DE934399C - Bolzensetzgeraet zum Einschiessen von Bolzen unter Wasser - Google Patents

Bolzensetzgeraet zum Einschiessen von Bolzen unter Wasser

Info

Publication number
DE934399C
DE934399C DEH13904A DEH0013904A DE934399C DE 934399 C DE934399 C DE 934399C DE H13904 A DEH13904 A DE H13904A DE H0013904 A DEH0013904 A DE H0013904A DE 934399 C DE934399 C DE 934399C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bolt
barrel
tool according
compressed gas
firing tool
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH13904A
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Fassbender
Ernst Genter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HOLZ ELEKTRO FEINMECHANIK
Original Assignee
HOLZ ELEKTRO FEINMECHANIK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HOLZ ELEKTRO FEINMECHANIK filed Critical HOLZ ELEKTRO FEINMECHANIK
Priority to DEH13904A priority Critical patent/DE934399C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE934399C publication Critical patent/DE934399C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25CHAND-HELD NAILING OR STAPLING TOOLS; MANUALLY OPERATED PORTABLE STAPLING TOOLS
    • B25C1/00Hand-held nailing tools; Nail feeding devices
    • B25C1/08Hand-held nailing tools; Nail feeding devices operated by combustion pressure
    • B25C1/10Hand-held nailing tools; Nail feeding devices operated by combustion pressure generated by detonation of a cartridge
    • B25C1/18Details and accessories, e.g. splinter guards, spall minimisers
    • B25C1/188Arrangements at the forward end of the barrel, e.g. splinter guards, spall minimisers, safety arrangements, silencers, bolt retainers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Bolzensetzgerät zum Einschießen von Bolzen unter Wasser Pulverkraftbetriebene Werkzeuge sind für alle Zweige der Technik bekannt. Die Anwendung solcher Werkzeuge unter Wasser wurde aber bisher nur in einem sehr geringen Umfang erschlossen, da den besonderen Erfordernissen, nämlich dem Abdichten der Treibladung und dem Fernhalten von Wasser im Lauf, nur mit großem Aufwand Rechnung getragen werden konnte.
  • Wenn beim Schießen der gesamte Lauf mit Wasser angefüllt ist, muß die Treibladung nicht nur den Bolzen, sondern auch die vor ihm liegende, in den Lauf eingedrungene Wassersäule beschleunigen. Wegen der Inkompressibilität des Wassers tritt insbesondere bei größeren Kalibern ein sehr starker Rückstoß auf, der das Arbeiten für den Taucher sehr erschweren oder unmöglich machen kann. Außerdem wird infolge der an der Wassersäule aufzubringenden Beschleunigungsarbeit die Treibladung nur zu einem wesentlich geringeren Teil für die Beschleunigung des Bolzens ausgenutzt, so daß nur geringere Eindringtiefen des Bolzens erzielt werden können oder aber die Treibladung verstärkt werden muß. Eine übergroße Treibladung bedingt aber wieder einen größeren Rückschlag, einen Mehrverbrauch an Pulver, eine Vergrößerung des Rückschlages und dickwandigere Läufe.
  • Um diesen Schwierigkeiten zu begegenen, ist es bereits bekannt; zwischen der Laufmündung und einem besonderen Mündungsstück eine Abdichtungsscheibe einzulegen, die von dem Bolzen durchschossen wird. Der Nachteil solcher Vorrichtungen besteht darin, daß der Ladevorgang umständlich ist, nach jedem Schuß eine neue Scheibe eingelegt werden muß und darüber hinaus das Laden nur über Wasser geschehen kann. Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, das Bolzenschießgerät mit einer besonderen .Vorrichtung zu versehen, die mittels Druckgas erst unmittelbar vor dem Schuß das in den Lauf eingedrungene Wasser herausbefördert.
  • Gemäß einer Ausführung der Erfindung ist die#Mündung des Laufes seitlich angebohrt und von einer an eine Gasdruckleitung angeschlossenen Kammer umgeben, die nach Art einer Strahlpumpe das Wasser aus dem Lauf heraussaugt. Zur Unterstützung dieser Strahlpumpenwirkung kann auch in der Nähe der Mündungsebene eine weitere Ringdüse für das Druckgas angeordnet sein, aus der das Druckgas in radialer Richtung nach außen ausgeblasen werden kann, um das die Vorrichtung umgebende Wasser zu verdrängen.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Er-. findung wird vorgeschlagen, das Vertreiben des ein-. gedrungenen Wassers aus dem Lauf dadurch zu bewirken, daß an einer weiter rückwärts gelegenen Stelle des Laufs in der Nähe des eingesetzten Bolzens durch eine Kapillare Druckgas eingeblasen wird. Diese Kapillare kann über einen in die Laufwandung eingeschraubten Anschlußnippel mit der Gasquelle verbunden werden und gegebenenfalls ein Rückschlagventil erhalten. Vorzugsweise kann auch auf das Rückschlagventil verzichtet werden, wenn die Kapillare eng genug ist und der durch sie hervorgerufene Gasdruckverlust beim Schuß in erträglichen Grenzen bleibt.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen in den beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
  • Fig. i zeigt das- vordere Laufende eines Bolzenschießgerätes, welches erfindungsgemäß mit einer Druckgaskammer umgeben ist.
  • Fig. 2 zeigt eine ähnliche Vorrichtung wie Fig. x, bei der die Splitterschutzkappe als Düsenkammer umgestaltet ist.
  • Fig.3 zeigt das hintere Laufende eines Bolzenschießgerätes mit einem Druckluftanschluß entsprechend einer anderen Ausführungsform der Erfindung.
  • In Fig. i ist der Lauf z eines Bolzenschießgerätes in der Nähe seiner Mündung mit radialen Schlitzen 2 und Bohrungen 3 versehen. Mit Hilfe von Madenschrauben q. ist auf das vordere Ende des Laufes i eine im wesentlichen zylindrische Kammer 5 aufgesetzt, die an ihrer Stirnwand bis auf eine Ausschußöffnung 6 verschlossen ist. An der Ausschußöffnung 6 der Kammer 5 sind in ähnlicher Weise wie am Lauf i radiale Schlitze 22 für den Gasabzug vorgesehen. Die Kammer 5 ist von zwei Ringleitungen 7 und 8 umgeben, welche an eine gemeinsame Druckgasleitung g angeschlossen sind. Die Rohrleitung. 7 mündet an mehreren Stellen radial in den zwischen der Kammer 5 und dem Lauf i verbleibenden Ringraum =o. Die Ringleitung 8 ist längs ihres Umfangs mit Gasaustrittslöchern =i versehen, die radial nach außen, jedoch vorzugsweise etwas in Schußrichtung gegenüber der Einschußebene geneigt sind.
  • Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Das Laden erfolgt unter Wasser mit besonderen gegen das Eindringen von Nässe .geschützten Kartuschen. Das Gerät wird in Scliußposition gebracht und aus einem besonderen Druckgasbehälter in die Leitung g Dtuckgas eingeblasen. Dieses Druckgas bewirkt einmal, daß das umgebende Wasser durch die Ausströmöffnungen =i von der Mündung des Werkzeuges fortgedrückt wird, und zum anderen, daß infolge der Öffnungen 2 und 3 das in den Lauf eingedrungene Wasser aus der Vorrichtung herausgesaugt wird. Beim Schußvorgang braucht dann keine zusätzliche Wassersäule im Lauf mehr mitbeschleunigt zu werden, und der Schußvorgang verläuft im wesentlichen wie beim Schießen über Wasser.
  • Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der in bekannter Weise der Lauf i an seinem Mündungsende von einer Splitterschutzkappe 12 umgeben ist. Die Laufmündung ist wie bei der Ausführung nach Fig, i in gleicher Weise mit radialen Schlitzen 2 und Bohrungen 3 versehen. Durch eine Bohrung 13 der Splitterschutzkappe wird über eine Druckgasleitung g und einen Einschraubnippel =q. 'Druckgas in den zwischen der Einschußfläche und der Splitterschutzkappe verbleibenden Raum 15 eingeblasen. Die Stirnwand der Splitterschutzkappe 12 ist an ihrem Umfang mit radialen Rinnen 16 versehen, die entsprechend den Ringleitungsöffnungen =i der Fig. i das die Vorrichtung umgebende Wasser verdrängen.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist der Lauf an seinem hinteren Ende in der Nähe des eingesetzten Bolzens 17 finit einer Kapillare" 18 durchbohrt. Die Kapillare x8 erweitert sich nach außen hin in ein Schraubgewinde =g, in das ein Anschlußnippel 2o für die Druckleitung eingeschraubt werden kann. Um beim Schußvorgang dem Nippel 2o gegenüber der den Lauf umgebenden Hülse eine Bewegungsmöglichkeit zu geben,- ist die letztere mit einem Schlitz 21 versehen. ' Bei dieser Ausführungsform wird vor dem Schußvorgang über die Rohrleitung g und die Kapillare 18 Druckgas in den Lauf eingeblasen, der die vor dem Bolzen befindliche Wassersäule aus der Laufmündung heraustreibt. Auch hierdurch wird eine zusätzliche Beschleunigungsarbeit--der Wassersäule durch die Pulvergase vermieden.
  • Um einen Druckverlust der Treibgase an der Kapillare 18 zu verhindern, kann in den Nippel 2o ein Rückschlagventil eingebaut sein. Wenn jedoch der Druckverlust, insbesondere bei sehr enger Kapillare, in erträglichen Grenzen bleibt, kann auf das Rückschlagventil verzichtet werden.
  • Es kann sich auch z. B. die Kapillare 18 über die ganze Laufwand erstrecken, und ihre nach außen gelegene Öffnung kann über ein aufgepreßtes Dichtmundstück mit der Druckgasleitung verbunden sein. Eine solche Verbindung läßt sich beispielsweise mit einer Gummimanschette, oder mit Federn bewirken. Beim Schußvorgang wird sich dann durch die Pulvergase das Dichtmundstück der Druckgasleitung etwas vom Lauf abheben und ein geringer Druckverlust auftreten, der jedoch bei sehr enger Kapillare in erträglichen Grenzen gehalten werden kann.
  • Als Druckgas kann jedes gasförmige Medium, insbesondere aber die Atemluft des Tauchers oder in Druckgasflaschen abgefüllte Gase (wie.. z. B. Acetylen und Sauerstoff der Schweißausrüstung des Tauchers) verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bolzensetzgerät zum Einschießen von Bolzen unter Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Lauf der Vorrichtung eingedrungene Wassersäule mittels zusätzlichem Druckgas aus dem Lauf entfernbar ist. z. Bolzensetzgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das in den Lauf eingedrungene Wasser durch in der Nähe der Mündung angebrachte Druckgasausströmöffnungen nach Art einer Strahlpumpe heraussaugbar ist. 3. Bolzensetzgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in den Lauf des Bolzensetzgerätes in der Nähe des Bolzensitzes Druckgas einblasbar ist. 4. Bolzensetzgerät nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lauf (i) an seinem vorderen Ende mit radialen Schlitzen (2) und Bohrungen (3) versehen ist, welche von einer an eine Druckgasleitung (g) angeschlossenen Kammer (5) umgeben sind. 5. Bolzensetzgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (5) in Nähe der Mündungsebene von einer ringförmigen Düse (8) umgeben ist, aus der über im wesentlichen radial angeordnete Ausströmöffnungen (i i) das Druckgas austreten kann. 6. Bolzensetzgerät nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die den Lauf umgebende Kammer (5) abnehmbar ist. 7. Bolzensetzgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer von einer Splitterschutzkappe (i2) gebildet wird, welche mit einem Druckgasanschluß (i3, 14) und an ihrer Stirnfläche mit radialen Ausströmöffnungen (i6) für das Druckgas versehen ist. B. Bolzensetzgerät nach Anspruch i oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Lauf (i) in der Nähe des Bolzensitzes (i7) mit einer radial gebohrten Kapillare (i8) versehen ist, an welche eine Druckgasleitung (g) angeschlossen werden kann. g. Bolzensetzgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere Ende der Kapillare (i8) zu einem Schraubgewinde (ig) erweitert ist, in welche ein Anschlußnippel (2o) der Druckgasleitung (g) einschraubbar ist. io. Bolzensetzgerät nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Schraubnippel (2o) ein Rückschlagventil vorgesehen ist. ii. Bolzensetzgerät nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine Dichtfläche am Ende der Druckgasleitung, welche mit elastischen Mitteln an der Laufwandung befestigbar ist.
DEH13904A 1952-09-20 1952-09-20 Bolzensetzgeraet zum Einschiessen von Bolzen unter Wasser Expired DE934399C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH13904A DE934399C (de) 1952-09-20 1952-09-20 Bolzensetzgeraet zum Einschiessen von Bolzen unter Wasser

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH13904A DE934399C (de) 1952-09-20 1952-09-20 Bolzensetzgeraet zum Einschiessen von Bolzen unter Wasser

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE934399C true DE934399C (de) 1955-10-20

Family

ID=7147330

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH13904A Expired DE934399C (de) 1952-09-20 1952-09-20 Bolzensetzgeraet zum Einschiessen von Bolzen unter Wasser

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE934399C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69417590T2 (de) Ziel markierendes geschoss
DE1158875B (de) Schusswaffe mit einem zweiteiligen Zylinderverschluss
DE3424597C1 (de) Anordnung zum Abbremsen eines Treibspiegels
DE2826497A1 (de) Treibspiegelgeschoss mit pyrotechnischem satz
DE934399C (de) Bolzensetzgeraet zum Einschiessen von Bolzen unter Wasser
DE3521800C2 (de) Lauf-Wechselsystem für eine Pistole
DE3815738C2 (de)
EP0842102B1 (de) Blasvorrichtung mit aussenliegender ventileinheit
DE1603808A1 (de) Verankerungselement
DE2641267A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum sprengen von hartem material, z.b. gestein
DE2731853C2 (de) Luftdruckschußwaffe
DE933740C (de) Schiesswerkzeug fuer explosionsgefaehrdete Raeume
DE3428296A1 (de) Vorrichtung zum entfernen eines zuendhuetchens aus einer patronenhuelse
DE1678492B1 (de) Granatwerfer-UEbungsgeschoss
DE2737900A1 (de) Sicherheitsvorrichtung an eintreibgeraeten
DE2409653C3 (de) Vorrichtung zur Zerkleinerung von Gestein, Beton und Stahlbeton durch hohen Flüssigkeitsimpulsdruck
AT247752B (de) Knallpatronengerät an Maschinengewehren u. dgl. für Plastikplatzpatronen
DE544173C (de) Unterwasser-Torpedo-Ausstossvorrichtung
EP0993322B1 (de) Impulslöschgerät
DE2428788C3 (de) Pneumatische Schlagvorrichtung zum Herstellen von Bohrlöchern im Erdreich
DE965804C (de) Schiessbolzen
DE1239961B (de) Manoeverpatrone fuer Maschinenwaffen
DE202007007490U1 (de) Kugelmagazin für Spielzeug-Luftgewehre
DE9317440U1 (de) Übungspatrone
DE3207783A1 (de) Vorrichtung zum entfernen einer kugel aus dem lauf einer vorderlader-perkussions-schusswaffe