DE92006C - - Google Patents

Info

Publication number
DE92006C
DE92006C DENDAT92006D DE92006DA DE92006C DE 92006 C DE92006 C DE 92006C DE NDAT92006 D DENDAT92006 D DE NDAT92006D DE 92006D A DE92006D A DE 92006DA DE 92006 C DE92006 C DE 92006C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hair
amidophenol
solution
base
melting point
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT92006D
Other languages
English (en)
Publication of DE92006C publication Critical patent/DE92006C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B59/00Artificial dyes of unknown constitution
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/30Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts
    • D06P3/305Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts with oxidation dyes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8: Bleichen, Färben, Zeugdrück und Appretur.
• Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Oktober 1896 ab.
In den /Patenten Nr. 47349, 51073 und 80814 ist ein Verfahren zum Färben von Haaren und Federn beschrieben, welches in. der Pelzindustrie umfangreiche Anwendung gefunden hat. Zwei Mängel haben sich indessen dabei herausgestellt. Einmal haben die mit p-Phenylendiamin erzeugten Oxydationsfarben die Eigenschaft, von dem Pelzwerk abzüsublimiren, d. h. die fertigen Waaren färben allmälig ab, wenn sie längere Zeit mit hellen Stoffen, wie Papier, Leder, Zeug, in Berührung sind. Andererseits sind die in den genannten Patenten benutzten Basen zum Färben von lebendem Menschenhaar sämmtlich unbrauchbar. Das früher für unschädlich gehaltene p-Phenylendiamin ist, wie genaue Versuche gezeigt haben, hierfür zu giftig, während die unschädlichen sauerstoffhaltigen Basen, das p-Amidophenol und das Metol, rothbraune Nuancen geben, welche ihrem Zwecke nicht entsprechen. Erßnder hat nun in dem p-Amidodiphenylamin vom Schmelzpunkt 750 eine Base gefunden, welcher diese Mängel nicht anhaften.
p-Amidodiphenylamin löst sich in Wasser nur schwer, viel leichter in Alkohol. Die concentrirteren (alkoholischen) Lösungen liefern, auf dem Haare oxydirt, tiefdunkle bis schwarze waschechte Farben; die verdünnteren Lösungen liefern bei neutraler oder schwach alkalischer Oxydation grünliche Nuancen. Durch Zusatz von p-Amidophenol oder von Methyl-p-amidophenol (Schmelzpunkt 830) werden rein braune bis braunschwarze Nuancen erhalten. Diese Färbungen zeigen nicht oder doch, nur in sehr geringem Grade die Eigenschaft des Absublimirens.
Ferner ist p-Amidodiphenylamin, wie besondere Versuche ergeben haben, eine physiologisch unschädliche Base. Von Kaninchen wird ig, innerlich eingegeben, ohne jede Schädigung vertragen. Die Lösungen dieser Base können daher zum Färben von lebendem Kopf- und Barthaar empfohlen werden, namentlich bei Zusatz von etwas p-Amidophenol oder Methyl-p-amidophenol, da mit dieser Mischung die natürlichsten Färbungen erhalten werden. Als Oxydationsmittel dient zu letzterem Zwecke am besten Wasserstoffsuperoxyd, während zum Färben von Pelz-, haar beliebige andere Oxydationsmittel, wie Eisenoxydsalze, übermangansaure, chromsaure, chlorsaure, unterchlorigsaure Salze, Natriumsuperoxyd, Chlor u. s. w., benutzt werden können. Die Oxydation wird entweder in der Weise ausgeführt, dafs die Haare zuerst mit der Lösung der Base und dann mit dem Oxydationsmittel durchtränkt werden, oder aber so, dafs das Oxydationsmittel der Lösung der Base direct zugesetzt und das Haar aus einem Bade gefärbt wird.
Beispiel 1. Eine 3 procentige Lösung von p-Amidodiphenylamin wird mit dem gleichen Volumen 3 procentiger Wasserstoffsuperoxyd lösung versetzt. Die zufärbenden, mitSodalösung entfetteten Haare werden mit dieser Mischung durchtränkt und an der Luft getrocknet. Die
(2. Auflage, alisgegeben am 18. Mai i8gy.)
Intensität der Färbung ist verschieden je nach der Natur des Haares. Menschenhaar wird schwarz, Angorahaar erhält eine grünlich schwarze Farbe.
Beispiel 2. In 1 1 Alkohol von 60 Volumprocent werden 10 g ρ-Amidodiphenylamin, ι ο g p-Amidophenol (oder ι ο g Methyl-p-amidophenol, Schmelzpunkt 830) und iog Aetzkali gelöst. Das Haar wird zunächst mit dieser Lösung und sodann mit 'einer 3 proc. Lösung von Wasserstoffsuperoxyd durchtränkt;
einigen Stunden ist es braun gefärbt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Färben von Haaren oder Pelzwerk durch Behandlung mit einer Lösung von p-Amidodiphenylamin (Schmelzpunkt 750) mit oder ohne Zusatz von p-Amidophenol oder Methyl-p-amidophenol (Schmelzpunkt 830) und nachfolgende Oxydation.
DENDAT92006D Active DE92006C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE92006C true DE92006C (de)

Family

ID=363579

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT92006D Active DE92006C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE92006C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE68916319T2 (de) Verfahren zum Haarfärben mit Aminoalkyl- oder Aminohydroxyalkylcatecholzusammensetzungen.
DE92006C (de)
EP0404868B1 (de) Verfahren zum färben von haaren mit pflanzenfarben
DE103505C (de)
US1668875A (en) Method of treating fur skins and the like
DE653306C (de) Verfahren zum Faerben von Pelzen mit Oxydationsfarbstoffpraeparaten
DE539467C (de) Verfahren zur Erhoehung der Webfaehigkeit kunstseidener Ketten
DE561554C (de) Verfahren zur Herstellung von schwarz faerbenden Farbstoffen
DE433146C (de) Verfahren zur Herstellung von echten Faerbungen und Drucken mit Kuepenfarbstoffen
DE47349C (de) Verfahren zum Färben von Haaren und Federn
DE493907C (de) Verfahren zur Behandlung von Stoffen
DE431501C (de) Verfahren zur Erzeugung von echten Faerbungen und Drucken auf der tierischen Faser
DE727153C (de) Verfahren zum Bleichen von tierischen Fasern, wie Haare oder Borsten, mit Wasserstoffsuperoxyd
DE226790C (de)
AT47423B (de) Verfahren zum Färben von Haaren, Pelzen und dergleichen.
AT67236B (de) Verfahren zum Färben von Pelzen, Haaren, Federn und dgl.
DE234462C (de)
AT29838B (de) Verfahren zum Färben Haaren.
DE715318C (de) Verfahren zum Wasserabstossendmachen von mit substantiven Farbstoffen gefaerbtem Textilgut aus reinen Cellulosefasern oder aus Gemischen aus pflanzlichen und tierischen Fasern
DE431250C (de) Verfahren zur Erzeugung von Faerbungen und Drucken mit Kuepenfarbstoffen
DE291138C (de)
DE51073C (de) Verfahren zum Färben von Haaren und Federn
DE548201C (de) Verfahren zur Herstellung oder zum Abziehen von Kuepenfaerbungen
DE554208C (de) Verfahren zur Herstellung heller Muster auf von Natur dunkelfarbigen Haeuten oder Ledern
DE423611C (de) Verfahren zur Verbesserung von aus Papier entfernbaren Druckfarben