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Konverterboden Die Konverterböden werden bisher .in der Weise hergestellt,
daß durch Rütteln .oder Stampfen in einer- Form die Bodenmasse verdichtet und anschließend
gebrannt wird. Diese Konverterböden haben im Vergleich zu der Ausmauerung des Konverters
eine nur kurze Lebensdauer, so daß die Böden mehrmals erneuert werden müssen. Beispielsweise
haben diese Konverterböden eine Lebensdauer von maximal 30 bis 4o Chargen,
wohingegen, die Ausmauerung des Konverters etwa aoo Chargen aushält. Die dadurch
bedingte zeiitweise Stillegung des Konverters hat einen erheblichen. Produktionsausfall
zur Folge.
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Es ist nun schon versucht worden, die: Lebensd@auer der Konverterbäden
dadurch zu erhöhen, daß man gepreßte Düsen in die Form mit Dolomitmasse einstampft.
Ein nennenswerter Erfolg ist damfit jedoch nicht erzielt worden.
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Ferner ist vorgeschlagen worden, die Konverterböd.en, wie die Ausmauerung
des Konverters: aus unter hohem Druck gepreßten Dolomitsteinen zusammenzusetzen,
deren Länge der Bodenhöhe entspricht. Die Dolomitsteine sollen in den Stoßfugen
beim Brennen des Bodens zu einem einheitlichen Körper zusammens@intern. Nach dem
bekannten Vorschlag werden die Düsenkanäle dadurch gebildet, daß die vierseitig
prismatischen Steine mindestens an zwei gegenüberliegenden Seiten Längsrillen erhalten,
derart, daß die Längsrillen zweier aneinanderstoßender Steine einen Kanal
bilden.
Die Düsenkanäle liegen. so, im Bereich der Stoßfugen., und es muß damit gerechnet
werden, daß von, dein Düsenkanälen her ein Auswaschen der Stoßfugen zwischen den
Steinen durch den Wind ausgeht und der Verband der Steine gefährdet wird, so@ da.ß
der Boden vorzeitig unbrauchbar wird.
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Auf dem vorgeschlagenen Wege wird also die an sich höhere Lebensdauer
gepre,ßter Steine gegenüber Stampfmassen praktisch nicht ausgenutzt werden können.
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Die Erfindung bildet nun den letzterwähnten Vorschlag in der Weise
weiter, daß in an sich bekannter Weise die Düsenkanäle ausschließlich innerhalb
der einzelnen Dolomitsteine vorgesehen sind. Die Steine stoßen also mit uriunterbrochenen
Flächen aneinander, so daß im Bereich der Fugen kein Wind strömt. Es kann also ein
den Verband der Stesina beeinträchtigendes Auswaschen der Stoßfugen durch den Blaswind
nicht mehr vorkommen. Eine zusätzliche Sicherung gegen das Herausdrücken einzelner
Steine durch den Winddruck wird dadurch erzielt, daß die Steine an den Stoßflächen
am unteren Ende teils mit Vorsprüngen, teils mit Ausnehmungen versehen. werden,
derart, da.ß benachbarte Düsensteine ineinandergreifen.
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Das Pressen der Düsensteine kann z. B. in bekannter Weise derart erfolgen,
daß der Preßdruck in. Richtung der Düsenkanäle ausgeübt wird und an einem Nadelboden
befestigte Nadeln zur Bildung der Düsenkanäle mit eingepreßt werden, die nach beendeter
Pressung aus dem Formling herausgezogen werden. Man kann aber auch, wie ebenfalls
bekannt, den Preßdruck quer zu. den Düsenkanälen ausüben, welch letztere in diesem
Fall durch, vorher in die Preßmasse eingelegte Rohre gebildet werden. ' An Hand
der Zeichnung ist die Erfindung näher erläutert.
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In der Abb. i ist der Konverterboden in Draufsicht dargestellt. Er
ist aus mit Düsenkanälen 2 versehenen unter sich gleichen Steinen i mit rechteckigem
Prismenquerschnitt zusammengesetzt, die mit ihren Seiten dicht anein.andergestoßen
sind. Die Düsensteine, welche durch Pressen hergestellt worden, sind, werden so
zusammengestellt, wie es etwa der kreisrunden Form des Bodens entspricht (s. gestrichelte
Umrißlinie g). Um zu der ausgezogen gezeichneten kreisrunden Form zu gelangen, werden
an den am Umfang befindlichen Steinen die über die Kreislinie vorstehenden Ecken
entfernt, z. B. durch Behauen oder Sägen. Da die so bearbeitetem Blöcke nur die
Aufgabe haben, die Ecken auszufüllen, kann man diese ohne Düsenkanäle verpressen.
Selbstverständlich können auch mit Düsenkanäle. verpreßte Steine verwendet werden,
gegebenenfalls solche, die nur in den verbleibenden Eckpartien einige Kanäle haben.
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Das Zusammenstellen der Düsensteine gemäß Abb. i erfolgt auf einer
gußeisernen Platte mit die Düsenöffnungen freigebenden Durchbrüchen. Die Platte
entspricht der Bodenplatte bei den. bekannten gestampften Böden. Mit ihr wird der
Boden in den Brennofen gebracht. Beim Brennen sintern die einzelnen Steine in den
Fugen zusammen. Den in den Konverter eingesetzten Boden sichert die Platte gegen
Herausfallen.
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Die Abb. 2 zeigt den unteren Teil des Kon vertergefäßes mit dem eingesetzten
Boden. Aus dieser Abbildung ist ersichtlich, daß die Düsensteine i am unteren Ende
an, einer Seite einen Vorsprung und an der gegenüberliegenden Seite eine dem Vorsprung
angepaßte Ausnehmung haben, so daß die Steine ineiinandergreifen. Dadurch wird der
Zusammenhalt des Bodens gegen die von unten her wirkende Kraft des Winddruckes erhöht
und verhindert, daß einzelne Steins sich loslösen.
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Der Konverterboden wird in das frisch ausgemauerte Gefäß eingesetzt.
Bei dem nachfolgenden mehrtägigen Ausbrennen des Gefäßes mit Holzkohle sintern dne
Steine des Bodens noch fester zusammen., so daß eine große Fugendichte entsteht.
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In der Abb. 3 ist ein Düsenstein i im Schnitt parallel zu den Düsenkanälen
2 und einer Draufsichtf:igur dargestellt. Die Düsenkanäle 2 werden durch eingebettete
Rohre 3 gebildet. Die obenerwähnten Vorsprünge und Ausn.ehmunge.n an zwei gegenüberliegenden
Seiten am unteren Ende sind mit 4 und 5 bezeichnet.
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Für das Pressen der Düsensteine sind zwei an sich bekannte Möglichkeiten
beschrieben. Die eine ist durch die Abb. 4 näher erläutert. Das Pressen wird mit
einer liegenden oder stehenden Presse in einem Rezipienten io durchgeführt, dessen
Boden durch einen gegen Herausfallen gesicherten. Druckstempel i i gebildet wird,
der mit einem Preßkolben 12 zusammenarbeitet. An der gegenüberliegend'en offenen,
Stirnfläche wird der Rezipient io in der Presse durch eine Druckplatte 13 verschlossen,
die Durchtrittsöffnungen für die an einem. Nadelboden 14 befindlichen, Nadeln 15
zur Bildung der Düsenkanäle hat. Der Nadelboden 14 ist mit einem Kolben 16 verbunden.
Bei zurückgezogener Druckplatte 13 und zurückgezogenem Nadelboden 14 wird der Rezipient
io aus der Presse herausgenommen und außerhalb der Presse in stehender Lage mit
Dolomitmasse vollgestampft. Danach wird der Rezipient io wieder in die Presse eingeschoben.
Die offene Stirnseite wird mit der Druckplatte 13 verschlossen, und danach drückt
der Kolben 16 die Nadeln: 15 des Nadelbodens 14 in die Prcßmasse ein. Diesen Zustand
zeigt die Abb. 4. Nunmehr verdichtet der Kolben 12 die Preßmasse, indem er den Preßstempel
i i vor sich her schiebt. Die Verdichtung wird so weit getrieben, bis. der Preßstempel
i i die Spitzen der Nadeln 15 berührt. Nach beendetem Preßvorgang wird der Block
unter Zurückbewegen der Druckplatte 13 und des Nadelbodens 14 durch den Preßkolben
12 aus dem Rezipienten io ausgestoßen, wobei die Druckplatte 13 und der Nadelboden.
14 mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Preßkolben 12 sich bewegen. Schließlich
werden beim weiteren Bewegen des Nadelbodens die Nadeln aus dem Formling herausgezogen,
in welchem sie die Düsenkanäle hinterlassen.
Eine weitere Möglichkeit
für das Pressen dar Düsensteine zeigt die Abb. 5. Der Rezipient 17, der wieder mit
einem Druckstempel 18 unten abgeschlossen ist, wird mit der Formmasse vollgestampft,
und zwar geschieht das Füllen lagenweise unter Einlegung von die Düsenkanäle bildenden.
Rohren ig, die den Rohren 3 in Abb. 3 entsprechen. Der Rezipient 17 wird in die
Presse gebracht, und durch nicht dargestellte Preßkolben wird der Preßstempel i8
von unten und ein Preßstempel ig von oben in den Rezipienten hineinbewegt. Die Preßmasse
wird dadurch zusammengedrückt. Der Preßdruck wird also im Gegensatz zu dem oben
beschriebenen Verfahren (Abb..4) quer zu dien Düsenkanälen ausgeübt. Die Preßma;ss
e wird in dem Rezipienten. zwischen den Druckstempeln 18 und ao auf kleinere Höhe
zusammengedrückt. Dabei werden auch die Abstände der Rohre ig in der Preßrichtung
entsprechend kleiner. Der fertig gepreßte Stein wird dem unteren Druckstempel 18
nach oben aus dem Rezipienten 17 ausgestoßen. Dieses Preßverfahren hat dem Vorteil,
d-aß es in jeder normalen Formsteinpresse durchgeführt werden kann.
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Der Preßdruck kann, natürlich auch nur einseitig ausgeübt werden,
z. B., indem der Rezipient 17 oben durch eine Druckplatte abgeschlossen und nur
der untere Preßsbempel18 bewegt wird. Dann nimmt aber die Dichte: der Steine in
Preßrichtung ab, und die Qualität der Steine ist nicht so, gut. Dementsprechend
stellen sich auch Unterschiede in den Abständen der Rohre ig in Preßrichtung ein.
Das leztere ist aber, da es auf eine genau gleichmäßige Verteilung der Düsenkanäle
für den Konverterbetrieb nicht ankommt, kein Nachteil.