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Anordnung von mit Stromverbrauchern verschiedener Stromstärken in
-Serie, liegenden Widerständen, insbesondere für Stromverbrauchermit zusammenführbaren
Elektroden, wie z. B. Kohlescheinwerfer In Filmatelierbetrieben werden bekanntlich
Kohlescheinwerfer verschiedener Größenordnung je nach der Art der auszuleuchtenden
Dekoration verwendet, d. h. Kohlescheinwerfer, die hinsichtlich der Stromstärke
abgestuft sind. Dazu benötigt man entsprechend der in Betracht kommenden Stromstärke
des Scheinwerfers Widerstände, von denen jeweils ein kompletter Widerstand für jeden
Scheinwerfer der verschiedenen in Gebrauch befindlichen Größenordnungen vorrätig
und auf Lager gehalten werden mußte.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe einer wesentlich besseren Ausnutzung
des Widerstandsmaterials zugrunde. Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung
von einem Einheitswiderstand aus, welcher einzeln bzw. in ein- oder mehrfacher Parallelschaltung
für sämtliche in der Praxis vorkommenden Stromstärken geeignet ist. Erfindungsgemäß
ist eine Sorte oder sind mehrere Sorten von Einheitswiderständen in einer gemeinsamen
Steckvorrichtung so zusammengefaßt, daß die Widerstände einzeln oder in Gruppen
abgegriffen werden können. Beispielsweise wird bei dem kleinsten Scheinwerfer ein
Widerstand und werden bei größeren Scheinwerfern bis zu viex Widerstände abgegriffen;
die Ausnutzung des Widerstandsmaterials ist daher, wie einleuchtet, wesentlich höher,
als. wenn für jede Widerstandsgröße
eigene, komplette Widerstände
vorgesehen werden müssen, da die zur Verfügung stehende Gesamtstromstärke entweder
in vielen kleinen oder wenigen großen Scheinwerfern, je nach Anforderung der Dekoration,
ausgenutzt wird.
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Die erfindungsgemäße Anordnung kann mit Kontakten von an sich bekannten
Hilfsstromkreisen vereinigt sein, die ein mittelbares Schalten des oder der Verbraucher
ermöglichen.
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Ein weiterer Vorteil ist beim Erfindungsgegenstand darin zu erblicken,
daß über jedes Kontaktpaar eines Einheitswiderstandes nur der diesem Einheitswiderstand
entsprechende Maximalstrom fließt und der Anpreßdruck der Kontakte somit nur für
diese relativ kleine Stromstärke zu bemessen ist.
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Faßt man die Steckanschlüsse der Einheitswiderstände-räumlich so zusammen,
daß ihre praktisch vorkommende Größtzahl, z. B. vier bei einem Einheitswiderstand
für 8o Amp., eine Einheit bildet, so kann .einer oder können mehrere dieser Einheitswiderstände
in größere Teilwiderstände aufgeteilt werden, die ihrerseits in derselben Weise
geschaltet werden wie die ungeteilten Einheitswiderstände. Hierdurch ergibt sich
der Vorteil, daß für alle praktisch vorkommenden Widerstandsgrößen durch Fernschaltung
von der Steckdose aus Zwischenwerte eingeschaltet werden können.
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Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung,
und zwar Fig. z eine komplette Anlage In. schematischer Darstellung, Fig.2 einen
Stecker in Einzeldarstellung. Gemäß Fig. r sind an eine Sammelschiene a über Leitungen
b, c drei Paare von Steckenbuchsen d
einer gemeinsamen Steckdose e
angeschlossen; in jedem der Leitungszüge c liegt ein Widerstand f für So Amp. In
den Leitungszügen c liegen ferner Schalter g, welche durch die Anker von Schützen
lt
gesteuert werden. Die erwähnten Schütze liegen in zusätzlichen Hilfsadern
i, welche an Hilfskontakte k der Steckdose e angeschlossen sind. Ein weiteres Steckbuchsenpaar
d' steht ebenfalls mit der Sammelschiene a in Verbindung, und zwar die eine Buchse
unmittelbar über eine Leitung b', die andere Buchse über parallel geschaltete Leitungen
c'; in letzteren befinden sich vier Widerstände f', deren jeder für 2o Amp. bestimmt
ist, die also in ihrer Gesamtheit parallel geschaltet 8o Amp. aufnehmen können.
In den Leitungen c' befinden sich ebenfalls Schalter g', die von Schützen h' gesteuert
werden. Die Schütze h' sind ebenso wie die Schütze h mittels Leitungen
i einerseits an die eine der beiden Sammelschienen a, andererseits an je
einen Schalter L in der Steckdose e angeschlossen. Die Gegenkontakte dieser Schalter
stehen in Paralleilschaltung mit einem zu dem Steckbuchsenpaar d' gehörenden Hilfskontakt
k" in Verbindung. Der Stecker m hat eine dem jeweiligen Strombedarf entsprechende
Anzahl von Steckerstiftpaaren`n, bzw. 7i und eine ebenso große Anzahl von Hilfsstromkreisgegenkontakten
o und o'. Die einen Stifte der Stiftpaare sind parallel geschaltet und ebenso wie
die anderen über Leitungen p, q an die Elektroden r, s eines Scheinwerfers
angeschlossen. Die Hilfskontakte o bzw. o' sind ebenfalls parallel geschaltet und
über eine Leitung t und einen Schalter u an die eine Elektrode s des Scheinwerfers
angeschlossen.
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Die Handhabung der beschriebenen Anordnung ist folgende: Wird der
Stecker m beigeschlossenem Schalter u in die Steckdose e eingeführt
und werden sodann die Kohle-elektrod.en r, s in Berührung ,gebracht, so sprechen
die Schütze h an, d .a der Übergangswiderstand an den Kohlen praktisch gleich Null
ist und somit die volle Sammelschienenspannung (z. B. r ro Volt) an den Schützen
liegt. Die Schalter g schließen sich, und der Scheinwerfer erhält Strom über die
Leitungen b, c. Wird der Lichtbogen gezogen, so Biegt an den Schützen nur noch der
Spannungsabfall der Widerstände f, der jedoch zum Halten der Schütze ausreicht.
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Bei der beschriebenen Einrichtung sind, sofern sich die sämtlichen
Schalter l in der geöffneten Stellung befinden, die drei Widerstände f für je So
Amp. in Parallelschaltung wirksam. Die vier Widerstände f' für je ao Amp. bilden
zusammen ihrerseits einen Einheitswiderstand für So Amp. ; durch Schließen eines
oder mehrerer der Schalter L können mit Stufen von 2o zu 2o Amp. Zwischenwerte eingeschaltet
werden; nach Schließen eines oder mehrerer Schalter L sprechen bei der nächsten
Lichtbogenzündung die zugehörigen Schütze h'
unter Schließung der zugehörigen
Schalter g' an. Die Hilfsstromkreise der Schütze h bzw. h' werden durch Berührung
der Hilfskontakte k bzw. k' in der Steckdose e und der Hilfsstromkreisge-genkontakte
o bzw. ö in dem Stecker m .geschlossen; die Rückleitungen der-Hilfsstromkreise werden
durch die Hauptstromzuleitungen b bzw. b' gebildet.
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Wird der Stecker m aus der Steck:ctose e gezogen, so
erfolgt zuerst eine Trennung der Hilfskontakte k, k' bzw. o, o', so
daß die Schütze h bzw. 1i stromlos werden und die Schalter g bzw. g' die Hauptstromkreise
öffnen. Wenn die Steckerstifte sich aus den Steckbuchsen lösen, ist die Hauptleitung
bereits stromlos, so daß Funken oder Schmorstellen nicht entstehen können. Eine
willkürliche Abschaltung des Scheinwerfers erfolgt durch kurzzeitiges Öffnen des
Hauptstromschalters u.
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Handelt es sich um einen Scheinwerfer von anderer Größenordnung, der
also beispielsweise nur einen Widerstand für So Amp. benötigt, so wird an Stelle
des Steckers m mit vier Steckerstiftpaaren ein Stecker v (Fig. 2) mit nur einem
Steckerstiftpaar w und einem Hilfskontakt x verwendet. Dieser Stecker
v wird mit seinen Stiften w in eines der Steckbuchsenpaare d der Steckdose
e eingeführt. Die übrigen Steckbuchsenpaare d und d' mit ihren Hilfskontakten
K und K' stehen anderen Scheinwerfern zur Verfügung.
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Dementsprechend wird vorgegangen, wenn es sich um Scheinwerfer höherer
Stromstärke handelt; in diesem Falle werden Stecker mit zwei bzw. drei Paaren von
Steckerstiften verwendet.
Die Wahlschalter L können so gebaut sein,
daß sie beim- Ziehen der Steckvorrichtung na oder v
selbsttätig in ihre Ausgangsstellung
zurückgehen.