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Entwicklungsgerät für photographische Schichtträger Gegenstand des
Patents 894 199 ist ein Entwicklungsgerät, bei dem die zu entwickelnden Schichtträger
(Filmblätter oder Platten) in Nuten von einander gegenüberliegenden Seitenplatten
eingeschoben werden und die Seitenplatten in ihrer Entfernung voneinander einstellbar
sind. Die seitlichen, die Schichtträger aufnehmenden Platten sind dabei auf beiden
Seitenflächen mit Aufnahmenuten für die Schichtträger versehen und so zusammengebaut,
daß nach Belieben die eine oder die andere mit den Aufnahmenuten versehene Seite
in der Arbeitsstellung liegt. Die Aufnahmenuten für die Schichtträger auf der einen
Seite sind gerade und dienen zur Aufnahme von Platten, während die Nuten auf der
anderen Seite gekrümmt sind und zur Aufnahme von Filmblättern dienen. Bei dem Hauptpatent
-sind die Nuten auf ihrer unteren Seite ;geschlossen, und insbesondere an der zur
Aufnahme der Platten bestimmten Seite sind die die Nuten bildenden Zwischenstege
so breit, daß der Zugang der Entwicklungsflüssigkeit an den Rändern der Platten
behindert ist und infolgedessen die Ränder nicht in der gleichen Weise entwickelt
werden.
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Es ist ein Gegenstand der Erfindung, diesen Nachteil zu beseitigen
und der Entwicklungsflüssigkeit den Zugang zu allen Teilen des Films zu ermöglichen.
Zu diesem Zweck werden gemäß der Erfindung die geraden, zur Aufnahme von Platten
dienenden Nuten durch einzelne Führungsansätze gebildet, die in der Querrichtung
einen hinreichenden Spielraum zum Durchtreten der Flüssigkeit
aufweisen..
Die zur Aufnahme - der Filmblätter dienenden gekrümmten Nuten werden durch Stege
gebildet, die zur Führung der Filmblätter mit Verdickungen oder Vorsprüngen versehen
sind. Vorzugsweise sind die Aufnahmenuten für die Schichtträger an ihrem unteren
Ende offen, und ein an der unteren Verbindungsstange der Seitenplatten vorgesehenes
Querstück stützt die unteren Kanten der in die Aufnahmenuten eingeführten Schichtträger.
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Die Zeichnung zeigt als Beispiel eine Ausfühtrungsform der Erfindung,
und zwar ist Fig. i eine Darstellung des Gestelles des zusammengesetzten Gerätes;
Fig. 2 ist eine Seitenansicht von Fig. i von links gesehen; Fig. 3 ist ein Schnitt
durch Fig. i in Richtung der Linie III-III, in der Pfeilrichtung gesehen; Fig.4
zeigt den oberen Teileiner Seitenwand des Gestelles in Verbindung mit einer Einrichtung
zum Niederhalten der Filmblätter; Fig. 5 zeigt die Vorrichtung zum Niederhalten
allein als Seitenansicht von Fig. 4; Fig. 6 ist ein Schnitt durch den unteren Verbindungsbolzen
der Seitenwände mit Anschlägen zur Begrenzung der Äbwärtsbewegung der Filmblätter
bzw. Platten; Fig. 7 ist ein Grundriß von Fig. 6.
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Wie bei dem Hauptpatent besteht das Gerät aus den zwei seitlichen
Platten 2, 3, die durch eine obere und eine untere Verbindungsstange 4 bzw. 5 in
bestimmter Entfernung voneinander eingestellt und festgestellt werden können. Die
beiden Seitenplatten 2 bzw. 3 sind auf der einen Seite zur Aufnahme von Platten,
auf der anderen Seite zur Aufnahme von Filmblättern eingerichtet.
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Abweichend von der Ausführung nach dem Hauptpatent sind, wie aus Fig.2
zu ersehen ist, zum Halten der einzüschiebenden photographischen Platten nicht von
oben nach unten durchgehend Schlitze vorgesehen, vielmehr sind hier an den Platten
2 und 3 nur einzelne, über die Höhe der, ganzen Platte verteilte Führungsansätze
31 vorgesehen, die nur so schmal sind, daß zwischen ihnen eine Platte mit verhältnismäßig
viel seitlichem Spielraum Platz hat. Die Entwicklungsflüssigkeit kann infolgedessen
seitlich bequem an die Plätten heran und kann diese über ihre ganze Fläche befeuchten.
Zwischen den Führungsansätzen 3 i sind Durchbrechungen 32 vorgesehen, durch die
die Flüssigkeit ebenfalls hindurchtreten kann. In Fig. .4 sind diese Durchbrechungen
der Übersichtlichkeit wegen fortgelassen, es sind hier nur die Ansätze 31 gezeigt.
Am unteren Ende sind die durch die Ansätze gebildeten Nuten ' geschlossen, um die
Platten zu halten. Man kann aber die Nuten unten auch offen lassen und die Platten
durch eine besondere, später zu beschreibende Einrichtung stützen, die auf die untere
Verbindungsstange 5 aufgesetzt wird.
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Die in Fig. 3 dargestellten, zur Aufnahme der Filme dienenden Nuten
33 sind, abweichend von der Ausführung des Hauptpatents, sehr breit ausgeführt,
und es sind an den die Nuten 33 bildenden Stegen- 34 Wülste - oder - Verdickungen
35 vorgesehen, die die Nuten verengen und für die einzuführenden Filme als Führung
dienen. Der Film hat auf diese Weise einerseits eine gute Führung in der Nut, andererseits
kann die Entwicklungsflüssigkeit ungehindert zuströmen und die Bildung von nicht
genügend entwickelten Stellen am Rande des Films verhindern.
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Diese Nuten sind am unteren Ende offen.. Um nun die Filme und gegebenenfalls
bei unten offenen Plattennuten auch die Platten in der richtigen Lage zu halten;-ist--gemäß
der Erfindung an dem unteren Verbindüngsbölzeil 5 ein Querstück 36 angebracht, das
im einzelnen in Fig. 6 und 7 zu erkennen ist. Das Querstück besitzt einen halbrunden
Mittelteil, mit ,dem- es in eine entsprechende Aussparung de; Verbindungsstange
5. eingesetzt und durch Ankleben mit ihr verbunden ist. Von diesem Mittelteil gehen
zwei seitliche Flügel 37 aus, die mit planktförmigen Erhöhungen oder kleinen Spitzen
3& versehen sind. Außerdem besitzen diese Flügel in. der Mitte- Ausnehmungen
39, um den Zutritt der Entwicklüngsflüssigkeit auch von unten zu erleichtern. Wenn
die Filme in die Nuten 33 eingesetzt sind, setzen sie sich mit ihren unteren Kanten
auf die Flügel 37 des Querstückes auf und liegen mit ihrer Unterkante zwischen zwei
Spitzen oder Ansätzen 38, so daß sie nicht nur in senkrechter Richtung, sondern
auch in der Querrichtung gegen Verschiebung gesichert sind.
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In gleicher Weise können sich auch die zu entwickelnden Platten auf
diese seitlichen Flügel des Querstückes aufsetzen, wenn die Führungsnuten für die
Platten unten offen sind.
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In entsprechender Weise ist auch an der oberen Seite des Gerätes eine
Vorrichtung vorgesehen, die verhindern soll, daß insbesöndere die Filme beim Aufundabbewegen
der Einrichtung in dem Flüssigkeitsbehälter sich nach oben hin verschieben. Diesem
Zweck, dient ein Schieber 40, der auf den an der oberen Querstange 4 befestigten
Traggriff 13
aufgesetzt wird. Der Schieber besteht aus einem dem Querschnitt
des Traggriffs angepaßten, geschlossenen oberen Teil, also bei dem Ausführungsbeispiel
aus einem Kranz von rechteckigem Querschnitt, dessen Ecken mit Schlitzen 41 versehen
sind, so daß die Wände nach innen federn können und sich federnd an den Handgriff
13 anlegen. Es wird dadurch verhindert, daß sich der Schieber durch die bei
Benutzung des Gerätes auftretenden, nur verhältnismäßig kleinen Kräfte unbeabsichtigt
verschieben kann. Außerdem sind an den Längswänden des Kranzes Aussparungen 42 vorgesehen,
die dazu dienen, auch bei verschieden hoher Einstellung ein Verdecken der zum Anhängen
der Vorrichtung dienenden, in dem Handgriff vorgesehenen Löcher -zu verhindern.
An den rechteckigen Kranz schließen sich dann zwei winkelförmig gebogene Flügel
43, 44 an, deren senkrecht nach unten gerichteter Teil 43 in seitliche Abflachungen
der Stange 4 einfaßt, um die Flügel zu stützen, während der sich an die Teile 43
anschließende schräge Teil 44 der Flügel in seiner Neigung
etwa
der :Neigung der OL)erkante der Seitenplatten entspricht; er trägt an seiner Unterseite
wiederum Spitzen oder andere punktförmige Erhebungen 45, die sich zwischen die Platten
oder Filme legen und sie auch oben gegen seitliche Bewegung schützen.
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Die dargestellte Ausführung der Seitenplatten ist für eine Entwicklungsvorrichtung
gedacht, bei der sechs Filme bzw. sechs Platten gleichzeitig entwickelt werden,
also auf jeder Seite der Mittelebene je drei Filme bzw. Platten eingeführt werden.
Man kann natürlich die Einrichtung auch für eine geringere oder eine größere Anzahl
von Platten oder Filmen bauen. In diesem Falle muß dann entsprechend der größeren
Anzahl von Nuten auch eine größere Anzahl von Schlitzen vorhanden sein.
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Natürlich können sowohl das Querstück 36 als auch der Schieber 4o
anders ausgebildet sein, wie oben beschrieben und in der Zeichnung gezeigt, z. B.
brauchen diese Teile nicht an den Querstangen 4. bzw. 5 befestigt zu sein, sondern
können durch besondere Verbindungsstücke mit den Seitenplatten verbunden oder an
diesen unmittelbar angesetzt sein, wobei dann zweckmäßig an den beiden Seitenplatten
je ein Querstück bzw. Schieber vorzusehen ist. Es können ferner die Führungsansätze
31 für die beschichteten Platten prismatisch ausgebildet sein. Es ist aber zweckmäßig,
sie, wie bei 51 in Fig. 4 an einem solchen Führungsansatz gezeichnet, konisch auszubilden
derartig, daß sie sich von ihrer Grundfläche, mit der sie an der Wand anliegen,
nach außen hin verjüngen. Es wird dadurch der Vorteil erreicht, daß die eingeführten
Platten, unabhängig von ihrer Stärke und von der Tiefe, mit der sie zwischen den
Ansätzen liegen, immer nur mit ihrer äußersten Kante an den Führungsansätzen anliegen
können und dadurch eine Beschädigung der Platten vermieden wird. Diese konische
Ausbildung der Führungsansätze ist auch für die Führungsleisten bei dem Hauptpatent
anwendbar. Das Gerät kann aus einem beliebigen Werkstoff bestehen, der von der Entwicklungsflüssigkeit
nicht angegriffen wird, vorzugsweise verwendet man ein Kunstharz, das durch Spritzen
oder Pressen geformt wird.