DE921950C - Fernsehsystem zur Zerlegung, UEbertragung oder Wiedergabe farbiger Bilder - Google Patents
Fernsehsystem zur Zerlegung, UEbertragung oder Wiedergabe farbiger BilderInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Farbfernsehsystem, d. h. auf das Fernsehen farbiger Bilder in
einer Weise, bei der ein gegebenes Frequenzband besser ausgenutzt wird, und insbesondere, wenn
auch nicht ausschließlich, in einer Weise, die mit den gegenwärtigen Normen für Einfarbenfernsehen
(Schwarzweißfernsehen) vereinbar ist.
Es sind zwar Farbfernsehsysteme vorgeführt worden, bei denen die verschiedenen Farben absatzweise
übertragen werden und bei denen farbige Bilder in Übereinstimmung mit den gegenwärtigen
Normen für Schwarzweißfernsehen gesendet werden, jedoch können manche dieser Systeme von praktischen
Gesichtspunkten aus nicht als vereinbar mit dem bisherigen Schwarzweißfernsehen betrachtet
werden. So ist es z. B. nach dem gegenwärtigen Stand der Technik als vorteilhaft angesehen
worden, den Farbwechsel im Takte des Bildwechsels vorzunehmen, und zwar bei Abtastfrequenzen, die
sich von denen, die durch die gegenwärtigen Normen beim Schwarzweißfernsehen vorgeschrieben
werden, unterscheiden, um das Flimmern und das Auseinanderfallen der Farben zu verhindern. Diese
gegenwärtig verwendeten Abtastfrequenzen haben ferner die Tendenz, den Detailreichtum sowohl in
der Farbwiedergabe als auch in der Schwarzweißwiedergabe unter den beim gegenwärtigen Schwarzweißfernsehen
erreichbaren Wert zu vermindern. Es sind früher schon Systeme vorgeschlagen worden, bei denen die übertragenen Signale während
eines Vertikalwechsels nicht nur eine Farbkomponente wiedergeben, sondern bei denen die Farbsteuerung
von Element zu Element innerhalb jeder Zeile des abgetasteten Rasters geändert wurde, und
bei denen die Lage eines Elementes einer bestimmten Farbe innerhalb jeder Zeile des Rasters immer dieselbe
blieb. Ein solches System mit absatzweiser Elementenübertragung hat den Vorteil, in hohem
Grade das Bildflimmern und das Auseinanderfallen
ίο der Farben zu verhindern, das es sonst nötig machte,
bei absatzweiser Übertragung der Farben im Takte des Vertikalwechsels zu einer Betriebsweise zu
greifen, die mit dem Schwarzweißfernsehen nicht vereinbar ist.
Um den Detailreichtum und andere Eigenschaften des Bildes bei dieser Art von absatzweiser Bildelementübertragung
zu verbessern, würde es möglich sein, die Lage jedes Bildelementes nach der Abtastung einer Zeile des Rasters zu verschieben,
und zwar in der Weise, daß jedes Bildelement bei aufeinanderfolgenden Abtastungen einer verschiedenen
Farbe ausgesetzt wird. Wenn jedoch bei einem Dreifarbenfernsehsystem eine solche horizontale
Verschiebung in Kombination mit dem gegenwärtig üblichen Zeilensprung mit zwei Zeilenserien
je Bild verwendet werden würde, so wurden sechs Vertikalabtastungen notwendig sein, um den Farbinhalt
des Bildes vollständig zu übertragen. Ein und dasselbe Bildelement würde also erst nach drei vollständigen
Bildern (entsprechend sechs Vertikalabtastungen beim Zeilensprung), also um ein Drittel
der Bildfrequenz, d.h. zehnmal je Sekunde wieder in derselben Farbe übertragen werden, so daß bei
einigermaßen beträchtlichen Bildhelligkeiten ein starkes Flimmern auftreten würde. Eine Erhöhung
der Wiederholungsfrequenz, die ausreichen würde, das Flimmern zum Verschwinden zu bringen, wäre
nicht mehr verträglich mit den Normen des Schwarzweißfernsehens und muß daher ausscheiden.
Bei den Bildern, die gemäß der vorliegenden Erfindung innerhalb der Grenzen übertragen werden,
wrelche durch die gegenwärtigen Normen des Schwarzweißfernsehens gezogen sind, tritt dagegeti
kein merkliches Flimmern und Kraulen mehr auf, aber ein guter Detailreichtum. Die Erscheinung des
Kraulens besteht darin, daß die einzelnen Farben längs der Zeilen zu wandern scheinen, wodurch der
Betrachter in Versuchung gerät, mit dem Auge einer bestimmten Farbe zu folgen. Dies gilt sowohl
dann, wenn die Bilder mit einem üblichen Schwarzweißfernsehempfänger
wiedergegeben werden, als auch dann, wenn man einen Empfänger gemäß der vorliegenden Erfindung benutzt.
Gemäß einem Gesichtspunkt der Erfindung werden diese Verbesserungen durch Phasenverschiebung
der aufeinanderfolgend auftretenden farbigen Elemente mit Bezug auf die Zeile des Rasters bei
aufeinanderfolgenden Abtastungen einer gegebenen Zeile erreicht, so daß nur zwei Abtastungen zur
Wiedergabe des gesamten Farbinhalts der betreffenden Zeile erforderlich sind. Bei der Anwendung
auf Systeme mit denselben kennzeichnenden Größen, wie sie beim gegenwärtigen Schwarzweißfernsehen
vorliegen, d.h. auf Systeme mit Zeilensprung, bedeutet dies, daß nur vier Vertikalabtastungen
zur Wiedergabe des gesamten Farbinhalts eines Bildes nötig sind. Da die gegenwärtigen
Normen eine Vertikalabtastfrequenz von 60/sec erfordern, bedeutet dies, daß innerhalb
ι Sekunde fünfzehn vollständige Bilder wiedergegeben
werden, d. h. eine Bilderzahl, bei der kein störendes Flimmern mehr auftritt. Darüber hinaus
kann man durch Änderung der Phasenlage der aufeinanderfolgend abgetasteten farbigen Bildelemente
beim Abtasten jeder neuen Zeile, jeder Zeilenserie oder jedes neuen vollständigen Bildes, d. h. beim
Übergang auf eine neue Zeile, eine neue Zeilenserie oder ein neues Bild, die Erscheinung des sogenannten
Kraulens so weit vermindern, daß sie praktisch nicht mehr bemerkbar ist.
Der Zweck der Erfindung ist also die Schaffung eines verbesserten Fernsehgerätes für farbige Bilder,
welches innerhalb einer gegebenen Bandbreite arbeiten kann.
Zweck einer Ausbildung der Erfindung ist die Schaffung von Fernsehgeräten für Zeilensprung bei
einem System mit absatzweiser Bildelementübertragung in der Weise, daß ein vollständiges farbiges
Bild durch vier Zeilenserien in Übereinstimmung mit den gegenwärtigen Schwarzweißfernsehnormen
wiedergegeben werden kann.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht in der Einführung eines Übertragungssystems mit Farbwechsel
im Takte der Bildelemente in der Weise, daß das Bildflimmern und das sogenannte Kraulen
verkleinert wird.
Weiterhin liefert ein nach der Erfindung ausgebildetes Fernsehsendegerät Signale, die einfarbig
in einem gewöhnlichen Schwarzweißfernsehempfänger entsprechend den gegenwärtigen Normen
wiedergegeben werden können.
Fig. ι zeigt eine schematische Darstellung eines
Senders, in welchem die Phasenlage der den farbigen Punkten entsprechenden Bildsignale, die nach Art
der Impulsmodulation (Multiplexprinzip) gebildet sind, mit Bezug auf die Zeilen des Rasters in aufeinanderfolgenden
Zeilen um i8o° geändert wird;
Fig. ι A zeigt die Spannungskurve, die zur Synchronisierung
des Multiplexempfängers verwendet wird, wenn eine Multiplexübertragung am Sender
stattfindet, und zeigt ferner die Lage der Spannungskurve zu den normalen Synchronisier- und Austastimpulsen
(Basisimpulsen);
Fig. 2 zeigt in schematischer Form die Einzelheiten eines Empfängers, der farbige Bilder wiedergeben
kann, wenn ihm Signale von einem Sender nach Fig. 1 zugeleitet werden;
Fig. 3 und 3 a zeigen das Bildpunktschema der farbigen Signale nach dem Multiplexsystem, das
gemäß den Ausführungsformen nach Fig. 1 und 2
auftritt;
Fig. 4 zeigt als Blockschaltbild einen Sender, in
welchem eine gewünschte Phasenverschiebung der Multiplexf arbsignale innerhalb einer Bildzeile durch
Wahl einer geeigneten Tastfrequenz eingestellt werden kann;
Fig. 5 zeigt in Form eines Blockschaltbildes einen Empfänger, der farbige Bilder bei der Speisung mit
Signalen, wie sie der Sender nach Fig. 4 liefert, wiedergeben kann;
Fig. 6 zeigt als Blockschaltbild einen Sender, in welchem die Tastfrequenz über einen besonderen
drahtlosen Kanal geliefert wird und in welchem die Phasenlage der Multiplexfarbsignale am Ende
jedes Bildes geändert wird;
Fig. 7 zeigt ebenfalls als Blockschaltbild einen Empfänger, der sich zur Wiedergabe farbiger
Bilder bei Speisung mit Signalen eines Senders gemäß Fig. 6 eignet;
Fig. 8 zeigt in schematischer Darstellung eine Einrichtung nach den Hauptgedanken der Erfindung,
in welcher eine beliebige Phasenänderung oder Multiplexsignale gegenüber den Bildzeilen
eingestellt werden kann, und
Fig. 8 A und 8 B zeigen Bildpunktschemata, die dann auftreten, wenn ein Gerät nach Fig. 8 die Phasenlage der Multiplexfarbsignale um ein Vielfaches von 900 am Ende jeder Zeilenserie verändert. In Fig. ι der Zeichnung ist ein Sender dargestellt, der für eine Multiplexdreifarbenübertragung bestimmt ist und für zwei Phaseneinstellungen in horizontaler Richtung. Die Phasenverschiebung der Multiplexsignale wird bei jeder neuen Zeilenabtastung des Rasters um i8o° geändert, so daß ein Bildpunktschema, wie es in Fig. 3 und 3 A dargestellt ist, entsteht. In diesen Figuren bedeutet jedes Quadrat einen Bildpunkt im Fernsehbild. Wegen der gegenseitigen Überlappung der Bildpunkte kann jeder Bildpunkt eine etwa um 50% längere Dauer besitzen, als sie in den Figuren dargestellt ist. Während der ersten Vertikalabtastung, die in der Fig. 3 dargestellt ist, werden die ungeraden Zeilen der Reihe nach abgetastet. Dies bedeutet, daß die farbigen Bildelemente der Reihe nach so längs der Zeile 1 erscheinen, wie in Fig. 3 angedeutet. Sodann wird die Zeile 3 abgetastet, und zwar mit einer Versetzung von 1,5 Quadraten für jede Farbe. Die übrigen ungeraden Zeilen werden ebenfalls der Reihe nach in der dargestellten Lage der farbigen Bildelemente abgetastet.
Fig. 8 A und 8 B zeigen Bildpunktschemata, die dann auftreten, wenn ein Gerät nach Fig. 8 die Phasenlage der Multiplexfarbsignale um ein Vielfaches von 900 am Ende jeder Zeilenserie verändert. In Fig. ι der Zeichnung ist ein Sender dargestellt, der für eine Multiplexdreifarbenübertragung bestimmt ist und für zwei Phaseneinstellungen in horizontaler Richtung. Die Phasenverschiebung der Multiplexsignale wird bei jeder neuen Zeilenabtastung des Rasters um i8o° geändert, so daß ein Bildpunktschema, wie es in Fig. 3 und 3 A dargestellt ist, entsteht. In diesen Figuren bedeutet jedes Quadrat einen Bildpunkt im Fernsehbild. Wegen der gegenseitigen Überlappung der Bildpunkte kann jeder Bildpunkt eine etwa um 50% längere Dauer besitzen, als sie in den Figuren dargestellt ist. Während der ersten Vertikalabtastung, die in der Fig. 3 dargestellt ist, werden die ungeraden Zeilen der Reihe nach abgetastet. Dies bedeutet, daß die farbigen Bildelemente der Reihe nach so längs der Zeile 1 erscheinen, wie in Fig. 3 angedeutet. Sodann wird die Zeile 3 abgetastet, und zwar mit einer Versetzung von 1,5 Quadraten für jede Farbe. Die übrigen ungeraden Zeilen werden ebenfalls der Reihe nach in der dargestellten Lage der farbigen Bildelemente abgetastet.
Da jedes Bild eine ungerade Anzahl von Zeilen enthält, ergibt der Vergleich der Fig. 3 A mit der
Fig. 3, daß bei der zweiten Abtastung einer bestimmten Zeile während des dritten und vierten
Vertikalwechsels die Farben in die Mitte zwischen die Bildpunkte fallen, die während des ersten und
zweiten Vertikalwechsels mit der betreffenden Farbe abgetastet wurden. In dem dargestellten Beispiel
entstehen die Bildpunkte einer gegebenen Farbe an einer Stelle der Zeilen mit gerader Ordnungszahl,
die in der Mitte zwischen den Stellen liegt, an denen sie bei der Abtastung der vorhergehenden
Zeile mit ungerader Ordnungszahl auftreten.
Im einzelnen zeigt die Fig. 1 eine Kamera 2 für gleichzeitige Farbaufnahme, welche beispielsweise
aus drei Orthikonröhren bekannter Bauart bestehen kann. Diese Kameras können mit farbigen optischen
Lichtfiltern ausgerüstet sein, so daß die Fernsehsignale jeder Kamera der Bildintensität in jeweils
einer Komponentenfarbe entsprechen und über die Leitungen 4, 6 und 8 den Gittern 10, 12 und 14 der
parallel liegenden Taströhren 16, 18 und 20 zugeleitet
werden. Diese Röhren bilden die Tastschaltung, die auch als Kommutator bezeichnet werden
kann und als Ganzes das Bezugszeichen 22 trägt. An Stelle dieser Schaltung kann man auch andere
bekannte Schalteinrichtungen zur zeitlich absatzweisen Multiplexübertragung benutzen, d. h. Schaltungen,
mit denen eine Serie von Signalen oder Gruppe von Signalen innerhalb bestimmter Intervalle,
die gleiche Zeitabstände besitzen, hergestellt werden kann.
Die Multiplex- oder die Grundtastfrequenz kann durch einen einphasigen Schwingungserzeuger
irgendeiner normalen Art geliefert werden, für den in Fig. ι das Bezugszeichen 24 verwendet ist. Bei
der Ausführungsform nach Fig. 1 ist der Mittelpunkt der Induktivität des Schwingungskreises an
Erde angeschlossen, so daß in der Wicklung 26, die induktiv mit dem Schwingungskreis gekoppelt ist,
eine Gegentaktausgangsspannung entsteht. Das eine Ende der Wicklung 26 liegt am Gitter 28 einer Verstärkerröhre
30, während das andere Ende der Wicklung 26 mit dem Gitter 32 einer Verstärkerröhre
34 verbunden ist. Diese beiden Röhren stellen einen Teil der zum abwechselnden Phasenwechsel
der Multiplexsignale vorgesehenen Einrichtung dar, d. h. sie bewirken die Phasenänderung am Kommutator
22 mit Bezug auf die Zeilenpausen. Die Anoden 35 und 37 der Röhren 30 und 34 liegen
über einen gemeinsamen Schwingungskreis 36, der auf die Tastfrequenz abgestimmt ist, an einer
gemeinsamen festen Gleichspannungsquelle. Die Röhren 30 und 34 werden abwechselnd an- oder abgeschaltet,
und zwar durch die Signale, die an den Gittern 38 und 40 liegen, d. h. durch die Signalspannungen
42 und 44. Diese Signalspannungen werden durch einen Multivibrator 46 geliefert, der
ebenfalls einen Teil der Phasenänderungseinrichtung darstellt. Die Synchronisierung dieser Signale
mit dem übrigen Teil der Anlage wird weiter unten erläutert.
Die Grundtastfrequenz, die an den Anoden 35 und 37 der Röhre 30 und 34 auftritt, wird einem
Netzwerk zur Phasenaufspaltung zugeleitet, welches im ganzen mit 48 bezeichnet ist und welches von no
beliebiger Ausgestaltung sein kann, sofern es nur für die Tastfrequenz bemessen ist. In der dargestellten
Form wird die neutrale Phase von einem Spannungsteiler 50 abgegriffen, welcher zwischen
den beiden Anoden 35, 37 und einem festen Potential (Erde) liegt und eine Phasenumkehrstufe 51
speist. Die verzögerte Phase der Tastfrequenz wird durch ein Filter, bestehend aus dem verstellbaren
Widerstand 52 und dem Kondensator 54, geliefert, welche in dieser Reihenfolge zwischen den Anoden
35 und 37 und dem festen Potentialpunkt eingeschaltet sind. Mittels eines Spannungsteilers 56, der
zum Kondensator 54 parallel liegt, können verschiedene Amplituden abgegriffen.werden. Die voreilende
Phase der Tastfrequenz (im Gegensatz zur eben erwähnten nacheilenden Phase) wird von
einem Phasenverschiebungsfilter abgegriffen, welches aus dem Kondensator 58 und einem verstellbaren
Widerstand 60 besteht, die zwischen den Anoden 35, 37 und dem Punkt festen Potentials
liegen. Auch hier ist ein Spannungsteiler, nämlich der Spannungsteiler 62, vorhanden, der zum Widerstand
60 parallel liegt und den Abgriff verschiedener Amplitudenwerte erlaubt.
Die Fernsehsignale, die von der Kamera 2 geliefert werden, werden dadurch in zeitlich absatzweise
verlaufende Multiplexsignale umgewandelt, daß die Tastspannungen, die von den Spannungsteilern
56, 62 und 50 abgegriffen werden, an den Gittern 64, 66 und 68 der obenerwähnten parallel
geschalteten Taströhren 16, 18 und 20 liegen. Die
Gitter 70, ^2 und 74 dieser parallel geschalteten
Taströhren sind untereinander durch die Leitung 76 verbunden und werden durch den Anschluß an
den Punkt yj zwischen den in Reihe geschalteten
Widerständen 78 und 80 vorgespannt. Das obere Ende des Widerstandes 78 liegt an einem positiven
Potential, während das untere Ende von 80 an einem Punkt festen Potentials angeschlossen ist.
Die Taströhren 16, 18 und 20 sind normalerweise stromdurchlässig, werden jedoch durch die negativen
Halbquellen der Tastfrequenz verriegelt. Die Anoden der nacheinander getasteten Röhren 16, 18
und 20 liegen an einer gemeinsamen Ausgangsleitung 84, so daß die Multiplexfernsehsignale, die
auf dieser Ausgangsleitung auftreten, über einen Kondensator 86 das Gitter 88 einer Verstärkerröhre
90 steuern, die ihrerseits einen Teil der im ganzen mit 92 bezeichneten Summationseinrichtung darstellt.
Der Synchronisierungsgenerator 94 erzeugt Steuerimpulse für die Abtastung und Austastsignale
bekannter Art, die über die Leitungen 96 und 98 sowie über den Verstärker 100 der Dreifarbenkamera
2 zugeleitet werden. Die Synchronisiersignale für das normale Einfarbenfernsehen
werden vom Generator 94 dem Gitter 88 der Suüimationsschaltung
92 über die Leitung 102 zugeführt. Die nachfolgend beschriebenen Einzelheiten beziehen
sich auf die Schaltungsanordnung zur Synchronisierung der Tastschaltung 22 mit der Zeilenabtastung
und auf die Schaltungsanordnung zur Aussendung von Signalen, die zur Steuerung des
Empfängers dienen können, so daß dessen Tastung mit der Sendertastung in Übereinstimmung bleibt.
Die Zeilenimpulse 104 (horizontale Synchronisierimpulse) , die der Generator 94 liefert, werden einer
differenzierenden Schaltung zugeführt, welche einen Kondensator 106 und einen damit in Reihe liegenden
Widerstand 108 umfaßt. Damit der Phasenwechsel der Tastfrequenz am Ende der horizontalen
Austastimpulse auftritt, ist die Zweipolröhre 110 parallel zum Widerstand 108 geschaltet, und zwar
mit solcher Polarität, daß nur die negative Spitze der durch die Differentiation entstandenen Kurve
112 auf der Leitung 114 auftritt. Diese negativen
Spannungsspitzen sind eine Signalquelle zur Phasensteuerung des Kommutators. Diese Spannungsspitzen
auf der Leitung 114 werden ferner über die Leitung 116 auch dem Multivibrator 46
zugeführt. Dieser Multivibrator kann in bekannter Weise ausgeführt sein und besitzt zwei stabile
Ruhelagen. Die Spannungskurven 42 und 44, welche i8o° Phasenverschiebung gegeneinander besitzen
können, werden von den Anoden der Verstärkerröhren im Multivibrator 46 abgenommen und werden,
wie oben bereits erwähnt, den Gittern 38 und 40 der Phasenumkehrverstärker 30 und 34 zugeleitet.
Dadurch wird die Phase der an der Phasenaufspalteinrichtung 48 liegenden Spannung beim
Beginn jeder Zeilenabtastung des Rasters um i8o° gedreht.
Die Signale zur Synchronisierung des Multiplexbetriebes auf der Empfangsseite mit dem Multiplexbetrieb
der Sendeseite werden in folgender Weise hergestellt. Die negativen Spannungsstöße auf der
Leitung 114 als Ergebnis der Differentiation der horizontalen Synchronisierimpulse werden dem
Umkehrverstärker 118 zugeleitet und die positiven
Spannungsstöße 120, die demgemäß am Ausgang von 118 auftreten, erreichen den Multivibrator 122,
der von bekannter Bauart sein kann. Dieser Multivibrator 122 ist so eingestellt, daß er bei Anregung
durch einen Impuls 120 einen positiven Impuls 124 von praktisch rechteckigem Verlauf und von einer
Dauer liefert, die geringer ist als das Zeitintervall für die Stufe nach jedem horizontalen Synchronisierimpuls.
Der Impuls 124 liegt am Gitter 126
eines stark negativ vorgespannten Verstärkers 128 und ist so groß, daß die negative Vorspannung, die
von der Spannungsquelle 130 an das Gitter 126 gelangt,
überwunden wird. Die neutrale Phase der Tastfrequenz, die vom Spannungsteiler 50 der
Phasenspaltschaltung 48 abgenommen und im Verstärker 51 umgekehrt wird, ist an das Gitter 132
der Röhre 128 angeschlossen und infolgedessen an der Anode 134 während der Zeitdauer des Impulses
124 mit umgekehrter Phasenlage vorhanden. Der Wellenzug der Tastfrequenz, der somit an der
Anode 134 auftritt, wird über den Kopplungskondensator 136 einem weiteren Stromkreis, der als
Festhaltestromkreis bezeichnet werden soll, zugeführt, der aus einer Zweipolröhre 138 besteht,
deren Anode beispielsweise über einen Spannungsteiler 140 an positivem Potential liegt. Der Spannungsteiler
140 ist so eingestellt, daß die Tastfrequenzspannung sich dem Niveau der Austastimpulse
überlagert, wie es in Fig. iA gezeigt ist. Dies geschieht zu dem Zweck, um eine Eintastung der
Kamera während der Zeilenrückläufe zu vermeiden. Die Zweipolröhre 138 ist ferner über den Widerstand
142 mit einem Gleichstromweg ausgerüstet. Nach Durchtritt durch den Festhaltestromkreis
wird der Wellenzug der Tastfrequenz über die Leitung 144 dem Gitter 146 des Verstärkers 148 zugeführt, der ebenfalls zu der Summationseinrich-
tung 92 gehört. Die Anode 150 des Verstärkers 148 ist mit der Anode 152 der Röhre 90 zusammeneschaltet,
welche, wie oben erwähnt, den anderen Teil der Summationseinrichtung bildet, wobei beide
Anoden über einen gemeinsamen Belastungswiderstand 154 an eine Spannungsquelle B+ ange-
schlossen sind. Die Phase der Tastfrequenzspannung, die an dem Widerstand 154 auftritt, ist die
gleiche wie die am Ausgang der Phasenumkehrröhre 51. Diese am Widerstand 154 entstehende
Spannung wird dem Sender 156 aufgedrückt, der ein beliebiger, für Fernsehzwecke geeigneter Sender
sein kann. Es macht dabei keinen Unterschied aus, ob dieser Sender auf drahtlosem Wege Energie ausstrahlt
oder eine Fernübertragungsleitung speist.
Die Wirkungsweise der oben beschriebenen Sendeeinrichtung ist die folgende: Die Signale, die
von der Dreifarbenkamera 2 geliefert werden, sind kontinuierlich mit Ausnahme der Austastintervalle.
Diese Signale werden mit Hilfe der Tastanordnung 22 in Multiplexsignale umgewandelt, so daß es sich
also dann um absatzweise übertragene Signale handelt. Die dabei für die einzelnen Farben verwendete
Reihenfolge ist gleichgültig, solange die Reihenfolge der Farben innerhalb jeder Multiplex-
ao gruppe dieselbe ist. Diese Multiplexfernsehsignale werden sodann gleichzeitig mit den Synchronisiersignalen,
die für die Steuerung der Abtastung im Empfänger nötig sind, der Summationseinrichtung
92 zugeführt. Die Grundtastfrequenz, welche beispielsweise 3,8 MHz betragen kann, wird durch den
Oszillator 24 geliefert. Wenn die veränderlichen Widerstände 52 und 60 des Phasenaufspalters 48
richtig eingestellt sind, geht die Tastung der Signale entsprechend den drei Grundfarben in entsprechend
getrennten Intervallen vor sich. Der Multivibrator 46 liefert Rechteckspannungen 42 und 44 von entgegengesetzter
Phasenlage an die Umkehrröhren 30 und 34, wobei die Dauer jeder positiven und negativen
Spannungshalbwelle der Dauer einer Zeile entspricht, da der Multivibrator immer erst umschlägt,
wenn ihm ein neuer Spannungsstoß zugeführt wird.
Die negativen Impulse (Spannungsstöße), die aus der Differentiation der Zeilenimpulse 104 entstehen,
dienen zum Anstoß des Multivibrators 122, so daß der Beginn eines Wellenzuges der Tastfrequenzspannung
den Synchronisierimpuls nicht beeinflussen kann.
Bei einem System, bei welchem eine ungerade Zeilenzahl auf jedes Bildintervall entfällt, wie es
beim gegenwärtigen Schwarzweißfernsehen der Fall ist, wird die Phase der über die Tasteinrichtung 22
gelieferten Signale gegenüber den Zeilenintervallen des Abtastrasters zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Zeilen umgekehrt und innerhalb einer betrachteten Zeile ebenfalls zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Abtastungen dieser Zeile umgekehrt. Ein Empfänger zur Wiedergabe des in Fig. 3 und 3 A dargestellten Bildpunktschemas ist in Fig. 2
veranschaulicht, wenn die Signale durch den oben beschriebenen Sender übertragen werden. Die Empfangseinrichtung
160 bewerkstelligt den Empfang und die Gleichrichtung der Fernsehspannung,
welche dem Modulator des Senders 156 in Fig. 1 aufgedrückt worden war, wobei die Ausgangsspannung
von 160 einem Verteiler 161 zugeführt wird,
der die Fernsehsignalspannung den Bildwiedergabeeinrichtungen zuführt und die stark negativ
vorgespannten Verstärker 162, 164 und 166 enthält.
Die Ausgangsspannungen dieser Verstärker sind an Bildwiedergaberöhren, die in den verschiedenen
Grundfarben arbeiten, angeschlossen. Diese Bildwiedergaberöhren können gewöhnliche, üblicherweise
zur Bildwiedergabe benutzte Braunsche Röhren 168, 170 und 172 sein.
Die Verstärker 162, 164 und 166 werden der
Reihe nach während kurzer Intervalle mit einer durch den gesteuerten örtlichen Oszillator 174 bestimmten
Frequenz getastet. Die Abstände dieser Intervalle werden durch den Phasenauf Spalter 176
bestimmt, welcher an den Oszillator 174 angeschlossen ist und ebenso wie die Phasenspalteinrichtung
48 in Fig. 1 aufgebaut sein kann. Die Ausgangsspannungen des Phasenaufspalters 176 liegen
an den Gittern 180, 182 und 183 der betreffenden
Verstärker 162, 164 und 166 und sind so groß, daß
sie die negativen Vorspannungen der mit der Fernseheingangsspannung gespeisten Gitter 184, 186
und 188 zu überwinden vermögen.
Um die Tastung der Verstärker 162, 164 und 166
entsprechend der Tastanordnung 22 auf der Senderseite zu synchronisieren, werden Wellenzüge der
Tastfrequenz, die während der Stufen nach dem Synchronisierungsimpuls des fernübertragenen
Signals auftreten, dem Gitter 190 der Röhre 191
zugeführt, welche parallel zur Röhre 192 des Oszillators 174 liegt. Da die Kathoden 194 und 196 miteinander
verbunden und über einen veränderlichen Widerstand 198 an ein festes Potential angeschlossen
sind, werden die Schwingungen des Oszillators 174 mit den Wellenzügen der Tastfrequenz zwangsweise
in Phase gehalten. An Stelle des hier beschriebenen und dargestellten Oszillators kann auch jede andere
Art von Oszillator verwendet werden, der durch kurze Wellenzüge eines Wechselstromes von praktisch
derselben Frequenz wie die freie Schwingungsfrequenz des betrachteten Oszillators in
Phasenübereinstimmung mit den erwähnten kurzen Wellenzügen gehalten werden kann.
Die kurzen Wellenzüge der Grundtastfrequenz einer neutralen Phase werden an den Oszillator 174
über eine Trenneinrichtung geliefert, welche ähnlich der auf der Sendeseite verwendeten Einrichtung ist.
Der Zeilensynchronisierimpuls 202 wird von den Fernsehsignalen mittels einer Trennstufe 200 bekannter
Art abgetrennt. Der Impuls 202 erreicht sodann einen Differentiationskreis, der beispielsweise
aus einem Kondensator 204 und einem damit in Reihe liegenden Widerstand 206 bestehen kann.
Die Diode 208, welche parallel mit dem Widerstand 206 liegt, dient zur Abschneidung der positiven
Impulse im Kurvenverlauf 210, der durch die Differentiation entsteht. Die übrigbleibenden negativen
Impulse werden einem Multivibrator 212 zugeführt, der ebenso wie der Multivibrator 122 des Senders
beschaffen ist. Die Ausgangsspannung des Multivibrators 212 ist rechteckförmig und verläuft, wie
durch den Kurvenverlauf 214 angedeutet, wobei die Dauer des positiven Impulses des Multivibrators
212 gleich der Dauer der Impulsstufe unmittelbar nach jedem Zeilenimpuls ist. Diese Ausgangsspan-
nung liegt am Gitter 2i6 der Verstärkerröhre 218
und verursacht einen Stromdurchgang durch diese Röhre,, da nämlich die negative Vorspannung des
Gitters 216 dieser Röhre. durch die positive, vom Multivibrator gelieferte Impulsspannung aufgehoben
wird. Die Ausgangsspannung des Empfängers 160 liegt am Gitter 222 dieser Röhre 218, und die
Tastfrequenz von 3,8 MHz wird also durch den Schwingungskreis 224 selektiv verstärkt. Diese
Tastfrequenzspannung wird sodann dem Gitter 190 der Röhre 191, wie oben beschrieben, zugeführt.
Das Blockschaltbild in Fig. 4 zeigt einen Sender, der die Phase der Multiplexfarbsignale gegenüber
dem Zeilenintervall durch geeignete Wahl einer Schaltfrequenz ändern kann. Der Übersichtlichkeit
halber enthalten die einzelnen Rechtecke die schon in Fig. ι dargestellten Bestandteile unter Verwendung
der bereits dort benutzten, jedoch hier mit einem Strich versehenen Bezugszeichen. Die Zusammenschaltung
der einzelnen Bestandteile ist dieselbe wie in Fig. 1, mit Ausnahme der Tatsache,
daß bei dieser Ausführungsform der Multivibrator 46 und die Umkehrröhren 30 und 34 nicht mehr
erforderlieh sind. Die Wirkungsweise der Schaltung läßt sich am besten an Hand eines Zahlenbeispiels
beschreiben. Es sei angenommen, daß 15 750 Zeilen auf ι Sekunde entfallen, d. h. daß zu jeder Zeile M
241 vollständige Perioden der Tastfrequenz gehören, wenn die Grundtastfrequenz 3 795 750 Hz
beträgt. Wenn jedoch die Grundtastfrequenz so gewählt wird, daß M + Va vollständige Schwingungsperioden auf jede Zeile fallen, kann als Grundtastfrequenz
der Wert 3 803 625 Hz verwendet werden. (3 803 625 Hz = 241,5 X 15 750 = 3 795 750 + Va-X
15 75°·) Dann ändert sich die Phase bei aufeinanderfolgend
abgetasteten Zeilen selbsttätig um i8o°, so daß keine besonderen Hilfsmittel zur
Phasenänderung erforderlich sind. Da die Zeilenzahl ungerade ist, findet bei aufeinanderfolgenden
Abtastungen derselben Zeile ebenfalls eine derartige Phasenänderung statt.
Die mit einem Strich versehenen Bezugszeichen in Fig. 5 bedeuten Teile eines Empfängers, der für
den Empfang des Senders nach Fig. 4 geeignet ist und der die in Fig. 2 mit denselben Ziffern versehenen
Bestandteile besitzt. Die Anordnung ist ebenfalls dieselbe wie in Fig. 2; mit Ausnahme
dessen, daß die Signale, welche durch die Einheit 218 geliefert werden, einem selbsttätigen Frequenzregler
230 zufließen, der die Frequenz des einphasigen Oszillators 174' steuert. Der Frequenzregler
230 kann in üblicher Weise aufgebaut sein, d. h. derart, daß die Frequenz des Oszillators 174'
mit der Tastfrequenz, die auf der Rückstufe (Fig. ι A) während der Zeilenpausen übertragen
wird, verglichen wird, so daß eine Gleichspannung entsteht, die der Blindröhre des Oszillators in bekannter
Weise zugeführt wird. Dies stellt einen bemerkenswerten Vorteil dar, da die Trägheit des
Frequenzreglers 230 groß genug gemacht werden kann, um eine sehr genaue Phasenregelung des einphasigen
Oszillators während eines Intervalls von wenigstens einer oder mehrerer Zeilen zu erreichen.
Auf diese Weise läßt sich unter gewissen Bedingungen
eine größere Stabilität erzielen, als es bei einer Phasenänderung der Grundtastfrequenz bei jedem
Übergang auf eine neue Zeile möglich ist. Es ist zu erkennen, daß durch Wahl einer geeigneten Frequenz
jede beliebige Phasenänderung der Multiplexsignale erzielt werden kann, und zwar unabhängig
davon, ob die Phasenänderung innerhalb einer Zeile oder zwischen den Zeilen, den Zeilenserien oder den
Bildern zur Herstellung eines gewünschten Bildpunktschemas über die ganze Fläche vor sich geht.
Um ein bestimmtes Bildpunktschema zu erreichen, kann es auch wünschenswert sein, die Phase der
Multiplexbildpunkte gegenüber der Zeile am Ende jedes Bildes zu verschieben. Ein derartig arbeitender
Sender ist in einem Blockschaltbild in Fig. 6 dargestellt, in der die mit Strichen versehenen Bezugszeichen
den mit den gleichen Bezugszeichen versehenen Teilen in Fig. I entsprechen. Der Multivibrator
46' kann in bekannter Weise so eingestellt werden, daß er durch jeden zweiten Vertikalimpuls
des Synchronisierimpulsgenerators 94' angestoßen wird und dementsprechend die Phase der Tastfrequenz
am Ende jedes Bildes sich ändert.
Der Sender in Fig. 6 unterscheidet sich von demjenigen
in Fig. ι auch noch darin, daß die Tastfrequenz
dem Empfänger über einen besonderen drahtlosen Kanal zugeführt wird, d. h. über einen
Sender 240 und nicht mehr in Form kurzer Wellenzüge auf dem rückwärtigen Teil der Austastimpulse
für die Zeilen.
Der Empfänger in Fig. 7 arbeitet ähnlich wie derjenige in Fig. 2, aber mit der Ausnahme, daß
der Empfänger 242 auf die Signalfrequenz des Senders 240 der Fig. 6 abgestimmt ist und die Tastfrequenz,
die den Sender 240 moduliert, unmittelbar dem Phasenteiler 176' zufließt. Die Ausgangsspannung
des Phasenteilers wird dem Verteiler 161' zugeleitet, und die Multiplexsignale erreichen von
dort die Braunschen Röhren zur Wiedergabe der einzelnen Farben, wie an Hand der Fig. 2 beschrieben.
Andere Bildpunktschemata als die bisher beschriebenen sind in Fig. 8 A und 8 B dargestellt, in
welchen die Ziffern innerhalb der Kreise die Ordnungszahl der Zeilenserie Teilbildabtastung (d. h.
Zeilenserie, Zeilensatz oder Feld beim Zeilensprungverfahren) angeben, innerhalb deren der betreffende
Bildpunkt wiedergegeben wurde. Die Darstellung bezieht sich nur auf eine Farbe; die übrigen Farben
werden jedoch in derselben Weise behandelt. Das Schema nach Fig. 8 A macht es nötig, die Phase der
Multiplexgruppen der verschiedenen Farben in bezug auf die Zeilenabtastintervalle am Ende jeder
Zeilenserie um 2700 zu ändern, während das Schema nach Fig. 8 B eine Phasenänderung von 90° zwischen
den Zeilenserien (Feldern) erfordert. Ein derartig arbeitender Sender ist in Fig. 8 dargestellt
unter Benutzung entsprechender Bestandteile wie in Fig. i. Ein Vertikalbasisimpuls, der von dem
Synchronisierimpulsgenerator 250 geliefert wird, wird den Kameras 252, 254 und 256 über die stark
negativ vorgespannten Verstärker (Trennverstärker)
zugeleitet, welche zusammen mit 258 bezeichnet sind. Zeilensynchronisierirnpulse erreichen diese
Kameras über die stark negativ vorgespannten Verstärker 260. Der positive Vertikalbasisimpuls wird
ferner einem Differentiationskreis, bestehend aus dem Widerstand 262 und dem damit in Reihe
liegenden Kondensator 264, zugeleitet. Ein negativer Auslöseimpuls wird an der Rückflanke des
vertikalen Basisimpulses mit Hilfe einer Zweipolröhre 266, die parallel zum Widerstand 262 liegt,
erzeugt und einem Ringmultivibrator, der das Bezugszeichen 270 trägt, über die Leitung 272 zugeführt.
Dieser Multivibrator kann außer der dargestellten Schaltung auch in einer anderen Schaltung
aufgebaut sein, in welcher auf den Ausgangsleitungen 274, 276, 278 und 280 positive Impulse
bei einer Folge von den Multivibrator anstoßenden Impulsen auftreten. Diese positiven Impulse sind so
groß, daß die Sperrspannung an den Gittern 282, 284, 286 und 288 der Röhren 290, 292, 294 und 296
überwunden wird, wenn die positiven Impulse die Gitter 298, 300, 302 und 304 erreichen.
Durch einen Oszillator 306 wird die Grundtastfrequenz an einen Phasenteiler geliefert von derselben
Ausbildung wie in Fig. 1. Die verschiedenphasigen Ausgangsspannungen liegen an den
negativ vorgespannten Gittern 282, 284, 286 und 288. Die Anoden der Röhren 290, 292, 294 und 296
sind untereinander durch eine gemeinsame Ausgangsleitung 310 verbunden, welche über einen
Schwingungskreis 312, der seinerseits auf die Frequenz
des Oszillators 306 abgestimmt ist, mit einer festen Gleichspannung B + verbunden ist. Auf
diese Weise werden die verschiedenen Phasen der Oszillatorfrequenz der Reihe nach über die Leitung
310 einem an den Schwingungskreis 312 angeschlossenen
Transformator zugeführt, der die Phasenteiler
314 speist, die ebenso aufgebaut sind wie die entsprechende Einrichtung in Fig. 1. Die Oszillatorspannungen
tasten während aufeinanderfolgender Intervalle über die Leitungen 316, 318 und
321 die Kameras 252, 254 und 256. Die Multiplexausgangsspannungen der Kameras 252, 254 und 256
erreichen über die Leitung 324 eine Additionseinrichtung 322. Diese Ausführungsform der Erfindung
unterscheidet sich von derjenigen in Fig. 1 darin, daß die Ausgangsspannungen der Kameras
der Reihe nach eingetastet werden, während bei Fig. ι die Kameras fortlaufend, mit Ausnahme der
Basisintervalle, ihre Spannungen an die Tasteinrichtung liefern. Bei der Schaltung nach Fig. 8
wird die Synchronisierung des Empfängers ebenso wie bei der Schaltung nach Fig. 1 erreicht, indem
nämlich Wellenzüge der Tastfrequenz auf der Leitung 318 dem Ende der Zeilenbasisimpulse überlagert
sind.
Bei allen dargestellten Anordnungen ist eine sinusförmige Tastspannung benutzt. Es liegt jedoch
auf der Hand, daß man an Stelle dieser sinusförmigen Spannung auch getrennte scharfe Impulse
benutzen kann, die mittels Multivibratoren oder anderer bekannter Schaltungen hergestellt werden
können.
Verschiedene andere Bildpunktschemata, die von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen, lassen
sich dadurch herstellen, daß die Phase der Multiplexbildpunkte, welche den verschiedenen Grundfarben
entsprechen, in verschiedener Folge gegenüber den Zeilenintervallen verschoben werden. Die
Erfindung stellt einen erheblichen Fortschritt für das Farbfernsehen dar, insofern, als ein Fernsehsystem
mit Farbwechsel der Bildpunkte angegeben ist, bei welchem der gesamte Farbinhalt eines Bildes
durch vier ineinandergreifende Zeilenserien (Teilbilder) wiedergegeben werden kann, und zwar in
einer Weise, die mit den gegenwärtigen Schwarzweißfernsehnormen vereinbar ist und ein gegebenes
Frequenzband gut ausnutzt.
Claims (27)
1. Farbfernseheinrichtung, in welcher das den Bildinhalt wiedergebende Signal aus Spannungen
besteht, deren Amplituden den Helligkeitswerten der verschiedenen Grundfarben bei der
Abtastung jeder Bildzeile entsprechen, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenlage der den einzelnen
Grundfarben entsprechenden Spannungen gegenüber den Zeilenabtastintervallen bei aufeinanderfolgenden
Abtastungen derselben Zeile go verschieden ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Signalsperr vorrichtung für
jede Farbe und eine Quelle von mit verschiedener Phase verlaufenden Signalen, wobei jede
Signalsperrvorrichtung durch ein Signal von anderer Phase gesteuert wird, so daß die
Phasenlage dieser Signale gegenüber einem betrachteten Zeilenabtastintervall bei aufeinanderfolgenden
Abtastungen derselben Zeile von der Phase der Signale verschieden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Quelle der verschiedenphasigen
Signale aus einem Oszillator zur Erzeugung eines primären Signals und einem mit diesem primären Signal gespeisten Phasenverschiebungsnetzwerk
besteht, daß dieses Phasenverschiebungsnetzwerk mehrere Ausgangsstellen besitzt, welche verschiedenphasige, aus dem
primären Signal hergestellte sekundäre Signale liefern, und daß jede der Signalsperrvorrichtungen
an eine dieser Ausgangsstellen angeschlossen ist und die Phasenlage des primären Signals
derart geändert werden kann, daß bei aufeinanderfolgenden Abtastungen derselben Zeile die
Phasenlage des primären Signals gegenüber dem Zeilenabtastintervall verschieden ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Phase
der den Bildinhalt wiedergebenden Spannungen gegenüber dem Zeilenabtastintervall während
der Abtastung stetig und kontinuierlich verändert wird.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Phase der den Bildinhalt wiedergebenden Spannungen
921
gegenüber dem Zeilenabtastintervall sprunghaft geändert wird.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Phase der den Bildinhalt
wiedergebenden Spannungen in der Pause zwischen aufeinanderfolgenden Zeilen geändert wird.
7. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Phase der den Bildinhalt wiedergebenden Spannungen in der Pause zwisehen
aufeinanderfolgenden Bildern geändert wird.
8. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Phasenunterschied der den Bildinhalt wiedergebenden Spannungen zwischen aufeinanderfolgenden
Abtastungen derselben Zeile annähernd 180 ° beträgt.
9. Einrichtung nach Anspruch 6 und 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Phasenänderung der den Bildinhalt wiedergebenden Spannungen
zwischen aufeinanderfolgenden Zeilen annähernd i8o° beträgt.
10. Einrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Phasenänderung der den Bildinhalt wiedergebenden Spannungen
zwischen aufeinanderfolgenden Bildern annähernd i8o° beträgt.
11. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das primäre und das sekundäre
Signal sinusförmigen Verlauf besitzen.
12. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das primäre und das sekundäre
Signal aus Impulsreihen bestehen.
13. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß im Empfänger die den Bildinhalt wiedergebenden Spannungen den
Signalsperr vor richtungen zugeleitet werden und diese mit ihren Ausgangsklemmen an Wiedergabeeinrichtungen
zur Wiedergabe in mehreren Grundfarben angeschlossen sind und daß aus dem Fernsehsignal hinter der letzten Gleichrichterstufe
ein Phasensteuersignal zur Steuerung der Signalsperr vorrichtungen hergestellt
wird.
14. Einrichtung nach Anspruch 3, 4 und 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingungserzeuger mit einer selbsttätigen Frequenzregeleinrichtung
ausgerüstet ist und das Phasensteuersignal dieser Regeleinrichtung zugeleitet
wird, so daß der Oszillator kontinuierlich ohne sprunghafte Phasenänderungen schwingt.
15. Einrichtung nach Anspruch 3, 6 und 13,
dadurch gekennzeichnet, daß das Phasensteuersignal dem Oszillator zugeleitet wird, um seine
Phase gegenüber dem Zeilenabtastintervall beim Beginn von aufeinanderfolgend abgetasteten
Zeilen sprunghaft zu ändern.
16. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß in einer Kameraröhre Eifirichtungen zur Erzeugung von Fernsehsignalen
entsprechend zwei oder mehr Grundfarben eines
fernzusehenden Objektes vorhanden sind und diese Signale den Signalsperrvorrichtungen zugeleitet
werden, so daß diese die Ausgangsspannung der Kameraröhre in zyklischer Vertäuschung
verriegeln, und dann die den Bildinhalt in den verschiedenen Farben wiedergebenden
Spannungen einem S ender ausgangskreis zugeleitet werden.
17. Einrichtung nach Anspruch i6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausgangsspannungen der Signalsperrvorrichtungen einer Additionsstufe zugeleitet werden, an dieser Additionsstufe ferner ein der Phase der verschiedenen
Grundfarben entsprechendes Signal liegt und daß die Ausgangsseite der Additionsstufe mit
dem Senderausgangskreis verbunden ist.
18. Einrichtung nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasen der den Bildinhalt wiedergebenden
Spannungen gegenüber dem Zeilenabtastintervall bei aufeinanderfolgenden Abtastungen einer
gegebenen Zeile solche Werte haben, daß die Zuführung der gegebenen Werte verschiedener
Farben während der ersten Abtastung etwa in der Mitte zwischen der Zuführung derselben
Werte der verschiedenen Farben bei der nächsten Abtastung derselben Zeile erfolgt.
19. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Farben der den Bildinhalt wiedergebenden Spannungen durch die
Phase dieser Spannungen gegenüber der Phase von kurzen Wellenzügen definiert sind.
20. Einrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz dieser kurzen
Wellenzüge innerhalb des Frequenzbandes der Bildhelligkeitssignale liegt und diese Wellenzüge
in einer bestimmten zeitlichen Lage zu den Zeilenimpulsen übertragen werden.
21. Einrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die kurzen Wellenzüge
unmittelbar auf die Zeilensynchronisierimpulse folgen.
22. Einrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeilensynchronisierimpulse
Basisimpulsen von Zeilenfrequenz überlagert sind und die kurzen Wellenzüge auf dem
rückwärtigen Teil dieser Basisimpulse übertragen werden.
23. Einrichtung nach Anspruch 19, dadurch u0
gekennzeichnet, daß der Empfänger einen Phasenvergleichskreis enthält, welchem diese
kurzen Wellenzüge und ferner die Schwingungen eines örtlichen Farboszillators zugeführt werden
zum Zwecke, diesen Oszillator in fester Phasenlage mit den kurzen Wellenzügen zu halten.
24. Einrichtung nach Anspruch 13 und 23,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingungen des Oszillators durch Steuerung der Signalsperrvorrichtungen
die wiederzugebende Farbe steuern.
25. Einrichtung nach Anspruch 21 und 23, gekennzeichnet durch eine weitere Signalsperrvorrichtung,
welche von denZeilensynchronisierimpulsen gesteuert wird, derart, daß sie kurz
nach jedem Zeilensynchronisierimpuls nur für
die Dauer des Durchtritts eines kurzen Wellenzuges zum Phasenvergleicher öffnet.
26. Einrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Sender eine weitere
Signalsperrvorrichtung vorgesehen ist, welche durch die Zeilensynchronisierimpulse gesteuert
wird und die Schwingungen eines örtlichen Farboszillators derart absperrt, daß kurze
Wellenzüge entstehen, die einer Additionsstufe zugeleitet werden, so daß sie nur während
kurzer Intervalle fernübertragen werden.
27. Einrichtung nach Anspruch 16 und 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingungen
des örtlichen Oszillators die zu übertragende Farbe durch Steuerung der Signalsperrvorrichtungen
bestimmen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
I 9577 12.54
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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