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Maschine zum Zusammensetzen von Treibketten Die Erfindung betrifft
eine Maschine zum Zusammensetzen von Treibketten aus Laschen,. Hülsen, Rollen und
Gelenkbolzen, bei welcher die einzelnen Kettenteile in einer Montierstrecke von
den Ausnehmungen eines in Förderrichtung beweglichen, quer zu ihr aushebbaren und
parallel zur Förderrichtung rückführbaren Kammes nacheinander erfaßt und absatzweise
hintereinander angeordneten Zentrier- und Preßvorrichtungen zugeführt werden.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Ausnehmungen des Kammes auf mehrere
parallele Ebenen verteilte, den einzelnen Kettenteilen angepaßte Formen aufweisen.
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Durch diese Aufgliederung des Kammes ist ein einheitliches Transportmittel
geschaffen, welches die Kettenteile - nach Maßgabe der von Montagestelle zu Montagestelle
schrittweise fortschreitenden Zusammensetzung bis zur fertigen Kette in ununterbrochenem
Arbeitsfluß durch die Maschine fördert und damit zu deren Vereinfachung in Aufbau
und Wirkungsweise beiträgt.
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Die grundlegenden Unterschiede und Vorteile der Erfindung gegenüber
dem Bekannten sind folgende:
Der Transportkamm nach der Erfindung
dient zur Förderung der Kettenteile in einer Maschine zum Zusammensetzen der gesamten
Kette aus ihren einzelnen Teilen. Dieses Transportmittel erhält eine Aufgliederung
und Anpassung an die in der Montiermaschine von Montagestelle zu Montagestelle im
Fortschreiten der Zusammensetzung zu fördernden Einzelteile, und zwar in der Reihenfolge
i. die erste Innenlasche, z. die Hülsen, 3. die Rollen und die sich aufbauenden
Innenglieder, q. die erste Außenlasche von unten und 5. Herausfördern der fertigen
Kette aus der Maschine.
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Zum Zusammensetzen von Fahrradketten -aus ihren einzelnen Teilen zur
fertigen Kette ist eine Maschinenbauart bekannt, die als Fördermittel in der Maschine
eine Transportkette verwendet. Diese Transportkette arbeitet als endloses umlaufendes
und schrittweise geschaltetes Fördermittel. Infolge ihres vollständigen, stets wiederkehrenden
Umlaufes müssen sich die Aufnahmestellen stellungsgleich fortlaufend wiederholen.
Die in der Transportkette eingebauten Aufnahmestellen für Einzelteile müssen daher
zwangläufig gleich sein; sie können also nur einem einzigen Kettenteil angepaßt
werden. Da zudem diese Transportkette nur von außen in die zu montierende Kette
bzw. deren Teile eingreifen kann, sind die Aufnahmestellen für die Einzelteile.
ausschließlich den Kettenrollen angepaßt. Als Folge davon muß die Montage mit der
Kettenrolle beginnen. Aus der Vielgliedrigkeit der Transportkette ergeben sich im
Laufe der Arbeitszeit Abnutzungen, die schon bei wenigen o,oi mm je Gelenkstelle
die Stellungsgenauigkeit in den einzelnen Montagestellen so ungünstig beeinflussen,
daß ein einwandfreies Arbeiten nicht mehr gewährleistet ist.
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Andere bekannte Montagemaschinen für Treibketten, insbesondere Rollenketten
(auch Fahrradketten), setzen die Ketten nicht unmittelbar aus allen einzelnen Teilen
zusammen, sondern führen der Montiermaschine für Rollenketten die auf einer anderen
Maschine bereits fertig montierten Innenglieder zu, die aus zwei Innenlaschen, zwei
Hülsen und zwei Rollen bestehen. Es handelt sich bei diesen Kettenmontiermaschinen
um eine Teilmontage, bei der die der Maschine zugeführten fertigen Innenglieder
durch das Zwischenfügen der die Außenglieder bildenden Kettenteile, zwei Bolzen
und zwei Außenlaschen, zur fertigen aus Innen-und Außengliedern bestehenden Kette
zusammengefügt werden.
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Eine bekannte Montiermaschine dieser Art verwendet zum Einbringen
und zur weiteren Förderung der vormontierten Innenglieder in dieser Maschine einen
Transportkamm, der in die Innenglieder eingreift. Dieser Transportkamm ist auf seiner
ganzen Länge völlig gleichmäßig wie eine Zahnstange ausgebildet. Seine Ausnehmungen
sind alle gleich dem Rollendurchmesser und der Rollenhöhe, und die Teilung ist gleich
der Kettenteilung. Diese Formgebung ist dadurch gegeben und festgelegt, daß der
Transportkamm von außen in die fertigen Innenglieder eingreifen muß. Zum Herausfördern
der fertig montierten Kette aus der Montagestrecke besitzt diese Maschine am Ende
der Montagestrecke ein Kettenrad, weil der Transportkamm nicht durchgeführt ist,
sondern nur über einen Teil der Montagestrecke reicht. Die Verzahnung des Kettenrades
ist zwangläufig gleich Teilung, Rollendurchmesser und Rollenhöhe der zu montierenden
Kette. Transportkamm, dessen Bewegungen nach dem Umriß eines Rechteckes verlaufen,
und Kettenrad, das eine schrittweise Drehbewegung ausführen muß, müssen synchron
gesteuert werden, wozu ein nicht unerheblicher konstruktiver Aufwand erforderlich
ist.
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Eine weitere Kettenmontiermaschine, der ebenfalls gesondert montierte
fertige Ketteninnenglieder zugeführt werden, arbeitet mit zwei Fördereinrichtungen.
Ein schrittweise geschalteter Rundteller nimmt an seinem Umfang in prismatischen
Aufnahmestellen die Kettenbolzen auf und fördert sie weiter. Auf die nach oben überstehenden
Bolzenenden werden die Ketteninnenglieder aufgesetzt. Durch Führungsschienen werden
die Innenglieder mit den sich in die Hülsenbohrung einschiebenden Bolzen in ein
schrittweise geschaltetes Kettenrad eingelegt. In diesem Kettenrad werden dann die
Außenlaschen auf den oberen und darauf auf den unteren Bolz.enenden aufgepreßt.
Das Kettenrad ist seitlich und erhöht zum Schaltteller gelagert, so daß seine Verzahnung
in die auf der oberen Fläche des Schalttellers für die Bolzen am Umfang aufliegenden
Innenglieder eingreifen kann. Beide Fördermittel, Drehtisch und Kettenrad, führen,
schrittweise synchron und mit entgegengesetztem Drehsinn geschaltet, eine vollständige
Kreisbewegung in steter Wiederholung aus, ihre Aufnahmestellen müssen sich daher
stellungsgleich fortlaufend wiederholen. Das ist nur möglich bei untereinander formgleichen
Aufnahmestellen für ein einziges Kettenteil, und zwar im Drehtisch für die Bolzen,
im Kettenrad für Innenglieder.
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Wie sich aus vorstehendem ergibt, ist für eine Montiermaschine zum
Zusammensetzen von Rollenketten aus allen ihren Einzelteilen das Zusammenarbeiten
von Transportmittel und zu transportierenden Einzelteilen im Fortschreiten des Montagevorganges
von besonderer und ausschlaggebender Bedeutung.
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Bei der Maschine nach der Erfindung wird der Aufbau der Kette aus
ihren Einzelteilen nicht, wie bekannt, mit der Rolle begonnen.
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Die Aufgliederung des Transportkammes nach der Erfindung ergibt die
Möglichkeit, die einzelnen Kettenteile bis zur Fertigstellung der Kette in zweckmäßiger
Reihenfolge an- und ineinanderzufügen und den Transportkamm für seine Transportbewegung
als ganzes zu steuern, ohne weitere und anders gestaltete Transportmittel zusätzlich
zu verwenden und steuern zu müssen. Die Kette kann aus allen einzelnen Teilen zusammengesetzt
werden,
ohne bereits außerhalb vormontierte fertige Ketteninnenglieder
zuführen zu müssen.
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Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal kann der Transportkamm aus parallelen,
mit den Ausnehmungen versehenen Leisten zusammengesetzt sein, zwischen denen Einlagen
zur Anpassung des Kammes an die jeweilige Kettenbreite einfügbar sind.
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Im Zusammenhang mit der Aufgliederung und der Einstellbarkeit auf
verschiedene Breiten kann der Kamm erfindungsgemäß in an sich bekannter Weise waagerecht
in der Montierstrecke angeordnet sein.
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In der Zeichnung ist eine Maschine nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i die Reihenfolge, in der die einzelnen Kettenteile
zusammengesetzt werden, Abb. 2 einen schematischen Grundriß der Montierbrücke mit
eingelegten Kettenteilen, Abb. 3 einen schematischen Längsschnitt, der die verschiedenen,
von der Maschine ausgeführten Arbeitsgänge veranschaulicht, Abb. ,4 eine Seitenansicht
des Transportkammes, Abb. 5 eine Draufsicht auf den Transportkamm, Abb. 6 eine Seitenansicht
der Maschine mit einem Schnitt durch einen Teil der Montierbrücke und Transporteinrichtung.
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Wie Abb. i zeigt, werden zuerst die unteren Innenlaschen i zugeführt,
in deren Löcher dann die Hülsen 3 eingesetzt werden. In der weiteren Folge werden
die Rollen 4 über die Hülsen 3 gesteckt, worauf dann in der nächsten Stufe die obere
Innenlasche 5 auf die Hülsen 3 aufgesetzt werden. Hiermit ist das Innenglied der
Kette zusammengefügt. In der folgenden Stufe wird zunächst die untere Außenlasche
6 zugeführt, in die dann durch die Bohrung der Hülsen 3 hindurch die Gelenkbolzen
7 eingesetzt werden. Zum Schluß wird dann noch die obere Außenlasche 8 aufgesetzt,
worauf die' Kette vollständig zusammengesetzt ist, ohne daß hierbei die Hülse 3
durch die Löcher der obenliegenden Innenlasche 5 und die Gelenkbolzen 7 durch die
Löcher der obenliegenden Außenlasche 8 hindurchgetrieben wurde.
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Das Zusammensetzen der einzelnen Kettenteile erfolgt, wie Abb. 2 und
3 zeigen, in einer Mon.tierbrücke 9. Die einzelnen Kettenteile werden in an sich
bekannter Weise von Zubringern io, i i, i2, 13, 14, 15 und 16, z. B. Zangen, Schiebern
u. dgl., aus den Magazinen in die Führungsrille 17 der Montierbrücke 9 gebracht.
Die unteren Innenlaschen i werden von dem Zubringer io in die Führungsrille 17 eingeführt.
Während die Lasche i von dem Zubringer io in die Führungsrille 17 gebracht wird,
bewegt sich der Transportkamm 18 der Lasche i entgegen, bis er mit der Ausnehmung
i9 an derselben anliegt. Sobald dies geschehen ist, wird die Lasche i um einen Schaltschritt
weitertransportiert, was durch Verschieben des Transportkammes 18 in Pfeilrichtung
erreicht wird. Nachdem die Lasche i um einen Schaltschritt weitergeführt ist, führt
der Transportkamm 18 eine
| Querbevve@un aus und geht, sobald er die Lasche i |
| freigegeben hat, wie _eder_in_ seine_Ausüng'istelTung |
| zurück7-Hierauf wird von dem Zubringer io eine |
| neue Lasche i zugeführt, die von der Ausnehmung |
| i9 des Transportkammes i8 aufgenommen wird. |
| Die vorher zugeführte Lasche i kommt jetzt in die |
| Ausnehmung 2o zu liegen, so daß beide Laschen i |
| beim Verschieben des Transportkammes 18 um |
| eineal@sc iI^rltt- weitergeführt we@eii: Hier- |
| durch wird die- zuerst zugeführte Lasche i zu dem |
| Zubringer ii gebracht, der die Hülsen 3 der Mon- |
| tierbrücke 9 zuführt. Zur Aufnahme der Hülsen 3 |
| sind in dem Transportkamm 18 Ausnehmungen 2r, |
| 22 vorgesehen. Der Transportkamm 18 besteht, wie |
| Abb.4 und 5 zeigen, aus mehreren übereinander- |
| liegenden Streifen 23, 24, 25, die durch Zwischen- |
| platten 26 in beliebigen Abstand zueinander ge- |
| bracht werden können. Nachdem die Hülsen 3 in |
| die Ausnehmungen 21 des Transportkammes 18 ge- |
| langt sind, werden sie, wie an sich bekannt, mit |
| Hilfe von Zentrierstiften 27 und-Drüclcstempeln 28 |
| in die Löcher 2°°I@äselie i eingesetzt. Durch die |
| Längsbewegung des Transportkammes 18 gelangt |
| die mit den Hülsen 3 versehene Lasche i zu dem |
| Zubringer 12, welcher die Rollen 4 der Montier- |
| brücke 9 zuführt. Die Rollen 4 werden sodann |
| mittels der Zentrierstifte 30 und der in dem |
| Druckstempel 32 verschiebbar angeordneten Fang- |
| stifte 31 über die Hülsen 3 geschoben. Nachdem |
| die Rollen 4 über die Hülsen 3 gesteckt sind, |
| wird die mit Hülse und Rolle versehene Lasche i |
| von dem Transportkamm 18, der die Rollen 4 |
| mit den Ausnehmungen 29 aufnimmt, zu dem |
| Zubringer 13 gebracht, der die obere Innenlasche 5 |
| zuführt, die dann in bekannter Weise mittels |
| der Zentri.erstifte 33, der Fangstifte 34 und des |
| Druckstempels 35 auf die Hülsen aufgesteckt |
| wird. |
Mit diesem Arbeitsgang ist das Innenglied der Kette fertiggestellt. Dadurch, daß
der Transportkamm 18 das nunmehr fertiggestellte Innenglied an den Rollen 4 umgreift,
werden die Innenglieder von der Längsbewegung des Transportkammes i8 nach dem Zubringer
14 gebracht, von dem die untere Außenlasche 6 zugeführt wird. Zur Aufnahme der unteren
Außenlasche 6 ist an dem Transportkamm 18 eine Leiste 25 vorgesehen, die mit den
für die Aufnahme der Lasche 6 erforderlichen Ausnehmungen 36 versehen ist. Dadurch,
daß sowohl das fertige Innenglied sowie die untere Außenlasche 6 von dem Transportkamm
18 aufgenommen werden, befinden sich die beiden Teile stets in der richtigen Lage
zueinander. Mit dem nächsten Schaltschritt des Transportkammes 18 wird das bereits
fertige Innenglied mit der Außenlasche 6 zu dem Zubringer IS gebracht, von dem die
Gelenkbolzen 7 zugeführt und in bekannter Weise mittels der Zentrierstifte 37 und
den Druckstempeln 38 in die Löcher der Hülsen 3 und der Außenlasche 6 eingesetzt
werden, sobald die Gelenkbolzen 7 in die Außenlasche 6 eingesetzt sind, ist eine
besondere Führung der Außenlasche 6 durch den Transportkamm 18 nicht mehr erforderlich.
Der
Transportkamm i8 umgreift jetzt nur noch die Rollen 4. Beim nächsten Schaltschritt
gelangen das Innenglied, die untere Lasche 6 und die Gelenkbolzen 7 zu dem Zubringer
16. Hier wird die obere Außenlasche 8 zugeführt, die in bekannter Weise mittels
der Zentrierstifte 39 und dem Druckstempel 4o auf die Gelenkbolzen 7 aufgesetzt
wird.
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Die Abb.6 zeigt die Anordnung der Montierbrücke 9 und der Transporteinrichtung
in der Maschine. Es ist zweckmäßig, die Montierbrücke 9 so anzuordnen, daß die Längsachsen
der Hülsen 3, der Rollen 4 und der Gelenkbolzen 7 nach dem Einbringen in die Führungsrille
17 eine senkrechte Lage einnehmen. Der Transportkamm i8 ist in einem senkrecht zur
Längsachse der Montierbrücke 9 verschiebbaren Schlitten 41 eingespannt. Der Schlitten
41 ist seinerseits an einem parallel zur Längsachse der Montierbrücke 9 verschiebbaren
Schlitten 42 befestigt. Hierdurch kann der Transportkamm 18 sowohl vor bzw. zurück
als auch in der Längsrichtung verschoben werden. Diese Bewegungen werden von einer
gemeinsamen Antriebswelle 43 mittels Exzentern oder Nocken über das Gestänge 44,
den Hebel 45 zwangläufig auf die Schlitten 41, 42 übertragen. Die gemeinsame Antriebswelle
43 dient außerdem auch zum Antrieb der Zentrierftifte 46, der Zubringer 47 und der
Werkzeugschlitten 48.