorphotischem Vorsatzsystem bei der in fast allen Lichtspieltheatern üblichen Schrägprojektion. Der Neigungswinkel der Projektionsrichtting zur Horizontalen ist dabei bewußt etwas übertrieben dargestellt; Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Anordnung des Projektionsobjektivs und des anamorphotischen Vorsatzsystems relativ zum Bildfenster und zum Projektionsschirm; Fig. 3 zeigt schließlich schematisch die Kombination mit einem weiteren Zusatzsystern, dessen Anwendung vor allem bei einer auigesprochenen Steilprojektion- sowie bei relativ kurzen. Projektionsentfernungen zweckmäßig ist.
  • In den Figuren ist mit i ein Zuschauerraum schematisch angedeutet. Von der Projektionseinrichtun,g sind die im Rahmen der Erfindung wesentlichen Teile angedeutet, und zwar mit 2 ein Lampengehäuse, mit 3 eine Filmebene, mit 4 ein Projektionsobjektiv mit zwei Filmtrommeln 5 und 6, mit 7 das Bildfenster, mit 8 ein anamorphotisches Vorsatzsystern und mit 9 der Projektionsschirm. In Fig. i ist bei der dort dargestellten bekannten Anordnung ohne anamorphotisches Vorsatzsystern veranschaulicht, wie bei Schrägprojektion die tr-apezförmige Verzeichnung des Projektionsbildes in Erscheinung tritt.
  • In der Fig. 2 ist die erfindungsgemäße Anordnung dargestellt, wähTend in Fig. 3 zusätzlich ein aus einer einfachen Linse io bestehendes optisches System dargestellt ist, das mit dem anamorphotischen System 8 durch ein Scharnier ii und das anamorphotische System 8 wiederum durch ein weiteres Scharnier i?, verbunden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Optische Einrichtung zur verzerrungsfreien Schrägprojektion von Filmen unter Verwendung anamorphotischer Vorsatzsysteme, dadurch gekennzeichnet, daß Filmebene und Projektionsschir-m annähernd parallel angeordnet sind, daß die optische Achse des Projektionsobjektivs senkrecht auf der Filmebene steht und so weit gegenüber der Bildfenstermitte versetzt ist, daß diese Puf die Mitte des Projektionsschirmes abgebildet wird, und daß ferner das anamorphotische Vorsatzsystem so gegenüber dem Projektionsobjektiv geneigt angeordnet ist, daß seine optische Achse etwa parallel zur Projektionsrichtung verläuft. 2,. Einrichtung nach Ansprurch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf das anamorphotische noch ein weiteres optisches System schwacher Brechkraft, beispielsweise eine einfache Linse folgt, deren optische Achse annähernd parallel zu. der des Projektionsobjektivs verläuft. 3 Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das anamorphotische System mit dem Projektionsobjektiv durch ein scharnierartiges. Gelenk einstellbar verbunden ist, welches eine Verschwenkung um eine horizontale Drehachse zuläßt, und daß Mittel vorhanden sind, durch welche das anamorphotische System in der gewünschten Schwenklage festgeklemmt werden kann. 4. Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das anamorphotische Vorsatzsystem am Projektionsgehäuse so befestigt ist, daß es an den zum Scharfeinstellen notwendigen Verstellbewegungen des Projektionsobjektivs nicht teilnimmt. 5. Einrichtung nach Anspruch:2, dadurch gekennzeichnet, daß das System schwacher Brechkraft mit dem Kabinenfenster verbunden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: »Handbuch der praktischen Kinematographie« von F. P. Liesegang; Ed. Liesegang's Verlag M. Eger in Leipzig, 1919, S. 174, 1. Abs.; deutsche Patentschriften Nr. 6oo 662, 548 587.
DEZ3787A 1953-11-12 1953-11-12 Optische Einrichtung zur verzerrungsfreien Schraegprojektion von Filmen unter Verwendung anamorphotischer Vorsatzsysteme Expired DE951904C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE548587C (de) * 1932-04-16 Zeiss Ikon Ag Kinowiedergabeapparat fuer schraege Projektionsrichtung
DE600662C (de) * 1931-01-14 1934-07-28 Joseph David Basson Bildfenster fuer kinematographische Projektoren

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE548587C (de) * 1932-04-16 Zeiss Ikon Ag Kinowiedergabeapparat fuer schraege Projektionsrichtung
DE600662C (de) * 1931-01-14 1934-07-28 Joseph David Basson Bildfenster fuer kinematographische Projektoren

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