DE91752C - - Google Patents

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DE91752C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/08Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
    • D05B57/10Shuttles
    • D05B57/14Shuttles with rotary hooks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
in BIRMINGHAM (England).
Ringgreifer für Doppelsteppstich-Nähmaschinen
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Oktober 1894 ab.
Bei den bisherigen Doppelsleppstich-Greifer-Nähmaschinen hat sich der Uebelstand bemerkbar gemacht, dafs sich die vom Greifer gebildete Schleife im letzten Augenblick vor ihrer endgiltigen Einziehung in den Stoff verdreht, was einerseits leicht eine Fadenverwickelung verursachen kann, andererseits eine Ueberspannung und demzufolge Schwächung, unter Umständen ein gänzliches Reifsen des Fadens herbeiführt.
Nach der vorliegenden Erfindung wird diesem Uebelstande in der .Weise abgeholfen, dafs die eine Schiingenseite gleich beim Anfang der Schleifenbildung in. einen Ausschnitt hineingeführt wird, welcher sich in dem oberen Theile eines in dem Ringgreifer gelagerten stillstehenden Ringes befindet und sofort nach Einführung der Schiingenseite durch den rotirenden Greifer geschlossen und nicht eher geöffnet wird, bis die Schleife fast gänzlich in den Stoff hineingezogen ist.
Beim Oeffnen des Ausschnittes legt sich die Schleife um ein konisch zugespitztes Schwanzstück am hinteren Theile des Greiferhakens, von welchem dieselbe beim Einziehen in den Stoff allmälig abgleitet. Da nun das Festhalten der einen Schiingenseite während des Ausweitens der Schleife, um dieselbe über das Spulengehäuse zu ziehen, das Bestreben zur Folge hat, die ganze Schleife bei ihrer Ausweitung nach der festgehaltenen Seite hin zu ziehen und dadurch, eine übermäfsige Reibung der anderen nicht festgehaltenen Seite an der unteren Kante des Spulengehäuses zu verursachen, ist letzteres mit einem Gurt versehen. Dieser Gurt umfafst das Spulengehäuse in der Mitte desselben und ist an der Seite zugespitzt, an welcher die auszuweitende Schleife zuerst mit dem Gehäuse in Berührung kommt, so dafs beim Umlegen der Schleife um das Gehäuse die Spitze des Gurtes sich gleich beim Anfang zwischen die beiden Schlingenseiten legt und die äufsere Seite frei und ohne Reibung über die untere Kante des Spulengehäuses hin fortführt. Dieser Gurt ist Gegenstand des Patentes Nr. 91414.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Seitenansicht des vollständigen Ringgreifers,
Fig. 2 ein Längsschnitt durch den Greifer und Fadenführer, bei welchem das Spulengehäuse in seinem Scharnier nach vorwärts in die zur Oeffnung des Gehäuses nöthige Stellung gedreht ist.
Fig.. 3 ist eine vergröfserte Seitenansicht des das Spulengehäuse tragenden Ringes, der in dem innerhalb des rotirenden Greifers vorgesehenen oder durch diesen selbst gebildeten Lager getragen wird.
Fig. 4 giebt eine Vorderansicht des vollständigen Greifers und Spulengehäuses.
Fig. 5 bis 10 zeigen jede eine Vorder- und Seitenansicht der den Faden bewegenden Vorrichtungen in ihren bezüglichen Stellungen zu , einander während der Bildung von Stichen.
Fig. 11 zeigt den Theil der Oberfadenschlinge, der in dem Ausschnitt des Ringes L zurückgehalten wird, sobald die Schleife fertig ausgezogen ist, um über den Spulenkasten zu gleiten; einige Theile des Mechanismus sind hierbei fortgenommen, um die Schleife klar zu veranschaulichen.
Fig. 12 veranschaulicht die Lage der Oberfadenschlinge, während sie durch den Ansatz f3 des Greifers zurückgehalten wird, unmittelbar bevor sie in das Material eingezogen wird.
Der Greifer F hat eine tassenförmige Gestalt und erhält in seiner Umfläche eine Oeffnungy1, über welcher der mit einer Spitze versehene Haken f2 liegt. Dieser Haken kann mit dem Körper des Greifers aus einem Stück bestehen, besser wird er aber aus einem besonderen Stück hergestellt mit einem Ansatz, der1 in einen wie bei f% (Fig. 4) gekennzeichneten Ausschnitt hineinpafst. Der Theil des Greifers unmittelbar hinter dem Haken ist zu einem nach rückwärts gerichteten Ansatz f3 ausgebildet, um die Oberfadenschlinge beim Einziehen in den Stoff an einer Verdrehung zu hindern. Die der Welle zugekehrte Seite des Ansatzes f3 ist an der Drehrichtung zu einer Curvennuth f1 ausgebildet, mittelst deren, die eine Schiingenseite unter dem Arbeitsstück in einer bestimmten Lage zwangsweise festgehalten wird, so dafs irgend welcher Verwickelung der Schleife mit dem Mechanismus vorgebeugt wird. Im Innern des Greifers F in einer geeigneten Ringnuth _/4, wie aus . Fig. 2 zu ersehen, ist ein stillstehender Ring L vorgesehen, welcher gleichzeitig zur Führung des Unterfadens und zur Aufnahme des Spulengehäuses dient.
Der Ring L wird mittelst Vorsprunges I1, welcher mit dem durch die Grundplatte der Maschine getragenen Arm M in Eingriff steht, an einer Drehung verhindert. Der Ring L hat an seinem oberen Theil einen Ausschnitt /2, in welchen bei Bildung der Schleife eine Seite der letzteren hineingeführt wird, so dafs die Schleife an diesem Punkte in dem unmittelbar nach der Einführung verschlossenen Ausschnitt während der Stichbildung Führung findet. Der Ring L wird in die Nuth fl des Greifers durch einen mittelst Metallstückes fs zu verschliefsenden Schlitz eingeführt.
Der Ring L ist so gebildet, dafs er das Unterfadengehäuse in sich aufnehmen kann, wie aus Fig. 2 und 4 ersichtlich ist. In Fig. 4 ist das Spulengehäuse als in dem Unterfadenrahmen L befestigt dargestellt. Das Spulengehäuse ist bei n3 scharnierartig befestigt, so dafs es nach aufsen geklappt werden kann, um ein leichtes Oeffnen desselben zu ermöglichen. Der Unterfaden ist in dem Spulengehäuse N untergebracht und wird dann in der Weise geführt, dafs auf ihn die untere Spannfeder bei κ2, wie aus Fig. 2 und 4 ersichtlich, wirken kann. Ein kurzes Ende des Fadens wird von n2 herabhängen gelassen, welches dann in der später beschriebenen Weise von der Oberfadenschlinge umschlungen wird.
Das Spulengehäuse N ist mit einem an der rechten Seite desselben (Fig. 4) zugespitzten Gurt w4 versehen, welcher zur Führung der äufseren Schiingenseite um das Gehäuse dient.
Es. soll nun die Wirkung der einzelnen Theile während der Bildung eines Stiches und mit Bezug auf Fig. 5 bis 12 der beiliegenden Zeichnungen beschrieben werden. Wenn sich die Nadel in ihrer tiefsten Stellung herabbewegt hat, befindet sich dieselbe in der Nadelnuth fl im Innern des Greifers.
Diese Stellung ist in Vorder- und Seitenansicht in Fig. 5 dargestellt.
Die Nadel fängt an, sich in die Höhe zu bewegen und bildet hierbei eine Schleife. Der Greifer F, der sich während des vorgenannten Aufsteigens der Nadel um etwa i8° gedreht hat, bringt die Spitze des Greiferhakens _/2 in eine Linie mit der Nadel, und der an letzterer befindlichen Schleife (s. Fig. 6).
Ist die Bewegung des Greifers ungefähr 40° fortgeschritten, so hat der Haken die Schleife des Oberfadens erfafst. Eine weitere Bewegung des Greifers führt eine Seite der Schleife in die Einkerbung /2, wie Fig. 7 zeigt, was bei einer Drehung von etwa 135 °, von der in Fig. 5 veranschaulichten Stellung an gerechnet, geschieht. An dieser Stelle tritt die Spitze des Gurtes w4 in Thätigkeit und führt die freie Seite der Schleife um das Spulengehäuse herum. Wie aus der Seitenansicht der Fig. 7 ersichtlich, würde die linke Seite der Schleife bedeutende Reibung an der unteren Kante des Gehäuses erhalten, wenn man die Schleife durch die Spitze des Gurtes n4 vorher ausweitete, da die Schleife durch das Festhalten der rechten Seite (Fig. 7) schon ohnehin nach rechts gezogen wird. Eine weitere Bewegung des Greifers um etwa 15 ° schliefst den in der Nuth P liegenden Faden ein und hält ihn zurück, wie aus Fig. 8 und 11 zu ersehen ist, so lange, bis - der Faden frei gelassen werden soll, wie späterhin beschrieben. Hat sich der Greifer um ungefähr 2500 von der in Fig. 5 gezeichneten Stellung aus bewegt, so wird der Hebel des Fadenabziehers in der Weise bethätigt, dafs er die Schleife vom Haken f* frei abzieht,, wie aus Fig. 9 ersichtlich. Während sich nun der Greifer durch die an einer vollständigen Umdrehung noch fehlenden 750 (von der in Fig. 5 gezeichneten Stellung aus gerechnet) bewegt, bleibt die Schleife über den hinteren Theil f3 des Greifers geworfen und wird infolge dessen in der in Fig. 12 gezeigten Stellung gehalten,

Claims (1)

  1. ohne der Gefahr ausgesetzt zu sein, sich mit irgend welchem Theil des Mechanismus zu verwickeln. Die Nadel ist nun wieder bis zu ihrer tiefsten Stellung herabgegangen, wie in Fig. 5 dargestellt, während der Fadenabzieher, wie vorhin beschrieben, durch die Wirkung seiner Curvenwalze in bekannter Weise gesenkt und während eines gewissen Zeitraumes in der gesenkten Stellung gehalten wird. Wenn der Haken eine neue Schlinge an der Nadel erfafst hat, wie Fig. to zeigt, so wird eine weitere Oberfadenzufuhr durch den Faden regulator abgeschnitten.
    Die weitere Bewegung des Greifers um etwa 90 ° der nächsten Umdrehung bewirkt das Einziehen desjenigen Theiles der Schleife, der über den hinteren Theil fs geworfen wurde (Fig. 10).
    Der Fadenabzieher wirkt während dieser Zeit so, dafs er den Faden löst und auf diese Weise das Reiben oder Hin- und Herziehen des Fadens über die Spitze des Greifers vermindert.
    Die fortgesetzte Bewegung des Greifers zieht den übrig bleibenden, von dem hinteren Theil f3 abgeworfenen und aus der Einkerbung P herausgelassenen Theil der Schleife in die Höhe und unter Bildung der Naht fest in das zu bearbeitende Material. Hieraus wird ersichtlich, dafs die Schleife in der Einkerbung P so lange festgehalten wird, bis der Greiferhaken die nächste Schlinge gefafst hat und der hierbei in den Stoff eingezogene Rest der vorhergehenden Schleife so klein geworden ist, dafs ein Verwickeln und Verdrehen derselben unmöglich stattfinden kann.
    Ein Theil der Schleife ist durch die Wirkung des Fadenabziehers in die Höhe und der übrig bleibende Theil durch die Wirkung des Greifers selbst während der Bildung des zweiten Stiches in den Stoff hineingezogen worden. Es ist auch ersichtlich, dafs der obere Faden einen freien Lauf um den Unterfaden hat und keiner nachtheiligen Reibung oder Scheuern ausgesetzt ist. Der Ring L leitet den Unterfaden in solcher Weise, dafs kein OeI mit dem Faden in Berührung kommt.
    Ist es gewünscht, einen Kettenstich zu bilden, so wird der Unterfaden fortgenommen und der Stoffdrücker derart eingestellt, dafs das Material in der entgegengesetzten Richtung, als für den Steppstich erforderlich war, bewegt wird. Die Nadelschlinge wird in diesem Falle durch die vorhergehende Schlinge gezogen und es wird ein sogen. Kettenstich gebildet.
    Pa te ν τ - A ν s ρ R ü c H.:
    Ringgreifer für Doppelsteppstich-Nähmaschinen , gekennzeichnet durch einen im Innern desselben angeordneten stillstehenden, das Spulengehäuse tragenden Ring (L) mit einem Ausschnitt (P) am oberen Theile, in welchen die eine Seite der Oberfadenschlinge bei Anfang der Schleifenbildung eingeführt wird und durch das Weiterdrehen des Greifers so lange eingeschlossen bleibt, bis die Schleife fast gänzlich in den Stoff hineingezogen ist, während ein um das Spulengehäuse gelegter Gurt (n*) mit seiner an einer Seite angeordneten Spitze die freie Seite der Schleife um die untere Kante des Spulengehäuses führt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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