DE9315258U1 - Lärmschutzwand für hohe Beanspruchung - Google Patents

Lärmschutzwand für hohe Beanspruchung

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Description

ZAH 103/OG/DE
Anmelder: Walter Zahn, 6920 Sinsheim-Dühren, DE
Lärmschutzwand für hohe Beanspruchung
Die Erfindung betrifft eine Lärmschutzwand für hohe Beanspruchung, insbesondere für Eisenbahnstrecken.
An Verkehrslinien wie Eisenbahnstrecken oder Autobahnen entstehen hohe, für Menschen störende und gesundheitsschädliche Lärmpegel. Aus diesem Grund werden häufig vor allem in den Bereichen, in denen die Verkehrslinien nahe an Wohngebieten vorbeiführen, Lärmschutzwände errichtet. Die Lärmschutzwände stellen eine Barriere für den Schall dar und verhindern eine über die Verkehrslinie hinausgehende Fortpflanzung der Schalldruckwellen.
Um den unterschiedlichen Anforderungen an die Schallabsorption gerecht zu werden, existieren Normen, in denen unterschiedliche Mindestabsorptionseigenschaften festgelegt sind. In der Bundesrepublik Deutschland sind dies insbesondere die "zusätzliche technische Vorschrift für Lärmschutzwände (ZTV-LSW) 88 des Bundesministeriums für Verkehr und die DS 800 01 03 der Deutschen Bundesbahn.
Auch für den Frostwiderstand von Lärmschutzwänden sind Normen festgelegt. Von Bedeutung ist hier vor allem die österreichische Norm OE-Norm 3303. Die Erfindung richtet sich insbesondere auf Lärmschutzwände, die nach den genannten Schallabsorptionsnormen jeweils als "hoch absorbierend" einzustufen sind und hinsichtlich des Frostwiderstandes die genannte österreichische Norm erfüllen.
Die immer dichtere Folge der Züge und das damit verbundene Ansteigen der Schallemission sowie verschärfte gesetzliche Vorschriften führen zu immer höheren Anforderungen an die Schallabsorption. Zugleich steigen die mechanischen Belastungen durch die erhöhten Geschwindigkeiten der Züge.
Um diesen Belastungen zu entsprechen, bestehen die Lärmschutzwände für hohe Beanspruchung, insbesondere für Eisenbahnstrecken häufig aus einem mehrschaligen System aus Stahlbeton und Leichtbeton, das die geforderten mechanischen Eigenschaften besitzt.
Speziell richtet sich die Erfindung auf einen besonderen Typ von Lärmschutzwänden, bei dem die Wandelemente aus einem entlang ihrer Unterseite über ihre gesamte Länge horizontal verlaufenden Tragteil aus Stahlbeton und einem mit dem Tragteil fest verbundenen, den überwiegenden Anteil der Wandfläche bildenden, porösen, schallabsorbierenden Absorptionsteil, der sich über dem Tragteil erstreckt, bestehen.
Eine solche Lärmschutzwand, die sich durch ein gutes Schallabsorptionsvermögen bei gleichzeitig hoher Belastbarkeit und relativ geringem Eigengewicht und Volumen auszeichnet, ist aus der DE-GM-92 09 503.8 bekannt. Dort besteht der Absorptionsteil weitgehend, vorzugsweise
vollständig, aus einem haufwerkporigen, zementgebundenen mineralischen Baumaterial. Die Gebrauchsmusterschrift enthält auch nähere Angaben über die bevorzugte Korngrößen-Verteilung der Zuschlagstoffe sowie bevorzugte mechanisch-physikalische Parameter des haufwerkporigen, zementgebundenen mineralischen Baumaterials wie beispielsweise dessen spezifisches Gewicht sowie Druckspannungsbelastbarkeit und Zugspannungsbelastbarkeit. Auch bei der vorliegenden Erfindung ist der Absorptionsteil der Wandelemente vorzugsweise gemäß dem genannten Gebrauchsmuster ausgebildet.
Die Wandelemente von Lärmschutzwänden werden durch vertikale Befestigungsstützen gehalten, die mit Bohrpfählen im Boden verankert sind und sich jeweils zwischen zwei Wandelementen erstrecken. Die Wandelemente haben üblicherweise an ihrer den jeweils benachbarten Befestigungsstützen zugewandten Stirnseite ein Stirnseitenprofil, das zu einem entsprechenden Profil der Befestigungsstützen korrespondiert. Im Falle des genannten Gebrauchsmusters bestehen die Befestigungsstützen vorzugsweise aus Stahlprofil-Doppel-T-Trägern, zwischen denen die Wandelemente angeordnet und in dem Profil der Vertikalträger gelagert sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lärmschutzwand für hohe Beanspruchungen im einleitend erläuterten Sinn zu schaffen, welche sowohl hinsichtlich der Fertigung der Wandelemente in einem Beton-Fertigteilwerk als auch hinsichtlich der Montage an der Baustelle eine erhebliche Vereinfachung und damit Verminderung der Herstellungskosten ermöglicht.
Die Aufgabe wird gelöst durch eine Lärmschutzwand für hohe Beanspruchung mit Wandelementen, die jeweils einen
entlang ihrer Unterkante über ihre gesamte Länge horizontal verlaufenden Tragteil aus Stahlbeton und einen mit dem Tragteil fest verbundenen, den überwiegenden Anteil der Wandfläche bildenden, porösen, schallabsorbierenden Absorptionsteil aufweisen, und jeweils zwischen zwei Wandelementen angeordneten vertikalen Befestigungsstützen, die mit Bohrpfählen im Boden verankert sind und von denen die Wandelemente gehalten werden, wobei die Wandelemente jeweils an ihrer den benachbarten Befestigungsstützen zugewandten Stirnseite ein Stirnseitenprofil aufweisen, das zu einem entsprechenden Profil der Befestigungsstützen korrespondiert, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Tragteil der Wandelemente mit seinen stirnseitigen Enden auf der oberen Abschlußfläche der Bohrpfähle aufgelagert und mit den Befestigungsstützen spielfrei fest verbunden ist.
Im Gegensatz zu vorbekannten Konstruktionen erfolgt bei der Erfindung die statische Kraftübertragung zwischen den Wandelementen und den Bohrpfählen nur noch über die unteren Stahlbeton-Tragteile. Zwischen dem Absorptionsteil und den Befestigungsstützen besteht vorzugsweise keinerlei feste Verbindung oder auch nur Berührung. Besonders bevorzugt sind die vertikalen Befestigungsstützen so kurz, daß sie unterhalb der Unterkante des Absorptionsteils enden und somit nicht in die Höhe des Absorptionsteils hineinragen.
Bei der Erfindung erfolgt die vertikale Lastabtragung unmittelbar von dem Tragteil der Wandelemente auf den Bohrpfahl, auf dessen obere Abschlußfläche sie aufgelagert sind. Die feste Verbindung zwischen dem Tragteil der Wandelemente und der Befestigungsstütze wird dadurch in vertikaler Richtung praktisch nicht belastet. Sie über-
trägt in erster Linie horizontal in Richtung auf die Fläche der Lärmschutzwand gerichtete Kräfte von dem Tragteil auf die Befestigungsstütze. Charakteristisch für die Erfindung ist also, daß die Vertikalkräfte im wesentlichen unmittelbar (d.h. unter Umgehung der Befestigungsstützen) von dem Tragteil der Wandelemente auf die im Erdreich verankerten Bohrpfähle übertragen werden, während im wesentlichen nur die Übertragung der Horizontalkräfte indirekt von den Tragteilen der Wandelemente in die Befestigungsstützen und von dort in die Bohrpfähle erfolgt.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß mit einer solchen Konstruktion, die eine erhebliche Vereinfachung bei der Herstellung der Wandelemente und bei deren Montage ermöglicht, eine statische Festigkeit erreicht wird, die auch den besonders hohen mechanischen Belastungen an Eisenbahnstrecken standhält.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 einen Abschnitt einer erfindungsgemäßen Lärmschutzwand in perspektivischer Darstellung;
Fig. 2 eine Schnittdarstellung entlang der Linie II-II aus Fig. 1;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung entlang der Linie III-III aus Fig. 1;
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines Tragteils eines Wandelementes;
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines Wandelementes als Fertigbauteil im Transportzustand;
Fig. 6 eine Schnittdarstellung entlang der Linie VI-VI aus Fig. 5.
Die in Fig. 1 dargestellte Lärmschutzwand weist Wandelemente 1 mit jeweils einem doppelseitig absorbierenden Absorptionsteil auf, der nachfolgend (absorbierender) Oberteil 2 genannt wird. Der Oberteil 2 ist an seinen beiden Wandflächen mit einer die absorbierende Wirkung unterstützenden Profilierung versehen. Entlang einer Unterkante 3 des Oberteils 2 verläuft ein fest mit dem Oberteil 2 verbundener Tragteil des Wandelementes 1 , der nachfolgend als (Stahlbeton)-Untergurt 4 bezeichnet wird. Auf eine Oberkante 5 des Oberteils 2 ist ein oberes Abschlußprofil 6 aufgelegt.
Wie in Fig. 2 und Fig. 3 zu erkennen ist, ist in jedem der aus Beton bestehenden und im Boden verankerten Bohrpfählen 9 eine Befestigungsstütze 10 als Stahlrohr in Form eines Vierkantrohres 11 mit Reckteckprofil eingegossen. Das Vierkantrohr 11 befindet sich mit etwa einem Drittel seiner Länge im Bohrpfahl 9 und ist so orientiert, daß die Schmalseiten 12 des Rechteckprofils jeweils einer Stirnseite 13 der Untergurte 4 gegenüberliegen.
Der Untergurt 4 ist an seinen Stirnseiten 13 mit einer Stirnseitenprofilierung versehen, die am besten in den Figuren 3 und 4 zu erkennen ist. Sie besteht aus zwei parallelen Schenkeln 18 und einer zwischen den Schenkeln 18 gebildeten Ausnehmung 17. Im montierten Zustand der Lärmschutzwand umgreifen die Schenkel 18 gabelförmig jeweils eine Befestigungsstütze 10 nahezu bis zur Hälfte, so daß die Befestigungsstütze 10 in der Ausnehmung 17 verläuft. Die aus Abschlußprofil 6, Oberteil 2 und Untergurt 4 bestehenden Wandelemente 1 stehen jeweils mit den stirnseitigen Enden 7 des Untergurts 4 auf oberen Abschlußflächen 8 von zwei Bohrpfählen 9 auf.
Die Größe der Ausnehmung 17 ist so auf das Rechteckprofil des Vierkantrohres 11 abgestimmt, daß ein Spalt 22 mit in etwa konstanter Spaltbreite zwischen dem Untergurt 4 und dem Vierkantrohr 11 vorhanden ist. Um eine spielfreie Verbindung zwischen dem Untergurt 4 und dem Vierkantrohr 11 zu erzielen, befindet sich in dem Spalt 22 eine ausgehärtete Vergußmasse 23. Vorzugsweise wird als Vergußmasse Zementmilch verwendet. Es kann aber auch eine andere in der Bautechnik übliche Vergußmasse (beispielsweise Injektionsharz) eingesetzt werden, die nach dem Aushärten eine ausreichende Festigkeit aufweist um eine spielfreie und feste Verbindung zwischen dem Untergurt 4 und dem Vierkantrohr 11 zu gewährleisten.
Wie erwähnt ist eine Besonderheit der Erfindung darin zu sehen, daß die Übertragung der beispielsweise durch Windbelastung auf die Wandelemente 1 wirkenden Horizontalkräfte im wesentlichen nur über deren Stahlbeton-Tragteile 4 erfolgt. Vorzugsweise ist keine unmittelbare starre und feste Verbindung zwischen dem Oberteil 2 der Wandelemente 1 und den jeweils benachbarten Befestigungsstützen 10 vorhanden. Besonders bevorzugt sind diese Elemente so gestaltet, daß sie sich nicht berühren.
In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform ist diese Bedingung dadurch realisiert, daß die aus dem Bohrpfahl 9 herausragende Länge L der Befestigungsstützen 10 kleiner ist als der Abstand h zwischen der Unterkante 3 des Oberteils 2 und der oberen Abschlußfläche 8 der Bohrpfähle 9. Allgemeiner gesprochen befindet sich das obere Ende 16 der Befestigungsstützen 10 unterhalb der Unterkante 3 des Oberteils 2 der Wandelemente 1.
Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel verläuft die Unterkante 3 des absorbierenden Oberteils 2 gerade. Allgemein ist selbstverständlich auch eine von der Geraden abweichende Gestaltung dieser Unterkante möglich. In diesem Fall beziehen sich die vorstehend erläuterten Relationen zu der Länge der Befestigungsstützen auf die Unterkante des Absorptionsteils in unmittelbarer Nachbarschaft der jeweiligen Befestigungsstütze.
Die Herstellung der Wand beginnt mit der Fertigung des Untergurtes 4 und des Oberteils 2 der Wandelemente 1 in einem Bau-Fertigteilewerk. Das in Figur 5 dargestellte Wandelement-Fertigbauteil 24 hat eine Länge von 7 m und eine konstante Wanddicke d von 0,5 m. Die Maße können selbstverständlich auch abweichend gewählt werden. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Wanddicke d des Oberteils bevorzugt mindestens 0,25 m, besonders bevorzugt mindestens 0,35 m, betragen soll.
Zur späteren festen Verbindung des Oberteils 2 mit dem Untergurt 4 werden in eine Schalung des Untergurtes 4 vier, über die Länge des Untergurtes 4 gleichmäßig verteilte, parallel zueinander ausgerichtete feuerverzinkte und dadurch korrosionsgeschützte Quadratrohre (mit den Maßen 100 mm &khgr; 4 mm) als Anschlußeisen 27 eingelegt (Fig.4). Die Anschlußeisen 27 befinden sich nach dem Abbinden des Stahlbetons so in dem Untergurt 4, daß sie vertikal und in Bezug auf die Dicke d mittig angeordnet sind. Dabei ragt jeweils die überwiegende Länge der Anschlußeisen 2 7 aus dem Stahlbeton des Untergurts 4 heraus. Alternativ zu den Quadratrohren können auch vier Rundeisen (jeweils mit einer Länge von 1 m und einem Durchmesser von 20 mm) in gleicher Anordnung als Anschlußeisen 27 verwendet werden.
Der Untergurt 4 wird bei der Herstellung zusätzlich mit zwei beidseitig offenen, senkrechten Ausnehmungen 28 versehen, die jeweils mit gleichem Abstand zu dem Schwerpunkt des Untergurtes 4 angeordnet sind.
Nach Abbinden des Stahlbetons wird der Untergurt 4 aus seiner Schalung entnommen. In die beiden Ausnehmungen 28 werden jeweils offene Stahlrohre 30 eingeführt (Fig.6), die so bemessen sind, daß sie bündig mit der Oberkante 5 des Fertigbauteils 24 abschließen. Der in dieser Weise vorbereitete Untergurt 4 wird in eine senkrecht stehende Schalung eingestellt, um anschließend mit einem haufwerkporigen zementgebundenen mineralischen Absorptionsbeton den Oberteil 2 an den Untergurt 4 anzugießen.
Der Oberteil 2 besteht somit bis auf die Anschlußeisen und die Stahlrohre 30 ausschließlich aus dem nachfolgend noch näher spezifizierten Absorptionsbeton. Im Gegensatz zu der sonst bei derartigen Konstruktionen üblichen Bauweise weist er keine Armierung (im Sinne einer Metall-Gitter struktur , die sich über den größten Teil der Wandfläche erstreckt) auf. Dennoch wird im Rahmen der erfindungsgemäßen Gesamtkonstruktion bei verminderten Herstellungskosten eine Festigkeit erreicht, die allen Anforderungen gerecht wird.
Allgemein besteht vorzugsweise mehr als die Hälfte der Wandfläche der Wandelemente 1 über deren gesamte Dicke aus Absorptionsbeton. Für den Absorptionsbeton charakteristisch ist ein relativ niedriges Gewicht. Die Dichte liegt vorzugsweise unter 2 t/m^, besonders bevorzugt unter 1,85 t/m·*. Des weiteren zeichnet sich der poröse Absorptionsbeton durch einen relativ hohen Anteil an körnigen mineralischen Bestandteilen als Zuschlagsstoff des
Absorptionsbetons aus, mit denen die für die schallabsorbierende Wirkung des Absorptionsbetons vorteilhafte Porosität erzielt wird. Der Anteil der neben Wasser und Zement zur Herstellung des Absorptionsbetons verwendeten Zuschlagstoffe und die Korngrößenverteilung der Zuschlagstoffe kann dabei in einem relativ großen Bereich variiert werden, wodurch sich das Absorptionsverhalten und die Festigkeit, insbesondere die Druckbelastbarkeit, gezielt an die jeweiligen Anforderungen anpassen lassen. Bevorzugterweise beträgt der Anteil der Zuschlagstoffe, wie Kies, Split und Sand am Frischbetongewicht mehr als 50%, besonders bevorzugt mindestens 80%. Dabei haben Zuschlagstoffe mit einer Korngröße zwischen 2 und 5 mm bezogen auf das Gesamtgewicht der Zuschlagstoffe bevorzugt einen Anteil von mehr als 50%, besonders bevorzugt von mehr als 70%.
Zum Transport des Fertigbauteils 24 zum Montageort wird es im Teilewerk mit Transportmitteln versehen. Diese schließen, wie in Fig. 5 und Fig. 6 zu erkennen ist, jeweils einen durch die Stahlrohre 30 hindurchgesteckten Gewindeanker 37, Muttern 38, 39, eine Sicherungsscheibe 40 und eine als I-Profil ausgebildete Längstraverse 41 ein. Die Sicherungsscheiben 40 werden auf jeweils an der Unterseite aus den Stahlrohren 30 herausragende Gewindeanker 37 aufgesteckt und die Muttern 38 aufgeschraubt. Die Längstraverse 41 ist mit den auf den Gewindeankern 3 aufgeschraubten Muttern 39 entlang der Oberkante 5 mit dem Fertigbauteil 24 verspannt. Mit Hilfe eines an den beiden Gewindeankern 37 angreifenden Seils ist das Fertigbauteil 24 somit, wie in Fig. 5 dargestellt, beispielsweise mit einem Kran manipulierbar.
Zur Montage der erfindungsgemäßen Lärmschutzwand werden am Montageort, beispielsweise zwischen zwei Gleisen einer
Hochgeschwindigkeitsstrecke, die Bohrpfähle 9 mit den darin angeordneten Vierkantrohren 11 jeweils im Abstand der Länge eines Wandelementes 1 im Boden verankert. Nachdem der Stahlbeton der Bohrpfähle 9 abgebunden ist, wird ein die obere Abschlußfläche 8 der Bohrpfähle bildendes Mörtelbett um die Vierkantrohre 11 auf die Abschlußfläche 8 der Bohrpfähle 9 aufgebracht. Danach werden die Wandelemente 1 mit Hilfe der Transportmittel jeweils zwischen zwei Bohrpfählen 9 so angeordnet, daß sich, wie oben bereits beschrieben, die Vierkantrohre 11 in den nutenförmigen Ausnehmungen 17 befinden und der Untergurt 4 mit seinen beiden stirnseitigen Enden 7 auf den oberen Abschlußflächen 8 der Bohrpfähle 9 gelagert ist. Nachdem mehrere Wandelemente 1 auf diese Weise nebeneinander angeordnet sind und die Transportmittel jeweils von den Wandelementen 1 gelöst wurden, füllt man die Spalten 22 mit der Vergußmasse 23.
Der Spalt 44 (Fig.3) zwischen den Schenkeln 18 des Stirnseitenprofils 14 der Untergurte 4 ist im montierten Zustand so bemessen, daß dazwischen ein Rohr zum Einbringen der Vergußmasse eingeführt werden kann. Die Vergußmasse wird in das an seinem oberen Ende 16 offene Vierkantrohr 11 eingefüllt. Durch unmittelbar oberhalb der Abschlußfläche 8 in den Wänden der beiden Schmalseiten 12 der Vierkantrohre 11 angeordnete Querbohrungen 43 (Fig.2 und Fig.3) läuft die Vergußmasse aus dem Vierkantrohr 11 in die beiden Spalten 2 2 hinein. Der Druck der Vergußmasse 23 im Vierkantrohr 11 führt dabei zu einem Aufsteigen der Masse in den beiden Spalten 22. Nach dem Aushärten der Vergußmasse 23 ist dadurch eine feste, unlösbare und spielfreie Verbindung zwischen dem Vierkantrohr 11 und dem Wandelement 1 gewährleistet.
Zum Abschluß der Montage werden die oberen Abschlußprofile 6 aufgesetzt. Sie sind vorzugsweise durch zwei an ihrer Unterseite angebrachte, in die Stahlrohre 3 0 eingreifende, nicht dargestellte Stifte gegen Verschiebung gesichert.
Wie erläutert erfolgt die Lastabtragung der vertikalen Wandbelastung direkt vom Untergurt 4 in den Stahlbetonteil der Bohrpfähle 9. Gegenüber vorbekannten hochabsorbierenden und statisch hochbeanspruchbaren Lärmschutzwänden können somit spezielle für die vertikale Lastabtragung an den Befestigungsstützen und/oder Wandelementen vorgesehene Auflagerungselemente, wie beispielsweise Konsolbleche oder Keilklemmhalterungen, vermieden werden. Dies führt zu einer Vereinfachung des konstruktiven Aufbaus und der Montage und somit auch zu geringeren Herstellungskosten .
Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus dem einfachen, unbewehrten, lediglich aus Absorptionsbeton bestehenden Aufbau des Oberteils 2 und die daraus resultierende kostengünstige Herstellung. Da bei diesem Absorptionsteil weder werkseitig beim Gießen des Absorptionsteils noch bei der Montage der Lärmschutzwand vor Ort sandwichartig mehrere Schichten des Absorptionsteils kostenintensiv aneinandergefügt werden müssen, kann die Herstellung des Absorptionsteils im wesentlichen in einem Arbeitsgang durch Angießen an den Tragteil erfolgen. Dabei wird das Angießen in eine stehende Schalung vorgenommen. Dadurch entfällt nach dem Abbinden des Absorptionsbetons ein Aufrichten der Wandelemente 1 zum weiteren Transport. Bezüglich des relativ empfindlichen Absorptionsbetons kann somit ein Arbeitsgang mit hohem Beschädigungsrisiko vermieden werden.
Insgesamt wird mit der Erfindung eine erhebliche Vereinfachung der Konstruktion, der Herstellung im Fertigteilewerk und der Montage erreicht. Hieraus resultieren insgesamt verminderte Herstellungskosten, während gleichzeitig die Anforderungen an Festigkeit und Schallabsorption in
vollem Maße erfüllt werden.

Claims (16)

ZAH 103/OG/DE Ansprüche
1. Lärmschutzwand für hohe Beanspruchungen mit
Wandelementen (1), die jeweils einen entlang ihrer Unterkante über ihre gesamte Länge horizontal verlaufenden Tragteil (4) aus Stahlbeton und einen mit dem Tragteil fest verbundenen, den überwiegenden Anteil der Wandfläche bildenden, porösen, schallabsorbierenden Absorptionsteil (2) aufweisen, und
jeweils zwischen zwei Wandelementen (1) angeordneten vertikalen Befestigungsstützen (10), die mit Bohrpfählen (9) im Boden verankert sind und von denen die Wandelemente (1) gehalten werden, wobei die Wandelemente (1) jeweils an ihrer den benachbarten Befestigungsstützen (10) zugewandten Stirnseite ein Stirnseitenprofil (14) aufweisen, das zu einem entsprechenden Profil der Befestigungsstützen (10) korrespondiert,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Tragteil (4) der Wandelemente (1) mit seinen stirnseitigen Enden (7) auf der oberen Abschlußfläche (8) der Bohrpfähle (9) aufgelagert und mit den Befestigungsstützen (10) spielfrei fest verbunden ist.
2. Lärmschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, daß das Stirnseitenprofil (14) des Tragteils (4) der Wandelemente (1) zwei vorspringende Schenkel (18) aufweist, die die Befestigungsstütze (10), mit der das Tragteil (4) fest verbunden ist, teilweise umgreifen.
3. Lärmschutzwand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich net, daß die spielfrei feste Verbindung zwischen dem Tragteil (4) der Wandelemente (1) und den Befestigungsstützen (10) durch eine den Spalt (22) zwischen den Befestigungsstützen (10) und dem Stirnseitenprofil (14) des Tragteils (4) füllende, ausgehärtete
Vergußmasse (23) gebildet ist.
4. Lärmschutzwand nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich net, daß die Vergußmasse (23) Zementmilch oder ein
Injektionsharz ist.
5. Lärmschutzwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß keine unmittelbare feste Verbindung zwischen der Befestigungsstütze (10) und dem Absorptionsteil (2) der Wandelemente (1) vorhanden ist.
6. Lärmschutzwand nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich net, daß der Absorptionsteil (2) der Wandelemente (1) die Befestigungsstütze (10) nicht berührt.
7. Lärmschutzwand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich net, daß die aus den Bohrpfählen (9) herausragende
Länge (L) der Befestigungsstützen (10) so bemessen
ist, daß die Befestigungsstützen (10) unterhalb der Unterkante (3) des Absorptionsteils (2) enden.
8. Lärmschutzwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsstützen (10) aus Stahlrohr bestehen.
9. Lärmschutzwand nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich net, daß das Stahlrohr ein Vierkantrohr (11), insbesondere mit einem Rechteckprofil, ist.
10. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 8 oder 9, da durch gekennzeichnet/ daß das Stahlrohr oberhalb der Abschlußfläche (8) der Bohrpfähle (9) eine Querbohrung (43) aufweist.
11. Lärmschutzwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehr als die Hälfte der Wandfläche der Wandelemente (1) über deren gesamte Dicke (d) aus einem haufwerkporigen, zementgebundenen, mineralischen Baumaterial besteht.
12. Lärmschutzwand nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich net, daß die in dem haufwerkporigen, zementgebundenen mineralischen Baumaterial enthaltenen Zuschlagstoffe zu mindestens 50% eine Korngröße zwischen 2 mm und 5 mm aufweisen.
13. Lärmschutzwand nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich net, daß der Anteil der Zuschlagstoffe mit einer Korngröße zwischen 2 mm und 5 mm, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zuschlagstoffe, mehr als 80% beträgt.
14. Lärmschutzwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanddicke des Absorptionsteils (2) mindestens 0,25 m, bevorzugt mindestens 0,35 m beträgt.
15. Lärmschutzwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Verbindung zwischen dem Absorptionsteil (2) und dem Tragteil (4) durch Angießen einer den Absorptionsteil (2) bildenden Masse unter Verwendung von in dem Tragteil (4) verankerten Anschlußeisen (27) gebildet ist.
16. Lärmschutzwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandelemente (1) zum Transport als Fertigbauteile (24) jeweils mindestens zwei an beiden Enden (31,32) offene Stahlrohre (30) einschließen, die in vertikaler Richtung im
Innern der Wandelemente (1) in gleichem Abstand zu
deren Schwerpunkt durch den Tragteil (4) und den Absorptionsteil (2) verlaufen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0665335A1 (de) * 1994-01-26 1995-08-02 Nitto Boseki Co., Ltd. Lärmschutzwand und Installationsverfahren dafür
DE102009008014A1 (de) * 2009-02-07 2010-08-19 Dr. Heppner Ingenieurges. Mbh Lärm- oder Sichtschutzwand an Hochgeschwindigkeitsstrecken
ITBZ20100012A1 (it) * 2010-03-29 2011-09-30 Top Ct Porfido S R L Pannello modulare in granuli di pietra resinata.

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