DE883181C - Schiffsplanken-Dichtungsmasse und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Schiffsplanken-Dichtungsmasse und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE883181C
DE883181C DEH6805A DEH0006805A DE883181C DE 883181 C DE883181 C DE 883181C DE H6805 A DEH6805 A DE H6805A DE H0006805 A DEH0006805 A DE H0006805A DE 883181 C DE883181 C DE 883181C
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Germany
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bitumen
melt
latex
ship plank
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DEH6805A
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Marianne Haustein
Paul Dr Hille
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Sealing Material Composition (AREA)

Description

  • Schiffsplanken-Dichtungsmasse und Verfahren zu ihrer Herstellung Die Massen zum Abdichten der Fugen zwischen Schiffsplanken müssen nicht nur völlig widerstandsfähig gegen Salzwasser sein; von ihnen wird weiter verlangt, daß die durch sie bewirkte Dichtung durch die bei stärkerem Seegang auftretenden Veränderungen des Plankenabstandes nicht beeinträchtigt wird und daß sich ihre Beschaffenheit innerhalb ziemlich weiter Temperaturgrenzen nicht ändert. Bisher verwendete man zur Herstellung solcher Massen Stoffe, die im wesentlichen aus dem Auslande eingeführt werden mußten, da man glaubte, daß sich nur mit diesen eine Masse mit den erforderlichen Eigenschaften herstellen ließe. Bei den bekannten Schiffsplanken-Dichtungsmassen sind aber die Temperaturgrenzen, innerhalb welcher sich ihre Beschaffenheit praktisch nicht sonderlich ändert, nicht genübend groß. Es kommt nicht selten vor, daß sie bei diesen Temperaturen spröde bis glashart werden und bei der Verschiebung der Planken während hoher See zerbröckeln, so daß sie aus den Fugen. herausfallen. Andererseits werden sie bei hohen Temperaturen so weich, daß sie aus den Fugen heraustreten.
  • Gegenstand der Erfindung bildet eine Schiffsplanken-Dichtungsmasse, welche im wesentlichen aus im Inland anfallenden Stoffen hergestellt ist und die genannten Bedingungen in weit besserem Maß erfüllt, als es bei den bisher bekannten Massen der Fall ist. Sie besteht im wesentlichen aus 7o bis 85 Gewichtsteilen Mineralrubber oder einem dem Mineralrubber in der Beschaffenheit entsprechenden Bitumen und 5 bis 1a Teilen natürlichem oder synthetischem Latex sowie 3 bis zo Teilen eines Emulgators zur Erzeugung einer Emulsion, aus beiden Stoffen, z. B. einer Additionsverbindung zwischen Äthylenoxyd und Formaldehyd. . Als künstlicher Latex kommt z. B. eine Emulsion eines Mischpolyme risats aus Butadien und Styrol in Betracht.
  • Beispiel .
    76 Gewichtsteile Mineralrubber oder Bitumen
    1o - Propanharz . "
    io - Latex (natürlich oder künstlich)'
    q. - Emulgator. .
    Zur Herstellung der Dichtungsmasse wird die entsprechende Menge Mineralrubber oder .eines diesem im Charakter entsprechenden Bitumens unter gleichzeitiger Beigabe des Emulgators g°-schmolzen. Der Schmelze wird unter ständigem Rühren bei einer Temperatur von i2o bis 2oo° allniählich eine Latexlösung zugefügt. - Diese Mischung wird unter Einhaltung der angegebenen Temperatur 1/2 bis i Stunde lang gerührt. Beim Abkühlen wird die Masse fest. Zum späteren Gebrauch wird sie wieder geschmolzen.
  • Um den Grad der Elastizität zu erhöhen, kann man dem Grundstoff bei der Schmelze unter entsprechender Herabsetzung des Gehaltes an Mineralrubber bzw. Bitumen Propanharz zusetzen, und zwar je nach dem Grad der gewünschten Konsistenz 8 bis 12 Teile.
  • Die fertige Masse hat pechartigen Charakter, besitzt aber eine größere Elastizität. Die Beschaffenheit ändert sich innerhalb des praktisch in Betracht - kommenden Temperaturbereiches von minus 30 bis plus 8o° nicht nennenswert. Sie wird also bei den Kältegraden,, mit denen äußerst zu rechnen ist, nicht glashart-spröde und tropft nicht vor plus 95°, wie es bei den bekannten bisherigen Schiffsplanken-Dichtungsmitteln zu beobachten ist. Außerdem haftet die Masse fest am Holz, in das sie direkt eindringt,. und besitzt eine beträchtliche Nachgiebigkeit, so daß die Dichtung bei Verschieben der Schiffsplanken infolge starken Seeganges weder von den Planken abreißt noch aus den Fugen herausgequetscht wird.
  • In der Literatur ist bereits einmal die Zufügung. von Latex zu Weichhitumen beiläufig erwähnt. Dabei. ist. Latex als eins von, verschiedenen Beispielen für organisches Material, neben, dem u. a. auch Faserstoffe angeführt sind, gemannt, das die zum Abdichten für Hausanschlüsse, Kabel und Kanalanlagen dienende Masse fähig zur Aufnahme von Feuchtigkeit und zum Quellen machen. soll. Diesen Bekannten gegenüber unterscheidet sich die Masse gemäß der Erfindung darin, daß als Hauptbestandteil Mineralrubber oder ein diesem im Charakter entsprechendes Bitumen, d. h. also Hartbitumen, zur Anwendung kommt und daß diesem gerade Latex und nicht irgendein organischer Stoff beigemengt ist. Weichbitumen würde sich als Schiffsplanken-Dichtungsmasse nicht eignen, da es einen viel zu tiefen Erweichungs- und Tropfpunkt besitzt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schiffsplanken-Dichtungsmasse, bestehend im wesentlichen aus 7o bis 85 Gewichtsteilen Mineralrubber oder einem diesem in der Beschaffenheit entsprechenden Bitumen,, 5 bis 12 Teilen Latex sowie 3 bis 7 Teilen eines bekannten Emulgators.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung einer Schiffsplanken-Dichtungsmasse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,- daß die rund 8o Teile Mineralrubber oder Bitumen geschmolzen und während der Schmelze 3 bis 7 Teile des Em.ulgators ' zugefügt werden, worauf man der Schmelze bei einer zwischen 120 und 2oo° liegenden Temperatur unter ständigem Rühren allmählich 5 bis i2 Teile Latex zufügt, bei der genannten Temperatur 3o bis 6o Minuten kocht und darauf die Masse erstarren läßt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch kennzeichnet, daß der Schmelze bei -entsprechender Herabsetzung der Grundmasse von Mineralrubb-er bzw. Bitumen 8 bis 12 Teile Propanharz zugefügt werden. Angezogene Druckschriften Deutsche Patentschrift Nr. 605 234..
DEH6805A 1950-11-28 1950-11-28 Schiffsplanken-Dichtungsmasse und Verfahren zu ihrer Herstellung Expired DE883181C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE605234C (de) * 1931-05-08 1934-11-07 Chemieprodukte G M B H Abdichtungsmasse fuer Hausanschluesse, Kabel, Kanalanlagen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE605234C (de) * 1931-05-08 1934-11-07 Chemieprodukte G M B H Abdichtungsmasse fuer Hausanschluesse, Kabel, Kanalanlagen

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