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Schrottpaketierpresse mit durch einen Klappdeckel verschließbarem
Preßkasten und einer dessen eine Stirnwand bildenden Ausstoßklappe Die Erfindung
bezieht sich auf Schrottpaketierpressen mit einem durch einen Klappdeckel verschließbaren
Preßkasten und einer dessen eine dem in dem Preßkasten vorschiebbaren Preßstempel
gegenüberliegende Stirnwand bildenden Ausstoßklappe. Diese Pressen sind im allgemeinen
mit einem hydraulischen Antrieb für den Preßstempel und den Klappdeckel versehen,
während für die Ausstoßklappe sowohl hydraulische als auch andere Antriebe verwendet
werden. Diese drei verschiedenen Antriebe sind in allen Fällen voneinander unabhängig,
so daß sich eine verhältnismäßig umständliche Bedienung ergibt, die in der Regel
aus folgenden Arbeitsgängen besteht: Schließen und Verriegeln der Ausstoßklappe,
Schließen des Klappdeckels nach dem Füllen des Preßkastens, Vorschub des Preßstempels
bis zur Paketierendstelluna, Öffnen der Ausstoßklappe, Ausstoßvorschub des Preßstempels,
Rückzug des Preßstempels und Öffnen des Klappdeckels und Schließen der Ausstoßklappe.
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Die Erfindung betrifft eine neue Ausbildung dieser Schrottpaketierpressen,
durch die ein besonderer Antrieb für die Bedienung der Ausstoßklappe entbehrlich
wird. Erfindungsgemäß ist bei einer Schrottpaketierpresse mit durch einen Klappdeckel
verschließbarem Preßkasten und einer dessen eine Stirnwand bildenden und dem Pressenstempel
gegenüberliegenden Ausstoßklappe die Klappe an dem Preßkasten um eine waagerechte
Achse "schwenkbar gelagert und mit dem Kurbelarm für den Antrieb des Klappdeckels
kuppelbar. Zweckmäßig ist dabei die Klappe mit der Schwenkachse fest verbunden,
und diese trägt einen Kurbelarm, der duzch einen Lenker mit dem den Klappdeckel
betätigenden Kurbelarm kuppelbar ist, wobei für
eine Ausbildung
mit nach oben ausschwenkbarer Klappe die Anordnung so getroffen ist, daß bei eingekuppeltem
Lenker die Klappe beim Verschwenken des Klappdeckels gleichsinnig zu diesem bewegt
wird. Damit kann somit nach dem Vorschub des Preßstempels in die Paketierendstellung
durch Einschalten des Deckelantriebes auf Heben mit dem Deckel auch die Klappe in
-die Ausschubstellung nach oben verschwenkt werden, sofern der Lenker eingekuppelt
ist. Nach dem Ausstoßen des Paketes wird der Lenker ausgekuppelt, worauf die Klappe
unter ihrem Gewicht selbsttätig in die Schließlage zurückgeht. Durch Anordnung einer
Dämpfungsbremse wird dabei die Fallgeschwindigkeit der Klappe abgebremst. Es ist
dabei weiter Vorsorge getroffen, daß mit dem Schließen des Klappdeckels der Lenker
sich in der Schließlage des Deckels selbsttätig einkuppelt, so daß also nur das
Auskuppeln für das Schließen der Klappe vorgenommen werden muß.
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Es. entfällt somit jeder Eigenantrieb für die Klappe und mindestens
ein besonderer Handgriff für das Einleiten ihrer CSffnungsbewegung. Sofern die Presse
so aufgestellt ist, daß das fertige Schrottpaket im freien Fall ausgestoßen wird,
kann mit dem Antrieb des Preßstempels noch eine Steuerstange gekuppelt sein, die
in der Ausstoßendstellung des Preßstempels den Lenker ausrückt, so daß die Klappe
nach dem Ausstoßen des Pakets selbsttätig zum Rückgang in die Schließlage freigegeben
wird.
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Die neue Ausbildung ist mit weiteren Merkmalen nachstehend an Hand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. i einen Schnitt durch den Preßkasten
mit den zugeordneten Teilen in der Schließhage, Fig. 2 eine Draufsicht hierzu, Fig.
3 einen Schnitt durch die Ausstoßklappe mit den Verriegelungseinrichtungen, Fig.
q. eine Ansicht des Riegels für die Klappe in größerem Maßstab, Fig. 5 eine Seitenansicht
auf den Kuppellenker, Fig. 6 eine Draufsicht hierzu und Fig. 7 eine Einzelheit über
die Riegelsteuerung. Die Zeichnung gibt nur den eigentlichen Preßkasten i mit dem
Klappdeckel 2, der Ausstoßklappe 3 und dem Preßstempel q, wieder. Der Klappdeckel
2 ist um eine auf den Seitenwänden 5 des Preßkastens i gelagerte Tragachse 6 in
den Kasten i einklappbar und trägt zwei gleichzeitig seiner Aussteifung dienende
Kurbelarme 7, die von den Lageraugen 8 ausgehen und einen Kuppelzapfen 9 für den
Anschluß der Kolbenstange 1o für den Deckelantrieb aufnehmen. Der hydraulische Deckelantrieb
ist von an sich bekannter Bauart und daher nicht näher erläutert.
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Der Preßstempel q. ist in sonst bekannter Weise in. dem Preßkasten
i versdhiiebbar und mittels der Kolbenstange i i. an den Kolben eines hydraulischen
Antriebes angeschlossen.
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Die Ausstoßklappe 3 ist nach der Erfindung von einer Tragachse 12
aufgenommen, die in waagerechter Lage in Augen 13 eines die Seitenwände 5 des Preßkastens
i überbrückenden Endjoches 14 gelagert ist. Die Klappe 3 nimmt in einer Aussparung
16 einer Führung 15 einen Riegel 17 auf, dem am Ausstoßende im Boden des Preßkastens
i eine Rast 18 zugeordnet ist. Der Riegel 17 hat eine Ausnehmung i9, in der eine
Nockenscheibe 2o eines in der Führung 15 drehbar gelagerten Zapfens 21 liegt. Der
Zapfen 21 trägt einen Bedienungshebel 22, durch dessen Ausschwenken in der einen
oder anderen Richtung der Riegel 17 somit in die Rast 18 eingelegt oder aus dieser
ausgehoben werden kann.
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Die Schwenkachse 6 des Deckels 2 trägt an dem einen Ende einen Kurbelarm
23, dem an der Tragachse 12 der Klappe 3 ein gleich langer Kurbelarm 24 _ zugeordnet
ist. An dem Kurbelarm 23 ist ein Bremszylinder 25 angelenkt, in dem ein Kolben 26
geführt ist. Der Kolben 26, der in bekannter Weise mit engen Durchgangsbohrungen
für ein den Zylinder 25 erfüllendes Bremsmittel versehen ist, ist durch eine Stange
27 mit einem Zapfen 28 des Kurbelarmes 24 gekuppelt. An dem Zylinder 25 ist noch
eine Kuppelstange 29 angelenkt, die mit einer Rast 30 zum übergreifen des
Zapfens 28 versehen ist. Zufolge dieser Ausbildung können durch Einlegen der Kuppelstange
29 in den Zapfen 28 die beiden Kurbelarme 23, 24 zur gleichsinnigen Bewegung miteinander
gekuppelt werden, während bei ausgehobener Kuppelstange die beiden Kurbelarme 23,
2q. zu voneinander unabhängiger Bewegung, die lediglich durch den Zylinder 25 gebremst
wird, frei sind. Die Bewegung der Auszugslänge der Kolbenstange 27 in dem Zylinder
25 und die Länge der Kuppelstange 29 sind so getroffen, daß die Stange 27 bis zu
einer Parallellage der Kurbelarme 23, 24 aus dem Zylinder 25 ausgezogen werden kann
und die Kuppelstange 29 in dieser Stellung der Kurbelarme 23, 24 in den Zapfen 28
einrasten kann.
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Zur Handhabung der Presse in der neuen Ausbildung wird von der Schließlage
des Deckels 2 nach der Fig. i ausgehend zunächst der Vorschub des Stempels q. eingeschaltet
und dieser bis zur Paketierendstellung vorgeschoben. In dieser Stellung wird bei
abgeschaltetem Vorschub des Stempels q. der Antrieb des Deckels 2 auf Anheben geschaltet.
Da in .der Schließlage des Deckels 2 und und der Klappe 3 die beiden Kurbelarme
23, 24 einander parallel liegen, ist auch die Kupplungsstange 29 in den Zapfen 28
eingerastet, so daß also die beiden Kurbelarme 23, 24 zur gleichmäßigen Bewegung
miteinander gekuppelt sind. Es wird jetzt der Riegel 17 durch Umlegen des Bedienungshebels
22 aus der Rast 18 ausgehoben und der Antrieb des Deckels auf »Anheben« geschaltet.
Durch die.starre Verbindung der I,#-:urbelarme :23,24 über die Teile 25, 29 wird
mit dem Anheben des Deckels 2 auch die Klappe 3 nach oben ausgeschwenkt. Das Paket
kann dann in bekannter Weise durch weiteren Vorschub des Preßst.empels q. aus dem
Preßkasten i ausgeschoben werden.
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Es wird dann nach Rückzug des Preßstempels q. in die Ausgangsstellung
die Kuppelstange 29 aus
dem Zapfen 28 ausgehoben. Damit kann die
Klappe 3 unabhängig von dem in der Offen-Stellung verbleibenden Deckel 2, unter
ihrem Gewicht in die Schließlage zurückgehen, wobei diese Bewegung durch den sich
hierbei in denZylinder25 einschiebenden Kolben 26 abgebremst wird. Nach dem Einlegen
des Riegels 17 kann dann der Preßkasten i erneut gefüllt werden. Nach erfolgter
Füllung wird der Antrieb des Deckels 2 auf Schließen geschaltet. Mit dem Absenken
des Deckels 2 werden der Zylinder 25 und die Kolbenstange 27 wieder ausgezogen,
bis. in der Schließlage des Deckels 2 die Kuppelstange 29 wieder in den Zapfen 28
einrastet.
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Dabei kann die Kolbenstange i i des Preßstempels 4 mit einer Steuerstange
gekuppelt sein, die in der Ausschubendstellung des Preßstempels 4. die Kuppelstange
29 aus dem Zapfen 28 aushebt, so daß also die Klappe 3 nach dem Ausschieben des
Paketes selbsttätig in die Schließlage zurückgehen kann.
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Bei diesen Schrottpaketierpressen muß der Deckel 2 in der Schließlage
gesichert werden. Hierzu dient im allgemeinen ein an der Ausstoßklappe 3 angeordneter,
durch eine Feder belasteter Riegel, der in der Schließlage der Klappe 3 unter dem
niedergehenden Deckel 2 nachgibt und diesen in der Abschlußstellung übergreift.
Da bei den bekannten Pressen die Ausstoßklappe für das Ausschieben des Preßpaketes
nach oben verschoben oder zur Seite ausgeschwenkt wird, gibt der Riegel mit der
Öffnungsbewegung der Klappe 3 den Deckel selbsttätig frei.
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Sofern bei der vorbeschriebenen neuen Ausbildung der Klappe 3 an dieser
oder dem sie tragenden Joch 1.4 ein, derartiger Riegel 31 für den Deckel 2 vorgesehen
ist, müssen weitere Vorkehrungen getroffen sein, um diesen Riegel mit der gemeinsamen
Öffnungsbewegung des Deckels 2 und der Klappe 3 auszuheben. Hierzu ist der von einer
Führung 35 des Joches 14 aufgenommene Riegel 31 auf einer Stange 32 geführt und
in einer Ausschubendstellung zu der Stange 32 durch eine Feder 33 gehalten. Somit
kann der Riegel 31 entgegen der Wirkung der Feder 33 unter dem niedergehenden Deckel
2 nachgeben. Die Stange 32, die eine hintere Bohrung 3d. der Führung 35 durchsetzt,
trägt eine Anschlagscheibe 36 für die Aufnahme einer Feder 37, die sich an einen
Bundring 38 der Führung 35 abstützt und demzufolge bestrebt ist, die Stange 32 nach
hinten in die Führung 35 einzuziehen. Die Stange 32 hat an dem vorderen Ende einen
Bund 39, der einen Anschlagring do des Riegels 31 hintergreift.
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Der Bedienungshebel 2,:2 ist so ausgebildet, daß er in der den Riegel
17 der Klappe 3 einrastenden Stellung sich gegen einen Endkopf 41 der Stange
32
legt und diese dabei in eine solche Lage bringt, in welcher der durch die
Feder 33 belastete Riegel 31 aus der Führung 35 ausgeschoben ist. Der Riegel 31
kann dabei unter dem sich schließenden Deckel :2 nachgeben, da er auf der durch
den Bedienungshebel22 festgehaltenen Stange 32 entgegen der Wirkung der Feder 33
einschiebbar gehalten ist. Mit dem Ausschwenken des Bedienungshebels 22 zum Ausheben
des Riegels 17 gibt dieser Hebel 22 auch die Stange 32 frei, die dann unter der
Wirkung der Feder 37 in die Führung 35 eingezogen wird und dabei über den Bund 39
den Riegel 31 mitnimmt. Somit geht der Riegel 31 mit dem Ausheben des Klappenriegels
17 selbsttätig in eine das Öffnen des Deckels 2 zulassende Stellung zurück.