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Vorrichtung zum Sterilisieren oder Pasteurisieren von in Behältern
befindlichen Waren Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum kontinuierlichen
Sterilisieren oder Pasteurisieren -von .in Behältern ibefindlichen Waren mit einem
Überdruckwasserdampfraum. Dieser Raum steht in offener Verbindung mit den kurzen
Schenkeln zweier offenen, U-rohrförmigen Flüssigkeitsverschlüssen, durch welches
System hindurch ein endloser Förderer sich bewegt, der außerhalb der Anordnung geschlossen
und mit Trägern für die Behälter versehen ist. Eine Vorrichtung dieser Art ist bekannt.
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Die Erfindung betrifft insbesondere eine aus drei Türmen bestehende
Sterilisationsvorrichtung der beschriebenen Art, welche Türme an der Untenseite
miteinander in Verbindung stehen und auf diese Weise einen zusammenhängenden Raum
bilden, im Sinne zweier nebeneinander angeordneter U-Röhren. Der mittlere Turm bildet
den Sterilisationsraum, in welchen Dampf eingeführt wird. Die beiden anderen Türme,
die über eine Trennwand miteinander in Verbindung stehen, sind mit Wasser gefüllt.
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Zwecks Abkühlung der in .dem Dampfraum erhitzten Behälter wird in
den Austrittsschenkel des U-Rohrsystems kontinuierlich Kühlwasser eingeführt, das
nach Wärmeaustausch mit den Behältern
in dem Eintrittsschenkel des
Systems .hinaufsteigt und dort zum Vorerhitzen der Behälter dient.
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Ein Nachteil hierbei ist, daß das eingeführte kalte Kühlwasser sofort
absinkt unter ungenügendem Wärmeaustausch mit den Behältern, so daß sich an der
Grenzfläche zwischen Dampf und Wasser in dem unteren Raum des mittleren Turms eine
Temperatur einstellt, die zu starker Kondensation des Dampfes und demzufolge zur
Herabsetzung des Wirkungsgrades der Vorrichtung führt. Überdies sind die aus der
Vorrichtung tretenden Behälter nicht .genügend gekühlt.
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Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil, indem an dem Förderer zwischen
den Trägern oder Gruppen von Trägern quer zu der Bewegungsrichtung stehende Trennwände
angeordnet sind, welche unter Freilassung von beschränkten, z. B. ausschließlich
von dem freien Rand gebildeten Durchgängen das Kanalprofil größtenteils ausfüllen.
Auf diese Weise wird, wenn der Förderer durch den Kühlraum sich bewegt, dieser Raum
sozusagen in partielle Kühlzonen unterteilt, in denen sich zumindest ein Träger
mit Behältern befindet und irdenen ein intensiver Wärmeaustausch stattfindet, wobei
das erwärmte Kühlwasser durch die Durchgänge in die darunterliegende partielle Kühlzone
übergeht, dort weitete Wärme aufnimmt usw. In dem ganzen Kühlraum stellt sich also
ein hauptsächlich gradliniger Wärmegradient ein, was eine bessere Kühlung der Behälter
und eine höhereTemperatur des Wassers in der Nähe der Grenzfläche und also geringere
Kondensation des Dampfes zur Folge hat.
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Die Erfindung wird im nachstehenden an Hand der Zeichnung näher erläutert.
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Fig. i zeigt schematisch einen vertikalen Längsschnitt der Sterilisationsvorrichtung,
in welcher die Erfindung verwirklicht ist; Fig. 2 zeigt in größerem Maßstab einige
Kettenglieder der Transportketten, von der Innenseite aus gesehen.
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Die in Fig. i gezeigte Sterilisationsvorrichtung besteht hauptsächlich
aus drei Türmen i, 2 und 3. Die Türme °hängen an der Unterseite zusammen, so daß
sie.einen zusammenhängenden Raum bilden im Sinne zweier nebeneinanderliegenden U
-Röhren. Zu diesem Zweck ist auch der untere Raum des mittleren Turms 2 mittels
einer Trennwand 4 in zwei Teile .geteilt.
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Der Turm 2 ist der eigentliche Sterilisierraum, in welchen Dampf eingeführt
wird. Sowohl in .dem Turm i als auch in dem Turm 2 befindet sich Wasser. Der Hö'henuntersc'hied
H zwischen dem Wasserspiegel in dem Turm i bzw. 3 und dem Wasserspiegel im mittleren
Turm 2 wird von dem Dampfdruck im mittleren Turm 2 verursacht. Dieser= Niveauunterschied
ist umgekehrt auch für den Dampfdruck entscheidend.
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Ein endloser Förderer 5 tritt irr der Richtung des Pfeiles 6 oben
in den Turm i ein, durchläuft den Turm i über die ganze Höhe von oben nach unten,
kehrt unten, frei in einer Schleife hängend, oder über Rollen geführt, i8o° um und
steigt dann im Turm 2 empor in .den Dampfraum. Oben- im Turm 2 läuft der Förderer
über eine Scheibe 7, wodurch die Richtung des Förderers wieder um 18o° geändert
wird. Der Förderer geht dann hinab im Turm 2, erreicht unten wieder das Wasser,
ändert seine Richtung dann wieder um i8o°, entweder indem er über Rollen geführt
wird, oder indem er frei in j einer Schleife hängt. Daraufhin steigt der. Förderer
durch das Wasser in dem Turm 3 empor, läuft über die Scheibe 8 und kommt über die
Scheibe g auf dem oben !beschriebenen Weg zurück.
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Der Förderer 5 besteht aus zumindest zwei parallelen Ketten, die über
ihre ganze Länge mit Trägern io besetzt sind, von denen nur einzelne in Fig. i gezeichnet
sind. Diese Träger sind zylinderförmig gestaltet und ruhen an der Stelle ihrer Mittellinie
frei drehbar auf Achsen i i, die zwischen den Förderketten angeordnet sind. Die
Träger io bestehen hier z. B. aus kreisförmigen Röhrenbündeln 12, in welche die
zu sterilisierenden Waren geschoben werden.
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Wenn der Förderer umläuft, werden die Waren in demWasser des Turms
i vorgewärmt, imDampf des Turms 2 sterilisiert und im Wasserdes Turms 3 gekühlt.
Der Transport ist kontinuierlich, und gerade in dieser Hinsicht kann das System
als »offen« betrachtet werden.
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Nachdem sie an der Scheibe 8 vorübergegangen sind, können die Träger
entleert werden, d. h., die zu sterilisierenden Waren werden herausgenommen. Die
Abgabestelle 13 ist schematisch dargestellt. Daneben befindet sich die ebenfalls
schematisch gezeichnete Beladungsstelle 14.
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Parallel zu den Förderketten 5 läuft eine Kette 15 :durch die Vorrichtung.
Zahnräder 16 auf jedem Träger io stehen 'hiermit im Eingriff. Diese Kette 15
läuft mit einer geringen Geschwindigkeitsdifferenz den Förderketten 5 gegenüber,
was zur Folge hat"daß die Träger io andauernd, sei es denn langsam, gedreht werden.
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In dem obersten- waagerechten Turm zwischen den Scheiben.
17 und 18 ist die Treibkette 15 so weit von den Förderketten
5 entfernt, daß die Kette 15 nicht mehr in die Ritzel 16 greift. Dies hat zur Folge,
daß bei der Bela@dungs- und Entleerungsstelle 14, , 13 die Träger io frei
drehbar sind und also zum Beladen und Entleeren frei-gehandhabt werden können.
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Insoweit 'ist die Sterilisiervorrichtung bekannt. Nach der Erfindung
sind nun zwischen je zwei Trägern io oder zwischen zwei Gruppen von Trägern io an
dem Förderer und insbesondere zwischen deren beiden Ketten 5 flache Trennwände ig
angeordnet, .die quer zu der Bewegungsrichtung des Förderers gerichtet und derart
bemessen sind, daß sie längs Kder 'Wände der von den Türmen i und 3 gebildeten rechteckigen
Kanäle geringe Durchgänge freilassen und deshalb das Kanalprofil größtenteils ausfüllen.
Der mit diesen Trennwänden bezweckte Effekt wurde in der Beschreibungseinleitung
dargelegt und braucht daher hier nicht weiter erläutert zu werden. DieTrennwände
können einfach zwischen den Ketten an deren. Gliedern
verschweißt
sein. Es ist klar, daß - obgleich einfachheitshalber in der Zeichnung nur bei dem
Ausgang des Turms 3 Träger io mit zwischenliegenden Trennwänden i9 dargestellt sind
-- :der Förderer über seine ganze Länge auf diese Weise mit Trägern und Trennwänden
besetzt ist.