DE930140C - Verfahren zur Entmanganung von Waessern - Google Patents

Verfahren zur Entmanganung von Waessern

Info

Publication number
DE930140C
DE930140C DEH6234A DEH0006234A DE930140C DE 930140 C DE930140 C DE 930140C DE H6234 A DEH6234 A DE H6234A DE H0006234 A DEH0006234 A DE H0006234A DE 930140 C DE930140 C DE 930140C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
manganese
filter
iron
filtered
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH6234A
Other languages
English (en)
Inventor
Helmut Von Dr Freyhold
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DEH6234A priority Critical patent/DE930140C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE930140C publication Critical patent/DE930140C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/58Treatment of water, waste water, or sewage by removing specified dissolved compounds
    • C02F1/62Heavy metal compounds
    • C02F1/64Heavy metal compounds of iron or manganese

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Removal Of Specific Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entmanganung von Wässern Die Entfernung von Manganverbindungen aus Wässern wird meist durch eine oxydierende Behandlung des Wassers, vorzugsweise durch Belüften, und anschließendes Abfiltrieren des entstandenen Manganoxydhydrates vorgenommen. Da die Ausscheidung des Manganoxydhydrates nicht so schnell verläuft wie z. B. das Ausflocken von Eisenhydroxyd, sind besondere Maßnahmen notwendig, um diesen Vorgang zu beschleunigen. Beschleunigend wirkt z. B. der auf den Filtern im Laufe des Betriebes sich bildende Überzug von abfiltriertem Manganoxydhydrat. Die katalytische Wirksamkeit dieses Niederschlages ist nach seinem Alter verschieden stark. Ein frisches Filter besitzt fast gar keine katalytische Wirksamkeit und bedarf eines längeren »Einlaufens« unter betrieblichen Bedingungen, um den katalytisch wirksamen Belag zu erzeugen. Dieser Vorgang läßt sich durch Einschlämmen von Mangandioxyd in das Filter oder durch Zugabe von Kaliumpermanganat zum Wasser und Verwendung alkalischer Filtermassen unterstützen. Im Laufe des Betriebes wächst die Dicke des Niederschlages, die katalytische Wirksamkeit nimmt ab, und die Filter werden durch Verkrustung unbrauchbar. Da diese Schichten von Manganverbindungen sehr fest auf der Oberfläche der Filtermassen haften, läßt sich das Filter nicht durch einfaches Rückspülen regenerieren, vielmehr muß das Filtermaterial völlig gewechselt werden. Kosten, Zeitverlust und Arbeitsaufwand beim Aktivieren und Erneuern der Filter sind die Nachteile dieses Verfahrens. Außerdem ist das Einhalten eines engen Ph-Bereiches notwendig.
  • Es wurde nun gefunden, daß man viel schneller arbeiten kann, wenn man den Wässern vor der Filtration geringe Mengen an Alkalisilikaten zusetzt und das Wasser ohne Passieren von Absetzbehältern auf die Filter leitet.
  • Die Oxydation der Manganverbindungen kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in bekannter Weise, insbesondere durch Belüften, vorgenommen werden. Vor oder nach dem Belüften wird Alkalisilikat zugesetzt. Die Menge des zugesetzten Alkalisilikates kann je nach den vorliegenden Verhältnissen sehr verschieden sein. Als allgemeine Richtlinie läßt sich sagen, daß die zugesetzte SiO2-Menge der im Wasser vorhandenen Manganmenge ungefähr gleich sein soll. Außer von der Menge des vorhandenen Mangans wird die Menge des zuzusetzenden Alkalisilikates jedoch auch durch sonstige, mit Silikaten fallbare Bestandteile des Wassers bestimmt, so daß die tatsächlich anzuwendenden Mengen von der oben gegebenen Richtlinie erheblich abweichen können.
  • Enthält das Wasser z. B. Eisen, so wird man zweckmäßigerweise so viel Silikat zusetzen, daß auch das Eisen mitgefällt wird. Die Ausfällung des Mangans wird dadurch keineswegs behindert, im Gegenteil, bei geringen Mangangehalten kann man dessen vollständige Ausscheidung sogar durch Zusatz von Eisen- oder Aluminiumverbindungen unterstützen.
  • Das so vorbehandelte Wasser wird nun ohne Passieren von Absetzbehältern in die Filter geleitet, die als einfache Kiesfilter ausgebildet sein können. Dadurch soll die Flockung in das Filter geschwämmt werden. Läßt man dem Wasser nach dem Zusatz der Silikatlösung noch eine Verweilzeit von wenigen Minuten, etwa wie bei der im Beispiel I beschriebenen Ausführungsform, so ist die Flockung bei Eintritt des Wassers in das Filter noch nicht vollständig, und sie wird erst im Filter zu Ende geführt. Dadurch ist es möglich, den sich bildenden aktiven Belag auf den Filterkörpern, der die restlose Ausscheidung des Mangans katalytisch begünstigt, schneller über die ganze Ausdehnung des Filters zu erstrecken. Die Aktivität dieses Belages läßt auch bei längerem Betrieb nicht nach. Wird die Durchlässigkeit durch die Menge der abgeschiedenen Niederschläge verringert, so kann das Filter durch einfaches Rückspülen regeneriert werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist vom pH-Wert des Wassers weitgehend unabhängig; es läßt sich bei pH-Werten zwischen etwa 5,5 und Io durchführen. Gegenüber den bekannten Verfahren besitzt die erfindungsgemäße Arbeitsweise eine Reihe von bedeutenden Vorteilen. Zur Abscheidung des Mangans genügen einfache Kiesfilter; die bisher vielfach benutzten Filter aus teureren Filtermassen sind nicht nötig. Die Einlaufzeit der Filter wird auf einen Zeitraum von wenigen Stunden abgekürzt. Eine Behandlung des Filters mit Magandioxyd oder Kaliumpermanganat entfällt. Die Filterleistung, d. h. die Filtergeschwindigkeit, kann ganz erheblich gesteigert werden. Enthält das Wasser Eisenverbindungen, so läßt sich die Enteisenung und Entmanganung in einem Arbeitsgang durch= führen. Wie bereits ausgeführt, ist das erfindungsgemäße Verfahren vom pH-Wert weitgehend unabhängig, während bei dem Verfahren ohne Silikatzusatz ein pH-Wert von etwa 7,4 bis 7,5 eingehalten werden muß. Durch die Verwendung von löslichen Eisen- oder Aluminiumverbindungen in Verbindung mit Silikat ist auch die Reinigung von Wässern mit sehr kleinen Mangangehalten möglich. Enthält das Rohwasser Kieselsäure, so ist der Kieselsäuregehalt des gereinigten und gefilterten Wassers oft geringer als der des Rohwassers. Wie ersichtlich, besitzt das erfindungsgemäße Verfahren gegenüber dem bekannten Verfahren sowohl technische als auch wirtschaftliche Vorteile.
  • Es ist zwar bekannt, Wässern lösliche Silikate und Eisensalze zuzusetzen und das so behandelte Wasser durch Misch- und Flockungsbehälter in Absetzbehälter zu leiten, wo sich die Flockung zu Boden setzt und das so gereinigte Wasser durch Filtration von geringen Mengen mechanisch mitgerissener Flocken zu befreien. Bei diesem Verfahren hat man jedoch nicht erkannt, daß man die Manganausscheidung begünstigt, wenn. man die Flocken in das. Filter leitet und so einen Belag schafft, der die Manganausscheidung katalysiert.
  • Es ist ferner bekannt, Gebrauchswässer nach Zusatz von Fällungschemikalien, wie Aluminiumsulfat, unmittelbar zu filtrieren, hierbei handelt es sich jedoch nicht um manganhaltige Wässer und nicht um den Zusatz von Alkalisilikaten (vgl. Gas-und Wasserfach, Bd. 79, 1936, Heft 46). Beispiel I Ein bodenfiltriertes Trinkwasser, das im Liter 2,5 mg Mangan und 3 bis 5 mg Eisen enthält und einen pH-Wert von 7,1 besitzt, wird intensiv belüftet und mit so viel handelsüblichem Natriumsilikat (Na 20:Si02 = 1:3,3) versetzt, daß es 3 mg Si 02 im Liter enthält. Nach 3 bis 4 Minuten Aufenthaltszeit im Mischbehälter wird durch Schnellfilter mit Kiesfüllung gefiltert. Der Mangangehalt des gefilterten Wassers liegt unterhalb 0,05 mg/l, der Eisengehalt unterhalb o,oI mg/l. Beispiel e Das gleiche, im Beispiel I verarbeitete Trinkwasser wird gechlort, bis ein überschuß von o, r mg/1 Chlor bleibt, mit handelsüblichem Natriumsilikat versetzt und gefiltert. Mangan und Eisen sind dann nicht mehr nachweisbar. Beispiel 3 Ein Wasser mit einem Mangangehalt von 0,5 mg/1 und einem pH-Wert von 6,8 wird mit 5 bis ro mg/1 Eisen versetzt, das in Form von Eisenchlorid oder Eisensulfat angewandt werden kann. Außerdem wird g bis to mg/1 Natriumsilikat zugesetzt. Nach intensiver Belüftung wird über Kiesfilter gefiltert. Die Eisen- und Mangangehalte des so aufgearbeiteten Wassers liegen in der gleichen Größenordnung wie die des nach Beispiel I erhaltenen.
  • Beispiel Das Trinkwasser wird wie im Beispiel 3 beschrieben verarbeitet, es wird jedoch nach Zusatz der Chemikalien nicht belüftet, sondern versprüht und dann durch ein offenes Kiesfilter filtriert. Die Eisen- und Mangangehalte des so behandelten Wassers sind die gleichen, wie die des nach Beispiel I erhaltenen.
  • Beispiel s Ein Wasser mit einem Mangangehalt von 1,2 g/m3 und einem pH-Wert von 6,8 wird unmittelbar vor Beaufschlagung eines Kiesfilters mit 1,5 g/m3 Chlor und 5 g/m3 eines Alkalisilikates mit dem Verhältnis Na2 O: Si02 = 1: 3,3 geimpft. Das Filter wurde mit einer Leistung von 15 m/h, entgegen einer Normalleistung von 8 m/h, beansprucht. Das reine Wasser war manganfrei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entmanganung von Wässern unter oxydativer Behandlung, dadurch gekennzeichnet, daß man die mit Alkalisilikaten sowie gegebenenfalls mit löslichen Salzen dreiwertiger Metalle versetzten Wässer unmittelbar auf Filter leitet, wodurch die Ausscheidung der Manganverbindungen in dem Filter unter dem katalytischen Einfluß des dort gebildeten kieselsäurehaltigen Belages stattfindet. Angezogene Druckschriften: Lewage Works Journ., 12 (1940), S. 562 bis 570; Gas- und Wasserfach, 79 (1936), Heft q.6.
DEH6234A 1950-10-04 1950-10-04 Verfahren zur Entmanganung von Waessern Expired DE930140C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH6234A DE930140C (de) 1950-10-04 1950-10-04 Verfahren zur Entmanganung von Waessern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH6234A DE930140C (de) 1950-10-04 1950-10-04 Verfahren zur Entmanganung von Waessern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE930140C true DE930140C (de) 1955-07-11

Family

ID=7144569

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH6234A Expired DE930140C (de) 1950-10-04 1950-10-04 Verfahren zur Entmanganung von Waessern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE930140C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2107844A1 (de) * 1970-02-20 1971-09-09 Veitscher Magnesitwerke Ag Verfahren zur großtechnischen Gewin nung von Magnesiumoxyd hoher Reinheit

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2107844A1 (de) * 1970-02-20 1971-09-09 Veitscher Magnesitwerke Ag Verfahren zur großtechnischen Gewin nung von Magnesiumoxyd hoher Reinheit

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE68902197T2 (de) Abwasservorbehandlung in einem verfahren zur biologischen reinigung.
EP0179242B1 (de) Verfahren zur Reinigung von Phosphorsäure
DE1642443A1 (de) Verfahren zur Entsalzung von Kesselspeisewasser
DE3917412C1 (de)
DE2753401C2 (de) Verfahren zur Behandlung von bei der Koksherstellung anfallendem Gaswasser
DE2050406A1 (de) Verfahren zur Entfernung der kationischen Verunreinigungen aus technischer Phosphorsäure
DE930140C (de) Verfahren zur Entmanganung von Waessern
DE19856198A1 (de) Verfahren zur Schwimmbadwasseraufbereitung
DE2735465A1 (de) Verfahren zur herstellung von mit wismut modifiziertem, sphaeroidischem malachit
DE2512107B2 (de) Verfahren zur Langsamentkarbonisierung von Wasser
EP0184690B1 (de) Verfahren zur Entarsenierung von phosphorsauren Lösungen
EP1476401A1 (de) Verfahren zur wasseraufbereitung
DE3241293T1 (de) Verfahren zur Rückgewinnung von Uran aus radioaktivem Abfall
DE3421113A1 (de) Filtereinrichtung und verfahren zur entfernung von eisen und/oder anderen chemisch reduzierenden stoffen aus trinkwasser
DE604748C (de) Verfahren zur Reinigung von Wasser
DE2408051A1 (de) Verfahren zur entfernung von mangan aus wasser
DE833927C (de) Verfahren zum Reinigen von Wasser
DE19813058A1 (de) Abwasseraufbereitung bei der Phosphatierung
DE1642424A1 (de) Anwendung von Stoffen aus Mono- und Polysacchariden und ihren Abkoemmlingen und Schwefelsaeure zur Abscheidung von organischen Verunreinigungen aus industriellen Abwaessern
DE69609031T2 (de) Verfahren zum Verhindern von schwarzen Flecken auf Wänden von unterirdischen Wasserbehältern
AT252834B (de) Verfahren zum Aufbereiten des bei der biologischen Reinigung von Abwässern anfallenden Überschußschlammes
DE1517685A1 (de) Verfahren zur Reinigung der Abwaesser die bei der Veredelung fester oder fluessiger Brennstoffe als Kondensate anfallen
DE2258713A1 (de) Verfahren zur abtrennung von feststoffteilchen aus einer suspension
DE738115C (de) Kreislauffuehrung des Kupfers bei der Kupferkunstfaserherstellung
DE1642479B1 (de) Verfahren zur entfernung von eisen und mangan auswasser