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Ablegevorrichtung für Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen mit mehreren
nebeneinand'erliegenden Magazinen, Bei Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen für
gemischten Satz ist es bereits vorgeschlagen worden, neben dem Hauptmagazin für
die gewöhnliche Schrift ein oder mehrere *eitere Magazine für Auszeichnungsschrift
anzubringen und eine gemeinsame Ablegeschiene für sämtliche nebeneinander befindlichen
Magazine anzuwenden.
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Da die Zahl der Zahnkombinationen infolge der Verwendung von nur 7
Zahnpaaren an den Matrizen beschränkt ist, im ganzen höchstens 12,7 beträgt, ist
bereits vorgeschlagen worden, für das Hauptmagazin und das daneben angeordnete Magazin
dieselben Zahnkombinationen zu verwenden und oberhalb des ersten Magazins eine Haltevorrichtung
für die Matrizen anzubringen, die das Abfallen der für das zweite Magazin bestimmten
Matrizen in das erste Magazin verhindert. Bei den bekannten Einrichtungen bestand
die Haltevorrichtung aus einer über die Breite des Magazins sich erstreckenden Schiene,
die unter eines der Matrizenohren faßte. Es war' dazu notwendig, an den Ohren der
Matrizen, die zu dem Hauptmagazin gehörten, eine Änderung vorzunehmen, nämlich sie
teilweise fortzüschneiden, wodurch das Ausrichten der Matrizen, das ja mit Hilfe
der Ohren geschieht, litt. Es ist auch schon bekannt, als Haltevorrichtung einen
achten Zahn an den Matrizen vorzusehen und diesen Zahn bei dem Vorübergehen der
Auszeichnungsschriftmatrizen an dem Hauptmagazin mit einer achten Rippe der Ablegeschiene
in Eingriff zu bringen, dagegen bei den in das Hauptmagazin gehörigen Matrizen diesen
Zahn wegzuschneiden.- Hierbei mußte aber der V-förmige Einschnitt in den Matrizen
infolge der Anordnung des achten Zahnes verbreitert und vertieft werden, wodurch
sich eine unzulässige Schwächung der Matrizen ergab.
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Die Erfindung bezweckt nun, das gleiche Ziel zu erreichen, aber mit
Mitteln, durch die keine in Betracht kommende Schwächung der Matrize erfolgt und
auch die zum Ausrichten dienenden Ohren unverletzt bleiben. Zu diesem Zweck sind
gemäß der Erfindung an dem Teil der Ablegeschiene, der für das Hauptmagazin bestimmt
ist, seitliche Ansätze vorgesehen, die mit an der oberen Kante der Matrizen seitlich
von dem V-förmigen Ausschnitt angebrachten Aussparungen zusammenwirken, und die
Aussparungen bei den zu dem zusätzlichen Magazin gehörigen Matrizen sind so ausgebildet,
daß sie über die Ansätze an der Ablegeschiene fassen und dadurch ein Abfallen dieser
Matrizen oberhalb des Hauptmagazines verhindern.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Fig. z eine Seitenansicht einer Matrize für ein zusätzliches Magazin,
die an einem Teil der Ablegeschiene hängt, der für das Hauptmagazin bestimmt ist,
Fig.
2 eine ähnliche Darstellung wie Fig. i mit demselben Abschnitt der Ablegeschiene
in Verbindung mit einer für das Hauptmagazin bestimmten Matrize, Fig.3 in einem
Schnitt nach der Linie der Fig. .4 eine gleiche Darstellung, wie sie F ' zeigt,
nur ist hier die Matrize in Verbindung dem Teil der Ablegeschiene gezeigt, der füT
das' zusätzliche Magazin bestimmt ist, und Fig. q. eine schaubildliche Darstellung
zweier Teile der Ablegeschiene, von denen der eine zum Haupt- und der andere zum
Hilfsmagazin gehört.
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Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel dient eine
Ablegeschiene i für zwei nebeneinander angeordnete Magazine; sie hat über ihre ganze
Länge bezüglich der Zahl und Anordnung der Rippen die übliche Form. Gemäß der Erfindung
ist an dem Teil der Schiene, der für das Hauptmagazin dient, zu beiden Seiten je
eine Platte 2 befestigt, die in einen Ansatz 3 endigt, der schräg nach abwärts gerichtet
ist und in dem Weg der Matrizen q., 5 liegt, wenn sie in der üblichen Weise an der
Ablegeschiene entlang bewegt werden.
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Die Matrize ¢ gehört zu dem Hilfsmagazin; sie unterscheidet sich von
den üblichen Matrizen nur durch die schräg nach abwärts geneigten Nuten 6 an der
oberen Kante. Die Nuten 6 liegen so, daß sie mit den Vorsprüngen 3 an den Platten
2 der Ablegeschiene in Eingriff kommen können, wenn sich die Matrizen an dem betreffenden
Teil der Ablegeschiene entlang bewegen (Fig. i). Die Matrize q., die in Fig. i gezeigt
ist, hat nur das erste und zweite Zahnpaar, und sie liegt gerade über demjenigen
Teil der Ablegeschiene, an welchem eine so ausgestattete Matrize gewöhnlich abfallen
würde. Es kann aber ein Abfallen der Matrize q. nicht stattfinden, weil die Vorsprünge
3 in die Nuten 6 einfassen. Die Matrize wird infolgedessen weitergeführt und gelangt
dann zu dem Teil ja der Ablegeschiene, der das Hilfsmagazin bedient. In Fig. 3 ist
nun dieselbe Matrize in Verbindung mit dem Teil ia der Ablegeschiene dargestellt,
und da hier die Ablegekombinationen miteinander übereinstimmen, wird die Matrize
an dieser Stelle abfallen.
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Die in Fig. 2 dargestellte Matrize 5 ist mit Nuten 7 an ihrer oberen
Kante versehen, die nach oben hin offen sind. Infolge dieser offenen Nuten kann
die Matrize an der Schiene entlang gehen, ohne mit den Vorsprüngen 3 in Eingriff
zu kommen, und sie kann abfallen, wenn sie die entsprechende Kombination der Ablegeschiene
erreicht hat. Die Matrize 5 trägt dieselbe Zahnkombination wie die '.Matrize 4.;
sie ist in Verbindung mit demselben Teil der Ablegeschiene dargestellt, und es ist
ersichtlich, daß die Ma-@>..trize 5 abfallen kann.
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;Alle Matrizen, die für das Hauptmagazin estilnmt sind, sind wie die
Matrize 5 mit raten 7 an ihrer oberen Kante und im übrigen Finit der üblichen Zahnkombination
ausgerüstet, während alle '.Matrizen für das zusätzliche Magazin Nuten 6 tragen,
so daß jede beliebige Anzahl der üblichen Zahnkombinationen sowohl für die Matrizensätze
des Hauptmagazins als auch für die Matrizensätze des zusätzlichen Magazins verwendet
werden kann.
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Für die Platte an der Ablegeschiene und die mit ihr zusammenwirkenden
Nuten können beliebige Formen gewählt werden. Z. B. kann die sich, nach der Seite
hin erstreckende, vielfach verwendete Platte an den vorhandenen Ablegeschienen,
die dazu dient, die Matrizen gegen Schwenkbewegungen zu sichern, auch dem Zweck
der Erfindung angepaßt werden. Die Platte wird vorzugsweise auf beiden Seiten der
Ablegeschiene angebracht, um die ':Matrizen sicher zu führen, obwohl in gewissen
Fällen die Anordnung auf einer Seite ausreichen würde.
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Es ist zwar auch bereits vorgeschlagen worden, an den oberen Ohren
von. Matrizen seitliche, bei einzelnen Matrizen aufgeschnittene Nuten anzuordnen,
jedoch waren die Schienen für diese Nuten nicht an der Ablegeschiene angeordnet;
diese Ausnehmungen arbeiteten vielmehr mit einem Vorordner zusammen.