DE94172C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M15/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M15/01—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
- D06M15/17—Natural resins, resinous alcohols, resinous acids, or derivatives thereof
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
- Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisherigen Verfahren zum Wasserdichtmachen von Geweben eignen sich durchweg
nicht für Bekleidungsstoffe, da sie entweder die Waare fettig und unansehnlich oder aber
steif und brüchig machen. Manche Verfahren bedingen auch eine starke Aufsaugung von
Wasser durch den imprä'gnirten Stoff oder geben ihm eine Färbung, durch welche er für
viele Zwecke unbrauchbar wird.
Nach dem neuen Verfahren dient zum Wasserdichtmachen der Gewebe Asphalt, welchem
zur Geschmeidigmachung Vaselin zugesetzt ist, aufserdem kann durch Zusatz fettlöslicher
Anilinfarben ein wechselnder Farbeneffect erzielt werden.
Bei der Imprägnirung von Geweben mit Kautschuklösungen sind zwar derartige Lösungen
in geringem Mafse zum ausdrücklichen Zweck der Verbilligung der Masse mit Asphalt
versetzt worden, aber es ist dies aufserdem nur zum Zweck der Herstellung technischer
Gummiwaaren, z. B. Schläuche, geschehen, niemals sind Gewebe mit solcher Mischung gedichtet
worden. Die mit Kautschuk oder vorwiegend mit Kautschuk imprägnirten Gewebe leiden stets unter mangelnder Haltbarkeit, sind
nicht ausbesserungsfähig, da die etwaigen Risse sich an ihren Enden stets fortsetzen, und sind
unter den Tropen, wie alle Kautschukwaaren, nicht verwendbar.
Bei der Wasserdichtung mittels Steinkohlentheer werden diesem ebenfalls andere Stoffe, wie
z. B. Asphalt, aber auch nur in verhältnifsmäfsig geringer Menge beigefügt. Hier dient
der Asphalt nur dazu, den Steinkohlentheer dickflüssiger zu machen, wie es hauptsächlich
bei der Herstellung von Dachpappe erforderlich ist. Im Allgemeinen besitzen die mit
Steinkohlentheer imprägnirten Gewebe und vor allem die zu Bekleidungszwecken benutzten
ebenso grofse Nachtheile wie die vorgenannten, mit Kautschuk imprägnirten. Es sei hier nur
hervorgehoben, dafs solche Theertuche bei Hitze sehr leicht kleben, bei Kälte aber so
hart und steif werden, dafs sie nicht zu handhaben sind. Dazu kommt noch der Nachtheil,
dafs Theertuche 2 bis 6 Wochen zum Trocknen brauchen.
Mit der Imprägnirung mittels Asphalt werden alle diese Uebelstände wirksam beseitigt,
indem binnen 24 Stunden einerseits ein durchaus steriles und wasserabstofsendes, andererseits
ein gegen Süfs- und Salzwasser undurchlässiges Gewebe erzielt wird, welches seinen natürlichen
.Geschmeidigkeitsgrad beibehält und weder bei Wärme, noch bei Kälte merklich ändert.
Da erfahrungsgemäfs der Asphalt je nach seiner Gewinnungsweise verschiedenartige Eigenschaften
besitzt, so ist es nöthig, diese Eigenschaften durch Beimischung anderer Substanzen
zu modificiren; dies geschieht im vorliegenden Falle durch Vaselin, welches mit Asphalt eine
homogene Mischung giebt und auch bei hohen Temperaturen nicht herausschmilzt. Die Menge
der Beimischung ist natürlich je nach der Beschaffenheit des verwendeten Asphalts, sowie
nach dem gewünschten Geschmeidigkeitsgrad des zu imprägnirenden Gewebes verschieden.
In der Praxis hat sich als sehr günstig' nachstehendes
Mischungsverhältnifs ergeben:
ι kg der Imprägnirungsmasse enthält 200 g
Asphalt aus der Grube Sanct-Valentino, 20 g Vaselin und 780 g Benzin.
Das Imprägniren der Gewebe mit vorstehend beschriebener neuartiger Mischung erfolgt in
bekannter Weise durch Anstrich oder jn geeigneten Maschinen.
, Die Farbe, welche das Gewebe nach der Imprägnirung zeigt, erscheint leicht bräunlich.
Sofern man einen anderen Farbeneffect erzielen will, werden der Imprägnirungsmasse fettlösliche
Anilinfarben zugesetzt. Wünscht man z. B. einen leicht grauen Effect, so wird man
auf ι kg Imprägnirungsmasse ca. 40 g fettlösliches Nigrosin zusetzen. Gewebe von gelblicher
Färbung bedürfen eines Zusatzes von fettlöslichem Ledergelb zu der Imprägnirungsmasse
und werden bei der Imprägnirung leicht gedunkelt, ebenso braune Gewebe. Gutes
Schwarz wird erzielt, indem '»blauschwarzes Gewebe mit Asphaltlösung ohne Farbenzusatz
imprä'gnirt wird. Natürlich können, die.Facbentöne
beliebig abgestuft werden.
Für das vorliegende Verfahren zur Wasserdichtung mittels einer mit Vaselin versetzten
Asphaltlösung eignen sich besonders:
1. Baumwoll- und Leinengewebe zu Bekleidungszwecken
für im Freien beschäftigte Personen, z. B. Soldaten oder Seeleute,
2. Baumwoll- und Leinengewebe für Plane und Zelte.
Die Imprägnirung glatter Wollen- und Seidengewebe mittels Asphalt ist nicht ausgeschlossen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Wasserdichtmachen von Geweben mittels einer mit Vaselin versetzten Asphaltlösung, welcher fettlösliche Anilinfarben zugesetzt werden können.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE94172C true DE94172C (de) |
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ID=365540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT94172D Active DE94172C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE94172C (de) |
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0
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