DE936749C - Verfahren zur Herstellung von 4-Methyluracilabkoemmlingen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Methyluracilabkoemmlingen

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DE936749C
DE936749C DED15217A DED0015217A DE936749C DE 936749 C DE936749 C DE 936749C DE D15217 A DED15217 A DE D15217A DE D0015217 A DED0015217 A DE D0015217A DE 936749 C DE936749 C DE 936749C
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oxazinedione
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DED15217A
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Richard Norman Lacey
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Distillers Co Ltd
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Distillers Co Ltd
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/02Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D239/24Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D239/28Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D239/46Two or more oxygen, sulphur or nitrogen atoms
    • C07D239/52Two oxygen atoms
    • C07D239/54Two oxygen atoms as doubly bound oxygen atoms or as unsubstituted hydroxy radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 4-Methyluracilabkömmlingen Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 4-Methyluracilen aus leicht zugänglichen Ausgangsstoffen. Sie finden Anwendung auf dem pharmazeutischen Gebiet.
  • Das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß man Diketen mit einem Isothioharnstoff der allgemeinen Zusammensetzung worin R1 einen Alkyl- oder Aralkylrest und R2 und R3 einen Alkyl-, Aralkyl- oder Arylrest bedeuten, zweckmäßig in einem indifferenten Lösungsmittel, das die Ausgangsverbindungen zu lösen imstande ist, und vorzugsweise bei einer Temperatur von q.o bis 2oo°, besonders etwa zoo°, umsetzt, das so entstandene 2-Iminooxazinonderivat mit einer wäßrigen Mineralsäure, besonders 2- bis 4ogewichtsprozentiger Salzsäure oder Schwefelsäure, und vorzugsweise bei erhöhter Temperatur behandelt und aus dem so erhaltenen, einen Oxazindion- oder 4.-Methyluracilabkömmling bzw. ein Gemisch beider enthaltenden Reaktionsgemisch das 4-Methyluracilderivat isoliert und bzw. oder den Oxazindionabkömmling durch Behandeln mit einer Aminoverbindung der allgemeinen Formel R-NH2 worin R ein Wasserstoffatom, eine Alkyl- oder Aralkylgruppe bedeutet, zweckmäßig in einem geeigneten Verdünnungsmittel in das 4-Methyluracilderivat überführt. Die obigen chemischen Reaktionen verlaufen anscheinend nach folgenden Gleichungen, in welchen In diesen Formeln bedeuten R eine Alkyl- oder Aralkylgruppe oder ein Wasserstoffatom und R2 und R3 eine A1ky1-, Aralkyl- oder Arylgruppe.
  • Die erste Stufe des Verfahrens, welche durch die Einwirkung von Diketen auf einen Isothioharnstoff gekennzeichnet ist, wird vorzugsweise in einem indifferenten Verdünnungsmittel vorgenommen, das ein Lösungsmittel für die Ausgangsstoffe ist. Hierfür geeignete Lösungsmittel umfassen die gebräuchlichen organischen Lösungsmittel mit Ausnahme derer, die reaktionsfähige Gruppen, wie Hydroxyl-, Amino- oder Merkaptangruppen, enthalten. Beispielsweise lassen sich flüssige Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, oder chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie Tetrachlorkohlenstoff, Ketone, wie Methylisobutyllketon, Äther, wie Diisopropyläther, und Ester, wie Butylacetat, verwenden. Die Temperaturen sind nicht ausschlaggebend und können zwischen 4o und 2oo°, vorteilhaft bei ungefähr ioo°, liegen. Die Einwirkung geht heftig vonstatten, so daß gegebenenfalls Kühlung erforderlich ist. Die Reaktion wird zweckmäßig bei dem Siedepunkt der benutzten Verdünnungsmittel ausgeführt, wobei die Reaktionswärme dazu dient, die für die Verdampfung des Lösungsmittels erforderliche latente Wärme zu liefern und dadurch Wärmestauungen vermieden werden. Die in derartigen Fällen ausgewählten Lösungsmittel sollten daher Siedepunkte besitzen, welche in der Nähe der Temperatur liegen, bei der man die Reaktion durchzuführen wünscht. Die Reihenfolge und die Art und Weise, in der die Reaktionsteilnehmer miteinander gemischt werden, sind ebenfalls nicht ausschlaggebend. Es ist jedoch häufig empfehlenswert, das Diketen langsam den anderen Bestandteilen des Reaktionsgemisches zuzusetzen, was die Steuerung des Reaktionsablaufs erleichtert.
  • Die entstandenen substituierten Oxazinone können auf irgendeine geeignete Weise, z. B. durch Abdampfen des verdünnenden Mediums und Vakuumdestillation des Rückstandes, gewonnen werden. die Reaktionsteilnehmer und die Reaktionsprodukte durch ihre Strukturformeln wiedergegeben sind: Die zweite, in der Einwirkung von einer wäßrigen Mineralsäure auf das Oxazinon bestehende Stufe des Verfahrens kann durch direkte Hydrolyse der Iminogruppe in der 2-Stellung des Moleküls zu einem Oxazindion und gleichzeitige Umlagerung zu einem 4-Methyluracilabkömmling führen. Das Ausmaß, in dem eines dieser beiden Produkte gebildet wird, hängt weitgehend von der Natur der Substituentengruppen R und auch von den Bedingungen ab, unter denen die wäßrige Minerälsäure einwirkt. In einigen Fällen, z. B. bei der Reaktion von 3-Benzyl-2, 3-dihydro-6-methyl-2-phenylimino-i, 3 (4)-oxazin-4-onmit verdünnter Salzsäure von einer Konzentration von 5 bis io Gewichtsprozent unter Rückfluß ist das 3-Methyluracilderivat das Hauptprodukt, und es entstehen nur geringe Mengen des Oxazindions. In anderen Fällen jedoch, beispielsweise bei der Reaktion von 2, 3-Dihydro-3, 6-dimethyl-2-phenylimino-i, 3(4)-oxazin-4-on mit Salzsäure von io Gewichtsprozent unter Rückfluß, ist das Oxazindion das wesentliche Erzeugnis. Die Temperatur, bei welcher dieser Schritt durchgeführt wird, sowie die Konzentration und die Auswahl der Säure hängen daher in gewissem Grade von der Natur der Substituenten des Oxazinons ab. In manchen Fällen ist es technisch vorteilhafter, einen bestimmten Substituenten in das Molekül des 4-Methyluracils mit Hilfe der für die Endstufe benutzten Aminoverbindung einzuführen als durch die Vermittlung des für die erste Stufe als Ausgangsstoff verwendeten Isothioharnstoffs. In einem derartigen Falle wird man die zweite Stufe absichtlich so leiten, daß das Oxazindion als Hauptprodukt entsteht. Diese zweite Stufe kann derart ausgeführt werden, daß man eine beliebige Mineralsäure, wie Salzsäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure, in wäßriger Lösung, vorzugsweise bei erhöhten Temperaturen, z. B. bei 5o bis i50°, verwendet. Die Rückflußtemperatur des Genfisches bei Atmosphärendruck ist eine sehr geeignete Temperatur. Sowohl Salzsäure wie Schwefelsäure geben gute Resultate, wenn die wäßrige Säurelösung eine Konzentration von 2 bis 4o Gewichtsprozent besitzt. Diese Säuren werden für die Hydrolyse wegen ihrer leichten Zugänglichkeit bevorzugt. Das Oxazindion fällt beim Abkühlen aus und läßt sich aus einem geeigneten Lösungsmittel, -wie Petroläther, umkristallisieren.
  • Die dritte Stufe, die die Reaktion des als Zwischenprodukt anfallenden Oxazindions mit einer Aminoverbindung betrifft, wird vorzugsweise in einem Verdünnungsmittel vorgenommen, das ein Lösungsmittel sowohl für das Oxazindion als auch für die Aminoverbindung ist. Die Benutzung eines solchen Lösungsmittels ist meistens dann unumgänglich notwendig, wenn die Aminoverbindung unter gewöhnlichen Umständen gasförmig ist. Geeignete Verdünnungsmittel sind Wasser und niedrigmolekulare aliphatische Alkohole, wie Methylalkohol, Äthylalkohol, Isopropylalkohol, tertiärer Butylalkohol und 2-Pentanol. Die Temperaturen, bei welchen die Umsetzung durchgeführt werden kann, sind nicht ausschlaggebend, vorausgesetzt, daß im Falle eines normalerweise gasförmigen Amins ungebührliche Verluste dieses Bestandteiles dadurch verringert werden, daß man allzu hohe Temperaturen vermeidet. Die Umsetzung verläuft glatt bei Zimmertemperatur, z. B. 15 bis 30°, und die Anwendung erheblich höherer oder niedrigerer Temperaturen als diese bietet keinen besonderen Vorteil.
  • Als Ausgangsstoffe für die erste Stufe sollen N, N1, S-Trimethylisothiohamstoff, N, Nl-Diäthyl-S-methylisothioharnstoff, S-Methyl-N, Nl-diphenylisothioharnstoff, S-Äthyl-N, Nl-diphenylisothioharnstoff, S-Benzyl-N, N 1-diphenylisothiohamstoff, N-S-Dimethyl-Nl-phenylisothioharnstoff, S-Äthyl-N-methyl-Nl-phenylisothioharnstoff, N, Nl-Dibenzyl-S-octylisothioharnstoff, N, Nl-Dioctyl-S-(ß-phenyläthyl)-isothiohamstoff, N-Äthyl-S-methyl-Nl-naphthylisothioharnstoff und N-Benzyl-S-methyl-Nl-phenylisothioharnstoff genannt werden. Diese Ausgangsstoffe lassen sich durch Umsetzung der entsprechenden substituierten Thioharnstoffe mit Alkyljodid, -bromid, -chlorid oder -sulfat nach der allgemeinen, in Gilman, Organic Chemistry, Bd. I (i942), S. 841, beschriebenen Methode darstellen. Die für die dritte Stufe geeigneten Aminoverbindungen sind z. B. Alkylamine, wieMethylamin, Äthylamin, Isopropylamin, n-Octylamin, Aralkylamine, z. B. Benzylamin und ß-Phenyläthylamin, und auch Ammoniak.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten 4-Methyluracileabkömmlinge lassen sich durch einfaches Abdampfen des Umsetzungsgemisches und Abtrennung des kristallinischen Materials, z. B. durch Filtrieren mit nachfolgendem Umkristallisieren, gewinnen.
  • Die folgenden Beispiele, in welchen die Gewichtsteile zu den Raumteilen im gleichen Verhältnis zueinander stehen wie Gramm zu Kubikzentimeter, sollen zur Erläuterung der praktischen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dienen. Beispiel i Erste Stufe 44 Gewichtsteile N, Nl-Diäthyl-S-methylisothioharnstoff, welcher aus Diäthylisothioharnstoff und Methyljodid hergestellt worden war, wurden in 5o Raumteilen Benzol aufgelöst, und das Gemisch wurde am Rückflußkühler erhitzt, wobei innerhalb 1/2 Stunde 26 Gewichtsteile Diketen (g7gewichtsprozentig) zugesetzt wurden. Nach weiterem halbstündigem Erhitzen unter Rückfluß wurde das Benzol abgedampft, wobei 55 Gewichtsteile eines Öles anfielen, welche bei der Destillation im Vakuum das reine 3-Äthyl-2-äthylimino-2, 3-dihydro-6-methyl-i, 3(4)-oxazin-4-on als ein gelbes Öl mit dem Siedepunkt go bis g3° bei i mm Quecksilbersäule ergaben. Dies erstarrte nachträglich zu einer bei 30° schmelzenden festen Masse im Gewicht von 42,1 Gewichtsteilen. Die Analyse stimmte ungefähr auf die Formel C9H1402N2* Zweite Stufe 2,3 Gewichtsteile des wie oben beschrieben hergestellten Iminooxazinons wurden mit einem aus i Raumteil konzentrierter Salzsäure und io Raumteilen Wasser bestehenden Gemisch 15 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Das Öl löste sich rasch in der heißen Säure; nach wenigen Minuten schied sich aber ein neues Öl ab. Beim Abkühlen fielen i,r Gewichtsteile einer weißen festen Masse aus, die beim Umkristallisieren aus Petroläther bei 69 bis 70° schmelzendes 3-Äthyl-2, 3-dihydro-6-methyl-i, 3(4)-oxazin-2, 4-dion lieferte. Die Analyse stimmte ungefähr auf die Formel C,H903N. Zusatz von Alkali zu dem wäßrigen Filtrat ergab eine flüchtige Base, welche sich als Äthylamin herausstellte.
  • Die Hydrolyse wurde auch unter Anwendung einer gleichwertigen Menge Schwefelsäure an Stelle der Salzsäure durchgeführt, wobei ein ähnliches Ergebnis erhalten wurde. Dritte Stufe a) o,i Gewichtsteil 3-Äthyl-2, 3-dihydro-6-methyli, 3(4)-oxazin-2, 4-dion wurde mit io Raumteilen einer wäßrigen Ammoniaklösung vom spezifischen Gewicht o,88o behandelt und das Gemisch darauf abgedampft, wobei Kristalle von i-Äthyl-4-methyluracil mit dem Schmelzpunkt 2o6° anfielen.
  • b) Das obige Beispiel wurde unter Anwendung einer 4oprozentigen Äthylaminlösung anstatt des wäßrigen Ammoniaks wiederholt. i 3-Diäthyl-4-methyluracil wurde als ein Öl abgeschieden, welches aus Äther in Platten mit dem Schmelzpunkt 5o bis 5i° kristallisierte. Beispiel 2 Erste Stufe 24,2 Gewichtsteile S-Methyl-N, Nl-diphenylisothioharnstoff, der aus Diphenylthioharnstoff und Methyljodid dargestellt worden war, wurde in ioo Raumteilen Benzol gelöst, und das Gemisch wurde unter Rückfluß erhitzt, während 8,4 Gewichtsteile Diketen (98prozentig) innerhalb 1/2 Stunde zugegeben wurden. Nach fünfstündigem weiterem Erhitzen am Rückflußkühler wurde das Gemisch filtriert, um kleine Mengen unlöslichen Materials zu entfernen, und dann abgekühlt. Hierbei fielen 18,9 Gewichtsteile einer weißen festen Masse, welche bei i8o° schmolz, an. Umkristallisieren aus Äthylacetat ergab 2, 3-Dihydro-6-methyl-3-phenyl-2-phenylimino-I, 3 (4)-oxazin-4-on als Prismen mit Schmelzpunkt 184 bis z85°. Die Analyse stimmte ungefähr mit derFormel C"H"02Na überein.
  • Ein ähnliches Vorgehen unter Verwendung von S-Äthyl-N, Ni-diphenylisothioharnstoff lieferte das gleiche Produkt in etwas geringerer Ausbeute.
  • Zweite Stufe 2 Gewichtsteile des wie oben beschrieben dargestellten Iniinooxazinons wurden mit Salzsäure der gleichen Konzentration, wie in Beispiel i verwendet, 2o Minuten am Rückflußkühler erhitzt. Beim Abkühlen erhielt man 1,3 Gewichtsteile eines festen Körpers, der aus Methylalkohol umkristallisiert 2, 3-Dihydro-6-methyl-3-phenyl-i, 3 (4)-oxazin-2, 4-dion in bei i7o° schmelzenden Nadeln ergab. Die Analyse stimmte mit der Formel C1iH903N überein.
  • Dritte Stufe o,i Gewichtsteil dieses 2,3-Dihydro-6-methyl-3-phenyl-i, 3(4)-oxazin-2, 4-dions wurde mit io Raumteilen einer 4oprozentigen wäßrigen Methylaminlösung erwärmt, in welcher es sich schnell auflöste. Beim Eindampfen erhielt man bei 2io° schmelzende Kristalle von 3, 4-Dimethyl-i-phenyluracil. Die Identität wurde durch, Vergleich mit einer Originalprobe und Bestimmung des Schmelzpunktes eines Gemisches festgestellt.
  • Beispiel 3 Erste Stufe 34,5 Gewichtsteile N, S-Dimethyl-Nl-phenylisothioharnstoff wurden in 50 Raumteilen Benzol aufgelöst, und die Lösung wurde unter Rückfluß %Stunde erhitzt, während welcher Zeit 16,5 Gewichtsteile Diketen (g8gewichtsprozentig) zugesetzt wurden. Nach weiterem dreistündigem Erhitzeri am Rückflußkühler wurde das Produkt eingedampft, wobei 42 Gewichtsteile eines Öles anfielen, welche beim Anrühren mit einem Äther-Petroläther-Gemisch 35 Gewichtsteile eines schwachbraun gefärbten festen Körpers lieferte. Durch Umkristallisieren aus wäßrigem Methylalkohol erhielt man 2, 3-Dihydro-3, 6-dimethyl-2-phenylimino-I, 3(4)-oxazin-4-on vom Schmelzpunkt 69 bis 7o°. Die Analyse stimmte ungefähr mit der Formel C"H"02N2 überein.
  • Zweite Stufe i Gewichtsteil des wie oben beschrieben dargestellten Iminooxazinons wurde mit einem Gemisch von i Raumteil konzentrierter Salzsäure und io Raumteilen Wasser 2o Minuten am Rückflußkühler erhitzt. Extraktion des Reaktionsgemisches mit Chloroform mit nachfolgender Extraktion der gewonnenen festen Substanz mit heißem Methylalkohol ergab in geringer Menge einen Rückstand von i, 4-Dimethyl-3-phenyluracil, dessen Analyse ungefähr mit der Formel C"H"02N2 übereinstimmte und welches nach dem Umkristallisieren aus Wasser den Schmelzpunkt 300 bis 302° besaß. Gleichzeitig wurde eine größere Menge des 2, 3-Dihydro-3, 6-dimethyl-i, 3 (4)-oxazin-2, 4-dions in Gestalt von Nadeln erhalten, welche einen Schmelzpunkt von io8 bis io9° hatten. Die Analyse stimmte ungefähr mit der Formel C1H706N überein.
  • Eine Wiederholung der oben geschilderten Hydrolyse unter Anwendung eines Gemisches von 4 Raumteilen konzentrierter Salzsäure und io Raumteilen Wasser auf io Gewichtsteile des Iminooxazinons lieferte o,28 Gewichtsteile des Uracils und 5,63 Gewichtsteile des Oxazindions.
  • Dritte Stufe a) o,2 Gewichtsteile 2, 3-Dihydro-3, 6-dimethyl-I, 3(4)-oxazin-2, 4-dion wurden mit io Raumteilen einer wäßrigen Ammoniäklösung (spezifisches Gewicht o,88o) erwärmt, und das Reaktionsgemisch wurde auf ein geringes Volumen eingedampft, wobei ein fester weißer Körper vom Schmelzpunkt 274° anfiel. Die Identität dieses Körpers wurde durch Bestimmung des Schmelzpunktes seiner Mischung mit einem authentischen Muster des i, 4-Dimethyluracils nachgeprüft.
  • b) o,i Gewichtsteil 2, 3-Dihydro-3, 6-dimethyl-I, -3(4)-oxazin-2, 4-dion wurde mit 5 Raumteilen einer 4oprozentigen wäßrigen Methylaminlösung erwärmt. Beim Eindampfen bis zur Trockene erhielt man Nadeln vom Schmelzpunkt iio°. Die Identität dieses Körpers wurde durch seinen Mischschmelzpunkt mit einem authentischen Muster von i, 3, 4-Trimethyluracil nachgeprüft.
  • c) 1,4 Gewichtsteile des obigen Oxazindions wurden am Rückflußkühler mit 1,2 Gewichtsteilen Benzylamin in io Raumteilen Benzol 2 Stunden erhitzt. Beim nachfolgenden Abdampfen des Lösungsmittels und Kristallisieren des Produktes aus Äther wurden o,85 Gewichtsteile 3-Benzyl-i, 4-dirnethyluracil mit Schmelzpunkt 82 bis 83° erhalten.
  • Beispiel 4 Erste Stufe 17,7 Raumteile Diketen (g5gewichtsprozentig) wurden innerhalb i/2 Stunde einer siedenden Lösung von 51 Gewichtsteilen N-Benzyl-Nl-phenyl-S-methylisothioharnstoff in 5o Raumteilen Äthylendichlorid unter Umrühren zugesetzt, und das Gemisch wurde 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt, wobei Methylmercaptan entwickelt wurde. Entfernung desLösungsmittels ergab ein dunkles, erstarrendes Öl. Kristallisieren aus wäßrigem Methylalkohol lieferte das 3-Benzyl-2, 3 - dihydro - 6 - methyl- 2-phenylimino-i, 3(4)-oxazin-4-on in einer Ausbeute von 45 Gewichtsteilen als Nadeln vom Schmelzpunkt 77° (77 °/o der Theorie).
  • Zweite Stufe Hydrolyse von 5 Gewichtsteilen des obigen Produktes mit siedender konzentrierter Salzsäure (io Raumteile) während i/, Stunde ergab i,i Gewichtsteile 3-Benzyl-2, 3-dihydro-6-methyl-i, 3(4)-oxazin-2, 4-dion, welche aus einem Gemisch von Äther und Petroläther kristallisiert Prismen mit Schmelzpunkt 93° undaußerdemi,4 Gewichtsteilei-Benzyl-4-methyl-3-phenyluracil lieferte. Das letztere kristallisierte aus Äthylalkohol in Nadeln vom Schmelzpunkt 226 bis 227°. Wiederholung der obigen Hydrolyse mit weniger Salzsäure (2 Raumteilen) und unter Zusatz von io Raumteilen Wasser ergab 0,36 Gewichtsteile des Oxazindions und 2,55 Gewichtsteile des Uracils. Trennung der beiden Produkte wurde durch Extrahieren des Oxazindions mit heißem Wasser bewirkt. Dritte Stufe a) Das oben beschriebene Oxazindion wurde in einer Menge von o,i Gewichtsteil mit 3 Raumteilen Ammoniumhydroxyd (spezifisches Gewicht o,88o) io Minuten gekocht. Beim folgenden Eindampfen schieden sich bei i98° schmelzende Platten des i-Benzyl-4-methyluracils ab.
  • b) Eine ähnliche Behandlung unter Anwendung von 3 Raumteilen einer 3oprozentigen Lösung von Methylamin ergab i-Benzyl-3, 4-dimethyluracil vom Schmelzpunkt 166 bis i67°.
  • Beispiel 5 Erste Stufe Eine Lösung von 63,1 Gewichtsteilen S-Benzyldiphenylisothioharnstoff in ioo Raumteilen Toluol wurde unter Umrühren und Rückfluß mit 17,3 Gewichtsteilen Diketen behandelt. Nach 4stündigem Sieden, währenddem a-Tolylmercaptan entwickelt wurde, wurde das Lösungsmittel entfernt. Es fiel ein Öl an, welches beim Anreiben mit Benzol 2o Gewichtsteile 2, 3-Dihydro-6-methyl-3-phenyl-2-phenylimino-i, 3(4)-oxazin-4 an in einer Ausbeute von 36 O/, ergab. Die Weiterverarbeitung des so hergestellten Produktes kann, wie in der zweiten und dritten Stufe des Beispiels 2 beschrieben, erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 4-Methyluracilabkömmlingen, dadurch, gekennzeichnet, daß man Diketen mit einem Isothioharnstoff der allgemeinen Zusammensetzung worin R1 einen Alkyl- oder Aralkylrest und R2 und R3 einen Alkyl-, Aralkyl- oder Arylrest bedeuten, zweckmäßig in einemindifferentenLösungsmittel, das die Ausgangsverbindungen zu lösen imstande ist und vorzugsweise bei einer Temperatur von 4o bis 2oo°, besonders etwa ioo°, umsetzt, das so entstandene 2-Ininooxazinonderivat mit einer wäßrigen Mineralsäure, besonders 2- bis 4ogewichtsprozentiger Salzsäure oder Schwefelsäure, und vorzugsweise bei erhöhter Temperatur behandelt und aus dem so erhaltenen einen Oxazindion- oder 4-Methyluracilabkömmling bzw. ein Gemisch beider enthaltenden Reaktionsgemisch das 4-Methyluracilderivat isoliert und bzw. oder den Oxazindionabkömmling durch Behandeln mit einer Aminoverbindung der allgemeinen Formel R-NH2 worin R ein Wasserstoffatom, eine Alkyl- oder Aralkylgruppe bedeutet, zweckmäßig in einem geeigneten Verdünnungsmittel in das 4-Methyluracilderivat überführt.
DED15217A 1952-06-10 1953-06-09 Verfahren zur Herstellung von 4-Methyluracilabkoemmlingen Expired DE936749C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1210864B (de) * 1961-10-21 1966-02-17 Technochemie G M B H Verfahren Verfahren zur Herstellung von 4-Methyluracil

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DE1210864B (de) * 1961-10-21 1966-02-17 Technochemie G M B H Verfahren Verfahren zur Herstellung von 4-Methyluracil

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