DE945642C - Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Monoazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Monoazofarbstoffen

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DE945642C
DE945642C DEG13644A DEG0013644A DE945642C DE 945642 C DE945642 C DE 945642C DE G13644 A DEG13644 A DE G13644A DE G0013644 A DEG0013644 A DE G0013644A DE 945642 C DE945642 C DE 945642C
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DEG13644A
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Dr Achille Conzetti
Dr Meinrad Huerbin
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Novartis AG
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JR Geigy AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/16Monoazo compounds containing chromium

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Monoazofarbstoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer, metallisierbarer Monoazofarbstoffe, deren chromierte, graue bis olive Wollfärbungen durch eine hervorragende Lichtechtheit ausgezeichnet sind.
  • Es wurde gefunden, dafi man neue metallisierbare Monoazofarbstoffe erhält, die bekannte ähnliche Farbstoffe in der Lichtechtheit der damit hergestellten chromierten Wollfärbungen übertreffen, wenn man eine diazotierte 6-Acylamino-2-amino-r-oxybenzolverbindung, die in 4-Stellung des Benzolrings einen in Azofarbstoffen üblichen Substituenten - vorzugsweise eine elektronenanziehende Gruppe - enthält, mit einer in z-Stellung kuppelnden 2-Oxyacylaminonaphthalin-monosulfonsäure kuppelt. Die neuen Farbstoffe entsprechen der allgemeinen Formal (1) Darin bedeuten R1 und R2 Carbacylreste, d. h. von organischen Säuren des Kohle istoffs abgeleitete Reste, und X einen in Azofarbstoffen üblichen Substituenten.
  • Als Substituenten X kommen rieben beispielsweise Halogen, Alkyl- und Alkoxygruppen wegen des besseren Kupplungsvermögens der Diazoverbindungen insbesondere solche in Frage, die man gemeinhin als negativ bezeichnet, d. h. solche Gruppen, die im. unangeregten Zustand auf das Bindungselektronenpaar zwischen dem 4ständigen Kohlenstoffatom des Benzolrings und X einen anziehenden Induktionseinfluß ausüben.
  • In Azofarbstoffen übliche negative Substituenten sind beispielsweise die Nitro-, Cyan-, Keto-, Sulfonyl-, Sulfonsäure-, Sulfonsäureester-, Sulfonsäureamid- einschließlich den am Stickstoff organisch substituierten Sulfonsäureamidgruppen, die Carboxyl-, Carbonsäureester- und die Carbonsäureamidgruppen, einschließlich der am Stickstoff organisch substituierten Derivate der letzteren. In Wasser nicht ionogene Gruppen sind den sauren, wasserlöslich machenden Gruppen vorzuziehen.
  • Als Reste der Säuren des Kohlenstoffs bzw. als Carbacylreste kommen im vorliegenden Verfahren die Acylreste von organischen Carbonsäuren sowie Kohlensäurehalbesterreste bzw. Carbaminsäurereste in Frage, beispielsweise die Reste von gesättigten oder ungesättigten, unsubstituierten oder substituierten Fettsäuren, araliphatischen, hydracyclischen, aromatischisocyclischen und heterocyclischen Carbonsäuren, die noch übliche Substituenten enthalten können, sowie von vorzugsweise niedermolekularen Alkoholen abgeleitete Carbalkoxyreste und gegebenenfalls auch von niedermolekularen aliphatischen sekundären Aminen abgeleitete Carbarnidreste. Als Beispiele seien genannt die Reste der Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Chloressigsäure, Methoxyessigsäure, ß-Brompropionsäure, Dimethylacrylsäure, Cyclohexancarbonsäure, Phenylessigsäure, Phenoxyessigsäure, Benzoesäure, Chlorbenzoesäure, Furan-2-carbonsäure und die Kohlensäurehalbesterreste, abgeleitet von Methyl-, Äthyl-, Propyl,- Butyl-, Methoxy- oder Äthoxyäthylalkohol, sowie die vom Dimethyl- oder Diäthylamin abgeleiteten Carbarninsäurereste. Im allgemeinen ist es günstig, wenn ein aliphatischer Carbacylrest nicht mehr als 5 Kohlenstoffatome aufweist. Bevorzugt werden in der Diazokomponente der Acetylrest und in der Azokomponente die Kohlensäurehalbesterreste des Methyl- und Äthylalkohols.
  • Soweit die erfindungsgemäß verwendeten Diazokomponenten nicht schon bekannt sind, erhält man sie leicht aus den in 4-Stellung substituierten 2-Aminoi-oxybenzolverbindungen durchAcylierung derAminogruppe, Nitrierung und Reduktion der Nitro- zur Aminogruppe. Bevorzugte Diazokomponenten sind das 6-Acetylamino-4-nitro-2-amino-i-oxybenzol, das 6-Acetylamino-4-acetyl-2-amino-i-oxybenzol, die 6-Acetylamino-4-alkylsulfonyl-2-amino-i-oxybenzole und die 6-Acetylamino-2-amino-i-oxybenzol-4-sulfonsäure-dialkylamide.
  • Erfindungsgemäß verwendbare Azokomponenten erhält man durch Einwirkung von -Säurehalogeniden bzw. Chlorameisensäurealkylestern auf die wäßrigen-Lösungen der Alkalisalze der in i-Stellung des Naphthalinrings kuppelnden 2=Oxy-amino-naphthalin-monosulfonsäuren in Gegenwart von mineralsäureabstumpfenden Mitteln, beispielsweise Natriumacetat, bis zum Verschwinden der primären Aminogruppe.
  • Als in i-Stellung kuppelnde 2-Oxy-aminonaphthalinmonosulfonsäuren kommen im erfindungsgemäßen Verfahren beispielsweise dieAbkömmlinge der i-Amino-7-oxynaphthalin-3-, -4- oder -5-sulfonsäuren, der i-Amino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure und wegen ihres guten Kupplungsvermögens' und der besonders guten Lichtechtheit der damit erzeugten erfindungsgemäßenMonoazofarbstoffe vorzugsweise diejenigen der 2-Amino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure in Betracht.
  • Die Diazotierung geschieht wie üblich in mineralsaurer, wäßriger Lösung oder Suspension mit Natriumnitrit in der Kälte und die Kupplung in alkalischer Lösung; gegebenenfälls in Gegenwart von die Kupplung beschleunigenden tertiären Stickstoffbasen, beispielsweise Pyridin, Picolin, Dimethyl- oder Diäthyläthanolamin, Triäthanolamin.
  • Die erfindungsgemäßen Monoazofarbstoffe werden in der Form ihrer wasserlöslichen Alkalisalze als dunkle Pulver erhalten, welche die Wolle aus sauren Färbebädern in bordeauxroten bis rotvioletten Tönen färben, die durch Nachchromieren je nach Zusammensetzung in graue bis olivgrüne, sehr echte, insbesondere . hervorragend lichtechte Färbungen übergehen.
  • In der deutschen Patentschrift 831719 ist ein Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Farbstoffen beschrieben, das darin besteht, daß man diazotierte 4-Nitro-6-acylamino-2-amino-i-oxybenzole mit gegebenenfalls im Phenylrest substituierter i-Phenyl-amino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure kuppelt. Diesen bekannten Farbstoffen gegenüber zeichnen sich vergleichbare erfindungsgemäße Farbstoffe durch eine bessere Lichtechtheit. aus.
  • Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung. Die Teile sind, sofern nichts anderes vermerkt ist, als Gewichtsteile verstanden. Gewichtsteile stehen zu Volumteilen im gleichen Verhältnis wie Kilogramm zu Liter.
  • Beispiel r 2o,o5 Teile 6-Acetylamino-4-chlor-2-amino-i-oxybenzol werden in Zoo Teilen . Wasser und 25 Teilen konzentrierter Salzsäure bei o bis 5° mit einer Lösung von 6,9. Teilen Natriumnitrit in 2o Teilen Wasserdiazotiert. _ Die mineralsaure Reaktion wird mit Natriumbicarbonat abgestumpft und hierauf die gelbe Diazosuspension bei o bis 5° mit einer Lösung vereinigt, die aus Zoo Teilen Wasser, 29,7 Teilen 2-Carbomethoxyamino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure, i2Teilen Natriu .carbonat, 14 Teilen 25°/oigem Ammoniakwasser und 5o Teilen Pyridin bereitet worden ist. Unter Blaufärbung und Ausscheidung des gebildeten Farbstoffs als dunkles-Pulver ist die Kupplung nach 6stündigem Rühren bei o bis 5° und 16stündigem Rühren bei 2o° beendet. Der Farbstoff wird durch Zugabe von 50/, Kochsalz, bezogen auf das Volumen des Kupplungsgemischs, vollständig ausgeschieden, abgesaugt und getrocknet. Er stellt in Form seines Natriumsalzes ein violettschwarzes Pulver vor, das sich in Wasser mit blauer Farbe löst, die beim Ansäuern nach Rot umschlägt. In konzentrierter Schwefelsäure ist der Farbstoff mit fuchsinroter Farbe löslich.
  • Der neue Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bad in weinroten Tönen. Durch Nachchromieren erhält man sehr echte graue Färbungen, die insbesondere hervorragend lichtecht sind.
  • Einen Farbstoff von sehr ähnlichen Eigenschaften erhält man, wenn man im obigen Beispiel die Azokomponente durch 28,1 Teile 2-Acetylamino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure ersetzt.
  • Die Diazokomponente erhält man aus 6-Nitro-4.-chlor-2-amino-i-oxybenzol durch Acetylierung der Aminogruppe (Acetylderivat F. 162°) und Reduktion der Nitro- zur Aminogruppe (F. z59').
  • In ein Färbebad, das in 3000 Teilen Wasser i,5Teile des Farbstoffs gemäß Absatz i dieses Beispiels io Teile Glaubersalz und 3 Teile 4oo/oige Essigsäure enthält, geht man bei einer Temperatur von q.o bis 50° mit ioo Teilen vorgenetzter Wolle ein, treibt innerhalb 15 Minuten zum Kochen und kocht 1/2 Stunde unter Zusatz von i Teil Schwefelsäure nach i5 Minuten bis zur Erschöpfung des Bades. Dann werden o,8Teile Kaliumchromat zugesetzt, und es wird noch 40 Minuten weitergekocht. Dabei nimmt die weinrote saure Wollfärbung einen neutralen, grauen Farbton an, der sehr echt fixiert und insbesondere sehr lichtecht ist.
  • . Beispiel e 2o,8 Teile 6-Acetylamino-q.-acetyl-2-amino-i-oxybenzol werden in 25o Teilen Wasser und 25 Teilen konzentrierter Salzsäure mit einer Lösung von 6,g Teilen Natriumnitrit in 2o Teilen Wasser bei o bis 5° durch mehrstündiges Rühren unter langsamer. Zugabe der Nitritlösung diazötiert, und herauf wird die mineralsaure Reaktion mit Natriumbicarbonat abgestumpft. Die gelbe Diazosuspension wird dann mit einer kalten Lösung vermischt, die man durch Auflösung von 3i,1 Teilen 2-Carbäthoxyamino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure in Zoo Teilen Wasser mit 6 Teilen Natriumcarbonat unter Zusatz von 15 Teilen 25o/oigem Ammoniakwasser und 5o Teilen Pyridin bereitet hat. Man rührt io Stunden bei o bis 5° und dann noch 16 Stunden bei 2o°, wobei unter Blaufärbung und Ausscheidung des gebildeten Farbstoffs als violettschwarzes Pulver die Kupplung vor sich geht. Der Farbstoff wird durch Einstreuen von 3% Kochsalz, bezogen auf das Volumen des Kupplungsgemischs, vollständig ausgeschieden, abgesaugt und getrocknet. Er wird in Form seines Natriumsalzes als violettschwarzes Pulver erhalten, das sich in Wasser mit blauer Farbe, in konzentrierter Schwefelsäure mit blauroter Farbe löst. Der Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bad in rotvioletten Tönen. Durch Nachchromierung erhält man sehr echte rotstichiggraue Färbungen, die sich insbesondere durch hohe Lichtechtheit auszeichnen.
  • Sehr ähnliche Farbstoffe werden erhalten, wenn man im obigen Beispiel als Azokomponenten 2g,7Teile 2-Carbomethoxyamino- bzw. 28,1 Teile 2-Acetylamino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure verwendet.
  • Die Diazokomponente erhält man aus 4.-Acetyl-2-amino-i-oxybenzol durch Acetylierung der Aminogruppe, Nitrierung in 6-Stellung des Benzolrings und Reduktion der Nitro- zur Amin ogruppe.
  • Beispiel 3 38,1 Teile 6-Acetylamino-q.-(3'-sulfamido-phenylsulfonyl)-2-amino-i-oxybenzol werden in 40o Teilen Wasser und 25 Teilen konzentrierter Salzsäure bei o bis 5° durch langsames Zutropfen einer Lösung von 6,9 Teilen Natriumnitrit in q.o Teilen Wasser diazotiert, die mineralsaure Reaktion wird mit Natriumbicarbonat abgestumpft und die gelbe Diazosuspensioh mit einer kalten Lösung vermischt, die man durch Auflösen von 29,7 Teilen 2-Carbomethoxyamino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure in Zoo Teilen Wasser mit 6 Teilen Natriumcarbonat, 15 Teilen 25o/oigem Ammoniakwasser und 5o Teilen Pyridin bereitet hat. Man rührt io Stunden bei o bis 5° und dann noch 16 Stunden bei' 2o°, worauf die Kupplung beendet ist. Der als violettschwarzes Pulver praktisch vollständig ausgeschiedene Farbstoff wird abgesaugt und getrocknet. Er löst sich in Wasser mit blauer, in konzentrierter Schwefelsäure mit rubinroter Farbe und färbt Wolle aus saurem Bad in rotvioletten Tönen, die durch Nachchromieren sehr echte, grünstichiggraue Färbungen geben.
  • Einen Wolle weniger grünstichig, neutraler grau färbenden Farbstoff erhält man bei Verwendung von 28,1 Teilen 2-Acetylamino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure als Azokomponente im obigen Beispiel.
  • Die Diazokomponente erhält man aus 4.-Chlordiphenylsulfon durch Nitrierung, Sulfonierung, Umwandlung der Sulfonsäuregruppe über die Sulfochlorid- in die Sulfamidgruppe, Austausch des Chloratoms gegen die Hydroxylgruppe mit Hilfe von Ätzalkalien, Reduktion der Nitro- zur Aminogruppe, Acetylierung der Aminogruppe, Nitrierung und erneute Reduktion der Nitro- zur Aminogruppe. Beispiel 4 27;3 Teile 6-Acetylanvno-2-amino-i-oxybenzol-4-sulfonsäure-dimethylamid werden in Zoo Teilen Wasser und 25 Teilen konzentrierter Salzsäure bei o bis 5° durch Zutropfen einer Lösung von 6,9 Teilen Natriumnitrit :n 2o Teilen Wasser unter Rühren diazotiert. Nach dem Abstumpfen der mineralsauren Reaktion mit Natriumbicarbonat wird die gelbe Diazosuspension mit einer kalten Lösung vereinigt, die durch Auflösung von 28,1 Teilen 2 Acetylamino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure in .2oo Teilen Wasser mit 6 Teilen Natriumcarbonat unter Zusatz von 15 Teilen 25 Wgem Ammoniakwasser und 5o Teilen Pyridin hergestellt worden ist.
  • Man kuppelt io Stunden bei o bis 5° und rührt noch weitere 16 Stunden bei 2o°, worauf man durch Einstreuen von' 5°/o Kochsalz, bezogen auf das Volumen des Kupplungsgemisches, den Farbstoff vollständig zur Ausscheidung bringt. Er wird abfiltriert, mit 5°/jger Kochsalzlösung gewaschen und getrocknet. Man erhält ihn in Form seines Natriumsalzes -als violettschwarzes Pulver, das sich in Wasser mit blauer, in verdünnten Säuren mit roter Farbe löst und Wolle aus saurem Bad in rotvioletten Tönen färbt. Durch Nachchromieren der sauren Wollfärbungen erhält man sehr echte graue Farbtöne.
  • Farbstoffe von sehr ähnlichen Eigenschaften erhält man, wenn man im obigen Beispiel die Diazokomponente durch 30,1 Teile bzw. 31,5 Teile 6-Acetylamino-2-amino-i-oxybenzol-4-sulfonsäure-diäthylanmid bzw. -4-sulfonsäure-morpholid ersetzt.
  • Diese Diazokomponenten erhält man durch Acetyherung der Aminogruppe in entsprechenden 2-Amino-ioxybenzol-4-sulfonsäureamidverbindungen, Nitrierung und Reduktion der Nitro- zur Aminogruppe.
  • Beispiel 5 2i,i Teile 6-Acetylarnino-4-nitro-2-amino-i-oxybenzol werden in Zoo Teilen Wasser mit 2o Teilen konzentrierter Salzsäure verrührt und durch Zutropfen einer Lösung von 6,9 Teilen Natriumnitrit in 2o Teilen Wasser bei 5 bis 7° diazotiert. Man neutralisiert dann die Diazosuspension bis zum Verschwine -n der mineralsauren Reaktion durch Zugabe von Natriumbicarbonat und vermischt sie bei o bis 5° mit einer kalten Lösung, die man durch Auflösung von 29,7 Teilen-2-Carbomethoxyamino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure mit 6 Teilen Natriumcarbonat in 15o Teilen Wasser unter Zusatz von weiteren 8 Teilen Natriumcarbonat, 15 Teilen Ammoniakwasser (25 ('%g) und io Teilen Pyridin zur erkalteten Lösung hergestellt hat. Der gebildete Farbstoff fällt sofort als schwarzes Pulver aus, und nach r Stunde ist die Diazoverbindung verschwunden. Man rührt noch 16 Stunden bei Zimmertemperatur und filtriert den Farbstoff ab und trocknet ihn. Er wird in Form des Natriumsalzes als schwarzes Pulver erhalten, das sich in Wasser mit grünblauer Farbe, bei Zusatz verdünnter Säuren mit blauroter und in konzentrierter Schwefelsäure mit roter Farbe löst. Wolle wird aus saurem Bad in rotvioletten Tönen gefärbt, die durch Nachchromieren in sehr echte, insbesondere hervorragend lichtechte olivgrüne Töne übergehen.
  • Sehr ähnliche Farbstoffe erhält man, wenn man im obigen Beispiel die Azokomponente durch 28,1 Teile 2-Acetylamino- bzw: 31,1 Teile 2-Carbäthoxyamino-6-oxy-naphthalin-8-sulfonsäure oder durch 34,1 Teile bzw. 35,5 Teile 6'-Oxynaphthyl-(2')-methoxyäthyl-bzw. -äthoxyäthylurethan-8'-sulfonsäure der Formeln ersetzt. 2o,8 Teile 6-AcetylamÜno-4-acetyl-2-arnino-i-oxybenzol werden, wie im Beispiel 2 beschrieben, diazotiert, und die gelbe Diazosuspension wird mit der Auflösung von 3i,i Teilen i-Carbäthoxyamino-7-oxynaphthalin-3-sulfonsäure, 6 Teilen Natriumcarbonat, 15 Teilen 25°/oigem Ammoniakwasser und So Teilen Pyridin in Zoo Teilen Wasser in der Kälte vermischt. Man kuppelt io. Stunden bei o bis 5° und dann noch 16 Stunden bei 2o bis 25°. Der unter Blaufärbung teilweise als violettschwarzes Pulver ausgefallene Farbstoff wird nach beendigter Kupplung durch Zugabe von Kochsalz vollständig ausgeschieden, abgesaugt, mit 5°/oiger Kochsalzlösung gut gewaschen und getrocknet. Das in Wasser mit blauer Farbe gut lösliche Natriumsalz des Farbstoffs färbt Wolle aus saurem Bad in rotvioletten Tönen. Durch Nachchromieren der sauern Wollfärbungen erhält man sehr echte Grautöne, die sich durch besonders gute Lichtechtheit auszeichnen.
  • Sehr ähnliche Farbstoffe werden erhalten, wenn man im obigen Beispiel als Azokomponenten 29,7 Teile i-Carbomethoxyamino- bzw. 28,1 Teile i-Acetylamino-7-oxynaphthalin-3-sulfonsäure verwendet.
    OH Beispiel 7
    HO
    CH 3C0 - NE N = N S03H
    NH COOCH3
    N02
    21,1 Teile 6-Acetylamino-4-nitro-2-amino-i-oxybenzol werden, wie im Beispiel 5 beschrieben, diazotiert, und die neutralisierte Diazosuspension wird bei o bis 5° mit der Auflösung von 29,7 Teilen i-Carbomethoxyamino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure, 14 Teilen Natriumcarbonat, 15 Teilen Ammoniakwasser (25°/oig) und io Teilen Pyridin in 15o Teilen Eiswasser vermischt. Der gebildete Farbstoff fällt sofort als schwarzes Pulver aus, und nach 2o Stunden ist die Diazoverbindung verschwunden. Man rührt noch einige Stunden bei Zimmertemperatur, filtriert dann den Farbstoff ab und trocknet ihn. Er stellt in der Form des Natriumsalzes ein schwarzes Pulver dar, das sich in Wasser mit grünblauer Farbe, auf Zusatz von verdünnten Säuren mit blauroter und in konzentrierter Schwefelsäure mit roter Farbe löst. Aus saurem Bad wird Wolle in rotvioletten Tönen gefärbt, die durch Nach.chromieren in sehr echte, insbesondere auch sehr gut lichtechte grünstichige Grautöne übergehen.
  • Sehr ähnliche Farbstoffe erhält man, wenn man im obigen Beispiel die Azokomponente durch 28,1 Teile i-Acetylamino- bzw. 31,1 Teile i-Carbäthoxyamino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure oder durch 34,1 Teile bzw. 35,5 Teile 6'-Oxynaphthyl-(i')-methoxyäthyl-bzw. -äthoxyäthylurethan-8'-sulfonsäure ersetzt.
  • Beispiel 8 24,4 Teile 6-Acetylamino-4-methylsulfonyl-2-aminoi-oxybenzol werden in Zoo Teilen Eiswasser und 30 Teilen Salzsäure (3o°/oig) bei o bis 5° durch Zutropfen einer Lösung von 6,9 Teilen Natriumnitrit in 2o Teilen Wasser diazotiert. Die gelbe Diazosuspension wird mit Natriumbicarbonat so weit neutralisiert, daB Kongorotpapier eben nicht mehr gebläut wird. Dann wird sie mit der Auflösung von 29,7 Teilen i-Carbäthoxyamino-7-oxynaphthalin-4-sulfonsäure mit 6 Teilen Natriumcarbonat in Zoo Teilen Wasser unter Zugabe von 5o Teilen Pyridin und 2ö Teilen 25°/oigem Ammoniakwasser vermischt und io Stunden bei o bis io° und hierauf noch 24 Stunden bei 2o t i.; 25° verrührt. Nachdem die Diazoverbindung verschwunden ist, wird durch langsames Eintropfen einer gesättigten Kochsalzlösung der Farbstoff in Form eines dunklen Pulvers ausgeschieden, abgesaugt, mit io°/eiger Kochsalzlösung gut gewaschen und getrocknet.
  • Das in Form eines bronzierenden, violettschwarzen Pulvers erhaltene Natriumsalz des Farbstoffs löst sich in Wasser mit blauer Farbe und färbt Wolle aus saurem Bad in rotvioletten Tönen, die durch Nachchromieren in sehr lichtechte, rotstichige Grautöne übergehen.
  • Sehr ähnliche Farbstoffe erhält man, wenn man im obigen Beispiel als Diazokomponente 25,8 Teile 6-Acetylamino-4-äthylsulfonyl-2-amino-i-oxybenzol und -wenn man als Azokomponente 28,3 Teile i-Carbomethoxyamino-7-oxYnaphthalin-4-sulfonsäure verwendet.
  • Grünstichiger graue, chromierte Wollfärbungen ergebende Farbstoffe erhält man, wenn man in den obigen Beispielen die i-Acylamino-7-oxynaphthalin-4-sulfonsäure durch gleiche Teile der entsprechenden i-Acylamino-7-oxynaphthalin-5-sulfonsäure ersetzt und sonst gleich verfährt.
  • Die Farbstoffe der nachfolgenden Tabelle sind nach ähnlichen Herstellungsmethoden, wie in den Beispielen i bis 8 beschrieben, erhalten worden. Auch sie färben die Wolle nach der Nachchromiermethode in sehr echten, insbesondere sehr lichtechten Tönen
    Diazokomponente Azokomponente Farbton der
    Nr. nachchromierten
    R, I X R, I NHRa:OH:SO,H Wollfärbung
    i CH@c0- COOH CH,C0 2, 6, 8 Violettgrau
    2 desgl. desgl. CH30C0 2, 6, 8 desgl.
    3 desgl. S 03H desgl. 2, 6, 8 Rotstichiggrau
    4 desgl. desgl. C4 H9 O C O. 2, 6, 8 desgl.
    desgl. S OZ C H3 C2 H5 0 C 0 2, 6, 8 Grau
    6 desgl. SO, - C, H5 C H3 C 0 2, 6, 8 desgl.
    DiazokomPonente Azokomponente - Farbton der
    nachchromierten
    Nr.
    R X Ra NHRa:OH:S03H Wollfärbung
    i
    CH,CO S02- C,H, C H3 0 C 0 ' 2, 6, 8 Rotstichiggrau
    g desgl. so, - I# C H3 C O 2, 6, 8 desgl.
    SO,H
    g desgl. desgl. C H3 O C O 2, 6, 8 Grau
    1o desgl. S02NH2 desgl. 2, 6, 8 desgl.
    /
    11 desgl. S 02 -N CzHs \ C H3 C 0 2, 6, 8 Rotstichiggrau
    C, H,
    12 desgl. - desgl. C H3 0 C 0 2, 6, 8 Grau
    S02-NH
    13 desgl. I C2 Hb O C O 2, 6, 8 desgl.
    HOOC
    14 CH30CO N02 CH30C0 2, 6, 8 Olivgrün
    15 CD- C 0 s0314 desgl. 2, 6, 8 Rotstichiggrau
    16 C H3 C O C H3 desgl. 2, 6, 8 Blaugrau
    17 desgl. OCHS CH30C0 . 2, 6, 8 desgl.
    18 desgl. C O -@@ C H3 C 0 Z, 6, 8 Rotstichiggrau
    1g desgl. desgl. C H3 0 C 0 2, 6, 8 desgl.
    20 C3 H, C O - NO, C H3 C O 2, 6, 8 Olivgrün
    21 C H3 C O desgl. HO-- C 0 2, 6, 8 desgl.
    22 - -desgl. desgl. C4 H9 O C 0 2, 6, 8 desgl. .
    CH-CH
    I I 1I desgl. CH 3 C0 2, 6, 8 desgl.
    23 CH C-CO
    \0/
    24 C H3 C O desgl. Cl - C H2 C Ö 2, 6, 8 Olivgrau
    25 desgl. desgl. Br-CH2-CH1C0 2, 6, 8 - desgl.
    CH,
    26 \c= C H C O desgl. C H3 C 0 2, 6, 8 Oliv
    C H3
    27 C H3 C O desgl. Cl -@- C O 2, 6, 8 Olivgrau
    28 desgl, desgl., G- C I-1,-CO- 2, 6, 8 desgl.
    29 desgl. Cl <D- C 0 2, 6, 8 Rotstichiggrau
    30 desgl. desgl. CD-0 C H2 C 0 2, 6, 8 desgl.
    CH-CH
    - 1I 1I 2, 6 8 Oliv
    31 desgl. NOz - CH C-CO
    \0/
    32 Br-CH, CHZ CO desgl. - CH3-CO 2, 6, 8 desgl.
    Diazokomponente Azokomponente Farbton der
    Nr. nachchromierten
    R, X Ra NHRz:OH:SOSH Wollfärbung
    CH3 @
    33 CH3-CO N02 N-CO 2, 6, 8 - Oliv
    CH,
    34 desgl. Cl C2 H5 j N - C O 2, 6, 8 Grau
    C2 H5
    35 desgl. C,H,CO CH30-CO 1, 7, 3 desgl.
    36 desgl. C H3 S 02 desgl. 1, 7, 3 desgl.
    37 desgl. C2 Hb S 02 desgl. 1, 7, 3 desgl.
    38 desgl. NO2 C2 H5 O C O 1, 7, 3 Rein oliv
    39 desgl. CH3S02 desgl. 1, 6, 8 Rotstichiggrau
    Die Farbstoffe Nr: i bis 39 der obigen Tabelle lösen sich in Wasser mit blauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit blauroter Farbe.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Monoazofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine diazotierte6-Acylamino-2 aminoi-oxybenzolverbindung, die in 4-Stellung des Benzolrings einen in Azofarbstoffen üblichen Substituenten enthält, mit einer in i-Stellung des Naphthalinrings kuppelnden 2-Oxy-acylaminonaphthalin-monosulfonsäure zu Farbstoffen der allgemeinen Formel 1 kuppelt, worin R1 und R2 Carbacylreste, X einen in Azofarbstoffen üblichen Substituenten bedeuten.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine 2-Acylamino-6-oxynaphthalin-8-sulfonsäure als Azokomponente verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Diazoverbindungen der im Anspruch i angegebenen Zusammensetzung verwendet, worin X einen negativen Substituenten bedeutet.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man Diazoverbindungen der im Anspruch i angegebenen Zusammensetzung verwendet, worin X einen nichtiönogenen, negativen Substituenten bedeutet.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man Diazoverbindungen der im Anspruch i angegebenen Zusammensetzung verwendet, worin X die Nitro-, die Acetyl-, eine Alkylsulfonyl- oder eine Sulfonsäuredialkylamidgruppe bedeutet.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Diazo- und Azokomponenten so wählt, daß in der Formel, die im Anspruch i für die entstehenden Farbstoffe angeführt ist, so wählt, daß R, den Rest einer niedrigmolekularen Fettsäure und R2 eine von einem niedermolekularen Alkohol abgeleitete Carbalkoxygruppe bedeuten. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentanschrift Nr. 831719-
DEG13644A 1953-02-04 1954-02-02 Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Monoazofarbstoffen Expired DE945642C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE831719C (de) * 1948-09-03 1952-02-18 Ciba A G Verfahren zur Herstellung von o-Oxyazofarbstoffen

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