DE587239C - Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen aus kuenstlichen waesserigen Kautschukdispersionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen aus kuenstlichen waesserigen Kautschukdispersionen

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DE587239C
DE587239C DE1930587239D DE587239DD DE587239C DE 587239 C DE587239 C DE 587239C DE 1930587239 D DE1930587239 D DE 1930587239D DE 587239D D DE587239D D DE 587239DD DE 587239 C DE587239 C DE 587239C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/20Compounding polymers with additives, e.g. colouring
    • C08J3/205Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase
    • C08J3/21Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase the polymer being premixed with a liquid phase
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen aus künstlichen wässerigen Kautschukdispersionen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von -Kautschukmischungen aus künstlichen wässerigen Kautschukdispersionen und ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß man eine künstliche Kautschukdispersion, in der Kautschuk die kontinuierliche Phase bildet, mit einer wasserbindenden Substanz mischt bzw. die wasserbindende Substanz in der Kautschukdispersion entstehen läßt. Gemäß der Erfindung setzt man zu der künstlichen Kautschukdispersion ein Vulkanisationsmittel, z. B. Schwefel, und zu dem Zement vor dem Einmischen in die Kautschukdispersion einen Ultrabeschleuniger. Zweckmäßig setzt man zu der Magnesia enthaltenden Kautschukpaste eine Magnesiumchloridlösung.
  • Nach. dem erfindungsgemäßen Verfahren, bei dem Zement zu einer Emulsion zugesetzt wird, in der Kautschuk die kontinuierliche Phase bildet, werden die Zementteilchen vollständig mit Kautschuk bedeckt, was insbesondere z. B. für die Herstellung säurefester Futter von wesentlicher Bedeutung ist.
  • Es ist an sich bereits vorgeschlagen worden, eine wässerige Flüssigkeit in unvulkanisiertem Kautschuk aufzuteilen und Füllstoff zuzumischen, wobei jedoch eine Art künstlicher Latex hergestellt werden sollte, in welchem Wasser die kontinuierliche Phase bildete, , dem dann Zement zugesetzt werden könnte. Ein derartig hergestelltes Erzeugnis ist grundverschieden von der Kautschukmischung gemäß der Erfindung und keineswegs brauchbar für die noch weiter unten angeführten Zwecke der Erfindung.
  • Es ist ferner auch eine Komposition bekanntgeworden, die durch Zusatz einer Mischung aus Zement und Wasser zu einer Kautschuklösung hergestellt wird. Aber auch in diesem Falle bildet im Gegensatz zur Erfindung Wasser die kontinuierliche Phase, und die Komposition besteht lediglich aus Kautschukteilchen, die im Zement verteilt sind, während nach dem erfindungsgemäßen Verfahren trockener Zement zu einer Emulsion hinzugefügt wird, in der Kautschuk die kontinuierliche Phase bildet, so. daß die Zementteilchen im, Kautschuk verteilt sind.
  • Schließlich ist noch vorgeschlagen worden, das Wasser von gewöhnlicher Kautschukmilch durch Zusatz von wasserbindenden Stoffen einschließlich Zement in kolloidalem Zustand zu absorbieren, wonach die Masse gerinnt, so daß Kautschuk und das kolloidale Material zusammen niedergeschlagen werden. Auch von diesem bekannten Verfahren unterscheidet sich das vorliegende Verfahren grundsätzlich.
  • Die als Basis Kautschukmilch enthaltenden Kompositionen leiden unter dem Nachteil, daß sie einen verhältnismäßig geringen Prozentsatz Kautschuk enthalten, und auf Grund der Tatsache, daß die Kautschukmilch aus einer Aufteilung von Kautschuk in einer wässerigen Flüssigkeit besteht, werden die Teile zugefügter Füllstoffe, z. B. Zement, unvollständig durch den Kautschuk bedeckt, so daß eine solche Komposition nicht als säurebeständiges Material verwendet werden kann.
  • Im einzelnen ist zu dem Verfahren gemäß der Erfindung folgendes zu sagen: -Die wässerige Flüssigkeit kann in den Kautschuk durch Kneten mittels geeigneter Maschinen eingemischt werden, wobei das Material durch Hitze oder Hinzufügung eines geeigneten lösenden bzw. quellenden Mittels erweicht wird. Es ist im allgemeinen unnötig, ein eine Emulsion bildendes Mittel hinzuzufügen, wenn eine Emulsion aus rohem unbearbeitetem Kautschuk und Wasser (die im Rohkautschuk enthaltenen Eiweißstoffe reichen für diesen Zweck aus) hergestellt werden soll, jedoch ist es notwendig, wenn gewalzter Rohkautschuk mit andere Bestandteile enthaltenden Verbindungen emulgiert werden soll, ein eine Emulsion bildendes Mittel zuzusetzen, wie z. B. Seife, Seifenstoffe, Borax, Ammoniak und Soda, die für diesen Zweck geeignet sind.
  • Die Verteilung der wässerigen Flüssigkeit in der Kautschukmasse wird durch Hinzufügung eines harten, porösen, trägen Pulvers unterstützt, welches als zerreibendes Mittel wirkt. Vorzugsweise wird feiner Kohlenstaub (Flugstaub) von einem Generator einer Wassergasanlage benutzt. Die Gegenwart eines solchen Reibmittels gestattet es, die Menge der als Weichmachungsmittel benutzten Lösung zu verringern. Sobald die Emulgierung beendet ist, werden träge Füllstoffe. wie Kieselgur, pulverisierter Gips, Schwerspat, eingemischt und das Material in Platten ausgewalzt.
  • Durch den Zusatz fester Stoffe, die mit der vorhandenen wässerigen Flüssigkeit unter Bildung einer festen Masse reagieren, zur Kautschukemulsion ist es möglich, zementartige Kautschukmessen herzustellen.
  • Die Lösungsmittel zum Weichmachen des Kautschuks während der Bildung der Kautschukemulsion können die Bindung bzw. das Verfestigen "des zuletzt gebildeten Zements verzögern; es ist daher vorteilhaft, das Lösungsmittel durch Zusatz einer gewissen Menge eines geeigneten Harzes mit hohem Schmelzpunkt, z. B. synthetischen Harzes oder harten Bitumes, wieder zu entfernen. Diese harzigen und bituminösen Stoffe lösen sich in dem vorhandenen Lösungsmittel auf und bilden einen Klebstoff in der schließlich herzustellenden Zementmischung Die auf die vorbeschriebene vVeise hergestellten zementartigen Kautschukmassen bilden 'ein geeignetes Material für die Herstellung säurebeständiger Überzüge bzw. Futter für die Herstellung von Fußböden und Pflasterungen und eines überzugsmaterials für Straßen.
  • Wenn der Zement dem Angriff oxydierender Säuren oder Säureverbindungen widerstehen soll, muß ein Teil oder der ganze Kautschuk in Form von Guttapercha benutzt werden. Harze, Lacke und verschiedene Gummisorten können als Zusätze eingemischt werden.
  • Im folgenden sollen beispielsweise zwei Arten der Ausführung der Erfindung beschrieben werden: Beispiel I 6k- roher unbearbeiteter Kautschuk werden in kleine Stücke zerschnitten und durch eine geringe Menge (2,251) eines Lösungsmittels, wie Naphtha oder Petroleum, aufgeschwemmt und mit 3 kg feinem Koksstaub bzw. Flugstaub und o,2 kg pulverisiertem Harz geknetet. Sobald das Lösungsmittel das Harz oder Bitumen aufgelöst hat, werden 2 1 Wasser zusammen mit einem Emulgierungsmittel (z. B. o,r kg Schmierseife) und 2 kg Kaolin zugesetzt und das Kneten fortgesetzt, bis eine wässerige Gallerte bzw. dünne Creme gebildet ist.
  • Nunmehr werden ein Vulkanisationsmittel und träge Füllstoffe, wie Kieselgur oder Asbestfasern, zugesetzt. Die Mischung ist fest bzw. dauerhaft und kann bis zur Verwendung auf Lager gelegt werden.
  • Um den Zement zu bilden, wird die gallertartige Kautschukemulsion sorgfältig mit Portlandzement (z. B. 2 kg angemachtem Zement) zusammen mit trägen Füllstoffen, wie Sandy feiner Kohle bzw. Koksstaub, Kieselgur oder Asbestfasern (z. B. 2 kg Kieselger, o,5 kg Kohlenruß und z kg Schwefel), geknetet, und alsdann wird mit der Zementmischung ein kräftiges Beschleunigungsmittel, wie Zinkisopropylxanthogenat (z. B. 0,04 kg). gemischt.
  • Mit dieser Mischung kann man nun vor Korrosion zu schützende Flächen überziehen. Das Material kann nach Art der Pflasterung oder Zementierung mittels Maurerkellen, Putzwerkzeugen und Formwerkzeugen verwendet werden. Im Laufe von zwei oder drei Tagen verfestigt sich die Masse zu einer harten bzw. annähernd harten Masse, die nicht bricht bzw. spaltet und der Einwirkung wässeriger Salzsäure und ähnlicher Säuren widersteht.
  • Beispiel II io kg Rohkautschuk oder irgendeine geeignete ungeschwefelte.Kautschukmischung wird mit einer geringen Menge (i 1) Solventnaphtha aufgeschwemmt und in einer Knetmaschine zu einer weichen Paste gemischt. Pulverige Bestandteile, wie Schwefel (i kg), Titanoxyd (6 kg), Schwerspat (2 kg) und faustische Magnesia (i kg), werden alsdann zugesetzt und .das Kneten fortgesetzt, bis die Mischung einen teigartigen. Charakter angenommen .hat. Nach gründlichem Durchmischen wird Magnesiuinchlorid (i1/21cg) in Form einer Lösung (32° Twadell) langsam zugesetzt und bildet eine weiche Emulsion, wobei sich aus Magnesiumchlorid und denn bereits zugesetzten Magnesiumoxyd Magnesiurrioxychlo.rid bildet. Diese Mischurig, welche nun eine mehr öder wenig weiche Paste bildet, wird auf die Oberfläche von Tanks oder anderen Behältern, die geschützt werden sollen, mittels Putzwerkzeugen oder Kellen aufgetragen und :erhärtet in wenigen Stunden und bildet einen säurebeständigen Überzug.
  • Die Bestandteile Titanoxyd, Schwerspat usw. können durch ein anderes Füllmaterial bzw. Bitumenmasse und Harz ersetzt werden, um verschiedene Ergebnisse zu erhalten. Wenn Kessel überzogen werden sollen, die der Wirkung von Säuren bei hohen Temperaturen widerstehen sollen, können Bitumen und andere Harze, die einen niedrigeren Schmelzpunkt haben als die Temperatur, bei der der Kessel benutzt werden soll, nicht verwendet werden.
  • Die Menge des Magnesiumoxyds und -chlorids richtet sich danach, ob die Mischung sogleich verwendet werden oder einige Zeit aufbewahrt werden soll. Je größer die zugesetzte Zementmenge ist, um so schneller verfestigt sich die Mischung. Die Bindezeit ist natürlich ein wesentlicher Faktor für die Verwendung des Zements in der Praxis.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen aus künstlichen wässerigen Kautschukdispersionen, dadurch. gekennzeichnet, daß man eine künstliche Kautschukdispersion, iri der Kautschuk die kontinuierliche Phase bildet, mit einer wasserbindenden Substanz mischt bzw. die- wasserbindende Substanz in der Kautschukdispersion entstehen läßt.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung einer Kautschukmischung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man zu der künstlichen Kautschukdispersion ein Vulkanisationsmittel und zu dem Zement vor dem Einmischen in die Kautschukdispersion einen Ultrabeschleuniger setzt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man zu der Magnesia enthaltenden Kautschukpaste eine Magnesiumchloridlösung setzt.
DE1930587239D 1929-09-05 1930-08-28 Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen aus kuenstlichen waesserigen Kautschukdispersionen Expired DE587239C (de)

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