DE93154C - - Google Patents
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- DE93154C DE93154C DENDAT93154D DE93154DA DE93154C DE 93154 C DE93154 C DE 93154C DE NDAT93154 D DENDAT93154 D DE NDAT93154D DE 93154D A DE93154D A DE 93154DA DE 93154 C DE93154 C DE 93154C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41N—PRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
- B41N1/00—Printing plates or foils; Materials therefor
- B41N1/24—Stencils; Stencil materials; Carriers therefor
- B41N1/243—Stencils; Stencil materials; Carriers therefor characterised by the ink pervious sheet, e.g. yoshino paper
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- Printing Methods (AREA)
- Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT\%
KLASSE 54: Papiererzeügnisse.
Mimeographen-Verfahren.
Das Edison'sehe Mimeographen-Verfahren,
wie es zur Vervielfältigung von Bildern, Schriftsätzen und dergl. Anwendung findet, besteht
darin, dafs man in ein Blatt oder einen Bogen besonders vorbereiteten, gewachsten Papieres
das zu vervielfältigende Bild oder den Schriftsatz einritzt, einstanzt, was, wenn es sich um
Vervielfältigung eines Schriftsatzes handelt, mittels einer Schreibmaschine geschehen kann,
von der man zuvor das Farbband entfernte, wodurch das Wachs an diesen Stellen entfernt,
das poröse Gewebe des Papieres aber stehen bleibt. Den so zubereiteten Bogen, der eine
Art Schablone geworden ist, spannt mah nun straff in einen Rahmen ein und legt den Papierbogen,
der einen Abdruck dieses Schablonenbogens erhalten soll, auf eine ebene, glatte Fläche, legt auf ihn den Schablonenbogen und
überstreicht letzteren mit einer Farbflüssigkeit.
Diese Farbflüssigkeit dringt dann durch die eingeritzten oder eingestanzten Stellen des
Schablonenbogens auf den darunter liegenden Bogen hindurch und bringt so auf diesem
Bogen das zu vervielfältigende Bild hervor.
Das Schablonenmaterial, das man bisher zu diesem Vervielfältigungsverfahren benutzte, bestand
stets in nachtheiliger Weise aus einem einzigen Blatt sehr dünnen, faserigen, porösen
Papiers, meistens aus sogenanntem, in Japan verfertigten »Yoschino-Papier«.
Ein Bogen . dieses Papiers wird zu dem Zweck in Wachs getaucht oder mit Wachs
überzogen.
Derartige Schablonenbogen hatten die Nachtheile, dafs sie wegen des nur einfach vorhandenen,
sehr zarten Yoschino-Bogens sehr geringe Festigkeit besafsen, d. h. eine verhältnifsmäfsig
nur geringe Anzahl von Vervielfältigungen aushielten und aus demselben Grunde nur mit einem sehr weichen Wachs,
d. h. mit einem Wachs von sehr niedrigem Schmelzpunkt überzogen werden konnten, da
bei härterem Wachs die Papierfaser, z. B. beim Einschlagen der Typen einer Schreibmaschine,
gleich mit durchstanzt und nicht blos, wie nöthig, das Wachs verdrängt wird; weiches
Wachs hat aber die Unannehmlichkeit, dafs es bereits bei warmer Witterung, im Sommer,
den Schablonenbogen klebrig macht und daher das Arbeiten mit letzterem erschwert.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Schablonenpapier, das genau
in der oben beschriebenen Weise angewendet wird, hat nun dem erwähnten gewöhnlichen
Schablonenpapier gegenüber die Vortheile, dafs es bedeutend fester und widerstandsfähiger ist,
daher eine bedeutend gröfsere Anzahl von Abzügen zulä'fst, und endlich, dafs es ebensogut
bei kalter, feuchter, als bei heifser, trockener Temperatur brauchbar ist.
Der Schablonenbogen besteht aus einem Blatt faserigen, dünnen, porösen Papiers, am
besten wieder aus Yoschino-Papier, das in gewöhnlicher und bei der Herstellung der
alten Schablonenbogen bekannter Weise mit Wachs behandelt wird.
Auf dieses Blatt wird dann, entweder auf beiden Seiten oder nur auf einer Seite, ein
Blatt dünnes, feinkörniges, gut calandrirtes und geleimtes Papier aufgelegt, das vortheilhaft
ebenfalls gewachst oder geölt ist, um es für Tinte undurchdringlich zu machen. Der bezw.
die zuletzt genannten Blätter werden auf dem ersten Blatt durch Pressen zwischen zwei
heifsen oder kalten Walzen befestigt, oder es geschieht dies mittels eines heifsen Eisens, das
man über die Blätter hinwegführt, nachdem man sie auf einander gelegt hat. Bedient man
sich heifser Walzen oder Eisen, so' braucht das feingekörnte Papier nicht gewachst zu
werden, da dann das Wachs des ersten oder »Unterblattes« schmilzt und in genügender
Menge von den bezw. dem zweiten oder »Deckblatt« bezw. »Deckblättern« aufgesaugt
wird und letzteres dann für Tinte und Feuchtigkeit ebenfalls undurchdringlich macht.
Auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht Fig. ι ein Unterblatt, auf dessen einer
Seite ein Blatt feinkörniges, gut calandrirte.s Papier aufgelegt ist, und Fig. 2 ein Unterblatt,
welches, auf beiden Seiten mit Deckblättern aus solchem feinkörnigen Papier belegt ist.
In beiden Figuren bedeutet A das Unterblatt und B das bezw. die Deckblätter.
Beim Ausstanzen der Schablone auf einer Schreibmaschine empfängt am besten das
Blatt B den Schlag der Type, falls das poröse Unterblatt nur auf einer Seite mit einem Deckblatt
belegt ist.
Das Wachs zum Ueberziehen des porösen Unterblattes kann im vorliegenden Falle ein
hartes Wachs sein, d. h. ein Wachs, das stark mit Paraffin versetzt ist, denn das Deckblatt B
schützt hier unter allen Umständen die zarte Faser des Unterblattes und läfst, selbst bei
sehr hartem Wachs, ein Durchstanzen derselben nicht zu. Man kann aber auch an Stelle von
Wachs irgend einen anderen für Tinte undurchlässigen Stoff benutzen.
Es kann auch an Stelle des japanischen oder Yoschino-Papiers jedes andere poröse Papier
als Unterblatt für den Schablonenbogen benutzt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schablonenpapier zur Vervielfältigung von Bildern, Schriftsätzen u. s. w. nach dem Edison'sehen Mimeographen-Verfahren, dadurch gekennzeichnet, dafs der bisherige einfache, aus gewachstem, langfaserigem, porösem Papier bestehende Bogen als sogenanntes Unterblatt (A) benutzt und entweder nur auf einer oder auf beiden Seiten mit Deckblättern (B) aus festerem feinkörnigen, geleimten und calandrirten, entweder ebenfalls gewachsten oder wachsfreien Papier belegt wird, zum Zweck, einen Schablonenbogen von gröfserer Widerstandsfähigkeit zu erhalten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE93154T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE93154C true DE93154C (de) |
Family
ID=5644522
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT93154D Active DE93154C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE93154C (de) |
-
0
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