DE91790C - - Google Patents

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DE91790C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/08Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor having supplementary heating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 24: Federungsanlagen.
S. J. ARNHEIM in BERLIN. Fäkalien-Verbrennungsofen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Oktober 1896 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen sich unmittelbar an das Closetabfallrohr anschliefsenden Verbrennungsofen für Fäkalstoffe, welcher periodisch betrieben werden kann, wodurch nicht allein an Feuerungsmaterial gespart, sondern auch der Verbrennungsofen selbst geschont wird. Die bei der Verbrennung . der festen Fäkalien entstehende Hitze wird mit zur Verdampfung des Urins verwendet. Diese Verdampfung läfst sich, wenn die Hitze rationell ausgenutzt werden soll, nur mittelst sehr flacher Pfannen ausführen. Nun bilden aber Kasernen, Lazarethe, Fabriken u. s. w. das Hauptgebiet, wo solche Verbrennungsöfen mit Vortheil Anwendung finden, und die Verhältnisse dieser Kasernen, Fabriken u. s. w. bringen es mit sich, dafs zu gewissen Tagesstunden viel mehr Urin zufliefst, als eine solche flache Verdampfungspfanne fassen kann. Dieselbe läuft daher über, oder aber man mufs das Feuer nur der Verdampfung des Urins wegen aufserordentlich stark halten, was dann wiederum — sobald der Urinzuflufs nachläfst — fast regelmäfsig sehr schnell zu einem völligen Durchbrennen der Verdampfungspfanne führt.
Diese Uebelstände werden nach vorliegender Erfindung dadurch beseitigt, dafs mit der Verdampfungspfanne, welche unterhalb des Verbrennungsrostes für die festen Fäkalien angeordnet ist, ein Behälter mittelst eines biegsamen Rohres verbunden ist und so gehoben und gesenkt werden kann, dafs sämmtlicher in die Verdampfungspfanne gelangende Urin daraus zunächst in den Behälter fliefsen und darin gesammelt werden kann, bis der Behälter gefüllt ist, worauf dann der Ofen in Betrieb gesetzt und während der Verbrennung der inzwischen auf dem Rost angesammelten festen Fäkalien durch Heben des Behälters der Urin nach und nach in dem Maafse der Verdampfung nach der Pfanne zurückgeleitet wird.
Auf der Zeichnung ist der Verbrennungsofen in Fig. ι und 2 in zwei rechtwinklig zu einander liegenden Verticalschnitten zur Darstellung gebracht.
Fig. 2 zeigt die Anordnung des Urinsammelbehälters.
Das Closetabfallrohr α mündet oberhalb des Verbrennungsrostes c für die festen Fäkalien und kann während des Brandes derselben durch einen Schieber b abgesperrt werden.
Der Urin fliefst in die unterhalb des Hauptrostes c vorgesehene Verdampfungspfanne e, welche durch ein biegsames Rohr d mit dem Behälter _/ verbunden ist; letzterer kann mittelst gleichmä'fsig antreibbarer Schraubenspindeln g gehoben und gesenkt und zweckmäfsig an Schienen ss geführt werden.
Die Verstellbarkeit des Urinbehälters ermöglicht eine Regelung des Flüssigkeitsstandes in beiden Behältern und die Erhaltung der Höhenlage der Flüssigkeit in der Pfanne während der Betriebsperiode. In der Ruheperiode befindet sich der Behälter f zwecks Ansammeins des Urins in seiner tiefsten Lage. In dieser Stellung tritt eine Ansammlung von Urin auch in der Pfanne e erst ein, wenn der Behälter f nahezu gefüllt ist. Inzwischen sammeln sich die festen Fäkalien auf dem Rost c an.
Sobald der Behälter / gefüllt ist, wird zur Vernichtung und Unschädlichmachung der an-
gesammelten Fäkalien die Verbrennung derselben durch Entzündung eines Kohlenfeuers auf dem Rost h eingeleitet, dessen Flamme über die Fä'kalstoffe hinwegstreicht, dieselben sehr bald ebenfalls in Brand setzt und dann zusammen mit der Flamme der verbrennenden FäkalstofFe durch den Zug i und k unterhalb der Verdampfungspfanne zur Esse entweicht.
Es findet also gleichzeitig mit der Verbrennung der festen Stoffe auch die Verdampfung des Urins in der Pfanne e durch die gemeinsame Wirkung des Kohlen- und Fäkalienfeuers statt. Ist der Inhalt der Pfanne nahezu verdampft, so wird dieselbe durch Höherschrauben des gefüllten Behälters / von neuem gefüllt, und so fort, bis nahezu der ganze Inhalt des Behälters mittelst der Pfanne verdampft ist.
Bei dieser Verdampfung läfst ein mit Glas überdeckter verticaler Schlitz / in der Behälterwand den jeweiligen Flüssigkeitsstand in dem Behälter und somit auch in der Pfanne erkennen, und ist es durch Vergleich dieses Flüssigkeitsstandes mit einem in der Ebene m des höchsten zulässigen Flüssigkeitsstandes der Pfanne an der einen Führungsschiene s befestigten Zeiger η möglich, den jeweiligen Inhalt der Pfanne zu erkennen und zur Ergänzung desselben eine entsprechende Einstellung des Behälters f vorzunehmen.
Sobald die Verdampfung des Urins nahezu beendet ist, wird das Feuer auf dem Rost h ansgemacht. Der Urinbehälter ist so Joemessen, dafs die festen Excremente schon vor Beendigung der Verdampfung des Urins vollständig verbrannt sind, so dafs ein Durchbrennen der Pfanne e völlig ausgeschlossen ist.
Die Pfanne e, in welcher sich die geringfügigen Rückstände der verbrannten bezw. verdampften Fäkalien ansammeln, schliefst den Zug k unterhalb der Pfanne von dem Raum oberhalb derselben ab und ist mit ihrem seitlichen Rande auf Schienen ο gleitbar gelagert, um nach Lösen der Verbindung mit dem Behälter f ein Entfernen der Pfanne aus dem Ofen zwecks ihrer Reinigung möglich zu machen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Fäkalien-Verbrennungsofen, bei welchem zwecks Ermöglichung eines periodischen Betriebes die Urin -Verdampfungspfanne (e) mit einem in der Höhenlage verstellbaren Sammelbehälter ff) für den Urin verbunden ist, derart, dafs der Urin während der Verbrennung der angesammelten festen Fäkalien durch Höherstellen des Sammelbehälters allmälig in die Verdampfungspfanne übergeführt werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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