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Drosselklappen-Verstellvorrichtung Die Erfindung besteht in einer
Weiterausbildung der Drosselklappen-Verstellvorrichtung nach Patent 863 875. Die
Vorrichtung nach diesem Patent ist eine stoßdämpferartige Luftbremse, die in der
Nähe der Schließlage der Drosselklappe deren Schließbewegung verlangsamt. Diese
Wirkung kommt dadurch zustande, daß ein Arm des Drosselklappenstellhebels kurz vor
der Schließlage der Drosselklappe auf einen Stößel :der Vorrichtung trifft, der
eine in einem geschlossenen Gehäuse eingespannte Membran verschiebt und dabei -die
Luft aus der einen Gehäusekammer durch eine enge Öffnung austreiben muß, weil eine
weite Verbindungsöffnung mit der anderen Gehäusekammer,in diesem Fall durch ein
Rückschlagventil verschlossen ,vird.
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Gemäß der Erfindung wird die Vorrichtung derartig ausgebildet, daß
die Membran selbst die Funktion des Rückschlagventils übernimmt auf Grund der unter
Bezugnahme auf die Zeichnung beschriebenen und in den Ansprüchen gekennzeichneten
Bauart.
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Fig. z zeigt eine Seitenansicht des Vergaserauslasses einschließlich
der Drosselregelvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung im teilweisen Schnitt;
Fi.g.2
ist ein teil,veiser Schnitt durch die Drosselregelv orrichtung ; Fig. 3 und .4 zeigen
Einzelheiten der Vorrichtung, und schließlich ist Fig. 5 ein teilweiser Schnitt
durch die Vorrichtung im vergrößerten Maßstabe.
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Die Einzelheiten der Bauweise eines Vergasers sind für dieBetrachtung
der vorliegendenErfindung unwesentlich. Nur der Auslaßteil des Vergasers, der mit
dem Verteilerrohr verbunden werden kann, ist dargestellt. Das Gußteil i (Fig. i)
des Auslaßteiles hat einen Flansch 2, der mit einem passenden Flansch am Einlaßverteilerrohr
einer Verbrennungskraftmaschine in der üblichen Weise verbunden werden kann. Der
freie Querschnitt dies Gemischauslaßkanals 3, der in Fig. i durch gestrichelte Linien
dargestellt isst, wird durch eine Drosselklappe 4 geregelt, die an einer im Gußteil
i drehbar gelagerten Achse 5 befestigt ist und einen Antriebsarm 6 aufweist. Die
Drosselklappe 4_ ist über ein Gestänge zwischen der Bohrung 7 des Antriebsarmes
6 und dem üblichen Gaspedal von Hand bedienbar.
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Die Drosselklappe 4 geht bei Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn in
die geöffnete Stellung. Ihre gewöhnliche Leerlaufstellung wird durch eineeinstellbare
Anschlagschraube 8 bestimmt, welche in einen Arm 9 des Antriebsarmes 6 eingeschraubt
ist.
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Um der Drosselklappe am Ende ihrer Schließbewegung eine Verzögerung
zu erteilen, .besitzt :der Antriebsarm 6 noch einen Arm i o, der sich gegen eine
einstellbare Anschlagschraube i i zulegen vermag. Diese Anschlagschraube i i isst
in das eine Ende einer Hülse 12 eingeschraubt und wird von einer Gegenmutter 13
in j eder einmal eingestellten Lage gehalten. Die Hülse 12 kann sich durch eine
Öffnung des Membranengehäuses 14 hindurch hin und her bewegen und wird von. einem
Tragarm 15 abgestützt, welcher mit dem Gußteil i verbunden isst.
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Das Membranengehäuse besteht aus zwei Becher= förmig gestalteten Teilen
16 und 17, die durch Umbördelung des Randes des Teiles 16-um-den Rand des Teiles
17 bzw. des Randes -einer Membran 18 miteinander luftdicht verbunden sind (Fig.
i und 2). Die Hülse 12 ist in einem Ring i9 verschiebbar gelagert, zwischen dessen
Flansche 2o und 21 der Tragarm 15 und das Gehäuseteil 16. festgeklemmt sind. Zwischen
der Membran 18 und dem Gehäuseteil 17 liegt eine Feder 22, welche die Membran.j8
und die mit ihr verbundenen Teile in der Regel in der Stellung nach Fig. .i hält.
"-An eine Verlängerung 23 der Hülse 12 ist eine Metallscheibe 24 mit einer ebenen,
ringförmigen Fläche 25 angenietet, mit welcher die Membran 18 verbunden. ist. Die
Scheibe 24 hat außer der ebenen Fläche ä5 noch eine Ringnut z6 sowie eine Sicke
27, deren tiefster Teil dieselbe Höhe hat wie die ebene Fläche z5 und in der Regel
den mittleien Teil der Membran 19 -berührt, wenn diese von der sich schließenden
Drosselklappe nach links bewegt wird. In .der Mitte der Scheibe 2q. ist eine vertiefte
Fläche 28, welche einen deutlich bemerkbaren Abstand von der Membran i8 aufweist.
In diesem Teil 28 der Scheibe 24 sind zwei Durchlaßöffnungen 29 von erheblicher
Abmessung, die einen verhältnismäßig ungehinderten Durchtritt der Luft von der rechten
Seite nach ,der linken Seite der Membran i8 gestatten, sobald die Membran infolge
der Öffnungsbewegung der Drosselklappe nach links bewegt wird. In der ringförmigen
Nut 26 dagegen ist nur eine verhältnismäßig kleine Öffnung 30 vorgesehen
(Fig. 5).
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Die Membran 18 besteht aus einer flachen Scheibe von nachgiebigem
Werkstoff mit einem starren, mittleren Teil 31 (Fig.4), der sich gegen die Sicke
27 zu legen vermag. In der Membran 18 befindet sich ferner eine ringförmig angeordnete
Reihe von Durchbrüchen 32 (Fig. 4), die in der Nähe der ringförmigen Nut 26 der
Metallscheibe 24 liegen und so angeordnet sind, daß die verhältnismäßig kleine Öffnung
30 stets in Verbindung mit den Räumen beiderseits der Membran bleibt.
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Wenn die Maschine nicht in Tätigkeit ist, wird die Membran 18 und
.die damit verbundene Scheibe 24 in der Stellung nach Fig.2 gehalten. Das wird bewirkt
durch die allgemein Übliche Feder, welche das Gaspedal in die Grundstellung zurückzieht,
sobald dieses vom Fahrer zum Zweck des Schließens der Drosselklappe freigegeben
wird, da diese übliche Feder weit :stärker ist als die Feder 2@2. Wenn die Drosselklappe
4 geöffnet wird, ist der Arm io von der Anschlagschraube ii weggeschwenkt, und die
Feder 22 bewegt die Membran 18 und die Metallplatte 24 nach rechts, bis die Teile
.die Stellung nach Fig. i einnehmen. .Sobald diese Teile in der beschriebenen Weise
bewegt werden, entfernt sich unter dem Druck der Luft, die von dem Raum auf der
rechten Seite der Membran durch die Öffnungen 29 fließt, der mittlere Teil-31 der
Membran von der Ringfläche der Sicke 27 und gestattet eine praktisch .ungehinderte
Strömung der Luft von dem Raum auf der rechten Seite der Membran nach dem Raum auf
der linken Seite davon und gestattet so eine schnelle und praktisch ungehinderte
Bewegung der Membraneneinheit nach rechts- in die Stellung nach Fig. i. Wenn sich
die Membraneneinheit in der Stellung nach Fig. i befindet, die bei geöffneter Drosselklappe
eingenommen wird, und wenn das Gaspedal freigegeben wird, um das Schließen der Drosselklappe
zu bewirken, dann bewegt der Arm. io nach seiner Berührung mit der Schraube i i
die Membraneneinheit ,nach links. Durch diese Bewegung wird ein Luftdruck auf den
mittleren Tei131 der Membran i8 erzeugt, welcher bewirkt, daß ein Teil der Membran
sich gegen die Sicke 27 legt und der Teil 31 der Membran wie ein Ventil wirkt, welches
ein Fließen der Luft von dem Raum zur Linken der Membran nach dem Raum zur Rechten
durch die großen Öffnungen 29 hindurch verhindert. Die ganze-Luft, welche von dem
Raum zur Linken der Membran nach,dem Raum zur Rechten fließt, muß daher durch, die
sehr kleine Öffnung 30 strömen. Die Bewegung der Membran nach der rechten Seite
kann daher nur sehr langsam vonstatten gehen, und
der letzte Teil
der Bewegung des Drosselventils in seine geschlossene oder Leerlaufstellung kann
daher nur entsprechend langsam erfolgen. Auf diese Weise wird durch die Verzögerung
der Schließbewegung der Drossel ein Stehenbleiben der Maschine verhindert.