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Doppelhubschaftmaschine Die Erfindung betrifft eine Doppelhubschaftmaschine
und besteht darin, daß die oberen Enden der Platinennadeln um z8o° umgebogen sind
und die hierdurch entstandenen Bogenstücke diagonal zur Platinenlängsrichtung verlaufen,
wobei die umgebogenen; Enden der Bogenstücke in einer zusätzlichen Lochreihe geführt
sind und die zusätzliche sowie die ursprüngliche Lochreihe je ein Loch mehr aufweisen,
als Schafteinheiten vorhanden sind. Im besonderen liegen hierbei am Platinenhebel
die Anlenkstellen für die obere und untere Platine sowie für den Schaftschwinghebel
in der gleichen vertikalen Ebene, in der sich auch die entsprechenden Schäfte und
Platinen befinden. Das obere Ende der Platinennadel ist zweckmäßigerweise bogenförmig
ausgebildet und läßt sich rechts- oder linksdiagonal in jeweils zwei von vier benachbarten
Löchern der Platinenführung einsetzen.
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Die bekannten Platinenhebel der Doppelhubschaftmaschinen sind gekröpft,
und man hat bekanntlich diese Kröpfungen trotz ihrer Nachteile mangels geeigneter
anderer Vorschläge beibehalten.
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Die Kröpfungen verlegen die beweglichen Gelenke der oberen und unteren
Platinen aus der Zugebene, so daß während der schwingenden Bewegung die Kröpfstellen
schädigenden Seitenkräften ausgesetzt sind., welche die Platinenhebel aus der Zugebene
drücken. Das hierbei auftretende Drehbestreben im Platinenhebel muß von den Gelenken
aufgefangen werden:, in welchen infolgedessen eine
erhöhte Reibungsarbeit
-auftritt, wozu noch der größere Reibungswiderstand an den Druckstellen der Kröpfungen
kommt. Diese erhöhte Beanspruchung hat einen vorzeitigen Materialverschleiß zur
Folge. In den bekannten Maschinen bewegen sich die einzelnen Einsätze nicht in derselben
Bahn, in der der Drehpunkt des Platinenhebels liegt.
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Es zeigt sich hierbei als Nachteil, daß die Kröpfungen des Platinenhebels
die geraden Schußzahlen des unteren Messers in der Linksmaschine auf das obere Messer
der Rechtsmaschine oder umgekehrt verlegen, wenn es sich um gleichlaufende Kartenspiele
handelt, wodurch die Gesamtanordnung unübersichtlich und die Orientierung auf den
Kartenspielen erschwert wird.
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Im Hinblick auf die beiden Hubmesser sind für die Links- und Rechtsmaschine
bei gleichlaufenden Kartenspielen für den Ablesevorgang zwei Regeln erforderlich.
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Den Kröpfungen des Platinenhebels und der Führung der Platinen entsprechend
müssen die oberen und unteren Platinenführungen voneinander verschieden und versetzt
angeordnet sein, was eine weitere Unübersichtlichkeit bedeutet und bei der Montage
erhebliche Schwierigkeit verursacht.
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Man hat die durch die Kröpfung des Platinenhebels hervorgerufene Unübersichtlichkeit
der links- und rechtsangetriebenen Maschinen wenigstens zugunsten einer einfachen
Regel für gleichlaufende Kartenspiele und im Hinblick auf die beiden Hubmesser beim
Ablesevorgang zu beseitigen versucht und hat zu diesem Zwecke zusätzlich ein entgegengesetztes
Platinenhebelmodell für die Rechtsmaschine -ausgeführt.'-Das -zusätzliche-Platinenhebelniödell
erfordert auch zusätzlich ein entsprechendes neues Platinenführungsmodell für die
Rechtsmaschine. Dadurch erschwerte man aber die Lagerhaltung und Ersatzteilbeschaffung.
Mit der Einführung neuer Modelle wurde die Maschine auch nicht einfacher.
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Früher wurden zwar hier und da gerade Platinenhebel verwendet. Die
Überlegungen, die dazu führten, waren jedoch gußtechnische. Die Verwendung solcher
Platinenhebel hat dieselben Mängel gezeigt, wie sie den gekröpften Platinenhebeln
anhaften. Man hat die Platinen oder Platinennadeln gekröpft oder die Platinen übermäßig
lang und die Lücken in der Platinenführung breiter als nötig ausgeführt. Dadurch
sollten 'die' schädigerideri Reibungen beseitigt' werden.' Sie haben daher keineswegs
Vorteile gegenüber den gekröpften Platinenhebeln aufzuweisen vermocht, weshalb sie
auch von letzteren abgelöst wurden 'und seither nicht mehr in Erscheinung treten.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung' an Ausführungsbeispielen 'dargestellt,
und es stellt dar ' Abb. i a) - linksangetriebene, - b) rechtsangetriebene Maschinen
mit Normalschaltung, Abb. 2 Vordere Ansicht der Platinennadel, Abb. 2 vordere -Ansicht
der Platinennadel, Abb. q. Draufsicht der Platinen, Platinennadel, Platinenführung
und Kartenblatt bei Linksmaschine, Abb. 5 - Draufsicht entsprechend Abb. q., jedöch
bei Rechtsmaschine, Abb. 6 Aufriß der Doppelhubschaftmaschine, Abh. 7- Seitenansicht
gemäß Abb.6, a) für Linksmaschinen, b) für Rechtsmaschinen.
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Der normale Schaltsinn der Kartenzylinder bei Rechts- undLinksmaschinen
ist, wie es die Abh. i a für Linksmaschinen und Abb. i b für Rechtsmaschinen zeigt,
der im Sinne des Uhrzeigers.
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Abb. 2 zeigt eine Platinennadel i, wie sie am oberen Ende um i8o°
umgebogen ist und wie das umgebogene, weiter gerade verlaufende Endstück in, einem
zusätzlichen Loch der Platinenführung 3 nochmals - geführt wird. Jede Platinennadel
wird außerdem unten in der unteren Platinenführung 3' geführt. Die Abb. 3 zeigt
die Draufsicht der in der Abb..2 dargestellten Platinennadel i. Man sieht einen
Teil der Platine 2, die den Bogen der Platinennadeli berührt, und die zusätzlichen
Löcher 6 und 7 bei den Lochreihen q. und 5 der Platinenführung 3.
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In Abb. q. sind die Platinen 2, Platinennadeln i, Platinenführungen
3 und 3' (die untere Platinenführung 3' ist deckungsgleich mit der oberen 3 und
somit unsichtbar) einer Linksmaschine gezeigt. Man sieht die beiden Lochreihen q.
und 5 mit den zusätzlichen Löchern 6 und 7. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben,
die am oberen Ende umgebogenen Platinennadeln in entgegengesetzt verlaufender, spiegelbildlicher
Diagonalrichtung umzustecken, wie es als Gegenüberstellung die Abb. 5 zeigt. Hier
sind dieselben Einzelteile dargestellt wie in Abb. q., jedoch an'einer Rechtsmaschine.
Die Platinennadeh i ist. umgesteckt und verläuft in spiegelbildlicher Diagönalrichtüng.
Das Umstecken der Platinennadel bezweckt, sowohl bei Rechtsals auch bei Linksmaschinen,
das Fach für den ersten Schuß vom unteren Messer zu bilden, wenn es sich um gleichgerichtete
Kartenlauf- und einheitlich geschlagene Kartenspiele handelt. Die gerade Hubmechanik
und die Umsteckbarkeit der Platinennadel ermöglicht es, außerdem auch den ersten
- Schuß in das obere Messer verlegen zu können. In jedem Falle liegen die geraden
und ungeraden Schüsse auf beiden Seiten in den gleichen Messern. Sowohl Links- als
auch Rechtsmaschinen können einheitliche Kartenspiele 8 vorgelegt werden, wobei
auf jeder Seite auch die gleichen Messer das Fach für den ersten und zweiten-Sehell
bilden. Irrtümer und Verwechslungen, die' bisher' nurdurch erhöhte Achtsamkeit behoben.
werden konnten, -scheiden hier von vornherein aus, weil der Weber auf die Unterschiede
von Rechts- und Linksmaschinen keine Rücksicht mehr zu , nehmen braucht: -In den
Abb.6 und 7 ist die Doppelhubschaftmaschinedargestellt, wobei inAbb. 7 a derFall
einer Links= und in Abb.7b derjenige einer Rechtsmaschine angenommen ist. Es ist
aus diesen Abbildungen ersichtlich, wie die Platinenhebel 9 eine einfache, gerade
Ausführung besitzen, so daß zufolge dieser ungekröpften, Platinenhebel 9 mit den
einheitlichen Platinenführungen 3 und 3' und- den
umsteckbaren Platinennadeln
i eine wesentliche Vereinfachung der Maschine bei guter Übersichtlichkeit erzielbar
ist. Das Einstecken der Platinennadeln i erfolgt nach Bedarf, je nachdem, ob es
sich um eine Rechts- oder eine Linksmaschine handelt. Wenn die Platinennadel i in
der Platinenführung 3, 3' der Linksmaschine. rechtsdiagonal liegen, werden sie in
der Rechtsmaschine linksdiagonal angeordnet, oder umgekehrt.
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Entsprechend den Abb. 6 und 7 wird erreicht, daß am Platinenhebel9
die Anlenkstellen für die obere und untere Platine 2 sowie für den Schaftschwinghebel
io in der gleichen vertikalen Ebene liegen, in der sich auch die entsprechenden
Schäfte und Platinen :2 befinden.