DE930214C - Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug, fuer den Transport von feinkoernigem Gut, insbesondere Kohlenstaub - Google Patents

Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug, fuer den Transport von feinkoernigem Gut, insbesondere Kohlenstaub

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DE930214C
DE930214C DEG8993A DEG0008993A DE930214C DE 930214 C DE930214 C DE 930214C DE G8993 A DEG8993 A DE G8993A DE G0008993 A DEG0008993 A DE G0008993A DE 930214 C DE930214 C DE 930214C
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Philipp Dipl-Ing Linz
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D5/00Tank wagons for carrying fluent materials
    • B61D5/002Tank wagons for carrying fluent materials for particulate or powder materials

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)

Description

  • Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug, für den Transport von feinkörnigem Gut, insbesondere Kohlenstaub Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug, insbesondere ein Schienenfahrzeug, für den Transport von losem schüttbarem Massengut feiner bis feinster Körnung, insbesondere Kohlenstaub.
  • Sein aus einem System von zwei spiegelbildlich zueinander angeordneten Förder- bzw. Drehrohren bestehender Transportbehälter ist mit besonderen Beschickungs- und Entleerungseinrichtungen versehen, die eine Ausnutzung des Behältervolumens statt wie bisher bei bekannten ähnlichen Fahrzeugen von nur etwa 5o°/o nunmehr bis zu etwa 95% zulassen. Diese hohe Ausnutzung wird dadurch erreicht, daß der Behälter aus zwei Hauptteilen besteht, nämlich dem System der spiegelbildlich zueinander angeordneten beiden Förderrohre mit außenliegenden Abschlußböden und dem mit dem Fahrzeuggestell fest verbundenen, also nicht drehbaren muffenartigen Ringkörper. Dieser umschließt die Behältermitte und trägt in seinem Scheitel die Beschickungseinrichtung, während in seinem untersten Teil :die Entladespitze mit .angeschlossenem pneumatischem oder mechanischem Förderer angebracht ist. Die mit :der Innenwandung des Förderrohrsystems fest verbundene, ringförmige Schraubenfläche dient beim Drehen desselben um die Längsachse dazu, das aufgegebene Gut in bekannter Weise an die außenliegenden Abschlußböden der Förderrohre zu befördern und anzustauen, bis der gesamte -nutzbare - Behälterraum gefüllt ist. Wird das Förderrohrsystem im umgekehrten Sinne gedreht, so kann d damit das Ladegut nach und nach aus !dem Behälter wieder heraustransportiert und dieser durch die Entladespitze mit der nachfolgenden pneumatischen oder mechanischen Fördereinrichtung völlig entleert werden. Dieses Füllen des Behälters von seiner Mitte aus nach beiden Behälterseiten und das Entleeren von den Behälterenden zur Mitte hin. halbiert den Förderweg gegenüber einem aus nur einem Förderrohr bestehenden Behälter und damit auch die Be-und Entladungszeiten. Die radiale Breite der eingebauten Schraubenflächen bestimmt den erreichbaren Füllungsgrad des Behälters, der umgekehrt proportional der Dauer der zulässigen Lade- bzw. Entladezeit ist.
  • Im Gegensatz zu den bekannten Fahrzeugen, die vorzugsweise für die Müllabfuhr entwickelt wurden und deren drehbarer Behälterteil nur aus einem Förderrohr besteht, .eignet sich das erfindungsgemäß vorgeschlagene Fahrzeug insbesondere für den Transport von fein- bis feinstkörnigen losen schüttbaren Massengütern. Der Schüttkegel dieser Art von Massengütern ist wesentlich geringer als der des aus Kehricht, trockenen Haushaltungs- und Straßenabfällen bestehenden Mülls. Darüber hinaus haben sie in gewissem Maße auch die Eigenschaft des Wassers, das stets in Richtung des ihm zur Verfügung stehenden größten Gefälles abfließt: Die Schaufelwirkung der sich drehenden eingebauten Sdiraubenflächen sorgt auf kurzen Abständen an der inneren Behälterwand für das für das Fließen in der Richtung .der Behälterachse notwendigie :Gefälle. Das Abrieseln des jeweiligen Behälterinhalts beim Be- und Entladen geht stets nur an seiner Oberfläche, wie beim Bilden eines Schü.ttkegels, vor sich. Da beim Drehen des Behälters um seine Längsachse außerdem das Ladegut von der nach oben gehenden Behälterinnenwand, angehoben wird und quer zur Drehachse eine zweite Komponente des Schüttwinkels des in Bewegung geratenen Ladegutes hervorgerufen wird, bildet sich als Resultierende ein Gefälle für das rieselnde Ladegut aus, das dieses unter dem lichten Scheitelpunkt der davor liegenden Schraubenwindung hindurchtreten läßt. Dabei ist als Scheitelpunkt die Stelle der inneren Gewindekante anzusehen, die den größten senkrechten Abstand zu der darunterliegenden rieselnden Fläche des Ladegutes besitzt. Mit fortschreitender Füllung wird dieser Abstand immer kleiner, bis er den Wert Null eareicht und :damit jede weitere Auf lademöglichkait ausschließt. Der nicht ausgenutzte Behälterraum bestimmt sich dann nach der Fläche des Kreisabschnittes, dessen Höhe der radialen Breite der Schraubenfläche entspricht.
  • Der für das erfindungsgemäße Fahrzeug vorgeschlagene Einfüllstutzen oberhalb des Scheitels des drehbaren Behälters schafft erst :die Voraussetzung für sämtliche Fließvorgänge beim Beladen. Ebenso ist für das Entladen, d. h. für den umgekehrten Fließvorgang, die Anordnung des Entleerungstrichters unterhalb des Behältertiefes erforderlich. Die bekannten Müllfahrzeuge mit drehbar gelagerten Behältern entsprechen aber nicht diesen Voraussetzungen hinsichtlich der hohen Lage des Füllstutzens, im allgemeinen auch nicht der geforderten Lage der Entleerungsöffnungen,und der Ausbildung der fest eingebauten inneren Schraubenfläche. Soweit diese bei ihnen als Querwand bis zur Behälterachse, d. h. also ohne freien Kerndurchgang der Schraubenfläche ausgebildet sind, können sie nur einen Füllungsgrad von etwa 5o% erreichen. Ist ,der drehbare Müllbehälter mit einer Schraubenfläche ähnlich den bekannten Förderrohren ausgebildet, so könnte wohl damit die erfindungsgemäße hohe Ausnutzung des Behälterraumes erreicht werden, wenn die Oberkante der Einschüttöffnung nicht, wie :es bei ihm naturgemäß ist, sich nur im unteren Teil der Behälterstirnwand befände. Auch mit vor der Durchschüttöffnung vorbeistreichenden Schaufeln, die außerdem um einen konischen Einschütttrichter kreisen, kann das Ladegut nicht in dem Maße angehoben werden, als es ein freies Einströmen bis zur Scheitelhöhe des Behälters erfordert. Darüber hinaus läßt die Anordnung mit Schaufeln und konischem Einfülltrichter auch keine ringförmige Schraubenfläche mit freiem Kerndurchgang im Innern des Behälters zu, so daß .auch hier der Füllungsgrad wie im geschilderten ersten Fall kaum über 50 0/0 ansteigen kann.
  • Die erfindungsgemäße Formgebung des Behälters schließt das Zusammenstauchen des locker eingebrachten Gutes während der Fahrt in starkem Maße aus. Die während der Fahrt noch eintretende Verdichtung des Ladegutes wird beim Entladen durch die Schaufelwirkung der eingebauten Schraubenflächen beseitigt und der ursprünglich lockere Zustand wieder hergestellt. Neben diesem Vorteil tritt außerdem beim Beladen keine Entmischung des feinkörnigen Gutes ein, wie dies sonst bei Schüttkegeln in senkrecht stehenden zylindrischen Behältern immer beobachtet werden kann.
  • Das Fahrzeug mit dem Transportbehälter aus einem System von zwei spiegelbildlich zueinander angeordneten Förderrohren kann wie folgt ausgeführt werden: Die beiden nach außen gerichteten Förderrohrenden sind durch einfache, mit ihnen fest verbundene Böden abgeschlossen. In der Mitte des Behälters sind die beiden Förderrohre mit Stegen so miteinander verbunden, daß zwischen diesen Öffnungen verbleiben, die sowohl dem Be- als auch dem Entladen dienen. Über den ganzen Umfang werden diese Öffnungen von einem mit dem Fahrgestell fest verbundenen, im allgemeinen muffenför migen Ringkörper umschlungen, der oben den Füllstutzen, unten :die verschließbare Entladespitze und seitlich die sonstigen für den Betrieb benötigten Armaturen trägt. Außerdem besitzt dieser Ringkörper nach jeder Seite eine elastische Labyrinth- oder ähnlich geeignete Abdichtung, um Ladegutverlus.te zu vermeiden.
  • Auf diese Weise kann die Erfindung entsprechend den Abb. r und a ausgeführt werden: Die Abb. igitt die Längsansicht des Fahrzeuges wieder, wobei auf der linken Seite der Förderrohrbehälter im Schnitt dargestellt ist. Die Abb.2 ist ein Aufriß des Fahrzeuges von der Stirnfläche aus gesehen.
  • Auf dem Fahrzeuggestell i ist der Transportbehälter 2 auf zwei Rollenwellen 3 drehbar gelagert. Als Sicherung gegen Verschieben des Transportbehälters in der Fahrtrichtung ist im Ausführungsbeispiel vorgesehen, daß die Rollen 4 den Behälter in seinen U-förmigen Laufringen 5 tragen. Der aus zwei spiegelbildlich zueinander angeordneten Förderrohren 6 bestehende eigentliche Transportbehälter wird an seinen äußeren Enden durch Böden 7 verschlossen. Die beiden Förderrohre sind durch Stege B. miteinander fest verbunden. Durch die zwischen den Stegen verbleibenden Öffnungen 9 wird der Behälter sowohl gefüllt als auch entladen. Die Förderrohre erhalten fest eingebaute ein- oder mehrgängige Schraubenflächen io, die zur Behältermitte hin gegenläufig sind. Die auf dem ganzen Umfang des Förderrohrsystems in dessen Mitte verteilten Öffnungen werden von einem muffenähnlichen Ringkörper i i, der mit dem Fahrgestell fest verbunden ist, umschlungen. Dieser trägt oben mittig einen verschließbaren Füllstutzen 12, seitlich hie für die Be- und Entlüftung benötigten Armaturen 13 und läuft unten in eine Entladespitze 14 aus, die wiederum in einen doppelläufigen pneumatischen Injektor 15 mündet. Die seitliche Abdichtung des auf dem Fahrgestell fest ruhenden Ringkörpers zu dem Förderrohrsystem hin ist in dem Ausführungsbeispiel mit Labyrinthdichtungen 16 wiedergegeben.
  • Wie bereits oben ausgeführt, muß beim Beladen der Förderrohrbehälter ;in der einen und beim Entladen in der entgegengesetzten Richtung gedreht werden. Hierfür ist auf eine der Rollenwellen ein Schneckenradgetriebe 17 aufgesetzt, dessen Schneckenwelle 18 unter dem Förderrohrbehälter bis auf die gegenüberliegende Fahrzeugseite durchgeführt ist. Diese trägt auf beiden Seiten Kupplungshälften zum Anschluß der bei den Lade- und Entladestellen stationär befindlichen Antriebsmotoren, gegebenenfalls für deren bewegliche Wellen. Als Antriebsmotoren werden zweckmäßigerweise solche für Rechts- und Linkslauf vorgesehen. Die für die Be- und Entladung erforderliche Drehrichtung des Behälters kann durch Richtungspfeile auf diesem kenntlich gemacht werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Fahrzeug, insbesondere 'Schienenfahrzeug, für den Transport von feinkörnigem Gut, insbesondere Kohlenstaub, mit längs liegenden, um seine Längsachse drehbaren zylindrischen Behältern und in diesen .eingebauten Schraubenflächen, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter aus einem System von zwei spiegelbildlich gleichen Förderrohren mit an der Innenwandung befestigter Schraubenfläche mit innerem freiem Durchgang, die an ihrem äußeren Ende durch Böden abgeschlossen sind, besteht.
  2. 2,. Fahrzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Transportbehälter, auf die Behältermitte bezogen, gegenläufige Schraubenflächen besitzt und in seiner Mittelebene auf seinem Umfang gleichmäßig verteilte Öffnungen zum Be- bzw. Entladen aufweist.
  3. 3. Fahrzeug nach Anspruch 2, .dadurch gekennzeichnet, daß der Transportbehälter auf der Breite seiner Füll- und E ntla-deöffnungen von einem mit dem Fahrzeuggestell fest verbundenen, ungefähr muffenförmigen Ringkörper umschlossen wird-, der oben einen verschließbaren Füllstutzen besitzt, unten in eine Entladespitze mit einfachem oder doppeltem pneumati.schem Injektor ausläuft und dessen Seitenwandungen zurTrommel hin :geeigneteAbdichtungen aufweisen sowie die sonstigen z. B. für die Be- und Entlüftung benötigten Armaturen trägt.
  4. 4. Fahrzeug nach Ansprüchen i bis 3, dadurch @gekennzeichnet, daß die Tragrollen für den Transportbehälter in bekannter Weise durch ein Schneckengetriebe oder eine andere geeignete Vorrichtung nach beiden Richtungen hin angetrieben werden und daß die quer zum Fahrzeug durchlaufende Antriebswelle des Getriebes,den Anschluß der bei den Be- und Entladestellen stationären Motoren von beiden Fahrzeugseiten aus zulassen. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 493 121, 544 662, 683 472, 853 577; österreichische Patentschrift Nr. 119 131.
DEG8993A 1952-06-01 1952-06-01 Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug, fuer den Transport von feinkoernigem Gut, insbesondere Kohlenstaub Expired DE930214C (de)

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