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Stahlstichprägepresse mit Kunststoff -Wischband Die Erfindung betrifft
eine Stahlstichprägepresse mit einem endlosen, zum Abwischen der Druckstöcke dienenden
Abwischband aus Kunststoff, das über Rollen geführt und angetrieben ist.
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Es ist bereits bekannt, endlose Abwischbänder aus Kunststoff zu verwenden;
jedoch wird es in der Praxis als nachteilig empfunden, daß die Abwischbandenden
ähnlich wie bei Riemen überlappend verbunden sind. Die dadurch entstehende unvermeidliche
Wulstbildung ergibt ein ungleichmäßiges Abwischen und führt häufig zu Störungen.
Ein Herausnehmen des Abwischbandes aus der Presse, um das Band an den Enden zusammenzuschweißen,
ist praktisch unmöglich, so daß diese an sich bekannte und bei Kunststoffen besonders
günstige Methode zum Verbinden der Abwischbandenden nicht angewendet werden kann.
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Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß
entlang der Bahn des Abwischbandes eine Schweißvorrichtung zum Schweißen des Abwischbandes
an der Stahlstichprägepresse anbringbarist. Dadurch ist es möglich, ohne daß das
Band aus der Presse herausgenommen werden muß, eine Schweißung durchzuführen.
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Die Schweißvorrichtung kann eine an sich bekannte Hochfrequenzschweißvorrichtung
sein, die Klemmeinrichtungen zum Festklemmen der Abwischbandenden vor und während
des Schweißvorganges aufweist. Durch die richtige Art der Verschweißung wird
es
ermöglicht, das Band auch an der Schweißstelle ohne j ede Verdünnung oder Verdickung
in der richtigen Bandstärke herzustellen, was im Hinblick auf die Abwischwirkung
des Bandes und Schonung der Druckstöcke von großer Bedeutung ist. Durch das Vermeiden
j eglicher Erhöhung wird überhaupt erst ein einwandfreies Abwischen gewährleistet.
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Da die Schweißung nur verhältnismäßig selten auftritt, ist es zweckmäßig,
wenn die Schweißvorrichtung auf der Reinigungsvorrichtung der Stahlstichprägepresse
abnehmbar angeordnet ist. Diese Anordnung ermöglicht es, für eine ganze Anzahl von
Stahlstichprägepressen nur eine, einzige Schweißvorrichtung vorzusehen, die je nach
Bedarf an eine dieser Pressen zur Durchführung der Schweißung angebaut wird. Durch
geeignete Paßeinrichtungen kann die Lage der Schweißvorrichtung an der Stahlstichprägepresse
genau festgelegt werden.
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Um die Schweißstelle abschleifen zu können, um gegebenenfalls unebene
oder verdickte Stellen vom Abwischband zu beseitigen, kann es vorteilhaft sein,
daß eine einstellbare Schleifeinrichtung, beispielsweise zwei in ihrem Abstand einstellbare
Walzen, entlang der Bahn des Abwischbandes vorgesehen sind, mit deren Hilfe die
Schweißnaht des Abwischbandes abschleifbar ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig. i einen Querschnitt durch eine Stahlstichprägepresse mit Reinigungsvorrichtung
und abnehmbarer Schweißvorrichtung gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine Draufsicht auf
die - Schweißvorrichtung und die Reinigungsvorrichtung gemäß Fig. i in vergrößertem
Maßstab, Fig. 3 einen Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2, Fig.4 einen Teilschnitt
durch eine Elektrodeneinstelleinrichtung.
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Fig. 5 einen Teilschnitt durch die Stahlstichprägepresse in vergrößertem
Maßstab mit der Schleifeinrichtung schematisch dargestellt.
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Die gesamte Einrichtung gemäß Fig. i besteht aus der eigentlichen
Stahlstichpresse A, der Reinigungsworrichtung B, der Schweißvorrichtung C und der
Schleifeinrichtung D, die nun im folgenden im einzelnen beschrieben werden.
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Die Stahlstichpresse A weist zwei Seitenteile io auf, von der in der
Fig. i das hintere Seitenteil zu sehen ist. Die Seitenteile sind durch Traversen
miteinander verbunden. Am Oberteil der Seitenteile 1o ist eine Welle i1 und auf
derselben ein um diese Welle schwenkbarer Stempel 12 angeordnet, der drei Stellungen
a, b, c einnehmen kann. In der strichpunktierten Stellung a wird der im Stempel
befestigte Druckstock 311 eingefärbt, in der ausgezogenen Stellung b abgewischt,
und in der strichpunktierten Stellung c wird mit Hilfe dieses Druckstockes gedruckt.
Die konstruktiven Einzelheiten zum Einfärben des Druckstockes und zum Drucken selbst
sind auf der Zeichnung nicht angegeben, da diese an sich bekannt sind und keinen
Teil der Erfindung bilden.
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Auf dem verlängerten Fuß ioi der Seitenteile 1o ist die mit Reinigungsflüssigkeit
gefüllte Reinigungsvorrichtung B durch nicht gezeichnete Mittel befestigt. Die Reinigungsvorrichtung
weist ein Gehäuse 42 auf, in dem sich vier Führungsrollen 14, 15, 16 und 17 für
ein Abwischband 13 und ferner eine Vorreinigungswalze 18 und eine Nachreinigungswalze
x9 befinden, deren Antrieb weiter unten beschrieben wird. Auf dem Umfang der Reinigungswalzen
18 und i9 sind je sechs drehbare Reinigungsrollen 2o bzw. 21 angeordnet, über die
das Abwischband 13 läuft und die das Band reinigen. Durch Einsätze 33 ist die Reinigungsvorrichtung
in eine Vor- bzw. Nachreinigungskammer geteilt.
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Das endlose Abwischband 13 wird mittels einer in Richtung des Pfeiles
E umlaufenden Antriebswalze 22 angetrieben. Die Antriebsmittel für die Walze 2z
sind auf der Zeichnung, nicht dargestellt. Die Umlaufrichtung des endlosen Bandes
13 ist durch auf dem Band eingezeichnete Pfeile gekennzeichnet. Von der Antriebswalze
22 läuft das Abwischband 13 über die Schweißvorrichtung C zur Reinigungsvorrichtung
B. Hier läuft das Abwischband über die Vorreinigungswalze 18, die Führungsrolle
14, die Nachreinigungswa,lze i9, die Führungsrolle 15, die Führungsrolle 16 und
die Führungsrolle 17 zurück zu einer Spannrolle 23 der eigentlichen Stahlstichprägepresse
A. -Die Spannrolle 23 ist auf einem um eine Achse 24 drehbaren Arm 25 drehbar. angeordnet,
an einer Nase 27 greift ein Gewicht 26 mittels eines über eine Rolle z8 laufenden
Seiles 41 an, so daß die Spannrolle 23 mit Hilfe des drehbaren Armes 25 gegen das
Abwischband 13 gedrückt wird und so dieses Band spannt. Von der Spannrolle 23 läuft
das Band 13 über Führungsrollen 29 und 30 zu einem Abwischtisch 31, der auf
einem Träger 32 angeordnet ist. Dieser Abwischtisch 31 liegt unterhalb des Stempels
i2 in seiner mittleren ausgezogenen Stellung b. Durch Herabschwenken des Stempels
12 berührt dann der Druckstock 311y das Abwischband 13, wodurch beim Vorbeischwingen
des Stempels 12 der Druckstock in bekannter Weise abgewischt wird. Vom Abwischtisch
31 läuft das Abwischband 13 zurück zur Antriebswalze 22.
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Die Reinigungsvorrichtung B, deren Innenteile bereits beschrieben
wurden, wird durch einen am Gehäuse 42 desselben befestigten Motor 34 angetrieben.
Auf der Motorwelle ist eine Keilriemenscheibe 35 ai beordnet, die mittels eines
Keilriemens 40 die Keilriemenscheiben 36 und 37 antreibt. Die beiden vorgenannten
Keilriemenscheiben 36 und 37 sitzen auf je einem überstehenden Ende von Wellen 38
und 39, auf denen die Reinigungswalzen 18 bzw. i9 starr angeordnet sind.
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Die Schweißvorrichtung C ist auf der Reinigungsvorrichtung B abnehmbar
angeordnet. Zur Festlegung der genauen Lage der Schweißvorrichtung C sind auf dem
Gehäuse 42 der Reinigungsvorrichtung B Winkelstücke 43 und 44 angeordnet.
Diese Winkelstücke weisen Paßstifte 45 und 46 auf, die in entsprechende Löcher des
Gehäuses 42 passen.
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Die Schweißvorrichtung weist einen Hauptteil _d und einen Klemmteil
e auf. Der Hauptteil _d besitzt ein Hauptgehäuse 47, in dem sich der Hochfrequenzgenerator
befindet und das auf einer rechteckigen
Grundplatte 48 befestigt
ist. Am Deckel des Hauptgehäuses 47 ist eine schmale Oberplatte 49 angeordnet, die
die gleiche Länge wie die Grundplatte 48 hat. An ihren Enden sind die Platten 48
und 49 durch entsprechende Zwischenstücke zu einem Erdgehäuse 50 ergänzt.
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Mittels einer Schraube 51 ist ein Arm 52 am Vorderteil gemäß Fig.2
des Hauptgehäuses 47 befestigt. An diesem Arm 52 ist ein Führungsrohr 53 angeschweißt,
in dem eine Stange 54 beweglich angeordnet ist. Am Ende der Stange 54 ist eine Isolierplatte
55 und an dieser eine Schweißelektrode 56 befestigt, derart, daß die Schweißelektrode
56 gegen die Stange 54 isoliert ist.
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Am Führungsrohr 53 ist eine mit einer Skala 571 versehene Scheibe
57 vorgesehen, die an ihrem äußeren Ende ein Außengewinde aufweist, vergleiche insbesondere
Fig. 4. Auf dieses Gewinde ist eine mit einem Zeiger 581 versehene Rundmutter 58
aufgeschraubt, gegen deren Innenfläche ein Bund 541 der Stange' 54 anschlagen kann,
wodurch die Bewegung der Stange in der Richtung nach links gemäß Fig. 2 begrenzt
ist. Durch einen mit einer Schraube 59 auf der Stange 54 festgemachten und verstellbaren
Stellring 6o kann die Bewegung nach rechts gemäß Fig. 2 begrenzt werden.
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Die Betätigung der Stange 54 erfolgt mit Hilfe eines Handhebels 63,
der um eine an dem Führungsrohr 53 angeordnete Achse 62 geschwenkt werden kann.
An seinem verlängerten Ende 631 ist eine Feder 64 angebracht, die mit ihrem
anderen Ende am. Gehäuse 47 der Schweißvorrichtung C befestigt ist und die den Hebel
63 in Richtung gegen den Uhrzeiger gemäß Fig. 2 zu schwenken versucht. Mit dem Hebel
63 ist eine Lasche 65 starr verbunden, an die eine Lasche 66 bei 67 angelenkt ist.
Die Lasche 66 ist bei 68 mit der Stange 54 gelenkig verbunden.
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Der Klemmteil e zum Festklemmen des Abwischbandes 13 weist eine Halteplatte
96 auf, die an ihren Enden je zwei Arme 97 und 98 besitzt, an denen Führungshülsen
69 und 7o angeschweißt sind. Die Führungshülsen passen in entsprechende Paßlöcher
des Hauptgehäuses 47 bzw. des Endgehäuses 50 und können mittels Schrauben
71 in diesen Paßlöchern festgeklemmt werden. In der Halteplatte 96 sind Schrauben
72 bzw. 73 vorgesehen, die einen Bund 721 bzw. 731 besitzen und mittels Ringen 74
bzw. 75 so an der Halteplatte 96 festgehalten sind, daß sich die Schrauben bei Drehen
derselben relativ zu der Platte 96 nicht verschieben. Mit ihren mit Gewinde versehenen
Enden sind die Schrauben 72 und 73 in entsprechende Gewindelöcher von Klemmbacken
76 bzw. 77 eingeschraubt. Auf der Innenseite der Halteplatte 96 sind auf den Schrauben
72 und 73 Zwischenbacken 78 bzw. 79 angeordnet.
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Auf dem Mittelteil der Halteplatte 96 ist eine Isolierplatte 8o und
auf dieser eine Elektrode 81 befestigt, derart, daß die Elektrode 81 gegen die Halteplatte
96 isoliert ist.
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Mit einer Leitung 82 ist die Elektrode 56 und mit einer Leitung 83
die Elektrode 81 mit dem Hauptgehäuse 47 verbunden. Die Anschlußleitungen des Schweißaggregats
an das Netz sind nicht dargestellt. Die Schweißung des Abwischbandes 13 mit der
Schweißvorrichtung C wird nun wie folgt vorgenommen Zuerst wird das Band 13 gemäß
Fig. I so eingeführt, daß die noch nicht zusammengeschweißten Enden des Bandes einander
in dem Klemmteil _e gegenüberliegen. Durch Anziehen der Schrauben 72 bzw. 73 werden
die Backen 76 bzw. 77 gegen die Zwischenbacken 78 und 79 angepreßt und halten die
Bandenden fest. Bei Stumpfschweißung wird dabei das Festklemmen derart vorgenommen,
daß die beiden Bandenden genau gegeneinanderstoßen. Nun werden die Anschläge für
die Bewegung der Stange 54 festgelegt, wobei der genaue Abstand der beiden Elektroden
durch die Rundmutter 58 eingestellt wird. Der Abstand der Elektroden kann mittels
des Zeigers. 581 auf der Skala 571 abgelesen werden.
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Nach Anschluß der Schweißvorrichtung C an das Netz wird durch einen
im Hauptgehäuse 47 befindlichen Hochfrequenzgenerator eine Hochfrequenzspannung
erzeugt, die über die Leitungen 82 und 83 den beiden Elektroden 56 und 81 zugeführt
wird. Durch Schwenken des Hebels 63 wird dann die Elektrode 56 in die richtige Schweißstellung
gebracht und dort so lange festgehalten, bis die Schweißung beendet ist.
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Zum Entfernen der Schweißvorrichtung C werden zuerst die Winkelstücke
44 entfernt, worauf der Hauptteil _d weggenommen werden kann. Nunmehr werden die
Klemmbacken 76 und 77 durch Drehen der Schrauben 72 und 73 herausgeschraubt und
abgenommen. Jetzt können auch die restlichen Teile des Klemmteils e einschließlich
der äußeren Elektrode 81 entfernt werden.
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Die Schleifeinrichtung D ist in dem vorliegenden Beispiel am Pressengestell
angeordnet. Die Einrichtung weist zwei Schleifwalzen 84 und 85 auf, die auf Wellen
86 und 87 gelagert sind. Von den Walzen ist mindestens eine durch nicht dargestellte
Mittel angetrieben. Die Wellen sind in Lagerblöcken 88 bzw. 89. gelagert, die in
Schlitzen 9o bzw. 9I quer zum Abwischband 13 mit Hilfe von Schrauben 92 und 93 verstellbar
sind.
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Zum Zwecke des Abschleifens werden die Walzen 84 und. 85 auf
genauen Abstand gebracht. Nach Entfernung der Schweißvorrichtung C wird dann das
Abwischband 13 langsam in Bewegung gesetzt, so daß die Nahtstelle beim Passieren
der Schleifwalzen abgeschliffen wird.. Nach dem Abschleifen werden die Schleifwalzen
so weit voneinander entfernt, daß das Abwischband 13 frei passieren kann.