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Vorrichtung zum Beschicken des Sägewagens von Blockbandsägen mit zu
schneidendem Material Die bekannten Blockbandsägen sind mit zugehörigenWagen mit
Spannvorrichtungen zum Einspannen des zu schneidenden Materials versehen. Letzteres
muß deshalb jeweils während des Stillstandes des Wagens auf dem letzteren nach erfolgter
Verbringung in die zum Schneiden günstigste Lage mittels der vorhandenen Spannvorrichtungen
befestigt werden. Dies hat zur Folge, daß das Sägeband der Säge nicht nur während
der jeweiligen Rücklaufbewegung des Sägewagens zwischen zwei Schnitten, sondern
auch während der Zeit, die zur Wegnahme eines Restes vom Wagen und zum Aufbocken
eines neuen Blockes od. dgl. benötigt wird, ohne Arbeit zu leisten, leer umläuft.
Messungen haben ergeben, daß bei 9stündiger Arbeitszeit das Sägeblatt der Maschine
nur während etwa 2 bis 3 Stunden im Schnitt steht. Eine derart schlechte Ausnutzungsmöglichkeit
der Maschine wirkt sich stark verteuernd auf das geschnittene Material aus.
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Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung zum Beschicken
des Sägewagens von Blockbandsägen mit zu schneidendem Material zur Beseitigung der
genannten Mängel und zur Erzielung einer stark erhöhten Schnittleistung der Maschine
durch Herabsetzung der Stillstandszeiten des Sägewagens. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daB die Vorrichtung einen oder mehrere mit Mitteln zur Aufnahme
und schnittfertigen Befestigung des Materials versehene, auf den Sägewagen verbringbare
und auf diesem feststellbare Träger aufweist.
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Ein weiteres Erfindungsmerkmal besteht darin, daß der Träger zum schnittfertigen
Einspannen des
Materials verschieb- und feststellbar auf einem feststehenden
oder fahrbaren Chassis angeordnet ist. Dieses Chassis kann derart ausgebildet sein,
daß es mehrere, beispielsweise zwei voneinander unabhängige und als solche verwendbare
Träger aufweist, wobei das Chassis und/oder der oder die Träger das Verschieben
erleichternde Führungen aufweisen.
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Die Vorrichtung ermöglicht ein genaues Einspannen und die schnittfertige
Vorbereitung des zu schneidenden Materials in der Form von Blöcken, Rundholz, Stämmen
u. dgl. auf dem oder den Trägern während der Zeit, in der anderes, ebenfalls auf
einem auf dem Sägewagen festgestellten Träger befindliches Material geschnitten
wird. Die Stillstandszeit beschränkt sich somit auf die zur Wegnahme des einem Trägers
mit den Materielresten vom Sägewagen und die zum Aufsetzen des anderen Trägers mit
dem schnittbereiten Material auf den Sägewagen benötigte kurze Zeitspanne, wobei
Versuche ergeben haben, daß auf der gleichen Blockbandsäge mindestens eine Verdoppellung
der Schnittleistung gegenüber der bisher gebräuchlichen Methode des Einspannens
des zu schneidenden Materials auf dem Sägewagen erzielt werden kann..
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Die Vorrichtung ist billig in der Herstellung und läßt sich sowohl
bei neuen als auch bei bereits im Betrieb stehenden Blockbandsägen verwenden, wobei
im letzteren Fall' am Sägewagen die zur Führung und Feststellung des oder der Träger
erforderlichen Mittel anzubringen sind. Da die Vorrichtung praktisch keinem Verschleiß
unterworfen ist, macht sie sich zufolge der erheblich verbesserten Ausnutzungsmöglichkeit
der Blockbandsäge wegen der gesteigerten Schnittleistung innerhalb kürzester Zeit
bezahlt.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise schematisch
dargestellt. Es zeigt Fig. I die Vorderansicht einer liegenden Blockbandsäge, Fig.
2 eine Draufsicht auf einen Teil des Blockbandsägewagens in der Stellung zum Beschicken,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2, Fig.4 die Vorderansicht des
Blockbandsägewagens bei Verwendung von zwei abwechselnd zu gebrauchenden Vorrichtungen
und Fig.5 eine Draufsicht auf den Blockbandsägewagen und die Vorrichtung gemäß einer
geänderten Ausführungsform.
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In Fig. I ist mit I der aus den zwei Ständern und der Traverse bestehende
Ständenahmen der Blockbandsäge bezeichnet, an welchem die beiden das endlose Bandsägeblatt
2 tragenden und bewegenden Bandsägerollen senkrecht auf und ab bewegbar angeordnet
sind. Mit 4 ist der Wagen bezeichnet, der auf Schienen sitzt sowie vor- und rückwärts
verschiebbar ist, wobei die Vorschubgeschwindigkeit regulierbar, die Rücklaufgeschwindigkeit
konstant ist.
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Die Vorrichtung weist einen auf parallel zu den Schienen des Blockbandsägewagens
angeordneten Schienen verschiebbaren, als Chassis ausgebildeten Hilfswagen 6 auf,
auf dem sich quer verschieb- und feststellbar ein als Träger des zu schneidenden
Materials bestimmter Rahmen 5 befindet. Dieser Rahmen 5 weist in Abständen voneinander
paarweise angeordnete Haken 7 zum Einspannen des zu sägenden Blockes auf. Der Rahmen
5 ist bei der gezeichneten Ausführungsform nach Fig.2 und 3 mit nach abwärts gerichteten
T-förmigen Führungsmitteln 8 versehen, deren Stege in im Querschnitt U-förmige,
versenkt im Hilfswagen angeordnete Profilstücke g eingreifen. Der Blockbandsägewagen4
ist ebenfalls mit derartigen Profilstücken 9a versehen. An der dein Blockbandsägewagen
4 zugekehrten Längsseite trägt der Hilfswagen Rollen Io, die das Verschieben des
Rahmens 5 mit dem eingespannten Material vom Hilfswagen auf den Blockbandsägewagen
und wieder zurück erleichtert. Die Profilstücke g und ga haben die Aufgabe zu verhindern,
daß sich der Rahmen 5 auf dem Wagen in der Längsrichtung verschieben kann, während
seitliche, nicht gezeichnete, wegnehmbare Anschläge eine Bewegung .des Rahmens in
der Querrichtung verhindern.
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Es können an Stelle der T-förmigen und U-förmigen Profilstücke auch
andere bekannte Mittel vorgesehen sein, .die zur Festlegung und Feststellung des
Rahmens sowohl auf dem Hilfswagen als auch auf dem Blockbandsägewagen dienen, beispielsweise
können Rollen- oder Schlittenführungen vorhanden sein.
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Um mit einer minimalen Leerlaufzeit der Säge arbeiten zu können, sind
mindestens zwei Hilfswagen mit je einem Wechselrahmen vorzusehen, da sich der eine
der beiden Rahmen mit einem Block stets auf dem Blockbandsägewagen befindet, so
daß jeweils ein Rahmen während der Zeit der Arbeitsleistung der Säge mit einem frischen
Block versehen werden kann. -Wenn es die Platzverhältnisse gestatten, können zu
beiden Seiten des Blockbandsägewagens Schienen für die Hilfswagen vorgesehen sein
(Fig.4), von denen jeweils nur der eine einen mit einem eingespannten Block versehenen
Rahmen trägt, während der andere Hilfswagen zur Aufnahme des Rahmens mit den Blockresten
vom Blockbandsägewagen bestimmt ist. Bei einer solchen Anordnung benötigt der Rahmenwechsel
einen minimalen Zeitaufwand,.. Wenn hingeboren der Örtliidhen Verhältnisse wegen
der Blockbandsägewagen nur von der einen oderanderen Seite her zugänglich ist, ist
der Hilfswagen mit dem aufgenommenen Rahmen mit den Blockresten wegzuschieben, worauf
der Hilfswagen mit dem frischen Blockherangebracht werden kann.
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Da in der Praxis die zu schneidenden Blöcke ungleiche Längen und Dicken
aufweisen, können auf einem Hilfswagen von geeigneter Länge auch mehrere, in der
Längsrichtung hintereinander liegende Rahmen 5 angeordnet sein, die voneinander
unabhängig sind (Fig.5). Diese Anordnung ermöglicht sowohl das Aufbocken eines längeren
Blockes als auch .das Aufspannen von zwei oder mehr hintereinander liegenden kürzeren
Blöcken. Im erstgenannten Fall werden beim Verschieben
sämtliche
Rahmen, die auch miteinander durch eine geeignete Vorrichtung in Verbindung bringbar
sein können, vom einen auf den anderen Wagen bewegt, während im letztgenannten Fall
die Rahmen einzeln verschoben werden können. Es ist somit die Möglichkeit gegeben,
zwei oder mehr Blöcke in einem Arbeitsgang zu schneiden und die Leerlaufzeit des
Blockbandsägewagens beim Vor- und Rücklauf herabzusetzen. Es ist aber auch möglich,
nur einen Teil der vorhandenen Rahmen in Gebrauch zu nehmen und die restlichen Rahmen
jeweils zum Aufbocken von Blöcken zu verwenden. Diese Lösung mit einem Hilfswagen
gestattet den Gebrauch der Wechselrahmen auch in solchen Fällen, wenn ein zweiter
Hilfswagen der Platzverhältnisse wegen nicht aufgestellt werden kann. Der Wechsel
vollzieht sich so, daß nach Beendigung des Rücklaufs der auf dem Sägewagen befindliche
Rahmen auf den Hilfswagen abgezogen und der auf dem letzteren befindliche Wechselrahmen
mit dem schnittfertig aufgespannten Material auf den Sägewagen aufgeschoben wird.
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Hilfswagen und Rahmen können auch derart ausgebildet sein, daß letztere
auf den ersteren statt in der Querrichtung, in der Längsrichtung nach dem Lösen
der Feststellmittel verschoben werden können. Eine solche Ausführungsform kommt
in Frage, wenn der Hilfswagen nur in der Längsrichtung des Sägewagens an die Stirnseite
des letzteren herangefahren werden kann. In einem solchen Fall sind zwei Hilfswagen
vorzusehen, von denen der eine an das der Blockbandsäge abgekehrte Stirnende des
Sägewagens, nachdem der letztere die Vorschubbewegung beendet hat, herangebracht
wird, um den Wechselrahmen aufzunehmen, während der andere Hilfswagen an das der
Blockbandsäge abgekehrte Stirnende des Sägewagens, nachdem letzterer die Rücklaufbewegung
ausgeführt hat, herangeschoben wird, um einen Rahmen mit aufgespanntem, zu schneidendem
Material abgeben zu können.
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In der Praxis kommen auch Blockbandsägeanlagen vor, bei denen auf
den Gebrauch von Hilfswagen verzichtet werden muß. In solchen Fällen dient zur Aufnahme
des Wechselrahmens mit dem schnittfertig aufgespannten Material ein Gestell od.
dgl. von passender Höhe in einer solchen Anordnung in bezug auf .den Sägewagen,
daß sich der Rahmen auf den letzteren schieben läßt, wenn er die Rücklaufbewegung
beendet hat. Es könnte aber auch das Abheben des Rahmens vom Sägewagen und das Zubringen
eines Wechselrahmens mit schnittfertig aufgespanntem Material unter Zuhilfenahme
einer Hebevorrichtung, beispielsweise einem an einer Laufkatze angeordneten Flaschenzug
od. dgl., vorgenommen werden-.