DE3634373C2 - - Google Patents
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- DE3634373C2 DE3634373C2 DE19863634373 DE3634373A DE3634373C2 DE 3634373 C2 DE3634373 C2 DE 3634373C2 DE 19863634373 DE19863634373 DE 19863634373 DE 3634373 A DE3634373 A DE 3634373A DE 3634373 C2 DE3634373 C2 DE 3634373C2
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B37/00—Panoramic or wide-screen photography; Photographing extended surfaces, e.g. for surveying; Photographing internal surfaces, e.g. of pipe
- G03B37/06—Panoramic or wide-screen photography; Photographing extended surfaces, e.g. for surveying; Photographing internal surfaces, e.g. of pipe involving anamorphosis
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Stereoscopic And Panoramic Photography (AREA)
- Projection Apparatus (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 und eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des An
spruchs 2.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung der angegebenen Art sind aus
DE-OS 30 03 785 bekannt. Darin wird ein in sich selbst drehbarer
Bildschirm zur Projektion optischer Bilder, insbesondere Werbe
bilder, beschrieben, der in der Medianebene einer Kugel angeord
net ist, deren Rückseite undurchsichtig ist.
Beim Drehen der Projektionswand scheint sich für den Betrachter
das Projektionsbild unter ständiger Verschmälerung oder Verbrei
terung zwischen einem vollständig sichtbaren Zustand und völligem
Verschwinden (wenn die Projektionswand in der Sehachse liegt) zu
verändern. Diese Art der Darbietung des Projektionsbildes ist
sehr auffällig.
Für eine kreisförmige oder quadratische Projektionswand ist
naturgemäß ein quadratisches Vorlageformat am besten geeignet. In
der Praxis aber lassen sich die meisten Szenen am besten in nicht
quadratischen Formaten darstellen. Demgemäß sind die am weitesten
verbreiteten Film- und Kinobildformate nicht quadratisch, so
insbesondere bei Kleinst- und Kleinbild-Diapositiven, die ein
Format von zum Beispiel 10,3×7,5 mm beziehungsweise
24×36 mm aufweisen können. Eine Wiedergabe von Szenen oder
Bildern mit nicht quadratischen Vorlageformaten auf einer kreis
förmigen oder quadratischen Projektionswand ist nur mit beträcht
lichem Verlust an Bildinhalt oder Inkaufnahme leerer Streifen im
Projektionsbild möglich.
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, ein Verfahren und eine
Vorrichtung der angegebenen Art in einfacher Weise so auszuge
stalten, daß bei der Projektion von unverzerrt aufgenommenen
Szenen oder Bildern mit nicht quadratischen Formaten entweder
der Gesamtbildinhalt oder ein ebenfalls nicht quadratischer
Ausschnitt davon unter Vermeidung leerer Streifen im Projektions
bild formatfüllend wiedergegeben werden kann.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe mit dem Verfahren nach dem
Anspruch 1 bzw. der Vorrichtung nach dem Anspruch 2 gelöst.
Nach der Erfindung wird im Gegensatz zu bisher befolgten Regeln
eine anamorphotische Verzerrung in dem zu betrachtenden Projek
tionsbild verwendet, also nicht nur in Zwischenstufen der Bild
verarbeitung. Dabei wird, entgegen der normalerweise angestrebten
verzerrungsfreien Projektion, eine Verzerrung in Richtung einer
Achse bewußt in Kauf genommen, da es für den Anwendungszweck,
beispielsweise die Schaustellung zu Anzeige- bzw. Werbezwecken,
nicht erwünscht ist, eine natürliche Szene in natürlichem Seiten
verhältnis wiederzugeben. So können zum Beispiel unwichtige
Bildteile durch anamorphotisch verzerrte Projektion aus dem
projezierten Bild optisch entfernt werden. Das nicht quadrati
sche Format der Szene oder Vorlage wird durch diese anamorphoti
sche Verzerrung in ein quadratisches Format umgesetzt, das auf
der kreisförmigen oder quadratischen Projektionswand mit nur
geringem Verlust an Bildinhalt formatfüllend wiedergegeben werden
kann. Hierzu wird eine expandierende anamorphotische Projektion
verwendet. Diese hat den Vorteil, daß eine größere Schärfentiefe
erreicht wird, da in der gedehnten Richtung die Projektionsbrenn
weite verkleinert ist. Dieser Vorteil ist insbesondere im Hin
blick auf die sich drehende Projektionswand von entscheidender
Bedeutung. Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß bei der
erfindungsgemäßen Arbeitsweise auch bei verhältnismäßig stark vom
Quadrat abweichenden Szenen- oder Vorlageformaten, insbesondere
dem Kleinbildformat 24×36 mm, die anamorphotische Verzerrung
bei der Betrachtung kaum stört und sogar von vielen Betrachtern
gar nicht bemerkt wird.
Dies mag daher rühren, daß bei der erfindungsgemäßen Projektion
das Projektionsbild dem Betrachter in den meisten Phasen seiner
Veränderung ohnehin perspektivisch verzerrt erscheint, da bei
schräg zum Betrachter stehender Projektionswand der Wiedergabe
maßstand in den weiter vom Projektor entfernten Teilen des Pro
jektionsbildes größer ist als in den näher am Projektor befindli
chen Teilen des Projektionsbildes.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß bei der
Projektion üblicher Kleinbild-Vorlagen im Format 24×36 mm ein
anamorphotischer Verzerrungsfaktor von 1,5 verwendet werden kann.
Dieser anamorphotische Verzerrungsfaktor ist auch bei anderen
Anwendungen üblich, so daß Sonderanfertigungen für die Zwecke der
Erfindung nicht erforderlich oder jedenfalls leicht möglich sind.
Die Erfindung läßt sich besonders einfach dadurch verwirklichen,
daß ein anamorphotisch verzerrtes Bild der Szene als Projektions
vorlage verwendet wird. Es kann dann ein üblicher Projektor
verwendet werden, und die Anfertigung der verzerrten Vorlage-Bil
der kann an anderer Stelle unter günstigen Bedingungen erfolgen.
Allerdings können dann etwa vorhandene nicht verzerrte Vorlage
Bilder nicht direkt in der erfindungsgemäßen Weise verwendet
werden, und der Effekt der größeren Schärfentiefe kommt nicht zum
Tragen, da bei der Projektion von bereits anamorphotisch verzerr
ten Projektionsvorlagen die Schärfentiefe in allen Richtungen
gleich groß ist. Falls der Wunsch im Vordergrund steht, vorhande
ne unverzerrte Vorlage-Bilder in nicht quadratischen Formaten,
insbesondere Kleinbild-Diapositive, direkt erfindungsgemäß be
nutzen zu können, ist eine andere Ausführungsform der Erfindung
vorteilhaft, die dadurch gekennzeichnet ist, daß ein unverzerrtes
Bild der Szene als Projektionsvorlage verwendet und unter expan
dierender anamorphotischer Verzerrung projiziert wird. Es ist
dann zwar ein zusätzlicher Aufwand beim Projektionsobjektiv
erforderlich, doch erscheint dieser zusätzliche Aufwand ange
sichts der damit erzielten Vorteile tragbar.
Für diese Arbeitsweise ist besonders die Vorrichtung nach dem
Anspruch 2 geeignet, weil bei dieser Vorrichtung das periodische
Verschwinden und Wiedererscheinen des Projektionsbildes vor dem
dunklen Hintergrund, der von dem geschwärzten Kugelteil gebildet
wird, besonders verblüffend und einprägsam wirkt.
Es ist bekannt, daß man mit Anamorphoten Verzerrungen herstellen
und zum Beispiel ein Quadrat als Rechteck abbilden kann, und daß
dieses Prinzip in der Kinematographie bei der Breitwandprojektion
angewandt wird (Karl Mütze, Herausgeber, ABC der Optik, Leipzig
1961, Seite 50). Es ist ferner bekannt, daß man mit einem ana
morphotischen Zusatzobjektiv, das sowohl bei der Aufnahme als
auch bei der Projektion angewandt wird, je nach Drehlage dieses
Zusatzobjektives eine anamorphotische Verzerrung bei der Auf
nahme und eine entsprechende anamorphotische Entzerrung bei der
Wiedergabe (Projektion) in jeder beliebigen Richtung bewirken
kann, insbesondere der Breite oder der Höhe nach (DE-PS 4 89 976).
Dabei ist jedoch eine anamorphotische Verzerrung des Projektions
bildes nicht beschrieben oder angeregt worden; vielmehr wird wie
üblich die Verzerrung nur in den nicht zur direkten Betrachtung
dienenden Zwischenstufen des Gesamtvorganges Aufnahme-Projektion
angewandt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels
in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben.
Die einzige Figur der Zeichnung zeigt in teilweise geschnittener,
schematischer und nicht maßstäblicher Darstellung eine erfin
dungsgemäße Projektionsvorrichtung.
Die in der Figur gezeigte Vorrichtung dient zum Projizieren von
Vorlagen 1 in Form von Kleinbild-Diapositiven mit einem Vorlage
format von 24×36 mm. Eine Anzahl von Vorlagen 1 ist in einem
Magazin 3 bevorratet. Eine motorbetriebene Wechseleinrichtung 5,
von der in der Figur nur ein Greifarm angedeutet ist, bewegt die
Vorlagen nacheinander in einem Projektionsschacht 7 eines nur
angedeuteten Projektors 9, der wie üblich ein Projektionsobjektiv
11, einen Kondensor 13 und ein Beleuchtungssystem 15 aufweist.
Der Projektor 9 projiziert die jeweils in seinem Projektions
schacht 7 befindliche Diapositiv-Vorlage 1 auf eine kreisförmige
Rückprojektionswand 17, die in der Mitte einer Hohlkugel 19 um
eine vertikale, zur Projektionsrichtung senkrecht stehende Mit
telachse 21 drehbar angeordnet ist. In der Figur ist die Rückpro
jektionswand 17 in einer zur Zeichenebene und zur optischen Achse
23 des Projektors 9 senkrechten Stellung dargestellt.
Zum Drehen der Rückprojektionswand 17 dient eine Antriebseinrich
tung 25, die von einem Steuergerät 27 steuerbar ist. Dieses
Steuergerät 27 steuert auch die Wechseleinrichtung 5.
Die Hohlkugel 19 ist in ihrer dem Projektor 9 zugewandten Hälfte
bis auf ein Fenster 29 geschwärzt. Das Fenster 29 ermöglicht den
Durchschnitt des Projektions-Strahlenganges 31. In ihrer von dem
Projektor 9 abgewandten, einem Betrachter 33 zugewandten Hälfte
ist die Hohlkugel 19 transparent.
Das Projektionsobjektiv 11 weist ein expandierendes anamorphoti
sches System 35 auf, das das nicht quadratische Vorlageformat im
wesentlichen in ein quadratisches Format übersetzt, so daß ein
größerer Teil des Bildinhalts auf dem kreisförmigen Format der
Rückprojektionswand 17 formatfüllend wiedergegeben werden kann.
Das expandierende anamorphotische System 35 ist um die optische
Achse dreheinstellbar. Dadurch kann der gewünschte Effekt sowohl
bei hochformatigen als auch bei querformatigen Vorlagen bewirkt
werden. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Drehein
stellung des anamorphotischen Systems 35 in zwei entsprechenden
Vorzugs-Einstellungen einrastbar.
Dies ist in der Figur durch eine Rastvertiefung 37 und eine
Rastfeder 39 angedeutet. Falls das Projektionsobjektiv beim
Fokussieren gedreht wird, ist zweckmäßigerweise das anamorphoti
sche System 35 unabhängig davon drehbar gelagert.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist für die Dreheinstellung
des anamorphotischen System 35 eine Anamorphot-Antriebseinrich
tung 41 vorgesehen, die von einer Markierung 43 der Vorlage 1 her
steuerbar ist. Bei der dargestellten Ausführungsform bedeutet
das Vorliegen einer Markierung 43, daß die Vorlage im Hochformat
vorliegt, und das Fehlen dieser Markierung, daß die Vorlage im
Querformat vorliegt. Der Anamorphot wird automatisch in die
jeweils richtige Dreheinstellung gedreht. Die Anamorphot-An
triebseinrichtung 41 ist über eine Steuerleitung 45 mit dem
Steuergerät 27 verbunden, so daß alle Vorgänge koordiniert ablau
fen.
In der Figur ist eine andere Drehstellung 17′ der Rückprojek
tionswand 17 gestrichelt angedeutet. Bei dieser Darstellung gibt
das Projektionsbild nur einen Teil der Vorlage wieder und dem
Betrachter erscheinen die vertikalen Randbereiche des Projek
tionsbildes perspektivisch verzerrt.
Claims (4)
1. Verfahren zum Projizieren einer Szene auf eine im wesentli
chen kreisförmige oder quadratische Projektionswand, vorzugsweise
Rückprojektionswand, die sich um eine vorzugsweise vertikale, zur
Projektionsrichtung senkrecht stehende Mittelachse dreht,
dadurch gekennzeichnet, daß bei rechteckigen unverzerrten Projek
tionsvorlagen zur Projektion, entweder des Gesamtbildfeldes oder
eines nicht quadratischen Bildausschnittes, das Bild durch expan
dierende anamorphotische Projektion so projiziert wird, daß bei
senkrecht zur Projektionsachse stehender Projektionswand ein im
wesentlichen quadratisches Projektionsbild erreicht wird.
2. Projektionsvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, mit einem Projektor (9), einem darin vorgesehenen
Projektionsobjektiv (11) und einer im wesentlichen kreisförmigen
Rückprojektionswand (17), die um eine vertikale, auf der zur
Projektionsrichtung senkrecht stehenden Mittelachse (21) drehbar
in einer zu einem Betrachter (33) hin transparenten und vom
Betrachter weg geschwärzten Hohlkugel (19) angeordnet ist, da
durch gekennzeichnet, daß das Projektionsobjektiv (11) ein expan
dierendes anamorphotisches System (35) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
anamorphotische System (35) um die optische Achse (23) drehein
stellbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß für
die Dreheinstellung des anamorphotischen Systems (35) eine von
einer Markierung (43) der Vorlage (1) her steuerbare Anamorphot-
Antriebseinrichtung (41) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863634373 DE3634373A1 (de) | 1986-10-09 | 1986-10-09 | Verfahren und vorrichtung zum projizieren einer szene |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863634373 DE3634373A1 (de) | 1986-10-09 | 1986-10-09 | Verfahren und vorrichtung zum projizieren einer szene |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3634373A1 DE3634373A1 (de) | 1988-04-21 |
| DE3634373C2 true DE3634373C2 (de) | 1989-04-13 |
Family
ID=6311362
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863634373 Granted DE3634373A1 (de) | 1986-10-09 | 1986-10-09 | Verfahren und vorrichtung zum projizieren einer szene |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3634373A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8914768U1 (de) * | 1989-12-15 | 1990-03-22 | Lührs, Hans-Joachim | Projektionsvorrichtung |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE489976C (de) * | 1927-04-29 | 1930-01-23 | Tech D Optique Et De Photograp | Vorrichtung zur Aufnahme und Wiedergabe photographischer oder kinematographischer Bilder |
| FR2448734A1 (fr) * | 1979-02-06 | 1980-09-05 | Nicolas Pierre | Ecran rotatif pour la reception d'images optiques, notamment d'images publicitaires |
-
1986
- 1986-10-09 DE DE19863634373 patent/DE3634373A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3634373A1 (de) | 1988-04-21 |
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Legal Events
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